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Schlagwort: Erwachsenwerden (Seite 1 von 3)

Jan Böttcher –
Das Kaff

Micha Schürtz kehrt als Bauleiter eines bescheidenen Bauträgerprojektes in sein altes kleines Heimatdorf zurück. Als Untermieter zieht er bei seinem alten Schulfreund Greg in dessen Kleinstadthaus und bereut es sofort. Aus Langeweile treibt es ihn abends auf den örtlichen Fußballplatz und dort in die Arme seines ehemaligen Mitspielers, der ihn gleich als Jugendtrainer verpflichtet.

Misstrauen legt sich über das Dorf, das Bauprojekt gestaltet sich als schwierig und Micha selbst macht es seinem Gegenüber auch nicht gerade leicht. Sein Bruder gibt sich ihm als Dorfchronist überlegen und seine Schwester wirft ihm die lange Abwesenheit und die Ferne Berlins vor.

In der Vergangenheit hängen geblieben, trifft er auf Carla, die eine seiner geplanten Wohnungen bezieht und erstmals sieht er in Tobi, Carlas Sohn, die Lösung seines Problems. Dieser bringt ihn erst auf die Palme, dann auf die entscheidende Probe.

Jan Böttcher hat mit „Das Kaff“ einen verblüffenden Roman geschaffen, in dem man sich öfters wiederfindet als einem lieb ist.

Was rückständig, langweilig und öde als Kaff daher kommt, entpuppt sich als die Heimat und scheinbare Geborgenheit, die man vielleicht auch nach jahrelanger Suche nicht gefunden hat.

Eine Rückkehr zum eigenen Ich scheint in uns Menschen doch so tief verwurzelt zu sein, dass man sich nur schwer dagegen wehren kann.

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

 

Michael Carson –
Das Glück der Süße

Der junge Benson steht auf alles, was auch Zucker hergestellt werden kann. Er liebt einfach Süßigkeiten und dementsprechend sieht er als Teenager auch aus. Pummelig und mit leicht unterwürfigem Blick schreitet er durch seine pubertierende kleine Vorstadtwelt.

Er wird von seinen Mitschülern gehasst und gemobbt und die Lehrer an seiner Schule stehen den Mitschülern da in nichts nach. Wie natürlich bei allen anderen Teenagern natüchlich auch, dreht es sich bei Benson natürlich auch um Sex und davon kann er noch weniger genug bekommen als von seinen Süßigkeiten.

Von Beklemmungen in der erzkatholischen Familie geplagt stellt Benson auch noch zu seinem restlichen Leidwesen fest, das er nicht wie der sonst so normale Teenager auf hübsche Mädchen steht, nein, bei ihm müssen es ja ausgerechnet hübsche Jungs sein, von denen er nicht lassen kann.

Als alles nichts mehr hilft und die Ratlosigkeit in ihm überhand nimmt, beschließt er, endlich die Beichte abzulegen und ins Kloster zu gehen.

Ein witziger und teilweise bitterböser Roman über das Erwachsenwerden, das aber auch wirklich kein Fettnäpfchen auslässt.

 

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Catherine Egan –
Die Schattendiebin –
Die verborgene Gabe

Julia wird als Spionin in einem scheinbaren Hexenhaushalt als Hausmädchen Ella eingeschleust. Dort gehen seltsame Dinge vor und Julia nutzt ihre seltsame Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen und schnüffelt mit Erfolg im Leben von Frau Ochs.

Die Schlinge um Julia zieht sich immer enger und jemand scheint ihr auf der Spur zu sein denn ihre letzten Kontakte werden einer nach dem anderen grausam ermordet.

Ihr gelingt es, ihrer Auftraggeberin einen weiteren Auftrag abzuluchsen und merkt, geblendet von Habgier und der Suche nach einer Familie zu spät, dass dieser Auftrag sie direkt in die Hände des Killers führt.

Eine fantastische Story über Magie, der Liebe und einem jungen bezaubernden Mädchen auf der Suche nach sich selbst!

Ich freue mich auf weitere magische Geschichten über Julia und ihre Diebesbande!

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