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Kategorie: Krimi (Seite 1 von 153)

Melinda Mullet –
Whisky für den Mörder

Melinda Mullet – Whisky für den Mörder

Was passt besser in einen GIN-Haushalt als ein Krimi über Whisky? Die Frage war nicht schwer zu beantworten, es ist ja immerhin ein Krimi!

Abigail Logan kehrt zurück in ihre beschauliche Heimat in den Highlands. Hier gelten noch andere Regeln. Hier vertraut man sich, hier kennt man sich. Abigail, die vor kurzem die dort ansässige alte und erfolgreiche Whiskydestille geerbt hat, bot den Dorfbewohnern ausreichend Abwechslung und gleich einen Mordfall.

Ausgerechnet jetzt, wo sie sich von ihrem letzten Fotoprojekt in ihrem Heim erholen will, stolpert ihr Hund Liam über Knochen. Genug der Aufregung? Fehlanzeige. Ihr Teenieidol Rory, der Frontsänger der Rockband, ist ebenfalls zurückgekehrt.

Der beauftragt sie, seine Benefiz-Veranstaltung zu fotografieren und zieht Abigail prompt hinein in eine Reihe mysteriöser Diebstähle und Angriffe auf seine ehemaligen Bandkollegen.

Doch dem Tod entkommt niemand! Am Festivalabend kommt es zu einem weiteren Unglück.

Abigail ist hin und hergerissen. Es funkt gewaltig zwischen Grant, dem Brenner der Destille und auch für Rory stehen die Sterne nicht schlecht. Wäre da nicht Rorys Tochter Summer. Die überaus hübsche Lady verdreht allen Männern gehörig den Kopf.

Der neue Pfarrer entdeckt gleichzeitig mehrere Geheimgänge und findet dank Abigails Gespür lang verschollene Unterlagen, die die alten Geschichten gehörig durcheinanderrütteln.  

Mit Melinda Mullet reist man in die zauberhaften Highlands und zu deren alten Traditionen. Whisky als Verbindung zwischen Mord, Liebe und Leidenschaft zu schaffen, gelingt Mullet spielend.

Mit Abigail schafft sie außerdem eine äußerst sympathische Protagonistin, welche kein Abenteuer und keine alte Tradition scheut. Samt Schaaf Oscar und dem neurotischen Knochenjäger Liam kommt man nicht umhin, sich anstatt einem guten Gin dann lieber eines torfigen Whisky zu besinnen.

Ein gelungener Schottland-Krimi, der die Schlacht von Culloden, die ehrwürdigen Clans und das Nationalgetränk würdigt. Mit Witz und einer guten Portion Crime hat mich Melinda Mullet überzeugt, mir auch den ersten Teil der Krimireihe rund um Abigail Logan zu besorgen.

Vielen Dank an atb und an Melinda Mullet für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Louise Penny –
Das Dorf in den roten Wäldern

Louise Penny – Das Dorf in den roten Wäldern

Über Weihnachten hat mich Louise Penny mit ihrem Buch über Three Pines überrascht. Ihr 13. Band hat mir keine Ruhe mehr gelassen. Als Serienjunkie war ich dann doch verblüfft, dass es sich bei dem Band um ausgerechnet den 13. Teil der Gamache Krimireihe aus Kanada handelte.

Jetzt ist also auch der erste Teil „Das Dorf in den roten Wäldern“ sowie der zweite Teil in Deutschland verlegt worden.

Gamache muss sich mit einem scheinbaren Unfall beschäftigen. Die ältere Künstlerin Jane Neal wurde wohl aus Versehen vor einem Wildwechsel im Wald mit Pfeil und Bogen erschossen. Doch wo ist der Pfeil und wer hat die Tatwaffe? Fernab des Großstadttrubels leben die Bewohner in Three Pines ruhig und besinnlich ihr Leben und dies im Einklang mit der Natur.

Für Gamache, der sich mit einer neuen Polizistin in seinem Team herumärgern muss, ist schnell klar, dass es sich bei dem Unfall um einen Mord handelt, aber das Motiv macht ihm zu schaffen.

Gamache und sein Assistent Jean Guy nisten sich also in der hübschen Pension ein und beobachten die Bewohner und lernen die Kunst des Bogenschießens. Doch über diesem kleinen beschaulichen Dörfchen schwebt nunmehr der Gedanke an Mord.

