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Kategorie: Romane (Seite 1 von 14)

Luciano De Crescenzo –
Als wäre es gestern gewesen

Luciano de Crescenzo betrachtet mit „Als wäre es gestern gewesen“ seine Vergangenheit, die Vergangenheit Italiens und natürlich hier insbesondere die von seiner Heimat Neapel.

Wir erinnern uns an die Dinge die uns früher wichtig waren und sehnen uns manchmal nach der Zeit mit unseren Großeltern zurück. Menschen, die Ruhe ausstrahlten, die mit den Jahreszeiten gelebt haben und für die es kein Handy und kein Facebook gab.

Dieses kleine Büchlein liest sich wie eine Heimkehr, die Sehnsucht nach einer lang vergangene Zeit. De Crescenzo schreibt so wunderbar über seine Heimat, sein Leben als Kind und sein Aufwachsen, dass man selbstverständlich in die eigenen Vergangenheit schwelgt und hofft, das vielleicht ein kleinwenig diese alte vergangene Zeit uns wieder einholen wird.

 

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Luciano De Crescenzo –
Zio Cardellino

Ein Vögelchen pfeift fröhlich vor sich hin! Doktor Perrella probt leise und zart den Aufstand und bringt damit eine ganz Firma in Not.

Luciano de Crescenzo hat mit Doktor Perrella eine Figur geschaffen, in die wir uns als Leser manchmal selbst gerne stecken würden. Rebellion ist das Ziel von Perrella wenn er bei seiner Arbeit tschilpt. Er stiftet Unruhe und bringt einerseits seine Kollegen gegen sich auf und andererseits steckt er sie mit seiner feinen Art, gegen das starre Bürosystem zu rebellieren an.

Mit einem lachenden und auch einem tränenden Auge liest man Seite um Seite über das Ausbrechen aus Tradition, Starrsinn und einer Welt, die endlich aufgerüttelt werden will.

Ein Meisterwerk an feinem Witz, einer Prise Sarkasmus und einem lauten Aufschrei!

 

Luciano De Crescenzo –
Also sprach Bellavista

Luciano De Crescenzos Homage an Neapel, die Liebe und die Freiheit.

Wir lernen von Bellavista alles über den Norden und den Süden Italiens. Es scheint eine große Kluft dazwischen zu liegen. Während der Leser über die großen Hindernisse der Italiener stößt, findet er sich dennoch wieder, wenn uns Epikur aufzeigt, das wir ganz schön von unserem täglichen Konsum abhängig sind und es scheinbar auch ohne ihn gehen kann, aber wie?

In Italien herrscht bekanntlich die Mafia und einige wenige reiche Politiker, was aber den wahren Italienern kein Grund gibt, nicht das eigene Leben zu genießen. Doch die Zeiten waren auch schon schlimmer und ein kleiner Rückblick auf den Kommunismus und die Zeiten des Krieges lassen dann auch den Leser dann wieder zur Besinnung kommen. Das schöne Bella Italia hat also auch seine dunklen Seiten.

Luciano De Crescenzo lässt uns also an seiner Heimat teilhaben und nimmt dabei natürlich wie immer kein Blatt vor den Mund, verpackt es allerdings ganz nett.

 

Luciano De Crescenzo –
Oi dialogoi

Wir alle kommunizieren unglaublich viel an einem Tag, aber reden wir auch wirklich miteinander?

Luciano De Crescenzo weist uns den Weg zur Kunst, miteinander zu reden.

Dieses kleine Büchlein beinhaltet alles, über das man sich wahrlich und wirklich unterhalten kann. De Crescenzo betrachtet das Ganze philosphisch. Mit Witz, einem Hauch Ironie und natürlich einem guten Schuss Sarkasmus begegnet man sich als Leser sich selbst. Ob es um die Liebe zum eigenen Auto oder um den Fußball geht, hier findet man immer ein Gespräch. Aber ist das der Sinn einer Unterhaltung?

Man liest und man lernt! Es gibt also noch mehr, über das man sich unterhalten kann. Also, nur Mut!

 

 

Luciano de Crescenzo –
Die Kunst der Unordnung

Luciano de Crescenzo hat als Meister der Philosophie die Kunst der Ordnung und der Unordnung betrachtet.

Jeder beschäftigt sich doch mal mit seiner eigenen Unordnung und mit dem Drang, diese natürlich umgehend zu beseitigen.

Luciano de Creszenco beginnt wie immer im Kleinen und dann plötzlich steht man vor dem Resultat und ist als Leser wirklich erstaunt, das es den Nagel auf den Kopf trifft.

Er beschäftigt sich mit der Mythologie und lässt den Leser an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben und natürlich darf sein kleiner und feiner Sarkasmus nicht fehlen, wenn er auch noch Bezug zu seiner neapolitanischen Heimat nimmt.

