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Schlagwort: Gier (Seite 1 von 36)

V. S. Gerling –
Die Farm

Der vierte Fall stellt Eichborn und Wagner vor eine schwierige Entscheidung. Per Zufall stößt Nicolas Team auf einen Geldtransporterüberfall, der sich bei näherer Betrachtung nicht mehr als Einzelfall darstellt, sondern als quer durch Deutschland geplanter Raubüberfall mit Entführung. Die Pärchen, deren Ehemänner unter Druck gezwungen, Geldtransporter zu überfallen und verschwinden nach dem Überfall, genau wie die Ehefrauen, spurlos.

Als Nicolas genug Druck vom BKA zu spüren bekommt und dann auch noch alte Kontakte pflegt, ist das Team über die neuen Erkenntnisse mehr als schockiert.

Ein illegaler Organhandelsring mitten in Deutschland, genannt „die Farm“, bringt es dank guter Lobbyarbeit in Berlin und ausreichend mächtigen Kontakten zu einem Millionenumsatz.

Als die Ermittlungen feststecken, trifft Nicolas eine schwierige Entscheidung und tritt damit eine Lawine unbekannten Ausmaßes los, bei dem mehr als ein Politiker auf der Strecke bleibt und die Liste von Nicolas Feinden zum Glühen bringt.

Dank eines Tipps von Patrick, einem alten Bekannten und der Hilfe des russischen Mafiosis Fjordor geht es so atemlos spannend voran, das man als Leser mit der Aufklärung des Falls erst völlig überfordert ist und dann realisiert, das einzig Geld die Welt regiert und Menschen irgendwie auch nur Tiere sind.

Ein gelungener neuer Fall mit einem brisanten Thema!

Die Rezensionen zu dem ersten Fall findet ihr hier und zum zweiten und dritten Fall hier.

Ahmet Ümit –
Die Gärten von Istanbul

Kommissar Nevzat steht vor einem großen Rätsel. Sein Team findet an der Atatürk-Statue eine Leiche mit aufgeschlitzter Kehle. Nichts weißt weiter auf den Tatort hin bis man in der Hand des Toten, der pfeilartig vor dem Denkmal ausgebreitet daliegt, eine historische Münze auftaucht.

Zeynep, die junge Assistentin Nevzats und heimliche Freundin von Ali, Nevzats brummeligen und etwas ungestümen Kollegen beginnt mit ihrer Recherche über den Toten.

Erst als ein weiteres Opfer an einer weiteren historischen Städte samt antiker Münze auftaucht, scheint es vor Verdächtigen nur so zu wimmeln.

Beide Mordopfer waren unbeliebt, waren in dunkle Bau- und Immobilienmachenschaften verwickelt und hinterlassen nicht wirklich trauernde Familien.

Hilfe erhält Nevzat von der Exfrau des ersten Toten, einer Museumsdirektorin, die sich besonders gut mit der Historik und den Herrschern von Istanbul auskennt, aber für den Kommissar und besonders für Ali extrem verdächtig bleibt.

Die Morde gehen weiter und von den Tätern bleibt weiterhin keine Spur.

Nevzat selbst, der gerade schwer mit seiner eigenen Vergangenheit und seinen familiären Verlusten zu kämpfen hat, stolpert völlig blauäugig über die entscheidende Spur.

Die Gärten von Istanbul ist für mich kein klassischer Krimi. Die 728 Seiten der Geschichte sind mit detaillierten Beschreibungen des gegenwärtigen Istanbuls bepackt, sodass man für einen Besuch definitiv keinen Reiseführer mehr benötigt.

Auch die historischen Ausflüge in die diversen Herrscherzeiten, Numismatik und hier insbesondere in die Bauzeiten, Planungen und Zerstörungen des alten Istanbuls lassen bei Historik-Fans bei diesem Krimi die Herzen höher schlagen.

Teilweise geraten die Morde in den Hintergrund, sei es durch die detaillierten Beschreibungen der Denkmäler, Gärten und Menschen sowie den wirklich schwierigen Problemen aus der Vergangenheit Nevzats sowie dessen engstem Freundeskreis.

Für mich war der Ausflug nach Istanbul weniger spannend, was aber durch die historischen Einlagen und die Bemühungen des Autors, Verständnis für eines solch durch Krisen und Machtwechsel überforderte kleine Stück Land zu erwecken, wieder in ein ganz anderes Licht gerückt wurde.

