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Kategorie: @Thriller (Seite 1 von 7)

5 Fragen an Wolfgang Wirth

Wolfgang Wirth -...und ich will nicht gnädig sein!

Wolfgang Wirth -…und ich will nicht gnädig sein!

Lieber Wolfgang,

vielen Dank für „…und ich will nicht gnädig sein!„.

Ich bin immer über die Hintergründe und über die Entstehung einer Geschichte neugierig und freue mich natürlich sehr über das kleine Interview mit Dir.

Tina:
Der Thriller spielt zu Beginn in Kappadokien, in der tiefsten Türkei. Ist das ein Land und ein Reiseziel, welches Sie selbst fasziniert und auch schon selbst bereist haben?

Wolfgang:

Ich habe in der Tat die im Buch beschriebene, abenteuerliche Reise selbst gemacht, wenn auch nicht als Abiturabschluss und auch ohne blutigen Mord. Man lernt auf solchen Trips Land und Leute besser kennen. In meinen Büchern lasse ich gerne eigene Erlebnisse, u.A. von meinen Reisen rund um die Welt, mit einfließen, das macht die Geschichten anschaulicher.

Tina:
Rache als prägendes Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Während Nick sich dank seiner innigen Rachegedanken das Überleben im Gefängnis sichert, sind seine alten Klassenkameraden scheinbar von Gier zerfressen. Was treibt Sie persönlich an?

Wolfgang:

Glücklicherweise weder Rache noch Gier! Ruhe und Frieden ist, was ich erleben möchte, und somit Spaß am Leben. Wenn ich das dann noch mit Freunden teilen kann, ist Alles perfekt. Mit meinen Büchern ist es ähnlich. Ich habe Spaß daran, spannende Geschichten zu erfinden und zu teilen. Wie jeder „Künstler“ freue ich mich natürlich auch über den „Applaus“!

Tina:
Dieser Krimi zeigt die tiefsten Abgründe, in die Menschen hineingeraten können. Die Sünden überschlagen sich fast und selbst der Pfarrer hat „Leichen“ im Keller. Fehlt den Menschen heutzutage Ihrer Meinung nach die Ehrlichkeit als Grundeigenschaft?

Wolfgang:

Ja, ich glaube, dass unsere Gesellschaft von Egoismus und Ellbogenmentalität geprägt ist, jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. In diesem Zuge leidet auch die Ehrlichkeit. Gerade in der Politik ist dies immer wieder erkennbar, weltweit. Mit Verlogenheit wird die Welt regiert. Schade, es könnte so schön auf unserer Erde sein, wenn die Völker ehrlich und friedlich miteinander umgingen.

Tina:
Nick betrachtet Joe als seinen Freund. Diese Freundschaft umfasst allerdings auch Mord, Gewalt und scheinbar ausgezeichnete Spionagekenntnisse. Was macht für Sie wahre Freundschaft aus?

Wolfgang:

Wie heißt es so schön: „Mit guten Freunden kann man Pferde stehlen“ – ich füge hinzu: „…und auch zurückbringen!“ Leider merken Menschen häufig erst in schwierigen Situationen, wer ihre wahren Freunde sind. Dies vorher zu erkennen heißt wahre Freundschaft.

Tina:
Mainz und Wiesbaden sind neben der Türkei der zentrale Spielort des Thrillers. Findet man in diesen „beschaulichen“ Städtchen auch wahre Abgründe für Ihren nächsten Thriller?

Wolfgang:

Ich wollte dieses Mal meine Geschichte in meine Heimat verlegen, ohne daraus einen „Lokalkrimi“ zu machen. Die Story könnte auch in jeder anderen Stadt spielen. Meine bisherigen Plots fanden immer in großen Metropolen statt wie Paris, Dubai, Berlin (siehe auch Antwort 1). Aber es hat natürlich immer einen besonderen Reiz, wenn der Leser bestimmte Ecken wiedererkennt oder Bezug zu lokaler Politik oder Problemen wiederfindet. Ob mein nächstes Buch wieder Heimatbezug hat, weiß ich noch nicht, wird aber wahrscheinlich auf einem Kreuzfahrtschiff stattfinden, vielleicht auch auf dem Rhein… 

 

Wolfgang Wirth –
…und ich will nicht gnädig sein!

Wolfgang Wirth - und ich will nicht gnädig sein

Wolfgang Wirth – und ich will nicht gnädig sein

Das Abitur ist geschafft und die lange geplante Reise per Rucksack durch die Türkei steht an. Nick trifft im tiefsten Hinterland auf die hübsche Ceren. Morgens wird er blutüberströmt von seinen Klassenkameraden mit der ermordeten Ceren aufgefunden. Der Prozess ist kurz und schmerzlos und die anschließende Haft in der Türkei der reinste Horror.

