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Schlagwort: Plan (Seite 1 von 12)

J. Courtney Sullivan –
Aller Anfang

J. Courtney Sullivan – Aller Anfang

Vier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, landen auf dem Smith College. Während Bree auf der innigen Suche nach sich selbst und einer ersten richtigen und ernsthaften Beziehung ist, schafft es Sally kaum, die Verlustängste durch den Tod ihrer Mutter zu überstehen. Celia hingegen will aus ihrem erzkatholischen Familienhaus entfliehen und April, die Tochter einer wahren Hippieübermutter kämpft mit ihrer Verbissenheit, die Welt zu verbessern.

Jede für sich genommen sind es junge mutige Frauen, die auf einem reinen Frauencollege ihren weiteren, natürlich renommierten Lebensweg bestreiten wollen. Gemeinsam hingegen können sie die Welt verändern.

Während der College Jahre begegnen die vier Freundinnen jeglichem Klischee einer Frauenuniversität und stärken ihre innige Freundschaft durch großzügige Liebe zueinander. Als Sally vor den Traualtar schreitet, zieht das erste Mal ein feiner Nebel aus Angst über die Vier. Mit dem Ende der Studienzeit und der darauf folgenden Selbstfindung begab sich jede auf ihre eigene Suche nach dem Glück, jedoch scheint nur Sally ihre wahre Bestimmung und vor allem ihren Fels in der Brandung gefunden zu haben.

Mit J. Courtney Sullivan begeben wir uns auf eine Reise zu uns selbst. Erkennen Ähnlichkeiten in den vier Freundinnen, die uns mal lieb, mal weniger reizvoll erscheinen und hoffen darauf, dass eine solche Freundschaft, wie Bree, Celia, April und Sally sie führen, für immer halten möge.

Freundschaft bedeutet auch, verzeihen zu können. Respekt im Umgang miteinander und Verständnis für das Anderssein, das gibt uns Sullivan hier großzügig mit auf die eigene Reise zu sich selbst.

Mit viel Witz und Sympathie begleitet man die vier jungen Frauen auf ihrem Lebensweg. Mutig berichtet Sullivan über die großen Feministinnen, die in unserer Weltgeschichte schon lange vor unserer Zeit für unsere Freiheiten kämpften. In einer auch heute noch männerdominierten Welt liest sich „Aller Anfang“ jedoch nicht wie ein Ratgeber für Frauen in Unterdrückung, sondern macht Mut, auch mal außergewöhnliche Pfade zu betreten. Natürlich darf auch die Liebe in diesem Roman nicht fehlen, die so vielerlei schöne Geschichten zu erzählen hat.

Ich bedanke mich bei J. Courtney Sullivan, beim Deuticke Verlag sowie bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Peter Beck –
Die Spur des Geldes

Peter Beck – Die Spur des Geldes

Winter, begnadeter Whiskey- und Katzenfan wird beauftragt, die Bankunterlagen eines toten Deutschen zu überprüfen.

Sein Arbeitgeber, eine Schweizer Privatbank ist natürlich über die Anfrage des BKAs nicht erfreut. Als Winter anfängt, Nachforschungen über den Steuersünder anzustellen, fliegen ihm die Kugeln um die Ohren. Das der Tote nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, liegt klar auf der Hand und als seine Geliebte von einem Scharfschützen niedergestreckt wird, ist die Jagd eröffnet.

Gemeinsam mit Annika, der besten Freundin der Geliebten macht sich Winter auf Spurensuche.

Seine Reise führt ihn über Deutschland, in die Türkei und von dort ins tiefste Russland. Dort macht er mehrfach Bekanntschaft mit einem widerlichen Mafiaboss. Dieser findet schnell Gefallen an Winter und setzt diesen ganz oben auf seine Abschlussliste.

