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Schlagwort: Abenteuer (Seite 1 von 43)

Stephanie Danler
Sweetbitter

Stephanie Danler – Sweetbitter

Tess trifft auf New York. Jeder kennt die riesige Stadt, diesen riesigen Moloch, der nie schläft.

Während alle davon träumen, vom Tellerwäscher zum riesigen Filmstar oder gar zum Millionär zu werden, träumt Tess davon, Kellnerin zu werden.

Sie bewirbt sich mehr schlecht als recht bei dem In-Restaurant und wird zu ihrer Überraschung gleich genommen.

Dort lernt sie scheinbar alles, was man über Essen und Trinken wissen muss. Sie hängt sich an Simone, eine langjährigen Mitarbeitern und hochgelobten Kellnerin und lernt.

Als Hilfskellnerin macht Tess eigentlich alles falsch, was man nur falsch machen kann und man ist als Leser auf Dauer wirklich überfordert, dies einfach so hinzunehmen.

Nach der Arbeit feiert die „Familie“ noch in einer nahegelegenen Bar und man säuft und kokst um die Wette.

Dieser Roman zeigt, wie es in der wirklichen Gastrowelt aussieht. Jeder, der schon mal gekellnert oder in einer Restaurantküche gearbeitet hat kennt das Klischee.

Ruppige Gäste, die einem keinen noch so kleinsten Fehler verzeihen, strenge Hirarchien unter den Mitarbeitern und ein Chef, der kein Megaphon braucht.

All dies an der Upper Eastside macht es Tess nicht leichter, als sie sich auch noch in den jungen Bartypen Jake verliebt.

Es grenzt an Besessenheit, wie diese Familie rund um Simone und Jake funktioniert und auch daran, diesen Roman zu beenden. Man hat kein Fünkchen Mitleid mit Tess! Frühreife, unerwiderte Liebe und kitschige Liebe haben in einem solchen Leben keinen Platz.

Stephanie Danler hat zwar einen wunderbaren Einblick in die „wahre“ hochpreisige Restaurantszene abgebildet, in der nicht der Gast der schlimmste Feind ist, sondern das Gesundheitsamt. Jedoch schien mir in Sweetbitter Tess planlos in einer Welt voller Nobelweine und Austern-Glamour umherzuirren und dennoch so wenig von sich selbst preiszugeben.

Schade, ich hatte mir nach den anfänglichen Szenen über süß, sauer, bitter, salzig und umami doch ein wenig mehr erhofft als einen doch sehr vorhersehbaren Liebesroman.

Mick Kitson – Sal

Mick Kitson - Sal
Mick Kitson – Sal

Was für ein Gespann! Sal, die hoffnungslos unterschätzte Sonderschülerin kümmert sich liebevoll um ihre jüngere Schwester Peppa.

Die alkoholkranke Mutter bring in Form von Robert das Böse mit in ihr schon zerrüttetes Heim. Für Sal stellt sich jetzt die Frage, wie sie damit umgehen soll und gerät unter der Drohung, das sich Robert auch an Peppa vergreifen wird, zu Hochtouren auf.

Als ambitionierte Planerin befasst sie sich mit Bear Grylls, Survivaltechniken und mit dem Angeln von Fischen. Der Tag rückt näher, zum Schutz Peppas ist alles gepackt und aufbruchbereit und die Stunde der bitteren Wahrheit scheint da.

Das Abenteuer Wildnis kann beginnen. Jedoch stellt sich Sal dies nicht als Abenteuer vor, sondern als Zweck zum Überleben. Sie hat einzig das Wohl ihrer jüngeren Schwester im Auge.

Mick Kitson hat mit Sal ein Kind erschaffen, das jenseits der Normalität aufwächst und schon früh um ihre Sicherheit und ganz besonders um die ihrer jüngeren Schwester Peppa kämpfen muss.

Mit einem ausgefuchsten Plan im Kopf schlägt sie sich täglich durch den Alkoholdschungel ihrer Mutter. Versorgt ihre Schwester mit Essen, Liebe und Führsorge und kämpft Nachts mit Ihren Dämonen.

