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Schlagwort: Entführung (Seite 1 von 5)

Gabriela Kasperski –
Besondere Umstände

Werner Meier übernimmt den Mord an seiner Bekannten Ruth Huldimann, die erschossen in ihrem Stadtbüro aufgefunden wird. Es findet sich sogleich ein Täter, ein alter Bekannter, der jedoch mit mehr  als einem dubiosen Alibi aufwarten kann.

Meiers Team stößt auf gelöschte Daten, verschwundene Akten und mysteriöse private Notizen, aber die Ermittlungen geraten ins Stocken.

Zita, Meiers Freundin erlebt während den Ermittlungen ihre letzten Tage der Schwangerschaft und freut sich über die Unterstützung ihrer Freundinnen aus dem Yoga-Kurs.

Nachdem Zita endlich entbunden hat, kommt es im Krankenhaus zu einer Babyentführung und Zita kann es nicht lassen, selbst zu ermitteln und bringt damit unbewusst ihre Mitstreiter in tödliche Gefahr…

Für das eigene Kind würde man über Leichen gehen, aber was, wenn man kein Kind hat? Die Sehnsucht dieser Menschen scheint eine gut bezahlte Marktlücke zu sein und Kasperski beleuchtet dieses „dunkle“ Thema der Kinderbeschaffung.

Was anfänglich aus losen Stränge bei den Ermittlungen, dem Privatleben und den Freunden von Meier und Zita beginnt, entpuppt sich als wirklich gut gestrickten Krimi, bei dem der Kinderwunsch und das Thema Adoption in ein ganz neues Licht gerückt wird.

Lucy Christopher –
Ich wünschte, ich könnte dich hassen

Gemma kommt zu sich und befindet sich in einer ganz anderen Welt.

Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Wo ist sie und was soll sie hier? Sie versucht aufzustehen, aber ihr ist schwindelig. Sind das Drogen?

Nach einer Verschnaufpause macht sie sich auf den Weg durch das Haus, bis sie die Eingangstüre findet. Sie ist im Nirgendwo gelandet. Weit und breit keine Menschen, Bäume und Wiesen. Nur Wüste. Sie fängt an zu Laufen. Will fliehen und dann hört sie das Geräusch des Autos. Was anfangs eine spannende Story zu sein scheint, wird aufgrund der vielen Seiten etwas zu langatmig und das Finale zu kurz.

Ein junges Mädchen auf der Flucht vor ihrem Entführer. Ein wahnsinniger Einblick mit kleinem Ausflug in das Stockholm-Syndrom.

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Jeffery Deaver –
Der Insektensammler

Der Insektensammler ist der dritte Band der Thriller-Reihe um Lincolm Rhyme und Amelia Sachs.

Licolm Rhyme hat sein Leben und sein Dasein mächtig satt und will sich endlich der schon lange geplanten Operation unterziehen. Er begibt sich auf die Reise nach North Carolina und Amelia Sachs, seine Assistentin folgt ihm.

Dort angekommen werden die Beiden gleich in einen brisanten Vermisstenfall verwickelt. Ein sonderbarer Junge wird verdächtigt, die Entführung begangen zu haben. Doch Amelia vermutet, das hier mehr dahinter steckt.

Garrett stellt sich als Hobby-Insekten-Fan heraus und findet bei Amelia scheinbar eine Gleichgesinnte und schließt sie in sein Vertrauen. Während alles darauf hindeutet, dass er der Entführer ist, begibt sich Licolms Assistentin zum dessen Leidwesen in dessen Hände und damit auch in den tiefsten Sumpf Nordamerikas.

Amelia gerät zwischen die Fronten und trifft eine fatale Entscheidung, deren Ergebnis selbst Lincolm erschüttert und erstmals an ihr zweifeln lässt. Doch für ihn gilt das Gesetz der Spuren…

In diesem Teil der Rhyme-Sachs-Thriller-Reihe ist man als Leser ganz zwiegespalten, wem man hier Glauben schenken soll. Man erlebt regelrechte Stimmungsschwankungen, fühlt mit Amelia, hasst mit Garrett und flucht mit Lincolm.

Weitere Rezensionen findet ihr hier.

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Sky Du Mont –
Fürsten & Fälscher

Christian Graf von Landsburg ermittelt wieder! In seinem zweiten Fall ist er auf der Suche nach der entführten Freundin seiner Tochter.

Überrascht muss er feststellen, das ausser seiner Tochter niemand traurig um den „Verlust“ zu sein scheint. Erst als die Lösegeldforderung ins Haus flattert, kann von Landsberg endlich eingreifen und in „offizieller“ Art und Weise ermitteln.

Doch aus dem so scheinbar ganz normalen Entführungsfall wird für von Landsberg eine Ermittlung in die tiefsten und abgründigsten Geheimnisse einiger großer Adelshäuser und die Uhr für Leonie tickt.

Sky Du Mont hat mit seinem zweiten Teil wieder einmal den Nerv der Zeit und das verstaubte Klischee der Adelshäuer getroffen. Eine hoch amüsante Story über Macht, Gier und ja, auch einem Hauch von Leidenschaft und natürlich für den Leser einen beeindruckenden Einblick in das blaublütige Leben.

Es hat mir Spaß gemacht und man sollte es mit einem Augenzwinkern lesen!

Katja Eichinger –
Amerikanisches Solo

Katja Eichinger hat sich bemüht, ihrem berühmten Namen gerecht zu werden. Allerdings scheint mir ihr Debutroman nicht so wirklich gelungen und der Druck, der natürlich auf diesem Namen lastet scheint immens.

Ein alternder Jazzmusiker entführt seine junge Nachbarin mit der Hoffnung, diese von seinem Lebenssinn zu überzeugen und sie dank seiner gehirnwäscheartigen Dialoge willig zu machen. Es geht hin und her und beide Protagonisten sind mit sich schon so selbstbeschäftigt, das ich die Story als Leser irgendwie nicht wirklich ernst nehmen konnte.

Jeder, der mal in Hollywood war, kennt natürlich die wirklich gut beschriebene Szenerie von Katja Eichinger, aber das war auch wirklich das einzige, was ich gelungen fand, man fand sich selbst wieder.

Klischees werden hier zu perfekt bedient als das sich die Charaktere richtig entwickeln könnten.

Leider hat für mich als David-Lynch Fan der Inhalt nicht wirklich auf dessen Gerne hingeführt.

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