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Kategorie: @Krimi (Seite 1 von 10)

Petra Johann –
Die Entführung

Petra Johann – Die Entführung

Leni Festing und Ronja Aurich sind die besten Freundinnen. Auch diesen Sommer verbringen sie gemeinsam ihre Schulferien am Chiemsee.

Es ist der Sommer, den Leni nie vergessen wird. Die Beiden werden auf der Fahrt zum Ferienhaus entführt. Drei Millionen Mark Lösegeld fordert der Entführer.

Die Polizei schleust sich in die Villa von Karl Festing, der es nicht gewohnt ist zu verlieren. Er weigert sich, die Lösegeldforderung anzunehmen und verhandelt. Panik bricht aus. Das Ermittlerteam hat alle Hände voll zu tun, die verzwickten Familienverhältnisse auf beiden Seiten zu verstehen und Festings engste Vertraute zu durchleuchten.

Während Leni ihren Tod kommen sieht, rebelliert Ronja in ihrem Verließ. Die Stimme des Entführers kommt ihr bekannt vor. Aber wie kann das sein? Bei ihren Eltern ist nichts zu holen, währenddessen Lenis Vater im Geld schwimmt.

Die Lösegeldübergabe der Entführung entpuppt sich als Farce. Ronjas Eltern werden darin verwickelt und vom Geld selbst fehlt jede Spur. Während Leni heil bei ihrem Vater ankommt, fehlt von Ronja jede Spur. Als die Mädchen ausgetauscht werden sollen, fallen Schüsse.

Jahre später trifft Leni auf einen der Entführer. Ihr wird klar, dass alle Menschen um sie herum sich in eine Wand des Schweigens hüllten. Doch Leni, erwachsen und von Wut gepackt, begibt sich auf Spurensuche. Ihre eigene Vergangenheit hat jedoch an ihr selbst Spuren hinterlassen und sie steht erneut an einem Scheideweg.

Mit Petra Johann begibt man sich auf Spurensuche in der Vergangenheit. Macht, Gier und Reichtum macht Menschen zu unkontrollierbaren Wesen.

Während Leni in ihrem Leben sich so sehr nach Liebe und Geborgenheit sehnt, lebt Ronja genau in dieser Welt, die allerdings von Geldsorgen und dunklen Familiengeheimnissen beschattet wird.

So unterschiedlich die beiden Mädchen sind, so nahe sind sie sich.

Ein gewagtes Verwirrspiel plagt die Ermittler, die selbst nach Jahren den Fall der vermissten Ronja nicht lösen konnten. Erst als es Leni wagt, gegen ihre eigene Familie aufzubegehren, tauchen neue Spuren auf.

Johann macht dem Leser klar, dass hier wirklich nichts ist, wie es scheint. Gekonnt zieht sie ihre Leser in den Bann von Reichtum, Macht und in eine Welt aus Drogen, aus der es nur selten gelingt, auszubrechen.

Vielen Dank an blanvalet und an Jellybooks für das Rezensionsexemplar!

Nancy Springer –
Enola Holmes –
Der Fall des verschwundenen Lords

Nancy Springer – Enola Holmes und der Fall des verschwundenen Lords

Enola Holmes steckt in einem Dilemma. Ihre Mutter ist spurlos verschwunden und hat ihr nichts außer zwei nervigen, deutlich älteren Brüdern und einem zerfledderten Heft in Geheimsprache hinterlassen.

Mit Mycroft und Sherlock ist nicht zu spaßen. Enola soll demnächst eine bessere Erziehung in einem Mädcheninternat genießen. Währenddessen machen sich beide Brüder auf die Suche nach der verschwundenen Mutter.

Von der fehlt jedoch jede Spur und es stellt sich heraus, dass ihre Flucht schon vor langer Zeit geplant war. Als Enola begreift, was es mit dem geheimnisvollen Buch ihrer Mutter auf sich hat, schmiedet sie einen Plan.

