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Schlagwort: Hoffnung (Seite 1 von 48)

V. S. Gerling –
Die Farm

Der vierte Fall stellt Eichborn und Wagner vor eine schwierige Entscheidung. Per Zufall stößt Nicolas Team auf einen Geldtransporterüberfall, der sich bei näherer Betrachtung nicht mehr als Einzelfall darstellt, sondern als quer durch Deutschland geplanter Raubüberfall mit Entführung. Die Pärchen, deren Ehemänner unter Druck gezwungen, Geldtransporter zu überfallen und verschwinden nach dem Überfall, genau wie die Ehefrauen, spurlos.

Als Nicolas genug Druck vom BKA zu spüren bekommt und dann auch noch alte Kontakte pflegt, ist das Team über die neuen Erkenntnisse mehr als schockiert.

Ein illegaler Organhandelsring mitten in Deutschland, genannt „die Farm“, bringt es dank guter Lobbyarbeit in Berlin und ausreichend mächtigen Kontakten zu einem Millionenumsatz.

Als die Ermittlungen feststecken, trifft Nicolas eine schwierige Entscheidung und tritt damit eine Lawine unbekannten Ausmaßes los, bei dem mehr als ein Politiker auf der Strecke bleibt und die Liste von Nicolas Feinden zum Glühen bringt.

Dank eines Tipps von Patrick, einem alten Bekannten und der Hilfe des russischen Mafiosis Fjordor geht es so atemlos spannend voran, das man als Leser mit der Aufklärung des Falls erst völlig überfordert ist und dann realisiert, das einzig Geld die Welt regiert und Menschen irgendwie auch nur Tiere sind.

Ein gelungener neuer Fall mit einem brisanten Thema!

Die Rezensionen zu dem ersten Fall findet ihr hier und zum zweiten und dritten Fall hier.

Lucy Christopher –
Isla Schwanenmädchen

Islas Vater liegt mit einem sterbenden Herzen im Krankenhaus. Seine Tage sind gezählt, es steht sehr schlecht um ihn.

Täglich besucht Isla gemeinsam mit ihrer Mutter ihren schwerkranken geliebten Vater. Dort lernt Isla den krebskranken Harry kennen.

Er bittet Isla um einen seltsamen Gefallen. Draußen, am Krankenhaussee, soll sie den neuen Schwan beobachten. Um ihrem schlimmen und traurigen Alltag bei den Besuchen zu entfliehen, tut sie Harry den Gefallen.

Doch bei dem Schwan angekommen, muss Isla feststellen, das hier irgendetwas nicht stimmt. Der Schwan, anstatt zu flüchten, kommt auf Isla zu. Vor Schreck rennt Isla weg und der Schwan folgt ihr.

Harry, der die komische Szene von seinem Krankenhausfenster beobachtet begreift, das der Schwan wohl nicht fliegen kann….

Dieser bezaubernde Roman über Krankheit, Hoffnung und Liebe zeigt dem Leser auf feinfühlige Art, wie schwer es ist, wenn man durch ein Leiden in seinem Körper gefesselt ist und wie wichtig Hoffnung, Liebe und Unterstützung sind.

Mutig, melancholisch und mit einem kleinen Funken Hoffnung!

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Ahmet Ümit –
Die Gärten von Istanbul

Kommissar Nevzat steht vor einem großen Rätsel. Sein Team findet an der Atatürk-Statue eine Leiche mit aufgeschlitzter Kehle. Nichts weißt weiter auf den Tatort hin bis man in der Hand des Toten, der pfeilartig vor dem Denkmal ausgebreitet daliegt, eine historische Münze auftaucht.

Zeynep, die junge Assistentin Nevzats und heimliche Freundin von Ali, Nevzats brummeligen und etwas ungestümen Kollegen beginnt mit ihrer Recherche über den Toten.

Erst als ein weiteres Opfer an einer weiteren historischen Städte samt antiker Münze auftaucht, scheint es vor Verdächtigen nur so zu wimmeln.

Beide Mordopfer waren unbeliebt, waren in dunkle Bau- und Immobilienmachenschaften verwickelt und hinterlassen nicht wirklich trauernde Familien.

