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Kategorie: Romane (Seite 1 von 33)

Michelle Marly –
Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

Coco Chanels Modefeldzug scheint nicht aufzuhalten, doch dann stirbt ihr Geliebter Boy 1919 bei einem schrecklichen Autounfall.

Coco hat mit Boy nicht nur ihre große Liebe verloren, sondern auch einen weisen Ratgeber für alle Lebenslagen. Sie steckt in einem schweren, sich nicht lichtenden Nebel fest. Erst ihre beste Freundin Misia bringt sie dank einer Reise nach Venedig auf andere Gedanken.

Dort trifft sie auf Dimitri, einen russischen Thronanwärter, der ihr ganz schön den Kopf verdreht und sie gleichzeitig aber auch an ihre eigene traurige Vergangenheit erinnert, welche sie als Unternehmerin in Paris stets totschweigt.

Als Mäzenin sponsert sie zurück in Paris nunmehr den Pianisten und Dirigenten Strawinsky und beschließt nach einer kurzen Affäre, den letzten Plan von ihr und Boy in die Tat umzusetzen. Ein eigenes Parfum muss her und auf der Suche nach dem perfekten Duft trifft sie unverhofft erneut auf Dimitri.

Michella Marly hat mit Mademoiselle Coco einen zauberhaften Roman über die Liebe, das Leid und den kleinen Funken Hoffnung geschaffen. Über die Romanze hinweg betrachten wir Coco Chanel als ganz eigenwillige und kreative Frau, die in Paris ihr exklusives Modelabel erschuf und dabei niemals ihren reinen und geradlinigen Stil verlor.

Passend zum Buch gab es vom Aufbau-Verlag eine tolle Bloggeraktion. Alles weitere dazu findet Ihr hier.

Antonin Varenne –
Äquator

Pete Ferguson flieht mit seinem kleinen Bruder Oliver als Deserteur quer durch Amerika, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Die Flucht, sein scheinbar einzig wahrer Lebensunterhalt, gelingt ihm ein ums andere Mal.

In Nebraska verflucht er die neuen Siedler und findet Anschluss an einen Bisonjägertrupp um auch hier erneut für seine Überzeugung einstehen zu müssen. Sein erbitterter Gerechtigkeitssinn macht ihn erneut zum Mörder und treibt ihn weiter in den Süden, gejagt von den Weißen, gehasst von den Indianern, bis nach Guatemala.

Als Spielball eines Schriftstellers und dessen Versuch, dieses geschundene Land zu retten, trifft er auf eine Verbündete. Maria, die Xinca-Indio-Frau, die zu gleichen Teilen wie Pete den Hass in sich trägt, schließt sich ihm an. Mit einer verwunschenen Vorstellung treten die beiden gemeinsam Petes letzte Reise an. Dem Ziel, die Mitte von Petes Tätowierung, am Äquator angekommen, scheint die Flucht aber auch das Leben ein Ende gefunden zu haben.

Antonin Varenne hat mit Pete Ferguson einen Mann der Gerechtigkeit erschaffen, der in der heutigen Zeit nur schwer zu finden ist.

Mit unstillbarem Hass, ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer Barmherzigkeit schließt man Pete und auch Maria in sein Herz und hofft inständig, dass Beide ihre Erlösung finden werden, auch wenn man den Verlauf der „wahren“ Geschichte kennt.

Mit wunderbaren Sätzen wie „mein Herz gehört zur Hälfte ihm. Jeder zweite Schlag habe er für ihn aufgespart“ und „Es ist schwer, ihn Schönheit zu Sterben“ fliegt man mit Pete und seinem Mustang Reunion über die Prärie hinweg in die endgültige Freiheit.


Hello Sunshine Kampagne von Blanvalet!

Vielen Dank an Blanvalet und die „Hello Sunshine“ Kampagne! Es war mir eine Freude, bei der Aktion teilzunehmen.

Ich bedanke mich herzlich für das heute eingetroffene Buchpaket!

