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Kategorie: Sachbücher (Seite 1 von 29)

Piers Warren
Einmachen einfach & originell

Piers Warren – Einmachen einfach & originell

Passend zur Einmachsaison fiel mir das Kochbuch von Piers Warren in die Hände. Gerne probiere ich hier auch mal außergewöhnliche Rezepte, Chutneys und Einkochmethoden aus und war gespannt.

Mit dem Slogan „Für Selbstversorger und kreative Feinschmecker“ wird großzügig auf dem Cover geworben.

Nach einer kurzen und sehr knappen Einführung geht es dann über die klassischen Einmachmethoden direkt zum Gemüse und dem Obst.

Vom klassischen Apfel bis zur Zwiebel findet man hier sich hier quer im Garten wieder.

Wer hier kreative Rezepte sucht, wird nicht fündig. Man findet hier klassische Marmeladen, Gelees und auch die gängigen Chutneys wieder. Jedoch ist die Bebilderung ausgerechnet bei dem Methoden so dürftig, das ein Einsteiger hier seine liebe Mühe mit den benutzen Gegenständen und Geräten haben wird.

Insgesamt vermisse ich hier Bilder und kleine Tipps und Tricks, die einem das Einkochen und Haltbarmachen ein wenig einfacher gestalten.

Das man aus fast jedem Ernteerzeugnis auch Wein machen kann, scheint die große Stärke von Piers Warren zu sein. Aber mal ganz ehrlich, wer will Wein aus Roter Bete?

Benjamin Schulz & Brunello Gianella –
Wenn Turnschuhe nichts bringen

Benjamin Schulz & Brunello Gianella – Wenn Turnschuhe nichts bringen

Der CEO Code für starke Führungskräfte

Halten sich die CEOs der Welt wirklich den Spiegel vor? Die Frage stellt man sich häufig, wenn man sich Berichte über die Führungsriege der Großkonzerne ansieht.

Kann hier ein einfacher blauer Pulli von der Datenaffaire ablenken oder bringen ein paar chice Sneakers des jungen und besonders kauffreudigen Hippster dazu, über die Abgaslüge hinwegzusehen?

Schulz und Gianella nehmen sich genau diese neue Art der Führungsriege vor.

Mit einem Vorwort von Walter Kohl steigen wir ein in eine uns teilweise doch so fremde Welt von Autorität, Reichtum und Macht. Aber wo endet das?

Die Betrachtung beginnt wie so oft beim Äußeren. Anzug, maßgeschneidert versteht sich, im klassischen Einheitslook führen sie abertausende von Mitarbeitern und dennoch gelingt es nicht ganz mit einem Selbstbildnis.

Wenn es in Unternehmen kriselt muss der Coach her und das Böse besiegen, doch wer ist hier gut, und wer ist böse? Diese Frage betrachten die Autoren ganz genau und bieten mehrere Auswege aus diesem Führungsdilemma.

Auch wie man es auf gar keinen Fall machen sollte, wird schnell klar, wenn man sich die Geschichte eines berühmten Kaffeehauses ansieht und dann seine ganz eigenen Parallelen ziehen kann.

Wie wird man aber jetzt von seinem Personal geliebt und bringt die Firma wieder auf den richtigen Kurs? Auch hier gelingt es den beiden Autoren durch die Vorhaltung eines dezenten Spiegels sich selbst zu reflektieren.

Dennoch warnen die beiden ausdrücklich vor dem Rückfall in alte Strukturen und dem Hang zum Standard. Was wären wir für Menschen, wenn wir nicht unsere Kreativität regelmäßig komplett neu betrachten würden?

Ein gelungener Ratgeber für alles CEO und diejenigen, die gerade auf einem weiteren Karrieresprungbrett stehen.

Selbstreflektion und Zuhören sind also oberstes Gebot in der Führungsriege und natürlich bin ich gespannt auf den scheinbar anstehenden Wandel.

Ich bedanke mich herzlich bei Benjamin Schulz und Brunello Gianella, bei Frankfurter Allgemeine Buch sowie bei Literaturtest für das Rezensionsexemplar.

Günter Faltin –
David gegen Goliath

Günter Faltin – David gegen Goliath

Wir können Ökonomie besser? Können wir? Die Frage habe ich mir als Selbständige natürlich schon oft gestellt! Wir leben in einer Welt des Überflusses. Wir sammeln, horten und sind nicht in der Lage, uns von Dingen, ob gut oder schlecht, zu trennen.

Mit Günter Faltin begeben wir uns auf die Suche nach einem Ausweg aus unserem Dilemma. Wir blicken zurück in unsere wirtschaftliche Vergangenheit. Beeindruckend lesen wir von der Macht und der Gier der Marktführer und der Markeninhaber. Lernen von deren Tricks, deren Aufbau einer Marke und wie man es sicherlich heute mit einem guten Gewissen nicht mehr machen sollte.

Wie einfach kann es sein, mit einer guten Idee ein wirtschaftliches und stabiles Unternehmen aufzubauen? Mit simplen Strategien, die einem hier an die Hand gegeben werden, braucht man jetzt nur noch das richtige Produkt.

Bereits als junger Unternehmer sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man nicht nur nach unermesslichem Reichtum streben sollte. Mit den Lebensgeschichten diverser erfolgreicher Gründer macht es einem Faltin leicht, die wesentlichen Themen der Ökonomie der Zukunft zu verstehen.

Scheitern ist ausdrücklich erlaubt. Das daraus resultierende Wissen gibt einem als Gründer ausreichend „Startkapital“ mit auf den Weg. Mit großem Interesse habe ich mich mit dem Thema Marketing beschäftigt. Hier gilt final die Ansage, weniger ist mehr. Große Werbeaktionen und Social Media Strategien sollten ausreichend überprüft und nur dezent eingesetzt werden.

Im letzten Kapitel zeigt Faltin, wie einfach es sein kann, mit wenigen Ressourcen nachhaltig und ökologisch ein Unternehmen aufzubauen. Gemeinsamkeiten als sinnvoll und Wertschätzung gegenüber seinen Lieferanten und Produktherstellern  scheint in der heutigen Welt nicht gerade selbstverständlich.

Beeindruckt war ich von der Ehrlichkeit und der Offenheit von Günter Faltin. Gegen den ökonomischen Strom zu schwimmen erfordert nicht nur Mut, sondern auch für mich eine lehrreiche Form des Egoismus.

Mit „David gegen Goliath“ sieht man die derzeitige Lage unserer Marktwirtschaft mal wieder dankenswerter Weise mit anderen Augen.

Ich bedanke mich herzlich bei Günter Faltin, bei Murmann – Haufe und bei Literaturtest für das Rezensionsexemplar.

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