Kurz vor dem Aufgeben besinnt sich Nick und beschließt mit dem Amerikaner Joe und dem Rumänen Matteo auszubrechen. Die abenteuerliche und gefährliche Reise bis zu Nicks Ziel beginnt.

In seiner Heimat Mainz endlich angekommen, ist ihm allerdings schon Ceres älterer Bruder auf den Fersen, der Sühne und den Tod für seine Schwester fordert. Doch Nick ist zu sehr damit beschäftigt, die Mitglieder seiner alten Clique aufzutreiben und ihnen deren eigene Vergehen zur Last zu legen.

Jenny, selbst Mitglied dieser alten Clique und jetzt Polizistin kommt selbst ihren alten Schulkollegen auf die Schliche. Sie tritt somit in Konkurrenz zu Nick. Doch nach dem ersten Mord ist beiden klar, dass hier noch jemand anderes die Strippen zieht und schon alle Leichen im Keller zu kennen scheint. Dieser ist dabei weder auf Nicks Rache noch auf Jennys Gerechtigkeit aus ist und somit schweben beide ebenfalls in höchster Gefahr.

Wolfgang Wirth hat mit seinem Buch einen klassischen „Whodunit“ Thriller geschaffen. Nicks Unschuld wird vom Leser während der ganzen Geschichte in Frage gestellt. Wer ist der Feind und wer ist eigentlich der Freund, wer der eigentliche Killer? Alle Mitglieder dieser ehemaligen Clique haben durch den Mord an der jungen Ceren in ihrem weiteren Leben einen scheinbar ehrlichen Weg eingeschlagen. Dennoch prägt der jetzt vorhandene Reichtum, die Macht über andere Menschen und die eigene Gier heute deren Alltag. Man stellt sich als Leser die Frage, ob man nach so einer Erfahrung im Leben nur noch von Egoismus bestrebt ist und sich selbst immer mehr dem Wesen des wahren Killers anpasst. Hier muss ein Geheimnis nach dem anderen gelüftet werden und die Liste ist lang.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Desweiteren bedanke ich mich für ein kleines Kurzinterview bei Wolfgang Wirth über „…und ich will nicht gnädig sein!“.

 

Anna Tell –
Vier Tage in Kabul

Anna Tell - Vier Tage in Kabul

Anna Tell – Vier Tage in Kabul

Amanda Lund gehört zu einem schwedischen Ermittlerteam und agiert bei Geiselnahmen als Verhandlungsführerin. Derzeit ist sie in Kabul, Afghanistan stationiert und bildet dort  einheimische Truppen aus. Mehr als einmal gerät sie unter feindlichen Beschuss.

Als zwei Mitarbeiter der schwedischen Botschaft entführt werden, wird Amanda mit den Ermittlungen vor Ort beauftragt. Das erste Treffen mit dem dortigen Botschafter Sven läuft nicht gerade wie geplant. Der aalglatte Botschafter verschweigt etwas und die Uhr tickt.

In Stockholm wird kurz vor Morgengrauen eine Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der Fall landet dank eines unfähigen Polizisten auf dem Schreibtisch von Bill, Amandas Einsatzleiter. Dieser entdeckt sogleich, dass der Tote frisch aus Kabul zurück ist.

Was hat der tote Diplomat in Stockholm mit den vermissten Mitarbeitern der Botschaft in Afghanistan zu tun? Amanda greift vor Ort vor und hält ein brisantes Fax in den Händen, was so einiges erklärt. Jetzt kann die Jagd endlich beginnen, doch weder in Afghanistan, noch in Stockholm spielen alle Beteiligten mit offenen Karten.

Für die Politik steht zu viel auf dem Spiel um den Ermittlern im In- und Ausland freie Hand zu geben, doch Afghanistan ist weit weg und Amanda hat bereits Fahrt aufgenommen.

Dieser Thriller von Anna Tell ist gewagt, brisant und könnte nicht aktueller sein. Die Ermittlungen in einem Land, welches seit Jahren unter den Kriegswirren, der Religion, dem florierenden Drogenhandel und der Armut leidet, stellen alle Beteiligten vor eine schwierige Aufgabe: Wer ist Freund und wer ist hier eigentlich der Feind?

In Amanda Lund sehen wir eine moderne schwedische Frau. Gut ausgebildet in einer Männerwelt nähert sie sich konsequent ihrem Ziel und legt somit ein wenig Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan.

Der Wiederaufbau und die Stabilisierung dieses Landes können also nur gelingen, in dem alle Einsatzkräfte gemeinsam dazu beitragen und einzelne politische Interessen für lange Zeit erstmal in den Hintergrund treten.

Ich hoffe doch sehr auf einen weiteren Teil des Ermittlerteams Amanda & Bill und freue mich jetzt schon auf atemlose Spannung.

Vielen Dank an Jellybooks und an Rowohlt für das Rezensionsexemplar!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

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