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Kategorie: Sachbücher (Seite 1 von 31)

Eberhard Fohrer –
Oberitalienische Seen –
Müller Verlag

Oberitalienische Seen

Für den Lago Maggiore suchten wir nicht explizit nach einem Reiseführer, der nur diesen See abhandelt. Somit bleibt für eine Grobplanung nur eine begrenzte Auswahl zur Verfügung.

Immerhin 64 Seiten behandeln den See mit seinen wichtigsten Ausflugszielen, mehr oder weniger interessanten Tipps und dankenswerter Weise auch den üblichen Gepflogenheiten sowie einem sehr übersichtlichen Wörterbuch in Deutsch – Italienisch.

Teilweise sind Reiseführer im eigentlichen Sinn mit Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten im heutigen Zeitalter ja schon ein wenig überholt. Wer aber eine neutrale Bewertung wünscht, findet hier sicherlich die bessere Alternative zu den üblichen Buchungswebsiten.

Unsere Auflage war die 6. aus 2017. Neueres war auch aus anderen Verlagshäusern nicht verfügbar.

Übersichtlich gestaltet findet man schnell Ausflugstipps und Tagesziele.

Die Ausflugsziele waren wirklich gut und aktuell beschrieben. Die Wasserfälle von Cittiglio kann man getrost weglassen. Hier wird zwar auf die zerstörten Wege hingewiesen, aber wir fanden hier nur riesige Müllhaufen, Schuttmassen und wirklich nicht betretbare Trampelpfade.

Gefreut hätte ich mich über eine kleine Übersichtskarte für Varese. Das Tourismusbüro haben wir trotz längerer Suche nicht gefunden, aber dank Smartphone dann doch noch zu unseren Zielen gelangt.

Mir fehlten jedoch entscheidende Hinweise wie z. B. dass man sich im Oktober schon in der Nebensaison befindet und wir auf der Ostseite des Lago dann wirklich in Italienisch kommunizieren konnten. Völlig übergangen wurde auch die Situation, dass für normalsterbliche Bürger kaum sowie gar keine Bade- bzw. Strandmöglichkeiten am Lago existieren. Die winzigen öffentlichen „Strände“ die den Bürgern zur Verfügung stehen bieten keinerlei Parkplätze und sind nur sehr steil durch teilweise nur schlecht als recht geschotterte Wege zu erreichen. Angekommen sind diese jenseits von Sauber und hübsch anzusehen.

Mir ist schon klar, dass es sich um einen „Bergsee“ handelt und die Zugänge dementsprechend begrenzt sind. Aber den Hinweis, dass man hier alles wo es nur ging privatisiert hat, wäre schon hilfreich gewesen.

Im Hinterland finden sich bezaubernde und exzellent ausgeschilderte Wanderwege, welche hier gänzlich unerwähnt blieben. Schade, aber auch ohne betreffenden Wanderführer kommt man sehr gut vorwärts.

Mein Fazit:

Übersichtlicher Reiseführer aus dem Müller-Verlag, der jedoch nur zur Grobplanung dient und man vorher noch mal die Hinweise und Tipps auf ihre Aktualität überprüfen sollte.

Helen Macdonald –
H wie Habicht

H wie Habicht
Helen Macdonald – H wie Habicht

Für einen großen Vogelbewunderer wie mich kam „H wie Habicht“ gerade recht. Doch Helens Geschichte ist nicht einfach erzählt.

Nachdem ihr Vater unerwartet an einem Herzinfarkt stirbt, fühlt sie sich verlassen, einsam und von der Welt nicht mehr verstanden.

Ihre Zweifel sind so groß, dass sie sich im Gegenzug dazu beschließt, mit einem neuen Jagdvogel zu beglücken.

Schon als Kind war sie der Falknerei und den Greifvögeln erlegen und hat, unterstützt von ihrem Vater, dieses Hobby mit aller Leidenschaft verfolgt.

Bücher über Bücher häufen sich in Helens Wohnung. Von den Grundzügen der Falknerei bis hin zu historischen Werken über die Greifvögelabrichtung ist alles was an Literatur existiert, vorhanden.

Um gehen ihren großen Verlust anzukämpfen, beschließt sie, sich ausgerechnet einen Habicht zuzulegen. Entgegen aller Empfehlungen tritt Mabel in ihr Leben. Dieser Vogel jedoch zwingt ihr einen Willen auf, der sich nur schwer beherrschen lässt.

Die Welt um Helen herum verschwindet merklich. Es gibt nur noch den Vogel, den es abzurichten gilt und das mit aller Kunst und allen Feinheiten.

Begleitet wird Helen von T. H. White, der ebenfalls dem Willen eines Habichts erlag. Seine Geschichte, die bis auf den Schmerz keinerlei Übereinstimmungen mit Helen aufweist, geht tief ins Mark.

T. H. White, von Geburt an schon mit Neid, Missgunst und Überforderung belegt, versucht sich hoffnungsvoll überfordert an seinem Terzel.

Whites Schmerz und Verrohung überträgt sich immer mehr auf Helen, die in sich verfällt.

Mit der Arthursage begibt sich White in ferne und fremde magische Welten. Sein Erfolg als Schriftsteller und Falkner ist mäßig, was Helen nur noch mehr anstachelt, den perfekt abgerichteten Habicht zu erzielen.

Mit Helen Macdonald begeben wir uns tief hinein in die Geschichte der Falknerei. Das scheinbare Sachbuch verschwindet leicht in der Geschichte Helens. Helens Trauer hingegen schwindet leicht in der Detailtreue über Atzung und derlei Fachbegriffen.

Man hofft auf jedem Flug Mabels, dass er zurückkommt. Die Faust von Helen muss stets der unumkehrbare Hafen für ihren Habicht sein. Noch mehr Trauer würde man kaum ertragen.

Lorna Neuber –
Restorative Yoga

Lorna Neuber – Restorative Yoga

Yoga? Genau mein Ding! Ist es schon lange und wird es für immer bleiben. Dennoch bin ich immer auf der Suche nach einer neuen Richtung. Und so ist es auch Lorna Neuber gegangen.

Nach langen Tagen im Bürostuhl machen die Rückenschmerzen es deutlich! Hier muss etwas getan werden. Yoga mit all ihren bekannten Varianten im Flow half da schon mal gut weiter.

Doch was trägt noch etwas zur mentalen Entspannung dazu?

Mit Lorna Neuber begeben wir uns also zwar nicht in Neuland, aber mit Restorative Yoga doch schon mal auf ganz andere „Mattenwege“.

Einfach, mit wenigen Hilfsmitteln, erklärt, findet man auch schon für kurze Zeit einen Weg zum Entspannen.

Das Buch ist als Sachbuch gut aufgegliedert, bietet zu allem die passenden Bilder und macht ein Nachüben leicht und einfach.

Welche Übungen für welche „Probleme“ oder Haltungsfehler passend sind, findet man leicht und kann diese auch umgehend umsetzen. Man benötigt auch keine Hilfe, die Übungen sind Schritt für Schritt erklärt und bebildert.

In diesem handlichen Sachbuch geht es nicht darum, möglichst lange in irgendwelchen Positionen zu atmen und die Körperspannung zu halten. Hier geht es um die pure Entspannung, Stressabbau und der Wiedergutmachung falscher Körperhaltung.

Es hat mir viel Spaß und viel Ruhe gebracht und wird definitiv nie weit weg von meiner Yogamatte einen Platz finden.

Ich bedanke mich herzlich bei SüdWest und bei Lorna Neuber für das Rezensionsexemplar.

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