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Kategorie: Romane (Seite 1 von 30)

Eileen Campbell –
Heimweg nach Kilmoran

Ellie, das kleine schüchterne Mädchen muss mit ansehen, wie die Krankheit ihrer Mutter die Familie zerrüttet.

Um den Schmerz weitestgehend von ihr fernzuhalten, wird sie zur ihr unbekannten Großmutter nach Kilmoran geschickt.

Doch da erlebt sie ihr blaues Wunder. Die Großmutter ist so ganz anders als der Rest ihrer Familie.

Sie macht was sie will und lässt sich von Niemandem etwas vorschreiben.

Während Ellie so nach und nach aufblüht, stellt auch die Großmutter nach langem Zweifeln, ob es eine gute Idee war, die Kleine bei sich aufzunehmen, fest, dass auch sie einen neuen Lebensschritt gewagt hat.

Dann aber stolpert Ellie über ein lang gehütetes Familiengeheimnis.

Die Geschichte von Eileen Campbell wäre fast schon Fernsehreif. Ein Roman über Lebensmut und Wahrheit.

 

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Cuca Canals –
Die lange Berta

Berta scheint ein hoffnungsloser Fall zu sein. Das junge Ding ist ein wenig zu groß geraten und sticht aber wirklich überall heraus. Immer ganz oben und doch ganz unten. In ihrem kleinen spanischen Dorf sind natürlich alle Männer einfach zu kurz und das betrübt Berta sehr, bis sie sich in den ebenfalls zu groß geratenen Briefträger Jonas verliebt und an dieser Liebe scheinbar fast zerbricht. Sie weint bitterlich und der Himmel öffent ebenfalls zur Unterstützung Bertas Liebesleid. Für die restlichen Bewohner wird der Wasseransturm immer mehr zur Sorge und etwas muss geschehen! Ein Gelübde bringt das Ende, doch ab jetzt ist alles rosa!

Was für das kleine spanische Dorf eine im wahrsten Sinne des Wortes riesige Herausforderung ist, bringt jedoch Berta und Jonas Glück und den Beiden die Liebe ein klein wenig näher.

 

Cuca Canals ist eine Meisterin in Sachen Liebe, hier darf mitgelacht, mitgeweint und ganz besonders mitgeliebt werden!

 

Alex Capus –
Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Ein grimmiger und unreifer Zeichner, ein junges Mädchen, anders als die Anderen und ein Schüler, der sich nicht für ein Studium entscheiden kann?

Alle treffen sich kurzzeitig und sogar teils unbemerkt an einem kleinen Bahnhof, alle sind an dem Abschnitt eines neuen Lebens angelangt und keiner weiß so genau, wo die Reise hingehen soll.

Doch die Zeit geht mit und die Drei werden älter. Emille wird einer der bedeutendsten Zeichner und hilft Schliemann sowie Evans und kehrt nie mehr in seine Heimat zurück, Laura bekommt das Familienleben nicht und geht zurück als Sängerin und Hutverkäuferin und natürlich als Spionin im zweiten Weltkrieg.

Felix Koch hingegen wechselt und kümmert sich fortan mit Heisenberger, Oppenheimer und Hegel um das Neutron.

Alle drei treffen sich unbekannterweise genau ein einziges Mal und Capus erzählt deren Lebensgeschichten, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Capus, ein Meister der Geschichte und des guten Romans.

Michael Carson –
Das Glück der Süße

Der junge Benson steht auf alles, was auch Zucker hergestellt werden kann. Er liebt einfach Süßigkeiten und dementsprechend sieht er als Teenager auch aus. Pummelig und mit leicht unterwürfigem Blick schreitet er durch seine pubertierende kleine Vorstadtwelt.

Er wird von seinen Mitschülern gehasst und gemobbt und die Lehrer an seiner Schule stehen den Mitschülern da in nichts nach. Wie natürlich bei allen anderen Teenagern natüchlich auch, dreht es sich bei Benson natürlich auch um Sex und davon kann er noch weniger genug bekommen als von seinen Süßigkeiten.

Von Beklemmungen in der erzkatholischen Familie geplagt stellt Benson auch noch zu seinem restlichen Leidwesen fest, das er nicht wie der sonst so normale Teenager auf hübsche Mädchen steht, nein, bei ihm müssen es ja ausgerechnet hübsche Jungs sein, von denen er nicht lassen kann.

Als alles nichts mehr hilft und die Ratlosigkeit in ihm überhand nimmt, beschließt er, endlich die Beichte abzulegen und ins Kloster zu gehen.

Ein witziger und teilweise bitterböser Roman über das Erwachsenwerden, das aber auch wirklich kein Fettnäpfchen auslässt.

 

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Devakumaran Manickavasagan –
Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Ich beginne ausnahmsweise mal mit einem Zitat: „Eine Welt voller widersprüchlicher Gesichtszüge“. Das trifft die Grundaussage von Devas Buch. Wie fühlt es sich an, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen? Wie geht man mit dem Kriegstrauma, der Flucht und dem Verlust im Exil um? Wie erlebt man die eigene Kultur in einer völlig anderen Welt?

Das sind Fragen, die nur im „Kleinen“ gestellt werden und in der Öffentlichkeit meist nicht abgehandelt werden.

Mit Deva erhält der Leser einen tiefen Einblick in die Seele eines Geflüchteten, der beide Sichtweisen erlebt hat. Wozu kann Tradition, Glaube und die zurückgelassene Kultur führen? Es stellt sich die Frage, wie man davon loskommt um ein eigenes mehr oder weniger freies Leben zu führen.

Deva begibt auf die Reise in seine eigene Vergangenheit mit der er nur schwer und nur mit Hilfe von außen zumindest teilweise abschließen kann und macht deutlich, wie schwer es für einen Menschen sein kann, zwischen zwei so extrem unterschiedlichen Kulturen und Traditionen hin- und hergerissen zu sein.

Die Liebe jedoch, ein entscheidender Faktor, ob zur eigenen Familie oder zu sich selbst, scheint ein Ausweg zu sein.

Ein offenes und ehrliches Buch in dem man sich auch als ein Mensch, der nicht zwischen zwei Kulturen feststeckt, sich trotzdem in den Zwängen des Lebens wiederfindet.

Begleitet Deva auf seiner Lesereise hier und hier.

 

 

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