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Kategorie: Ebooks (Seite 1 von 40)

Frank Goldammer –
Vergessene Seelen

Frank Goldammer – Vergessene Seelen

Max Heller hat mit seiner Familie den Krieg nahezu unversehrt überstanden. Berlin steht vor der Teilung und die Flucht in den Westen wird erstmals hart von der SED und den Russen bestraft.

Während die Aufräumarbeiten schleppend vorangehen steht Max Heller und sein Mitstreiter Oldenburg stehen vor einem Rätsel. Die frische Leiche eines Vierzehnjährigen führt Heller in eine Familie, bei der harte Schläge und billiger Fusel an der Tagesordnung stehen.

Heller stößt während seinen Ermittlungen auf eine dubiose Jugendbande die in mehrere Diebstähle verwickelt sind. Deren Anführer steht bei Heller ganz oben auf der Liste der Verdächtigen, welche sich als unendlich lang entpuppt. Aber Heller hat nicht nur mit den Widerständen der Verdächtigen zu kämpfen, sondern plagt sich jetzt auch noch mit seinem Sohn Klaus herum. Der, mittlerweile zum Ermittler bei der Partei aufgestiegen, kommt ihm ein ums andere Mal in die Quere.

Im dritten Teil wird Heller körperlich und persönlich angegriffen und kämpft schier auf verlorenem Posten. Einzig sein unbändiger Wille, den Mord an dem Jungen und den weiterer nunmehr auftauchende Opfer aufzuklären, bringt ihn voran.

Dramatisch begeben wir uns in die Nachkriegszeit und erfahren nach und nach von diversen Gräueltaten der rückgekehrten Soldaten, bangen mit den misshandelten Kindern und Ehefrauen und hoffen, das Heller seine Selbstzweifel und sein dunkles Erbe besiegen mag.

Drogen, Gewalt und viel Leid pflastern den Weg der Ermittler. Der Druck seitens der Partei wächst und erleichtert nicht gerade die Arbeit.

Goldammers Ermittler Heller beweist auch in diesem Fall, das sich Hartnäckigkeit und gute Menschenkenntnis lohnt. Wir erleben als Leser und Hörer Dresden im Hitzesommer 1948. Der Überlebenskampf der Menschen der Nachkriegszeit und deren Kampf mit den Besetzern machen uns nur allzu deutlich, dass sich diese Vergangenheit nicht mehr wiederholen darf.

Freiheit und Frieden sind ein hohes Gut. Ich bin gespannt, wo die Reise Hellers auch nach dem Bau der Mauer hinführen wird.

Vergessene Seelen wurde wie auch die ersten beiden Teile von Heikko Deutschmann ausgezeichnet vertont.

James Hazel –
The Mayfly

James Hazel - The Mayfly
James Hazel – The Mayfly

Erst schnell aufsteigender Cop und dann wechselt er am Höhepunkt seiner Karriere ausgerechnet zur Konkurrenz.

Priest, jetzt renommierter Anwalt, bekommt ungeplanten Besuch. Dieser endet mit einer verbrannten Hand, zwei Beulen am Kopf und jeder Menge offener Fragen nach einem USB-Stick.

Wir schwenken ab in das Jahr 1945 nach Buchenwald und lernen dort Colonel Ruck kennen, der die leidvolle Aufgabe hat, alles an Akten und Unterlagen für die britische Regierung zu sichern und den Wettlauf gegen die Amerikaner zu gewinnen.

Als ein ehemaliger Kollege in der Anwaltskanzlei von Priest auftaucht und ihm einen Mord in die Schuhe schieben will, ist Priest klar, dass es sich bei dem ungeplanten Besuch um kein Versehen handelte. Von der Familie des Toten selbst beauftrag begibt sich Priest nunmehr mit Jessica, der jüngsten Tochter, auf Spurensuche.

Nach Erhalt eines Abschiedsbriefes von seinem Patenonkel kommen Priests Ermittlungen erst richtig ins Rollen, wären da nicht sein kleines privates Problem, seine Exfrau und sein mordender Bruder.

James Hazel hat mit „The Mayfly“ einen ausgezeichneten und besonders grausamen Thriller geschaffen, der die Vergangenheit nicht ruhen lässt. Gekonnte Zeiten- und Szenenwechsel führen den Leser durch die Ermittlungen von Charlie Priest, dem sympathischen Anwalt, der auf gefährlichen Pfaden seiner Vergangenheit wandelt und einem sterbenden alten Colonel des MI5, dessen Fehltritt aus dem Jahr 1945 einen grausamen und mörderischen Komplott nach sich zieht, der einem als Leser die Haare zu Berge stehen lässt.

Ich hoffe, das die Geschichte um Charlie Priest noch lange nicht zu Ende erzählt ist!

Vielen Dank an Jellybooks und an Blanvalet für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Carolin Elizabeth Talbot –
Wir drehen uns noch immer auf der Welt

Carolin Elizabeth Talbot –
Wir drehen uns noch immer auf der Welt

Emma ist mit ihrer Welt endgültig fertig. Arbeitslos und ohne Hoffnung auf einen neuen Job muss sie zurück zu ihrer Großmutter. Genau in die Einöde zurück, von wo sie nach dem Abitur einst floh.

Die Zeit rinnt dahin und um die Beziehung der beiden steht es keinen Deut besser als nach der erstmaligen Trennung, bis Emma ein kleines Tagebuch in Sütterlin findet. Sie fasst sich ein Herz und fängt an es zu lesen. Nachdem sie ihre Großmutter mit diesem kleinen Büchlein konfrontiert, bricht endlich der Damm. Der Vergangenheit stehen beide mit offenen Armen gegenüber. Der Tod Emmas Eltern und das harte Leben der Großmutter hatte lange Jahre Schatten auf diese Beziehung geworfen.

Als Emma dann auch noch David, den jungen und quirligen Spanier kennenlernt, scheint sich die Welt endlich wieder weiterzudrehen. Doch auch David, geflohen auf der Suche nach Arbeit, sieht sich auf einem langen Weg des Scheiterns. Die Beziehung wird hart auf die Probe gestellt.

Emma greift erneut zu dem alten Büchlein und wird mit der Front des ersten Weltkrieges konfrontiert. Rudolf erlebt die erste Zeit wie im Traum. Es wird gefeiert und ausgiebig gelebt. Er trauert um die Zurückgebliebenen und um seine einzig wahre Liebe. Doch die Front rückt näher und als die ersten Schüsse fallen, wird auch Rudolf klar, dass ein Leben auf dieser Welt nicht nur aus sonnigen Tagen besteht, sondern auch viel Leid und Trauer mit sich bringt.

Mit Carolin Elizabeth Talbot begeben wir uns auf die Suche nach dem Sinn in unserem Leben und auf eine lange Reise. Begleitet durch ein altes Tagebuch aus Kriegszeiten lernen wir mit Emma, David und der Großmutter verschiedene Sichtweisen und Überlebensstrategien kennen, die sich quer durch Europa und scheinbar auch durch alle Schichten zieht. Selbstfindung, Verzeihen und Liebe resultieren aus unseren Stärken und Schwächen.

Vielen Dank an Carolin Elizabeth Talbot für das Rezensionsexemplar. Es war mir wieder ein Vergnügen. Meine Rezension zum Erstlingswerk „Cloudfänger“ findet Ihr hier.

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