Ich musste mich während der Geschichte immer fragen, ob ich in der Wildnis überleben könnte. Obwohl Sal bis aufs Angeln keinerlei Erfahrung darin hat, meistert sie grandios ihre Umwelt.

Man kämpft stetig mit Sal um Mitleid und um scheinbar hoffnungslose Liebe. Wie kann man einem Kind solche Dinge antun und sich dann nicht dafür verantwortlich zeigen?

Muss man eine solche Mutter hassen? Darf eine Mutter, die solche Dinge zulässt noch Mutter sein? Mick Kitson zwingt uns als Leser geradezu zu urteilen und dann immer wieder zu revidieren.

Ein beeindruckender Roman über das Erwachsenwerden und dem bitteren Kampf um wahre Zuneigung und Liebe.

Vielen Dank an Lovelybooks für die Leserunde und an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar.

Vielen Dank an Lovelybooks für die zauberhafte Verpackung und den Kompass!

Karsten Schäfers –
Die Spürhasenbande –
in den Fängen der gemeinen Tierdiebe

Karsten Schäfers – Die Spürhasenbande – in den Fängen der gemeinen Tierdiebe
Karsten Schäfers – Die Spürhasenbande in den Fängen der gemeinen Tierdiebe

Der dritte Teil der Spürhasenbande führt das tierische Trio in die Hansestadt Hamburg.  

Kiki, Finn und Polly sind die allerbesten Freunde. Dank ihres magischen Spiegels können Sie in der Welt und in der Zeit umherreisen.

Die alte Eule Bartholomäus, ein sehr guter Freund, hat sich alleine auf die Suche nach seiner verschollenen Liebe Gwendolin  nach Hamburg aufgemacht. Die Spürhasenbande, die in Frankfurt das Rätsel um Gwendolins Verschwinden gelöst hat, ist damit so gar nicht einverstanden und beschließt, mit Hilfe des magischen Zauberspiegels Bartholomäus bei seiner Suche in der riesigen Stadt Hamburg tatkräftig zu unterstützen.

Gleich am Wahrzeichen Hamburgs, dem Michel, trifft das Trio auf ein Storchenpärchen, denen Bartholomäus natürlich nicht unbekannt ist. Doch die Störche haben ganz andere Sorgen. Haben Sie doch schon wieder in einer Lagerhalle nahe ihrem Nest, Tiere in Käfigen und ganz zwielichtige Gestalten gesehen.

Ihre Versuche, die Tiere zu befreien sind bisher immer misslungen.

Doch jetzt haben sie ja tatkräftige Unterstützung durch die Spürhasenbande.

Es geht heiß her am Hamburger Hafen und verwandelt ein junges Eichhörnchen in eine Boxlegende.

Die Bande der Spürhasen muss man einfach in sein Herz schließen. Mutig stürzen sich die Drei in das neue gemeinsame Abenteuer um einen alten Freund zu helfen.

Spielerich gelingt es den drei Waldtieren gemeinsam, ihr Ziel zu erreichen. Kindgerecht umgesetzt und mit einem äußerst guten Sprecher besetzt, macht es dem Zuhörer leicht, sich auf das Abenteuer einzulassen.

Die Charaktere von Finn, Polly und Kiki sind sehr unterschiedlich, was es dem Hörer leicht macht, sich wiederzufinden.

Die Sprecher von Finn, Polly und Kiki haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Spannung beherrscht die Stimmen und macht Lust auf das nächste Abenteuer.

Während die erste Folge die Spürhasenbande den magischen Spiegel entdecken, führt die zweite Folge das Trio nach Frankfurt. Dank dem Spiegel aus dem Wald im magischen Taunus ist das jetzt ja nur noch ein „Katzensprung“.

Ich bedanke mich herzlich bei Karsten Schäfers und dem Eulenberg Verlag für das Hörbuchexemplar.

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