Hilfe erhält Nevzat von der Exfrau des ersten Toten, einer Museumsdirektorin, die sich besonders gut mit der Historik und den Herrschern von Istanbul auskennt, aber für den Kommissar und besonders für Ali extrem verdächtig bleibt.

Die Morde gehen weiter und von den Tätern bleibt weiterhin keine Spur.

Nevzat selbst, der gerade schwer mit seiner eigenen Vergangenheit und seinen familiären Verlusten zu kämpfen hat, stolpert völlig blauäugig über die entscheidende Spur.

Die Gärten von Istanbul ist für mich kein klassischer Krimi. Die 728 Seiten der Geschichte sind mit detaillierten Beschreibungen des gegenwärtigen Istanbuls bepackt, sodass man für einen Besuch definitiv keinen Reiseführer mehr benötigt.

Auch die historischen Ausflüge in die diversen Herrscherzeiten, Numismatik und hier insbesondere in die Bauzeiten, Planungen und Zerstörungen des alten Istanbuls lassen bei Historik-Fans bei diesem Krimi die Herzen höher schlagen.

Teilweise geraten die Morde in den Hintergrund, sei es durch die detaillierten Beschreibungen der Denkmäler, Gärten und Menschen sowie den wirklich schwierigen Problemen aus der Vergangenheit Nevzats sowie dessen engstem Freundeskreis.

Für mich war der Ausflug nach Istanbul weniger spannend, was aber durch die historischen Einlagen und die Bemühungen des Autors, Verständnis für eines solch durch Krisen und Machtwechsel überforderte kleine Stück Land zu erwecken, wieder in ein ganz anderes Licht gerückt wurde.

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Jutie Getzler –
10 Tage in Vancouver

Lara, ein großer Fan von Serienhauptdarsteller Patrick aus der Soap-Opera „Smart Town“ beschließt, Nägel mit Köpfen zu machen und bucht kurzum ein Flugticket nach Vancouver.

Ihr Ziel, endlich ihren Traummann Patrick kennenzulernen ist ihr Weg, endlich die wahre Liebe zu finden.

Das langweilige und triste Deutschland hinter sich gelassen, gelingt es dank einem glücklichen Zufall dank einer Zeitungsannonce, eine Gastrolle in „Smart Town“ zu ergattern und Laras ganz eigene Soap-Opera beginnt.

10 Tage in Vancouver ist eine interaktive Love-Story. Nach kurzer Reise mit Lara nach Kanada entscheidet sich der Leser dann für einen von drei Wegen, wie Laras weitere Zukunft mit Patrick, der Liebe und ihrem Leben aussehen soll.

Es hat mir Spaß gemacht, diese Entscheidung als Leser treffen zu können und bin gespannt auf eine Fortsetzung.

Maria von Blumencron –
Am Ende der Welt ist immer ein Anfang

Maria von Blumencron, weit gereist und viel bepreiste Journalistin, Aktivistin und Lebenshungrige,  begibt sich mit dem Hörer auf eine Reise in die eigene Vergangenheit.

Beginnend mit einer schmerzhaften Trennung zu ihrem italienischen Beau Rocco steigen wir ein in das Chaos dieser „Über“-Lebenskünstlerin.

Bepackt mit alten Geschichten, vergangenem Ballast und einer nicht gerade einfachen familiären Situation erleben wir Höhen und Tiefen, „Reichtum“ und Armut sowie ab und an auch mal eine Prise Glück im Leben Marias.

Geplagt durch Altlasten geht es von Köln nach Hamburg, Indien und final nach Frankreich ins Jura um das reine Glück zu finden.

Für mich war die Geschichte nicht immer einfach, da Maria in Ihrer Kindheit nicht nur schöne Dinge erlebte und das natürlich Marias „Erwachsenwerden“ prägte.

Mit viel Frohmut und Lebenslust liest Maria Blumencron ihre Lebensgeschichte und als Hörer ist man in einem Wechselbad der Gefühle. Man fiebert mit Maria, hofft mit ihrem Sohn, ist genervt von tantrischem Trara und schüttelt so manches Mal nur den Kopf über das Leben auf einer ganz besonderen Überholspur!

 

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