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Kategorie: @Historik (Seite 1 von 4)

Barry und Dana Stiller –
Blut

Barry und Dana Stiller – Blut

Peter verschlägt es dank seiner Bekannten Lisa diesmal nicht in entfernte und abenteuerliche Gebiete, sondern direkt in die Innenstadt von London. Dort soll er bei den Ausgrabungen auf einer Baustelle die Gebeine des ehemaligen Friedhofs begutachten.

Ungewohnt missmutig macht Peter sich an die Arbeit, als Lisa erste Ungereimtheiten entdeckt. Peters Neugierde zu wecken, gelingt Lisa nicht auf Anhieb, der mit seiner derzeitigen Situation mehr als unzufrieden ist.

Erst als die ersten Gebeine mit seltsamen Grabbeigaben auftauchen, ist auch Peters Neugierde endlich geweckt.

Die Ausgrabungen verschlagen das Team und den seltsamen Professor Small und seine Assistentin Susan etwas außerhalb des alten Grabungsortes auf einen alten ehrwürdigen Friedhof. Hier begegnen Lisa wie auch Peter mysteriösen Gestalten, blutigen Hinweisen und fragwürdigen Mumien in alten Gruften.

Eine frisch ausgeblutete Leiche bringt gehörig Schwung in die Ermittlungen und führt die beiden zu altem rumänischem Adel, dunklen Gruften und noch seltsameren Mumien.

Doch was sind das für alte Mumien und warum wird Peter von so einem unheimlichen Gefühl begleitet?

Mit Stiller und Stiller begibt man sich als Leser wieder auf abenteuerliche und historische Spuren. Man sieht London nicht mehr als chice und moderne Stadt, sondern als einen blutigen Schauplatz. Bepackt mit viel Spürsinn und mit feiner Ironie begleitet man Lisa Franks, die mutige Forscherin und Peter Conrad, dem ewigen Zweifler auf deren Ausgrabung. Beide gewohnt, das unfassbare für die Wahrheit zu halten, stehen hier vor einer ganz neuen Herausforderung. In „Blut“ gibt es so viele Verdächtige und kleine historische Nebenschauplätze, das man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Mit Lisa und Peter reise ich gerne um die Welt und erforsche gerne noch weitere Mysterien unserer Geschichte.

Vielen Dank an Barry und Dana Stiller für das weitere Conrad/Franks Abenteuer. Es war mir wie immer ein Vergnügen mit Euch zu ermitteln und Spannung pur!

Emily Bronte –
Wuthering Heights

Emily Brontë – Wuthering Heights

Es gibt selten Bücher und Geschichten, die mich so lange beschäftigen. Als Nachtlektüre habe ich mir Wuthering Heights in der Originalversion ausgesucht.

Das Findelkind Heathcliff beherrscht die Geschichte ebenso wie dessen Amme und Haushälterin Nelly.

Dunkle Wolken ziehen über den Familien Earnshaw und Linton auf und Keine von Hass, Liebe und Sehnsucht sind gesät. Lockwood übernachtet als potentieller Mieter vor seinem Einzug im lokalen Pub und die Wirtin Ellen berichtet ausführlich über die Geschichten der damaligen Herrschaften, die sich aus Liebe, Rache und Hass gegeneinander verzehrten und elend dahinsiechten.

Emily Brontë entführt den Leser in ein düsteres England. Alte unsinnige Familientraditionen und eine herrische Sprache füllen den Roman und schaffen Hauptcharaktere, bei denen man als Leser wirklich lange nach einem sympathischen Funken Menschlichkeit suchen muss.

Brontës Welt zeigt sich als harte, traurige Welt, in der die Menschen sich nur um sich selbst und um ihren Besitz kümmern. Während Kinder in den Stall verstoßen werden, plagen sich die jungen Damen um ihre scheinbaren Liebeleien. Ein Kampf mit der Tradition, der hohen Belastung des Besitztums beschäftigt diese beiden Familien so sehr, dass das bittere Ende derer dem Leser als einzig wahre Lösung übrig bleibt. Die Charaktere verstricken sich in ihrer Sehnsucht nach Liebe und einem glücklichen Leben in tiefen Hass, Neid und in große Eifersucht.

Ein Klassiker, mit dem ich auch sprachlich ein wenig zu kämpfen hatte. Dies ist aber kein Grund, nicht in die weiteren Veröffentlichungen von Emily Brontë hineinzulesen.

Auf jeden Fall werde ich mir noch eine der zahlreichen Verfilmungen der BBC ansehen und bin gespannt, ob ich wenigstens hier etwas Sympathie entfesseln kann.

Vielen Dank an Jellybooks für das kostenlose Rezensionsexemplar. Mit der Aktion „Rediscover the classics“ unter der Schirmherrschaft von Eric Karl Anderson findet man ausreichende Hintergrundinformationen über die Geschichte des Buches und regelmäßige Updates.

Bernard Cornwell –
Narren und Sterbliche

Bernard Cornwell - Narren und Sterbliche

Bernard Cornwell – Narren und Sterbliche

Ich gebe zu, dass ich anfangs etwas skeptisch war, ich kannte Bernard Cornwell nur von der erfolgreichen Sharpes-Reihe.

Doch mit „Narren und Sterbliche“ bin ich tatsächlich eines Besseren belehrt worden.

Wir tauchen als Hörer ein in ein wahres Schauspielabenteuer. Richard, Bruder des Schauspielschreibers William Shakespeare hat es nicht leicht. Als Kind ist Richard häufig Prügel und Hunger ausgesetzt und flieht zu seinem Bruder William nach London.

William, schon als junger Schreiber berühmt, nimmt ihn gezwungener Maßen in seine Schauspieltruppe auf. Während die großen Rollen, insbesondere die männlichen Heldenrollen stets an Schauspielkollegen von Richard gehen, muss er sich mit Frauenrollen und kleinen Episoden begnügen. Sein Lohn reicht kaum zum Leben, geschweige denn zum Überleben.

Erst als William in ersthafte Schwierigkeiten gerät und das lange angekündigte neue Stück verschwindet, sieht Richard darin seine Chance.

Nichtsahnend von den Verstrickungen seines Bruders macht er sich auf die Suche nach dem verschwundenen Stück und besiegelt damit seinen Tod.

Cornwell hat mit diesem „Schauspiel“ einen ganz besonderen Einblick in die damalige Zeit der Theater, Schauspieler und dem besseren Adel geschaffen. Mit feinem Witz, abgrundtiefem Sarkasmus und einem dezenten Hang zur Dramatik wird uns klar, dass William Shakespeare zwar ein hervorragender Geschichtenerzähler war, aber auch schon damals die Konkurrenz nicht auf sich warten ließ.

Es war sehr spannend, etwas mehr über die Person Shakespeare zu erfahren, dessen Stücke und Hinterlassenschaften uns doch fast alltäglich begegnen.

Mit Frank Stieren ist es dem Audiobuch-Verlag gelungen, dass „dramatische“ Schauspiel ausgezeichnet zu vertonen.  Man fiebert mit Richard, hasst Williams Überheblichkeit und lacht über den dünkelhaften Adel.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezension bezieht sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

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