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Schlagwort: Hoffnung (Seite 1 von 117)

Miriam Lancewood –
In der Wildnis bin ich Frei

Mein Leben in den Wäldern Neuseelands

Miriam Lancewood – In der Wildnis bin ich frei

Miriam, die junge begabte Sportlehrerin hat ihren Sinn im Leben noch nicht gefunden als sie in Indien auf ihren Peter trifft. Knapp dreißig Jahre älter und scheinbar auch weiser gelingt es Peter, Miriam von seinem Heimatland zu überzeugen.

Beide kehren nach Neuseeland zurück und planen ein fantastisches Abenteuer.

Ziel der beiden ist es, alles, aber wirklich alles der heutigen modernen Welt hinter sich zu lassen und quer durch die Wildnis von Neuseeland zu ziehen.

Die Tour geht in die Planungsphase und dank vieler netter Freunde und Helfer, gelingt es den Beiden, ihren Haushalt aufzulösen und endlich loszuziehen.

Miriam nimmt sich vor, mit Pfeil und Bogen zu jagen, was sich aber als sehr schwierig erweist. Dank der Tipps von engen Freunden und zeitweiligen Weggefährten erhält sie Schießunterricht und jagt seitdem mit der Flinte.

Mit Peter selbst, dessen Alter ihm immer mehr und mehr zu schaffen macht, ist der lange ausgiebige Wandertrip nicht einfach. Das Erlegen von Tieren macht Miriam Schwierigkeiten und oft liegt es an ihr, voran ans nächste Ziel zu kommen.

Miriam Lancewood schafft es zwar, den Leser von ihrem Abenteuer zu überzeugen, jedoch nicht, ihre Beziehung zu Peter als wahre Liebe zu besiegeln.

Die ständigen Belehrungen und das Befehlen habe mir es schwer gemacht, dem Buch den gehörigen Respekt entgegen zu bringen und es tatsächlich auch auszulesen.

Meine Hoffnung, dass ich von dem Mut der beiden Aussteiger etwas mitnehmen würde, hält sich in Grenzen.

Neuseeland scheint mir allerdings für solche Arten von Experimenten das richtige Eiland zu sein. Teilweise menschenleer, jedoch nicht so weit von der Zivilisation entfernt, dass man nicht doch wieder in sein altes Leben zurückkehren könnte.

Stellenweise finde ich es ausgesprochen ärgerlich, dass sich Miriam so demütig den begleitenden Männern unterwirft und das hinterlässt einen wirklich faden Beigeschmack bei dieser langen Wanderung durch Neuseelands reicher Naturlandschaft.

Vielen Dank an Jellybooks und an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.

Kathy Reichs –
Die Sprache der Knochen

Kathy Reichs – Die Sprache der Knochen

Jetzt bin ich also beim achtzehnten und vorerst letzten Teil der Tempe Brennan Thriller Reihe angekommen.

Tempe steht immer noch vor einer schwierigen Entscheidung. Detective Ryan aus Montreal hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und um sich davon abzulenken, lässt sie sich von einer privaten Webschnüfflerin und deren mitgebrachter Tonbandaufnahme von einem Mord überzeugen.

Doch alles, was Tempe vorerst findet, sind eine Handvoll alte Knochen, die sie selbst bereits vor Jahren untersuchte und weder eine Todesursache, noch diese irgendeiner Vermisstenmeldung zuordnen konnte.

Doch die Schnüfflerin lässt nicht locker, sodass sich Tempe sich die Fundstelle nochmal genauer ansehen möchte. Begleitet wird sie von dem dort zuständigen Deputy Ramsey. Weitere Knochen tauchen auf und um ihre Mutter Daisy abzulenken, lässt Tempe diese im Netz recherchieren.

Neue Entwicklungen bringen Tempe auf die Spur. Die scheinbar vermisste Cora auf dem Band war wie deren Eltern und Geschwister Mitglied in einer dubiosen Kirchengemeinde.

Slidell, ihre alte Hassliebe und zuständiger Ermittler in Charlotte findet tags darauf die Leiche der Schnüfflerin übel zugerichtet in einem See. Tempe ist sich genauso wie Ramsey sicher, dass jemand gehörig in ein Hornissennest gestochen hat.