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Jeffery Deaver –
Der Insektensammler

Der Insektensammler ist der dritte Band der Thriller-Reihe um Lincolm Rhyme und Amelia Sachs.

Licolm Rhyme hat sein Leben und sein Dasein mächtig satt und will sich endlich der schon lange geplanten Operation unterziehen. Er begibt sich auf die Reise nach North Carolina und Amelia Sachs, seine Assistentin folgt ihm.

Dort angekommen werden die Beiden gleich in einen brisanten Vermisstenfall verwickelt. Ein sonderbarer Junge wird verdächtigt, die Entführung begangen zu haben. Doch Amelia vermutet, das hier mehr dahinter steckt.

Garrett stellt sich als Hobby-Insekten-Fan heraus und findet bei Amelia scheinbar eine Gleichgesinnte und schließt sie in sein Vertrauen. Während alles darauf hindeutet, dass er der Entführer ist, begibt sich Licolms Assistentin zum dessen Leidwesen in dessen Hände und damit auch in den tiefsten Sumpf Nordamerikas.

Amelia gerät zwischen die Fronten und trifft eine fatale Entscheidung, deren Ergebnis selbst Lincolm erschüttert und erstmals an ihr zweifeln lässt. Doch für ihn gilt das Gesetz der Spuren…

In diesem Teil der Rhyme-Sachs-Thriller-Reihe ist man als Leser ganz zwiegespalten, wem man hier Glauben schenken soll. Man erlebt regelrechte Stimmungsschwankungen, fühlt mit Amelia, hasst mit Garrett und flucht mit Lincolm.

Weitere Rezensionen findet ihr hier.

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Jeffery Deaver –
Das Gesicht des Drachen

Das Gesicht des Drachen ist der vierte Band der Thriller-Reihe um Lincolm Rhyme und Amelia Sachs.

Der Geist ist zurück und versucht gerade in die USA einzureisen. Das FBI steht vor der Tür und erwartet ihn bereits. Aber dem Geist gelingt es dank seiner  meisterhaften Show vor der Küste spurlos von seinem Schiff zu verschwinden.

Bekannt dafür, keine Zeugen zu hinterlassen, begibt sich der Geist nun auf die Spur der Überlebenden. Für Lincolm Rhyme und Amelia Sachs ist klar, dass die Uhr tickt und jede Sekunde zählt um das Überleben der Zeugen zu sichern.

Die Jagd ist eröffnet, aber der Menschenschmuggler versteht sein Handwerk und legt eine Finte nach der nächsten.

In diesem Teil der Rhmye und Sachs Reihe taucht man ein wenig tiefer in das Handwerk der beiden Ermittler ein und Deaver gibt auch ein klein wenig mehr über den Killer und dessen Hintergründe bekannt, als es in den ersten drei Teilen der Reihe der Fall war.

Spannung herrscht von der ersten bis zur letzten Seite, da auf der Welt ja auch jetzt noch jeden Tag Menschen geschmuggelt werden, ist das Thema also nach wie vor aktuell.

 

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Luciano de Crescenzo –
Das Urteil des Paris

Luciano de Crescenzos „Das Urteil des Paris“ ist ein weiterer Teil aus dessen Reihe „Antike Mythen neu erzählt“.

Wer kennt nicht die Liebesgeschichte rund um den Trojanischen Krieg und Paris Leid, seine schöne Geliebte an einen anderen Mann zu verlieren?

Das sich bekanntlicherweise Frauen mal streiten, ist ja allseits bekannt, aber wenn es Göttinnen auf dem Olymp tun, sollte man aufpassen. Die allseits entscheidende Frage, wer denn die Schönste sei, traf dann einen Sterblichen. Paris traf das Schicksal und er hingegen traf die falsche Wahl und nahm das Angebot von Aphrodite an und löste damit den bedeutensten Krieg der Antike aus.

Alles was Rang und Namen hat, mischt in dieser Antiken-Soap mit und de Crescenzo hat ein Händchen dafür, mit viel Witz und mit einem Hauch Sarkasmus diese antike Mythenwelt in die unsere zu verwandeln.

Es macht einfach Spaß, in diese Antikenwelt einzutauchen und laut zu lachen!

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