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Schlagwort: Krieg (Seite 1 von 10)

Peter Tremayne –
Verneig dich vor dem Tod

Nr. 12 der Schwester Fidelma Reihe

Bruder Eadulf und Schwester Fidelma sind von Canterbury aufgebrochen, um Botulf, einem alten Freund Eadulfs beizustehen. Angekommen in dessen Abtei, können sie allerdings nur noch dessen Tod feststellen.

Nach der beschwehrlichen Reise dorthin erkrankt Fidelma und wird nur mit viel Überzeugungskunst seitens Eadulf in der Abtei überhaupt als Gast aufgenommen und fiebert seit dem krank im Bett.

Eadulf muss währendessen feststellen, das mit dieser Abtei so einiges nicht stimmt. Sie wird nach von Abt Cild streng und nunnachgiebig nach den neuen Regeln Roms geführt und die Gemeinschaft der Brüder lebt in Angst und Schrecken.

Als erst Eadulf und dann auch vor Fidelma eine scheinbar tote Frau erscheint, bricht die Hölle los und veranlasst die beiden, zu fliehen.

Nur dank des unnachgiebigen Spürsinnes Fildemas und der Hartnäckigkeit Eadulfs gelingt es nach und nach die Fäden dieses kleinen bösartigen Theaterstückes zu entwirren.

Um 666 nach Christus ist Südengland von Kriegen, Hass und Machtgier zerüttet. Die alten Traditionen kämpfen gegen den christlich römischen Glauben an und führen zu einem harten und kriegszerrütteten Leben.

Neben Geächteten, kriegerischen Bauern und einer irischen Einsiedlerkonklave sind einfallende Horden verschiedener Königreiche zur Tagesordnung der Menschen geworden und trägt dazu bei, das Bruder Eadulf sich ein ganz anders Bild von seiner alten Heimat machen muss und von der Zukunft überrascht wird.

 

Trudi Canavan –
Die Novizin

Der zweite Teil der Gilde der Schwarzen Magier!

Sonea, das ehemalige Straßenkind scheint angekommen. Neid und Hass prägen ihren Schulalltag und machen ihr das Lernen madig. Kurz bevor sie endlich aufgibt, nimmt Lord Akkarin sie unter seine Fittiche. Was sich für Sonea scheinbar als Glücksfall erweist, stellt sich mit der Zeit allerdings als eine Gefahr dar.

Sonea sträubt sich und ahnt, dass hinter Lord Akkarins scheinbarer Freunschaft und Hilfsbereitschaft mehr steckt und das Gefahr von allen Seiten droht.

Der zweite Band der Sonea-Trilogie erzählt viel über Sonea und ihr Leid, mir fehlte ein wenig die Spannung aus dem ersten Teil.

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Alex Capus –
Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Ein grimmiger und unreifer Zeichner, ein junges Mädchen, anders als die Anderen und ein Schüler, der sich nicht für ein Studium entscheiden kann?

Alle treffen sich kurzzeitig und sogar teils unbemerkt an einem kleinen Bahnhof, alle sind an dem Abschnitt eines neuen Lebens angelangt und keiner weiß so genau, wo die Reise hingehen soll.

Doch die Zeit geht mit und die Drei werden älter. Emille wird einer der bedeutendsten Zeichner und hilft Schliemann sowie Evans und kehrt nie mehr in seine Heimat zurück, Laura bekommt das Familienleben nicht und geht zurück als Sängerin und Hutverkäuferin und natürlich als Spionin im zweiten Weltkrieg.

Felix Koch hingegen wechselt und kümmert sich fortan mit Heisenberger, Oppenheimer und Hegel um das Neutron.

Alle drei treffen sich unbekannterweise genau ein einziges Mal und Capus erzählt deren Lebensgeschichten, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Capus, ein Meister der Geschichte und des guten Romans.

Devakumaran Manickavasagan –
Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Ich beginne ausnahmsweise mal mit einem Zitat: „Eine Welt voller widersprüchlicher Gesichtszüge“. Das trifft die Grundaussage von Devas Buch. Wie fühlt es sich an, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen? Wie geht man mit dem Kriegstrauma, der Flucht und dem Verlust im Exil um? Wie erlebt man die eigene Kultur in einer völlig anderen Welt?

Das sind Fragen, die nur im „Kleinen“ gestellt werden und in der Öffentlichkeit meist nicht abgehandelt werden.

Mit Deva erhält der Leser einen tiefen Einblick in die Seele eines Geflüchteten, der beide Sichtweisen erlebt hat. Wozu kann Tradition, Glaube und die zurückgelassene Kultur führen? Es stellt sich die Frage, wie man davon loskommt um ein eigenes mehr oder weniger freies Leben zu führen.

Deva begibt auf die Reise in seine eigene Vergangenheit mit der er nur schwer und nur mit Hilfe von außen zumindest teilweise abschließen kann und macht deutlich, wie schwer es für einen Menschen sein kann, zwischen zwei so extrem unterschiedlichen Kulturen und Traditionen hin- und hergerissen zu sein.

Die Liebe jedoch, ein entscheidender Faktor, ob zur eigenen Familie oder zu sich selbst, scheint ein Ausweg zu sein.

Ein offenes und ehrliches Buch in dem man sich auch als ein Mensch, der nicht zwischen zwei Kulturen feststeckt, sich trotzdem in den Zwängen des Lebens wiederfindet.

Begleitet Deva auf seiner Lesereise hier und hier.

 

 

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Rafik Schami –
Sami und der
Wunsch nach Freiheit

Scharif erzählt Samis Geschichte. Als syrischer Flüchtling in Deutschland angekommen, nimmt Scharif Kontakt mit Rafik Schami auf. Ganz nach alter Manier tauscht Rafik Schami eine klassische syrische Laute gegen Samis Geschichte.

Samis Kindheit zeugen von Freundschaft, Liebe und kleinen Abenteuern, die nach und nach über die syrische Kultur, dem Islam und zum allesvernichtenden Krieg führt.

Scharifs Erzählungen weichen ab, berichten Kleinigkeiten, finden aber immer wieder zu Sami , dem guten alten Freund zurück.  Man findet sich als Hörer wieder in einem alten Postboten, einer  allwissenden Hebamme und der Rebellin Nelli, die das Internet als ihre Art des Widerstandes entdeckt.

Schamis Syrien erlebt man als ein Land mit alter Kultur und einem ganz besonderen Zusammenhalt der Bevölkerung.

Man ist erstaunt, wie die Menschen mit dem Regime, der Bespitzelung, der Folter und dem andauernden Krieg umgehen. Die Flucht scheint der einzig wahre Ausweg zu sein, aber dafür muss man alles, auch alte Freundschaften zurücklassen.

Fast ein wenig zaghaft trifft die Gewalt und der Krieg die Beteiligten, man fühlt die Trauer und den Verlust aber auch den unbändigen Willen, diese grausame Zeit endlich zu beenden.

Einfühlsam von Nils Rieke und Wolfgang Berger vorgetragen!

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