Flüge werden verschoben, Ryan mit einer nichtssagenden Antwort sitzen gelassen und einen wahrlichen Steinwurf und einem Kletterabenteuer später hat Tempe eine dunkle Vorahnung.

Für Kathy Reichs sind die Opfer in ihren Thrillern immer entscheidend in die Geschichte eingebunden. Als Leser soll man deren Leid und auch die Hintergründe und das Motiv des Mörders kennen.

Die Sprache der Knochen führt uns als Leser auf eine Reise durch das Internet. Hobbydetektive, Webschnüffler und Hacker bringen doch noch die Lösung in dem einen oder anderen Vermisstenfall. Während die Polizei teilweise Wochen, wenn nicht gar Jahre hinterherhinken, geraten diese Menschen zumindest nicht in Vergessenheit.

Der vorerst letzte Teil umgibt sich mit dubiosen Kirchengemeinden, Exorzisten und einer Krankengeschichte, die einem das Blut zu Eis gefrieren lässt.

J. P. Delaney –
The girl before

J. P. Delaney – The Girl before

„Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.“

Ein guter Einstieg für einen Thriller. Emma ist nach einem Einbruch in der gemeinsamen Wohnung auf der Suche nach einem neuen Zuhause für sich und ihren Freund Simon. Nach unendlich vielen Wohnungspleiten schlägt die Maklerin ein ganz besonders eigentümliches Mietverhältnis vor.

Dieses entpuppt sich als ein vollkommen durchgestyltes und hochmodernes freistehendes Haus. Die Nachbarn sind gut betucht und die Gegend ist ruhig und teuer. Allerdings ist der Mietvertrag an über zweihundert Bedingungen und Regeln geknüpft.

Emma lässt das Haus auf sich wirken und beschließt, dass ebenfalls etwas spezielle Bewerbungsverfahren auf sich zunehmen. Sie schindet Eindruck mit ihrem dezenten Widerwillen bei dem markanten Vermieter und Bauherren Monkford, der dem Pärchen schließlich das Haus zu seinen Bedingungen vermietet.

Jahre später begibt sich Jane, nach der Totgeburt ihrer Tochter, auf Wohnungssuche und gerät ebenfalls an Edward Monkford.

Jane findet erstmals zu sich selbst. Doch dann beginnt sie eine Affäre mit Edward, der sich als meisterhafter Liebhaber herausstellt.

Ein Strauß Lilien vor der Haustüre lässt Jane jedoch aus ihrem scheinbar unglaublich wahrgewordenen Traum aufwachen.

Diese Geste hätte Sie von Edward gar nicht erwartet. Als sie die Wahrheit über diesen Blumenstrauß herausfindet, gerät sie selbst in höchste Gefahr.

Sie gräbt zu tief in der Vergangenheit.

J. P. Delaney ist mittlerweile ein Garant für Spannung. Emma und Jane verbinden einzig Edward Monkford und der gibt sich als nobler und großzügiger Liebhaber, wenn die Bedingungen stimmen.

In welche Art von Leben begeben wir uns mit Jane und Emma? Diese vollständige Kontrolle des Hauses über das eigene Leben scheint heute nicht mehr so abwegig. Es scheint beiden Frauen schwer zu fallen, in der Realität aufzuwachen und für eine ist schon viel zu spät.

Emma, gelesen von Anneke Sim Sarnau, zeigt sich als kleine Rebellin, die ganz genau weiß, was sie will. Doch ihre Zukunft ist bereits besiegelt.

Jane, hier gelesen von Petra Schmidt-Schaller, geht vollständig in dem neuen Haus und der neuen Lebenssituation auf, bis die Vergangenheit sie einholt.

Ein wirklich ausgezeichneter Thriller, bei dem man dank seiner vielen Wendungen und den parallelen Sichtweisen von Emma und Jane, die bis zur letzten Seite die Spannung halten erst nach dem letzten Ton ausatmen kann. Nichts geht über die totale Kontrolle.

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