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Kategorie: @Krimi (Seite 1 von 4)

Frank Goldammer –
Tausend Teufel

Max Heller ermittelt wieder. Zwei Jahre ist Dresden nun unter russischer Herrschaft und das Leid und Elend nimmt kein Ende.  Es fehlt an Lebensmitteln, Hunger und Krankheit plagt die Deutschen während die Russen scheinbar in Saus und Braus leben.

Als ein russischer Soldat ermordet aufgefunden wird, soll Heller in dem Fall ermitteln. Er stolpert sogleich über einen weiteren toten Russen. Er und sein Kollege Werner sind gewarnt. Die Beziehung zu den beiden russischen Oberkommandanten ist gefährlich angespannt, als Heller hinter den Morden einen Komplott vermutet und den Mörder den eigenen Reihen zuschreibt.

Als Heller auf eine äußerst verwahrloste Gruppe von Kindern und Jugendliche im Wald stößt und auf die Prostituierte Fanny trifft, ergeben seine Ermittlungen plötzlich alle einen Sinn.

Frank Goldammer schildert auch in seinem zweiten Kriminalroman „Tausenteufel“ um Max Heller erstklassig und mit einer gewaltigen Vorstellungskraft das Leben der Dresdener in der russischen Besatzungszone. Die Verwahrlosung der Menschen und insbesondere der Kinder und die immer noch anhaltende Meinung, dass die Kriegsschuld natürlich nur bei den Besatzungsmächten lag, lässt einen als Leser erschauern.

Ich freue mich auf einen weiteren Teil über Max Heller, der stets einzig sich selbst treu bleibt.

Benjamin Cors –
Strandgut

Nicolas Guerlain begeht einen fatalen Fehler. Während seines Jobs als Personenschützer schlägt er aus Versehen den seinen Schutzbefohlenen, den französischen Präsidenten nieder. Er erblickt im Publikum seine verschollene Freundin Julie und rastet aus.

Nicolas wird daraufhin nach Deauville zwangsversetzt und soll dort die Polizei vor Ort auf den anstehenden Kongress vorbereiten.

Mit seiner Vergangenheit konfrontiert und im Blickfeld seiner Mutter stolpert er über Leichenteile, tote Hotelangestellte, vermisste Fotographen und über eine ernsthafte Bedrohung.

Mit der Polizeipraktikantin Claire begibt er sich auf die Suche nach dem Strippenzieher und begreift zu spät den Komplott aus den eigenen Reihen.

Mit Strandgut hat Benjamin Cors einen spannenden Auftakt und ein ausgezeichnet gut gesponnenen Krimi um einen in der eigenen Vergangenheit gestrandeten Nicholas Guerlain. Wann gibt es den nächsten Teil?

Bianca Palma –
Römisches Vermächtnis

Römisches Vermächtnis ist bereits mein zweiter Teil mit Commissario Casselli. Den ersten Teil, Römisches Requiem, habe ich schon vor sehr langer Zeit gelesen. Jetzt habe ich es mit Band 4 zu tun. Das die Vorgängerbände dem Leser fehlen, stellt kein Problem dar.

Commissario Casselli, bekennender Beau und Frauenliebhaber ermittelt dieses Mal im Mord an einer älteren Dame. Die vier Verdächtigen haben alle Geldsorgen und scheinbar alle kleine Geheimnisse. Da die Tote vermögend war und zu Lebzeiten der Geiz aus ihr sprach, ist das Geldmotiv natürlich vorrangig.

Mit seinem Sergente begibt sich Casselli in das Milieu von Antiquitätenhändlern, mysteriösen Kartenlegerinnen und privat auf Glatteis.

Ein Krimi über Neid, Hass und eine Menge unerwiderte und verlorene Liebe.

Mir hat ein klein wenig die Spannung gefehlt, was aber das Flair Roms, was von Bianca Parma hervorragend geschildert wird, wieder wett macht.

Maria W. Peter
Der Schatz Salomos

Invita ist fern ihrer Trierer Heimat in Metz angekommen und stolpert danach gleich über eine Leiche und über alte Bekannte. Die Geschwister aus dem Hause Cornelius Felix haben mit Invita noch ein Hühnchen zu rupfen und erkennen ihre ehemalige Sklavin gleich wieder und sehen in ihr ein Dorn im Auge. Der anstehende Kontakt und die Hoffnung auf Freundschaft mit Marcella, der Tochter des Stadthalters und Invitas Herrin, scheint nunmehr getrübt.

Als Invita per Zufall über eine ermordete Haussklavin fällt und dann auch noch ihre alten jüdischen Freunde, Isaak und dessen Sohn Salomo für diesen Mord verhaftet wurden, muss Invita handeln.

Marcella, geprägt von christlicher Nächstenliebe treibt den jungen Anwalt Crispinian auf, der die beiden Häftlinge verteidigen soll. Die Zeit wird knapp, aber Invita gibt nicht auf!

Ein gelungener weiterer historischer Kriminalroman bei dem Invita ihrer Neigung als Detektivin der Antike wieder einmal voll ausleben darf und der Leser nebenbei einen wunderbaren Einblick in das damalige Leben der Sklaven, der Schönen und auch anderer Kulturen erhält.

Maria W. Peter –
Die Legion des Raben

Invita, die junge Sklavin aus dem Haus des Stadthalters gerät in Treveris mitten hinein in eine dunkle Verschwörung. Nach einem brutalen Mord wird der Sklave Hyazinthus beschuldigt, dessen Herrn ermordet zu haben. Die rachsüchtige Hausherrin Julia fordert nach altem Gesetz nunmehr die Hinrichtung des gesamten Sklavenhaushalts als Strafe und Abschreckung.

Invita ist entsetzt, als sie feststellen muss, das der Alemanne Flavus, ebenfalls im Haus des Stadthalters dienend scheinbar in diesen Mord verwickelt ist.

Die Spur ist gelegt und Invita hat Lunte gerochen. Ihre Ermittlungen führen sie in Trier in die Thermen, in die umliegenden privaten Villen und natürlich auch das ein oder andere Mal in eine Folterkammer.

Dank Flavus, der ihr vorerst mehr aus Eigennutz als aus Freundschaft zur Flucht verhilft, gelingt es ihr auch ein ganz persönliches Geheimnis zu lüften….

Mit Invita und Flavus begibt sich der Leser zurück in die alte und ehrwürdige Stadt Trier und dort auf eine spannende Spurensuche!

Es war schön, zurück in meine alte Heimat zu blicken und nebenbei auch noch etwas mehr über die damalige Römerzeit vor Ort zu lernen.

Die Legion des Raben ist der zweite Teil aus der Invita & Flavius Reihe und ich freue mich über eine Fortsetzung! In der SR-Mediathek bin ich über einen tollen Film über die alte Römerzeit und Invita fündig geworden.

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