Doch Winter lässt sich so schnell nicht hinters Licht und um die Ecke bringen. Mit begnadeter Hilfe der Computerspezialistin Leonie, seiner neuen Liebschaft Annika und dem deutschen Polizisten Frank gelingt es ihm, den perfiden Plan dieses größenwahnsinnigen Oligarchen aufzudecken.

Gekonnt knotet man nach und nach die losen Fäden zusammen und überlegt sich nach der letzten Seite, ob man sein Wasser jetzt aus dem Hahn oder doch lieber aus der Flasche trinken will.

Es war mir wieder ein riesiges Vergnügen, mit Tom Winter böse Menschen zu jagen. Mit großem Herz und einem offenen Ohr für den einfachen Mann, macht Tom Winter, der ehemaligen Schweizer Polizist, es einem leicht, ihn zu mögen.  N

Peter Beck gelingt es spielend mit seinem Tom Winter, James Bond wie einen kleinen dummen Schuljungen dastehen zu lassen. Sein Protagonist steht für Ehrlichkeit, Direktheit und Wertschätzung. Klischees sind hier Fehlanzeige! Ich werde wie immer die kleinen feinen Spitzen, den Kater Sheriff und die guten Sprüche vermissen.

Ich bedanke mich bei Peter Beck und dem Emons-Verlag sowie bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar, welches wieder einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek erhalten wird.

Nancy Springer –
Enola Holmes –
Der Fall des verschwundenen Lords

Nancy Springer – Enola Holmes und der Fall des verschwundenen Lords

Enola Holmes steckt in einem Dilemma. Ihre Mutter ist spurlos verschwunden und hat ihr nichts außer zwei nervigen, deutlich älteren Brüdern und einem zerfledderten Heft in Geheimsprache hinterlassen.

Mit Mycroft und Sherlock ist nicht zu spaßen. Enola soll demnächst eine bessere Erziehung in einem Mädcheninternat genießen. Währenddessen machen sich beide Brüder auf die Suche nach der verschwundenen Mutter.

Von der fehlt jedoch jede Spur und es stellt sich heraus, dass ihre Flucht schon vor langer Zeit geplant war. Als Enola begreift, was es mit dem geheimnisvollen Buch ihrer Mutter auf sich hat, schmiedet sie einen Plan.

Ihre Flucht verschlägt sie nach London. Dieser Moloch will so gar nicht in Enolas Vorstellung dieser wunderschönen Stadt passen und gerät mitten hinein in einen Vermisstenfall.

Inspektor Lestrate ist ratlos auf der Suche nach einem kleinen vermissten Lord und Enola trägt, verkleidet als junge trauernde Witwe, gekonnt ihre Ermittlungsergebnisse bei.

Nichtsahnend für Enola wird aus dem Vermisstenfall eine Entführung und sie selbst steht ganz oben auf der Liste der Kidnapper.

Es kommt wie es kommen muss. Doch Enola, als eine Holmes, weiß sich gekonnt zu wehren.

Mit Nancy Springer erleben wir mit Enola Holmes einen spannenden Jugendkrimi, der sich geschickt dem letzten Jahrhundert Londons bedient. Ob Hüftschmeichler, Popolster oder elende Armenhäuser, Springer macht Geschichte dank Enola Holmes wieder lebendig.

Mit viel Witz und einer gehörigen Prise Abenteuer fliehen wir mit Enola Holmes quer durch London. Ihr Einfallsreichtum, ihren feinen Witz und ihren Mut macht Lust auf weitere Geschichten. Als jüngere Schwester des Meisterdetektives Sherlock Holmes und des mysteriösen Myroft Holmes gelingt es Enola spielend, dass man dieses schlaue junge Mädchen in sein Herz schließt.

Gekonnt gelesen von Luisa Wietzorek wird Enola Holmes lebendig. Mit viel Feingefühl und gutem Gespür bin ich gespannt auf die nächste Vertonung.

Vielen Dank an „der Hörverlag“ für das Rezensionsexemplar.

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