Verdächtige finden sich hier zuhauf, aber die beiden Ermittler ahnen, dass das Motiv viel tiefer und der Hass, der eigentliche Grund des Mordes versteckt in einer der geheimnisvollen Seele eines Dorfbewohners liegt.

Während die Bewohner nunmehr das letzte Kunstwerk von Jane Neal betrachten und in ihrem Haus eine wahre Überraschung erleben, gerät für die junge Malerin Clara die Welt aus den Fugen.

Clara sieht wie Gamache die einzelnen Bilder Janes und beide betrachten die Szenerie nunmehr mit anderen Augen, doch Claras geschulten Blick auf Kunst kommt damit den Mörder einen Schritt zu nahe.

Mit Gamache kann man keinen Fehler machen. Dieser Gutmensch und Menschenfreund in Reinform beflügelt seine Umgebung und seine Mitarbeiter. Er sieht in allem das große Ganze, wird jedoch von dunklen Dämonen aus seiner Vergangenheit verfolgt.

Mit dieser Krimireihe hat Louise Penny einen wahrhaft fantastischen Ermittler erschaffen, bei dem es einem als Leser äußerst schwerfällt, nach einem Kapitel das Buch aus der Hand zu legen. Man bangt und hofft mit den Bewohnern von Three Pines um ihre kleine freundliche Gemeinschaft und um deren Zukunft.

Florian Harms –
Versuchung

Florian Harms – Versuchung

Dem erfolgreichen Privatermittler steht ein lukrativer Auftrag bevor. Er soll sich auf die Suche nach dem verschollenen Koch Bernhard Lieblig machen, nichtsahnend, das er dafür um die halbe Welt reisen muss.

Bepackt mit sehr dürftigen Hinweisen aus dem führenden Lebensmittelkonzern beschließt er sich erst Mal in Deutschland auf die Suche nach August, dem Sohn des Vermissten zu machen.

Bernhard Lieblig hat sich derweil aus dem verschollenen Flugzeugwrack gerettet und flieht. Er ist sich schnell darüber im Klaren, warum sein Flugzeug im Atlasgebirge zerschellte.

Für Ihn steht seine Zukunft auf dem Spiel, sollte er doch für seine Recherche der Lebensmittelindustrie zu weiteren Milliardenumsätzen dank des ultimativen Genuss verhelfen. Doch die Suche nach dem ultimativen Geschmack hatte er sich anders vorgestellt.

In Berlin angekommen muss Calanda währenddessen feststellen, dass auch August Lieblig verschwunden ist. Die Wohnung des jungen Studenten bringt ihn auf die erste richtige Spur.

Florian Harms führt uns quer durch Afrika und über die arabischen Halbinseln. Während wir uns mit Bernhard auf die ursprüngliche Reise begeben, folgen sein Sohn August und dann auch Calanda dank seiner alten großzügig gepflegten Kontakte auf dessen Spur.

August folgt den losen Brotkrumen seines Vaters und wird begleitet von abenteuerlichen Geschichten über einen ominösen uralten Geheimbund.

Calanda, sich nun ebenfalls seiner Sache und der seiner Auftraggeber sicher, lebt mittlerweile gefährlich. Nur knapp entkommt er mehreren Anschlägen.

Während Bernhard sich seinem Ziel immer klarer wird, lernt August viel über die Familiengeschichte. Es ist auf einer Reise zu seinen Ahnen und deren Überlebenswillen bringt ihn fast um den Verstand.

Alles führt, wie Harms erst die losen Fäden großzügig verteilt, zu einem dicken gemeinsamen Ende.

Mit großzügigen Geschichten aus „Tausend und einer Nacht“ wandeln wir durch den Orient, bepackt mit dem Wissen um Olivenzweige, der Gier der Lebensmittelindustrie und der müßigen Politik, die damit betrieben wird.

Harms umgarnt den Leser mit Genuss. Orientalische Küche und deren Kultur steht ganz im Vordergrund. Alles umgibt sich mit einem Hauch von Gewürzen und jahrhundertelanger Tradition.

Ich bedanke mich bei Florian Harms, bei Literaturtest sowie beim Benevento Verlag für das Rezensionsexemplar!

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