tinaliestvor

books and more

Kategorie: Sachbücher (Seite 1 von 30)

Sarah Wiener –
Bienenleben

Vom Glück, Teil der Natur zu sein

Sarah Wiener – Bienenleben

Wer kennt nicht Sarah Wiener? Einst als Köchin im „Abenteuer 1900“ oder mit Ihren „kulinarischen Abenteuern“ unterwegs und jetzt endlich angekommen in der Uckermark.

Mit Interesse habe ich bereits einiges an Büchern über Bienen gelesen und bin ein großer Fan von unserem regionalen Honig aus Essingen. Als ich dann erstmals das neue Buch von Sarah Wiener in den Händen hielt, war ich skeptisch. Wieder ein Prominenter, der auf den Öko-/Naturzug aufspringt?

Jedoch weit gefehlt. Frau Wiener litt lange Jahre unter einer kleinen Bienenphobie, die es nun zu bezwingen galt. Wie so oft im Leben, brauchen Entscheidungen Zeit und den passenden Raum. Als es dann endlich so weit war, begann Sarah Wiener erstmal mit der notwendigen Theorie und ließ sich fachmännisch bei renommierten Imkern schulen.

Erst dann durften die Bienen einkehren und mit ihnen zieht Sarah Wiener durch dick und dünn und durch die natürlichen Jahreszeiten.

Mit wenigen, aber ausreichender Bebilderungen legt Sarah Wiener Wert auf das Fachwissen und die Kenntnis über das Bien. Bilder von Ihr sind eine Seltenheit und das macht mir das Buch, welches klar als Sachbuch zu werten ist, noch sympathischer.

Hier findet man keine Heuchelei über angebliches Naturwissen und den Drang, dies nunmehr mit dem Rest der Welt zu teilen.

Hier findet man ehrliche Worte über die Bienenzucht, das immense Insektensterben und unseren Einfluss auf die Natur. Mahnende Worte, die wohlgewählt sind und den Leser auf eine positive Art und Weise zum Nachdenken veranlassen.

Lokal einzukaufen, regionale Bauern, Landwirte und Imker zu unterstützen ist eine der Kernaussagen.

Einfach mal darauf loszuimkern, davon hält Frau Wiener in Ihrem Bienenleben nichts. Der Bien ist ein komplexes Naturwunder, welches es zu unterstützen und zu hüten bedarf. Umweltschutz auf ganz einfache und simple Art und Weise, darauf wird in der Uckermark großen Wert gelegt.

Vielen Dank an Sarah Wiener und an den Aufbau-Verlag für dieses gut recherchierte Sachbuch über „Bienenleben“. Es kann so einfach sein, mit der Natur zu leben.

Piers Warren
Einmachen einfach & originell

Piers Warren – Einmachen einfach & originell

Passend zur Einmachsaison fiel mir das Kochbuch von Piers Warren in die Hände. Gerne probiere ich hier auch mal außergewöhnliche Rezepte, Chutneys und Einkochmethoden aus und war gespannt.

Mit dem Slogan „Für Selbstversorger und kreative Feinschmecker“ wird großzügig auf dem Cover geworben.

Nach einer kurzen und sehr knappen Einführung geht es dann über die klassischen Einmachmethoden direkt zum Gemüse und dem Obst.

Vom klassischen Apfel bis zur Zwiebel findet man hier sich hier quer im Garten wieder.

Wer hier kreative Rezepte sucht, wird nicht fündig. Man findet hier klassische Marmeladen, Gelees und auch die gängigen Chutneys wieder. Jedoch ist die Bebilderung ausgerechnet bei dem Methoden so dürftig, das ein Einsteiger hier seine liebe Mühe mit den benutzen Gegenständen und Geräten haben wird.

Insgesamt vermisse ich hier Bilder und kleine Tipps und Tricks, die einem das Einkochen und Haltbarmachen ein wenig einfacher gestalten.

Das man aus fast jedem Ernteerzeugnis auch Wein machen kann, scheint die große Stärke von Piers Warren zu sein. Aber mal ganz ehrlich, wer will Wein aus Roter Bete?

Benjamin Schulz & Brunello Gianella –
Wenn Turnschuhe nichts bringen

Benjamin Schulz & Brunello Gianella – Wenn Turnschuhe nichts bringen

Der CEO Code für starke Führungskräfte

Halten sich die CEOs der Welt wirklich den Spiegel vor? Die Frage stellt man sich häufig, wenn man sich Berichte über die Führungsriege der Großkonzerne ansieht.

Kann hier ein einfacher blauer Pulli von der Datenaffaire ablenken oder bringen ein paar chice Sneakers des jungen und besonders kauffreudigen Hippster dazu, über die Abgaslüge hinwegzusehen?

Schulz und Gianella nehmen sich genau diese neue Art der Führungsriege vor.

Mit einem Vorwort von Walter Kohl steigen wir ein in eine uns teilweise doch so fremde Welt von Autorität, Reichtum und Macht. Aber wo endet das?

Die Betrachtung beginnt wie so oft beim Äußeren. Anzug, maßgeschneidert versteht sich, im klassischen Einheitslook führen sie abertausende von Mitarbeitern und dennoch gelingt es nicht ganz mit einem Selbstbildnis.

Wenn es in Unternehmen kriselt muss der Coach her und das Böse besiegen, doch wer ist hier gut, und wer ist böse? Diese Frage betrachten die Autoren ganz genau und bieten mehrere Auswege aus diesem Führungsdilemma.

Auch wie man es auf gar keinen Fall machen sollte, wird schnell klar, wenn man sich die Geschichte eines berühmten Kaffeehauses ansieht und dann seine ganz eigenen Parallelen ziehen kann.

Wie wird man aber jetzt von seinem Personal geliebt und bringt die Firma wieder auf den richtigen Kurs? Auch hier gelingt es den beiden Autoren durch die Vorhaltung eines dezenten Spiegels sich selbst zu reflektieren.

Dennoch warnen die beiden ausdrücklich vor dem Rückfall in alte Strukturen und dem Hang zum Standard. Was wären wir für Menschen, wenn wir nicht unsere Kreativität regelmäßig komplett neu betrachten würden?

Ein gelungener Ratgeber für alles CEO und diejenigen, die gerade auf einem weiteren Karrieresprungbrett stehen.

Selbstreflektion und Zuhören sind also oberstes Gebot in der Führungsriege und natürlich bin ich gespannt auf den scheinbar anstehenden Wandel.

Ich bedanke mich herzlich bei Benjamin Schulz und Brunello Gianella, bei Frankfurter Allgemeine Buch sowie bei Literaturtest für das Rezensionsexemplar.

« Ältere Beiträge

© 2019 tinaliestvor

Theme von Anders NorénHoch ↑