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Schlagwort: Liebe (Seite 1 von 46)

Candace Bushnell –
Am Bett vorbei ist voll daneben

Candace Bushnell schuf mit ihrem Roman die Vorlage für die Serie „Sex and the City“. Doch Achtung, wer hier im Buch nach Carrie und ihren Freundinnen sucht, der sucht lange.

Was passiert, wenn in New York sich der Arbeitstag zu seinem Ende neigt? Klar, die superchicen Frauen gehen aus. Aufgebretzelt und natürlich in neuer Designerware und das selbstverständlich nicht von der Stange versuchen die Businessladys den Fang fürs Leben zu machen.

Bushnells Roman beschreibt eigentlich nur den Blick auf die moderne, vermögende und gut gebaute Frau, die ihrem Single-Dasein endlich ein Ende bereiten will und dabei selten wählerich ist.

Mit fiesem Witz, wirklich teilweise triefenden Sarkasmus erzählt Bushnell über die „Männerjagd“, bei der man natürlich keine heiße Nacht auslässt.

Carina Burman –
Die zehnte Göttin des Gesangs

Elisabet Gran beschließt eine Wette mit Ihrem Professor für Literaturwissenschaften im Jahr 1909 in Uppsala. Sie macht sich auf die Suche nach Material über die schwedische Poetin Sophia Elisabeth Brenner. Sophia lebte damals wie Sappho im alten Griechenland.

Dem Reiz der Sappho Sophia ist Elisabet von der ersten Erzählung an und hofft natürlich auf ausreichend Anerkennung im Kreis der Literaturwissenschaften, wenn sie mit positiven Nachrichten und einem Beweis für die Existenz an die Hochschule in Uppsala zurückkehrt

Für Elisabet beginnt nunmehr eine Reise auf den Pfaden von Sophia Brenner, die an Geheimbünden, dunklen Mächten und natürlich auch an der Liebe keinen Halt macht und mit dem dunklen Gedanken des Scheiterns und dem damit begründeten Ende ihrer Universitätskarriere im Hinterkopf.

Carina Burman erzählt eine spannende Geschichte über die Macht und die Wirkung einer Frau, die es anfang des 20. Jahrhunderts wagt, in einen scheinbar erfolglosten Wettstreit zu treten und dabei alles in eine Waagschale legt. Gut recherchiert und mit feinem Gespür geschrieben.

 

 

Nickolas Butler –
Shotgun Love Songs

Fünf Freunde und ein kleines Nest auf dem Land. Lee, der berühmte Musiker kehrt zurück um sich selbst zu finden und hat Probleme damit, vom gefeierten Musiker zum alten Freund zu werden. Henry und Beth, ewig verliebt und dem Landtrott erlegen, kämpfen finanziell Tag für Tag ums Überleben.

Ronny beschließt, dass es auch mit Hilfe ohne Drogen irgedwie zu schaffen ist und meistert sein Leben dank der heimlichen Unterstützung und beschliepßt kurzfristig eine ehemalige Prostituierte zu heiraten.

Kipp kehrt zurück um seiner alten Heimat eine neue Chance zu geben und renoviert das alte Silo und steckt sehr viel Geld in sein Projekt.

Als alle fünf dann erneut auf der Hochzeit von Lee in New York zusammentreffen, wird allen klar, dass man sich auseinandergelebt hat.

Doch Lee, der seit seiner Rückkehr nach New York und in sein Leben als Rockstar fast täglich mit sich kämpft, beschließt, in sein altes Leben zurückzukehren. Doch Henry, der seine Ehe dadurch bedroht sieht, hat erst noch einiges klarzustellen.

Einfach wunderbar!

Die Vielschichtigkeit des Lebens zeichnet sich hier durch hervorragend gewählte Charaktere aus und es wäre mir eine Ehre, diese Menschen einmal persönlich kennen zu lernen oder sie gar als meine Freunde zu bezeichnen.

Mit viel Liebe und unglaublich viel Einfühlvermögen hat es Butler geschafft, einen Roman entstehen zu lassen, dessen Inhalt die meisten Menschen bereits kennen, aber dessen Reichtum man nie zu schätzen gewusst hat.

Wahre alte Freundschaft hält ewig, egal was in der Zukunft kommt. Nach der letzten Seite hat man das Bedürfnis, uralte Telefonnummern anzurufen und nichts außer „Ich bins“, denn die Person an der anderen Leitung weiß genau, wer ich bin!

Miranda Beverly-Whittemore –
Bittersweet

Mabel, das klassische Mädchen vom Land wird von ihrer Zimmerkollegin Ev über die Sommerferien in deren Familienresidenz eingeladen.

Sie verbringt dort anfangs Tage in Wohlstand und Reichtum und genießt die Leichtigkeit des Seins und die Unbeschwertheit, die dies begleitet.

In Winloch lernt sie nach und nach die einzelnen Familienmitglieder kennen und muss schnell feststellen, dass auch dieses angebliche Feriendomizil und dessen Bewohner mehr Leichen im Keller haben, als Mabel anfangs begreifen mag.

Mabel wird von Ivo, dem schwarzen Schaf der Familie, auf das Familienarchiv angesetzt um dort den entscheidenden Hinweis auf ihr ganz persönliches Familienschicksal aufzudecken.

Dieses Archiv entpuppt sich für Mabel als persönlichen Wandlungspunkt, sie fängt ein Verhältnis mit Evs Bruder an und vergisst mehr und mehr ihre eigene Herkunft.

Als Ave sich auf eine ernsthafte Beziehung mit dem Hausmeister John einlässt und Mabel im Archiv mehr als ein dunkles Geheimnis lüftet, tritt sie damit eine Lawine los, die mit Hass, Rache und Mord endet.

Eine moderne Cinderella-Story, die mit düsteren Familiengeheimnissen, erster Liebe und der Suche nach wahrer Freundschaft und Anerkennung überzeugt.

Andrea Camilleri –
Die Form des Wassers

Commissario Montalbano löst seinen ersten Teil!

Luparello wird ermordet an einem sehr bedenklichen Ort aufgefunden. Der so geliebte und glanzvolle Politiker stirbt mit herabgelassener Hose unter freiem Himmel auf einem für seine Zweisamkeit bekannten abgelegenen Ort.

Montalbano ist sich sicher, das Luparello hier keine Sterne beobachten wollte und die Szene die sich ihm vor dem Leichnam auftut, ist ihm irgendwie zu inszeniert.

Für den Einstieg in eine mehrbändige Krimireihe fehlt hier ein wenig die Spannung, was aber der Geschichte an sich nicht schadet. Man erkennt die feinen Züge und die Ermittlungsart des Genussmenschen Commissario Montalbano und ist als Leser neugierig auf den nächsten Teil. Ein gelungener Einstieg!

 

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