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Schlagwort: Lyrik (Seite 1 von 2)

J. Knecht –
Ich war schon vor dir da an diesem Apfelbaum

J. Knecht – Ich war schon vor dir da an diesem Apfelbaum

Wie wäre es mal mit einem Gedichtband? Als die Autorin J. Knecht auf mich zukam, war ich erst einmal etwas zurückhaltend. Gedichte erinnern mich an langweilige Deutschstunden, sinnloses Auswendiglernen und herunterzitieren.

Dennoch unterstütze ich gerne neue und unbekannte Autoren und lies mich sodann auf diesen Gedichtband „Ich war schon vor dir da an diesem Apfelbaum“ ein.

Ich war überrascht, wie oft ich mich selbst in den 43 kurzen wie langen Gedichten wiedergefunden habe.

Quer durch alle Themen folgt man der Autorin durch den Krieg in Syrien, hinein in den Alltag und auf der Suche nach sich selbst.

Schonungslos offen treffen die Worte in Gedichtform auf den Leser.

Wunderbar passend fand ich das Gedicht „In meinem Auto“. Bis auf den Sauberkeitsfimmel einfach wie für mich gedichtet.

Vielen Dank an die Autorin J. Knecht für das Rezensionsexemplar.

Herzlich bedanken möchte ich mich auch für das kleine Interview, welches mir J. Knecht im Anschluss gab.

Yrsa Daley-Ward –
Alles, was passiert ist

Yrsa Daley-Ward

Marcia Daley-Ward reist hochschwanger als Jugendliche endlich nach England. Ihr von ihren Eltern so gottgelobtes Land preist sich jedoch für Marica nicht gerade als neue Heimat an. Im harten Glauben der Adventisten kann Marcia, schwanger und alleinstehend, nicht gerade mit Frömmigkeit punkten.

Die Flucht nach vorn, weg von ihren Eltern bietet ihr immerhin einen Job als Krankenschwester. Dauermüde von endlosen Nachtschichten und herrischen Männern steht die nächste Schwangerschaft an. Yrsa betritt das Licht der Welt unter keinem guten Stern. Ausgesetzt bei den Großeltern scheint kein Entkommen aus dieser trostlosen Ecke Nordenglands.

Yrsa ist einfach zu schön um wahr zu sein. Verlockend lange Beine und ein hübsches Gesicht stehen in Konkurrenz zur Mutter, die innerlich darum fleht, dass ihre kleine Yrsa endlich zu verstehen mag.

Für manche Menschen ist die Schönheit ein Traum, für Yrsa ein Fluch. Sie gerät natürlich auf Abwege, beherrscht Männer mit Sex und anderen Verlockungen.

Geplagt von der Vergangenheit und gepeinigt von der kommenden Zukunft besteht Yrsa ihre härteste Probe. Ihr jüngerer Bruder, hochbegabt und unbeirrbar, braucht ihre Hilfe. Machtlos sieht sich Yrsa die Abstürze ihres „Little Roo“ gnadenlos mit an. Erst nach dem Krebstod der Mutter erkennt sie endlich eine Wendung in ihrem Leben.

Mein Fazit

Yrsa Daley-Ward macht es einem als Leser nicht leicht. Man steckt fest zwischen Lyrik, fieser Wahrheit und dem Traum nach einem Einhorn fest. Was bringt ein solches Leben, wieso erscheint kein edler Retter?

Auswirkungen der Flucht ziehen nicht enden wollende Fäden durch das Leben dieser jungen gnadenlosen Frau, die stets versucht, endlich und endgültig ihr eigenes Leben zu finden.

Der herrschenden männlichen Dominanz ergibt sich Yrsa so oft, dass man inständig als Leserin hofft, dass irgendwann das Erwachen mit einem lauten Paukenschlag kommt. Wer in diesem Buch das Glück sucht, ist verloren. Man gerät in eine Welt von der man hofft, dass diese, wie auch das Einhorn nur ein unglaublich fieser Traum war.

Ich bedanke mich herzlich bei Blumenbar und bei Yrsa Daley-Ward für das kostenlose Rezensionsexemplar.

P. D. James –
Eine Seele von Mörder

Adam Dagliesh ermittelt wieder im Auftrag von Scotland Yard. Das Hass sich nicht lange hält, stellt er fest, img_20161123_183106als er einen Mord in einer Nervenheilanstalt aufklären soll. Doch was sich anfangs als leichter und schnell zu lösender Fall darstellt, geht mit so vielen Verdächtigen ins Land, dass es Dagliesh nicht so schnell gelingt, den Mörder zu fassen. Gewohnt poetisch und zielstrebig ermittelt.

 

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