Ihre Flucht verschlägt sie nach London. Dieser Moloch will so gar nicht in Enolas Vorstellung dieser wunderschönen Stadt passen und gerät mitten hinein in einen Vermisstenfall.

Inspektor Lestrate ist ratlos auf der Suche nach einem kleinen vermissten Lord und Enola trägt, verkleidet als junge trauernde Witwe, gekonnt ihre Ermittlungsergebnisse bei.

Nichtsahnend für Enola wird aus dem Vermisstenfall eine Entführung und sie selbst steht ganz oben auf der Liste der Kidnapper.

Es kommt wie es kommen muss. Doch Enola, als eine Holmes, weiß sich gekonnt zu wehren.

Mit Nancy Springer erleben wir mit Enola Holmes einen spannenden Jugendkrimi, der sich geschickt dem letzten Jahrhundert Londons bedient. Ob Hüftschmeichler, Popolster oder elende Armenhäuser, Springer macht Geschichte dank Enola Holmes wieder lebendig.

Mit viel Witz und einer gehörigen Prise Abenteuer fliehen wir mit Enola Holmes quer durch London. Ihr Einfallsreichtum, ihren feinen Witz und ihren Mut macht Lust auf weitere Geschichten. Als jüngere Schwester des Meisterdetektives Sherlock Holmes und des mysteriösen Myroft Holmes gelingt es Enola spielend, dass man dieses schlaue junge Mädchen in sein Herz schließt.

Gekonnt gelesen von Luisa Wietzorek wird Enola Holmes lebendig. Mit viel Feingefühl und gutem Gespür bin ich gespannt auf die nächste Vertonung.

Vielen Dank an „der Hörverlag“ für das Rezensionsexemplar.

Barry und Dana Stiller –
Blut

Barry und Dana Stiller – Blut

Peter verschlägt es dank seiner Bekannten Lisa diesmal nicht in entfernte und abenteuerliche Gebiete, sondern direkt in die Innenstadt von London. Dort soll er bei den Ausgrabungen auf einer Baustelle die Gebeine des ehemaligen Friedhofs begutachten.

Ungewohnt missmutig macht Peter sich an die Arbeit, als Lisa erste Ungereimtheiten entdeckt. Peters Neugierde zu wecken, gelingt Lisa nicht auf Anhieb, der mit seiner derzeitigen Situation mehr als unzufrieden ist.

Erst als die ersten Gebeine mit seltsamen Grabbeigaben auftauchen, ist auch Peters Neugierde endlich geweckt.

Die Ausgrabungen verschlagen das Team und den seltsamen Professor Small und seine Assistentin Susan etwas außerhalb des alten Grabungsortes auf einen alten ehrwürdigen Friedhof. Hier begegnen Lisa wie auch Peter mysteriösen Gestalten, blutigen Hinweisen und fragwürdigen Mumien in alten Gruften.

Eine frisch ausgeblutete Leiche bringt gehörig Schwung in die Ermittlungen und führt die beiden zu altem rumänischem Adel, dunklen Gruften und noch seltsameren Mumien.

Doch was sind das für alte Mumien und warum wird Peter von so einem unheimlichen Gefühl begleitet?

Mit Stiller und Stiller begibt man sich als Leser wieder auf abenteuerliche und historische Spuren. Man sieht London nicht mehr als chice und moderne Stadt, sondern als einen blutigen Schauplatz. Bepackt mit viel Spürsinn und mit feiner Ironie begleitet man Lisa Franks, die mutige Forscherin und Peter Conrad, dem ewigen Zweifler auf deren Ausgrabung. Beide gewohnt, das unfassbare für die Wahrheit zu halten, stehen hier vor einer ganz neuen Herausforderung. In „Blut“ gibt es so viele Verdächtige und kleine historische Nebenschauplätze, das man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Mit Lisa und Peter reise ich gerne um die Welt und erforsche gerne noch weitere Mysterien unserer Geschichte.

Vielen Dank an Barry und Dana Stiller für das weitere Conrad/Franks Abenteuer. Es war mir wie immer ein Vergnügen mit Euch zu ermitteln und Spannung pur!

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