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Schlagwort: Mörder (Seite 1 von 8)

Antonin Varenne –
Äquator

Pete Ferguson flieht mit seinem kleinen Bruder Oliver als Deserteur quer durch Amerika, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Die Flucht, sein scheinbar einzig wahrer Lebensunterhalt, gelingt ihm ein ums andere Mal.

In Nebraska verflucht er die neuen Siedler und findet Anschluss an einen Bisonjägertrupp um auch hier erneut für seine Überzeugung einstehen zu müssen. Sein erbitterter Gerechtigkeitssinn macht ihn erneut zum Mörder und treibt ihn weiter in den Süden, gejagt von den Weißen, gehasst von den Indianern, bis nach Guatemala.

Als Spielball eines Schriftstellers und dessen Versuch, dieses geschundene Land zu retten, trifft er auf eine Verbündete. Maria, die Xinca-Indio-Frau, die zu gleichen Teilen wie Pete den Hass in sich trägt, schließt sich ihm an. Mit einer verwunschenen Vorstellung treten die beiden gemeinsam Petes letzte Reise an. Dem Ziel, die Mitte von Petes Tätowierung, am Äquator angekommen, scheint die Flucht aber auch das Leben ein Ende gefunden zu haben.

Antonin Varenne hat mit Pete Ferguson einen Mann der Gerechtigkeit erschaffen, der in der heutigen Zeit nur schwer zu finden ist.

Mit unstillbarem Hass, ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer Barmherzigkeit schließt man Pete und auch Maria in sein Herz und hofft inständig, dass Beide ihre Erlösung finden werden, auch wenn man den Verlauf der „wahren“ Geschichte kennt.

Mit wunderbaren Sätzen wie „mein Herz gehört zur Hälfte ihm. Jeder zweite Schlag habe er für ihn aufgespart“ und „Es ist schwer, ihn Schönheit zu Sterben“ fliegt man mit Pete und seinem Mustang Reunion über die Prärie hinweg in die endgültige Freiheit.


Max Landorff –
Die Siedlung der Toten

Vielen Dank an den Head Room für diesen düsteren Thriller!

Die letzte Bewohnerin der Siedlung ist tot. Erschossen in ihrem Rollstuhl, fein herausgeputzt.

Ein altes Bauprojekt an der Isar sollte vor Jahren die Idylle perfekt machen. Reihenhäuschen, den Wald im Rücken und Kinderlachen. Doch diese Siedlung entsprach dann so gar nicht dem perfekten und makellosen Werbeslogans des damaligen Bauherren.

Achtzehn Leichen, kreisrund angeordnet um eine Feuerstelle, das ist die Wahrheit. Doch was brachte einen Menschen dazu, all diese ersten Bewohner der Siedlung zu töten?

Eva Schnee ermittelt im Hier und Jetzt. Die Tote im Rollstuhl gibt allerdings nur wenig für die Ermittlungen preis und Eva ist auf den ehemaligen Ermittler Kommissar Maler angewiesen. Der jedoch, von Krankheit geplagt, ahnt seit langem, dass in dieser Siedlung anstatt Vorstadtidylle ein ganz anderer Wind herrschte.

Das Grauen überkommt Eva und immer wieder verfällt sie in ihre ganz private Hölle und kann kaum fassen, was an diesem Ort nach und nach ans Licht der Wahrheit kommt.

Ein düsterer und spannender Thriller, der einen das Gruseln lehrt, denn hier hat jeder Nachbar „Leichen“ im Keller!

Lust auf eine Hörprobe?

Irene Matt –
Der Augenblick

Für Renate ist alles ganz leicht. Sie meistert ihr Leben in ihrem eigenen Takt, ist erfolgreich in ihrem Beruf, kennt kaum Freizeit und fühlt sich so, wie sie lebt scheinbar glücklich.

Als sie am Wochenende ihre Joggingrunde beginnt, weiß sie selbst noch nicht, dass damit ihr bisheriges Leben enden wird.

Auf ihrer Wegstrecke findet sie einen Kinderwagen mit einem schlafenden Baby darin, die Mutter liegt etwas abseits schlafend im Grünen. Renate, scheinbar völlig neben sich stehend erstickt das Kind und vergräbt den toten Säugling anschließend im nahegelegenen Waldstück.

Die leitende Ermittlerin Alexandra Keller hingegen muss sich nach einem Jahr nach dem Mord an dem Säugling in der Sackgasse steckend eingestehen, dass diese Tat als ungelöst abgelegt wird.

Renate hingegen plagt ihre Tat und ihr Unterbewusstsein drängt sie zur Wahrheit. Sie gesteht den Mord an dem kleinen Marcel. Ihre Hoffnungslosigkeit kennt keine Grenzen, bis ein alter Freund von Alexandra sich Renate und weiterer ähnlicher Fälle annimmt und eine Therapiegruppe ins Leben ruft.

Diese soll sich als neue Methode zur Behandlung von Straftätern bei gleichzeitiger aktiver psychologischer Betreuung etablieren.

Einfach wegschließen? Die Frage stellt sich doch jeder, wenn er von Mördern und anderen Straftätern liest oder hört. Doch ist damit die Ursache des Problems behoben? Wie wird man zu einem Mörder oder begeht eine Straftat?

Irene Matt zeigt auf, dass die menschliche Natur vielschichtig ist und ein richterliches Urteil zwar dem Zweck dient, die Bevölkerung vor weiteren Untaten zu beschützen, allerdings sich dabei nicht näher mit der Ursache und dem Täter an sich beschäftigt.

Nur mit ausgezeichneten Therapiemöglichkeiten und dem nötigen Willen des Täters kann eine eventuelle Wiedergutmachung bzw. ein Heilung möglich sein.

 

 

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