 

Sanna Seven Deers –
Das Geheimnis des Felskojoten

Ein mysteriöser Hochsicherheitszaun mitten im Banff Nationalpark und ein verschwundener Priester? Wie kommt es da zu einem Zusammenhang? Der Priester war vorher ein angesehener Physiker und sollte im Auftrag einer Forschungsfirma an Menschen experimentieren. Doch es gerät ausser Kontrolle und nur noch die Flucht ins Kloster kommt in Frage. Doch Fabian, der Ex-Priester verabschiedet sich von seiner Schwester Serena und bricht dann auf, um den bösen Machenschaften nun ein Ende zu bereiten.

Serena macht sich auf den Weg um ihren Bruder zu finden und nimmt Kontakt auf zu dessen alten Indianer Freund Shane. Eins führt zum anderen und Serena beginnt, die Kultur und den Glauben der Indianer dank Shane zu verstehen und erlebt dies selbst.

Der Glaube und die Macht der Geister helfen Shane und Serena auf ihrem Weg zu Fabian um das sich heraufbeschwörende Unglück noch verhindern zu können…..

Sanna Seven Deers –
Der Ruf des weißen Raben

Eine klassische Indianer-Sage in der heutigen Zeit. Fortschritt und verschwundene Stammesmitglieder führt den Stamm zusammen.

Es sollen die Toten um Rat gebeten werden. Doch Myra, die nur kurz rasten möchte, gerät unversehens in die Aufrufung der Toten und kann sich gar nicht vorstellen, was sie gerade damit ausgelöst hat. Denn von nun an liegt es an ihr, die Menscheit zu retten und die Reise in die Zukunft und in die Vergangenheit beginnt.

Spannend, ist mal was ganz anderes! Kein Kitschroman über eine Indianerliebe, sondern ein Erzählung im Einklang mit der Natur!

Margriet de Moor –
Erst grau dann weiß dann blau

Magda verschwindet. Sie verlässt einfach alles, einfach ihr Leben. Ihr Ehemann bleibt genauso zurück wie ihr Zuhause und ihr Leben.

Ihre Rückkehr findet genauso plötzlich wie ihr Verschwinden statt. Aber was hat Magda dazu getrieben, alles in ihrem Leben einfach stehen zu lassen und dann einfach so wieder in ihre altes Leben zurückzukehren?

Magriet de Moor erzählt von einer jungen Frau, die ihr Leben einfach selbst in die Hand nimmt und aus ihrem wohlbehüteten Alltag in eine offene Welt flieht. Ihre Rückkehr stellt sich allerdings mit der Zeit als Problem dar. Wobei Magda selbst immer noch offen durchs Leben blickt, kehrt ihr die restliche Welt neidbepackt den Rücken.

Ein sehr melancholischer Roman über eine junge Frau, die aus kurzzeitig aus ihrem Leben ausbricht und dabei feststellen muss, das man immer selbst für sein eigenes Leben verantwortlich ist und es große Schatten gibt, über die man manchmal springen muss.

 

Agnes Descarthe –
Mein hungriges Herz

Das Chez moi hat ab sofort eröffnet. Mitten in Paris findet Myriam nach einen plötzlich ungeplanten Ausstieg aus ihrem eigenen Leben eine neue Aufgabe und auch ein neues Leben.

Irgendwie erscheint mir die Geschichte anfangs als zu bekannt um mich faszinieren zu können und erinnert an bereits erschienene Romane. Doch Agnes Descarthe hat ein feines Gefühl für Myriam und man hofft und bangt mit der Protagonistin um jeden neuen Freund und um jeden neuen freundlichen Nachbarn.

Das Viertel dankt es Myriam mit Freundschaft, Liebe und einem vollen Lokal. Ihre Leben hat plötzlich wieder einen Sinn, doch Myriams Vergangenheit holt sie schneller als gedacht ein und wiederum steht Myriam vor einer großen Entscheidung.

Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Liebe und einem kleinen Funken Hoffnung auf ein wunderschönes Leben.

Irene Dische –
Die intimen Geständnisse des
Oliver Weinstock

Irene Dische überzeugt auch hier wieder mit verschiedenen Charakteren, Geschichten und Abenteuern über die Liebe und die Menschen.

Unterschiedlicher könnten die Protagonisten nicht sein! Der eine hat ein kleines Pornoproblem und der nächste wiederum kann alles ausser lieben.

Bei Irene Dische findet wirklich jeder Charakter einen gebührenden Platz und die Geschichten rieseln nur so dahin,

Nie langweilig und nie gleich und mögen die Protagonisten dem Leser einem noch so seltsam erscheinen, in mindestens einem von Ihnen findet man sich selbst ein kleines bisschen wieder.

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