Die Sonne lockt auf die Terasse und folgende Geschichten sind jetzt mit dabei:

  • Tracy Buchanan – Die Mitternachtsschwestern
  • Cristina Campos – Die Insel der Zitronenblüten
  • Angelika Schwarzhuber – Barfuß im Sommerregen
  • Theresia Graw – Mit Hanna nach Havanna

& ein kleines türkises Armband mit kleinem Sonnenanhänger!

 

Irene Matt –
Der Augenblick

Für Renate ist alles ganz leicht. Sie meistert ihr Leben in ihrem eigenen Takt, ist erfolgreich in ihrem Beruf, kennt kaum Freizeit und fühlt sich so, wie sie lebt scheinbar glücklich.

Als sie am Wochenende ihre Joggingrunde beginnt, weiß sie selbst noch nicht, dass damit ihr bisheriges Leben enden wird.

Auf ihrer Wegstrecke findet sie einen Kinderwagen mit einem schlafenden Baby darin, die Mutter liegt etwas abseits schlafend im Grünen. Renate, scheinbar völlig neben sich stehend erstickt das Kind und vergräbt den toten Säugling anschließend im nahegelegenen Waldstück.

Die leitende Ermittlerin Alexandra Keller hingegen muss sich nach einem Jahr nach dem Mord an dem Säugling in der Sackgasse steckend eingestehen, dass diese Tat als ungelöst abgelegt wird.

Renate hingegen plagt ihre Tat und ihr Unterbewusstsein drängt sie zur Wahrheit. Sie gesteht den Mord an dem kleinen Marcel. Ihre Hoffnungslosigkeit kennt keine Grenzen, bis ein alter Freund von Alexandra sich Renate und weiterer ähnlicher Fälle annimmt und eine Therapiegruppe ins Leben ruft.

Diese soll sich als neue Methode zur Behandlung von Straftätern bei gleichzeitiger aktiver psychologischer Betreuung etablieren.

Einfach wegschließen? Die Frage stellt sich doch jeder, wenn er von Mördern und anderen Straftätern liest oder hört. Doch ist damit die Ursache des Problems behoben? Wie wird man zu einem Mörder oder begeht eine Straftat?

Irene Matt zeigt auf, dass die menschliche Natur vielschichtig ist und ein richterliches Urteil zwar dem Zweck dient, die Bevölkerung vor weiteren Untaten zu beschützen, allerdings sich dabei nicht näher mit der Ursache und dem Täter an sich beschäftigt.

Nur mit ausgezeichneten Therapiemöglichkeiten und dem nötigen Willen des Täters kann eine eventuelle Wiedergutmachung bzw. ein Heilung möglich sein.

 

 

Joanna King –
Vier Schwestern

Ein Ferienhaus, vier Schwestern und ein großes Beziehungsdrama. Joanna King erzählt uns die Geschichte aus der Perspektive der Icherzählerin, der jüngsten Schwester, welche früh vom vermeintlichen Zuhause floh und ihr Leben und die Liebe auf der Tanzfläche suchte.

In Italien wollen die Vier ein wenig gemeinsam etwas Zeit verbringen, doch Rose, die zweitjüngste funkt gehörig dazwischen. Sie flieht aus diesem scheinbar trauten Heim. Während die drei übrig gebliebenen Schwestern sich den Kopf über Rose zerbrechen und sogar mit dem Schlimmsten rechnen, wird endlich alles auf den Tisch gepackt und Hass und Häme beschwören Ängste und ganz neue Einsichten herauf.

Als Rose sich zu ihrem Liebhaber bekennt und eine gewagte Entscheidung trifft, vermuten die beiden älteren Schwestern, die verbittert und um die eigene Liebe buhlend, sich umgehend auf die Seite des Exmannes schlagen, ist Roses Liebesgeplänkel nur ein kleiner Zeitvertreib.

Doch King spielt gekonnt mit den Vieren, lässt tief in die elterliche Beziehung blicken und weckt somit ein wenig Verständnis für das Handeln der jeweils Einzelnen.

Ein unruhiger Roman über die Erkenntnis, dass Liebe einfach kompliziert ist und ein Leben damit noch nie einfach war.

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