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Kategorie: Historik (Seite 1 von 38)

Maria Regina Kaiser –
Hildegard von Bingen

Maria Regina Kaiser - Hildegard von Bingen

Maria Regina Kaiser – Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen hat mich schon immer fasziniert. Dank Maria Regina Kaiser erhielt ich jetzt als Leserin einen ganz besonderen Einblick in das Leben und Wirken dieser so unscheinbaren, aber durchaus mächtigen Frau, die es gekonnt verstand, ihren Willen durchzusetzen.

In der Kindheit bis zum Lebensende geplagt von einer rätselhaften Muskelerkrankung wächst die junge Hildegard von Bingen wohlbehütet als zehntes Kind auf. Ihr Leben im Kloster ist seit ihrer Geburt vorbestimmt, doch mit dem kränklichen Kind scheint es nicht gut bestellt. Sie hat Erscheinungen, Lichtblitze, hört eine ihr übermächtige Stimme und erträumt die Zukunft.

Dank ihrer Cousine Jutta gelingt ihr der Einzug in die erste Klause. Dort allerdings ist das Leben als Nonne hart und Jutta führt als Magistra ein strenges Regiment. Nur der Reichtum, die Mitgift der neuen Novizinnen, bringt das Kloster voran und macht es weit in die Ferne hin bekannt. Als Jutta stirbt und Hildegard von Bingen zur neuen Magistra gewählt wird, ändert sich alles. Ihre Weissagungen können nun endlich zu Pergament und somit in die weite christliche Welt hinausgetragen werden.

Über Hildegard von Bingen gibt es zahlreiche Kochbücher, Ernährungs- und Gartenratgeber. Interessant war es hier durch Maria Regina Kaiser etwas mehr über das Leben und Wirken der mystischen Nonne zu erfahren.

Nach Abschluss des Romans zeigt sich Hildegard von Bingen durchaus als starke Frau, die ihre Sturheit und ihren Willen gekonnt einzusetzen vermag. Mutig stellt sie sich gegen die Entscheidungen ihres Abtes, ihres Bischoffs und wenn es sein musste, auch gegen die des amtierenden Papstes.

Die Gestaltung des Covers durch Catrin Welz-Stein ist im Bezug auf die Kräuterkunde Hildegards von Bingen besonders gut gelungen.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezension bezieht sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

 

Matthias Wittekindt &
Rainer Wittkamp –
Mord im Balkanexpress

Matthias Wittekindt & Rainer Wittkamp- Mord im Balkanexpress

Matthias Wittekindt & Rainer Wittkamp- Mord im Balkanexpress

Eine Bombe, ein deutscher Spion und eine kapriziöse Wiener Schauspielerin! Achtung: Explosionsgefahr!

Die Schauspieldiva Christine und ihr Geliebter Prinz Abrecht, Spion des deutschen Geheimdienstes,  weilen gemeinsam im Jahr 1895 in Wien. In der berühmten Burg wird Kaiser Franz Josef erwartet und da darf Christine natürlich nicht fehlen. Während sich der Kaiser unerwartet verspätet und Christine darauf ein neues reizendes Angebot in Belgrad erhält, explodiert im Empfangssaal eine Bombe.

Anarchisten gehen um. Die Stimmung des Volkes droht zu kippen und die Geheimdienste sind ratlos.

Christine und Albrecht jedoch haben eine Vermutung, wer hinter diesem Attentat steckt. Doch die Zeit drängt, denn in Belgrad steht der nächste Anschlag bevor.

Die Verfolgung der Attentäter stellt das ungleiche Paar gehörig auf die Probe und mehr als einmal entkommen beide knapp dem Tod.

Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem man sich ständig fragen muss, wer hier der eigentliche Feind ist.

Die Mischung macht´s! Verschiedene Geheimdienste, Spione, ein offensichtlich machtloses Militär, rachsüchtige Anarchisten und eine gute Handvoll exzentrischer Künstler macht aus Historie einen spannenden Krimi, bei dem erstklassige Dialoge, bepackt mit feiner Ironie und einem Hauch Sarkasmus den Leser durch die Geschichte treibt.

Vielen Dank an Matthias Wittekindt und an Rainer Wittkamp sowie an den Haymon Verlag für das Rezensionsexemplar. Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe, sondern von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos erhalten habe! #Werbung, Rezension

Markus Orths –
Max

Mit Markus Orths gehen wir als Leser auf eine wunderbare Reise. Max Ernst, ein Künstler, der die Freiheit über alles in der Welt liebte und schon in der Kindheit gegen sein Elternhaus rebellierte, wächst und gedeiht 1920 in Paris. Als verarmter, zwischen Wahnsinn und Kunstsinn schwankender junger Künstler trifft er auf Gleichgesinnte.

Als der Krieg ausbricht und Hitler in Paris einmarschiert, ist Max schon auf der Flucht. Doch auch er wird von den Franzosen interniert, flieht mit mehr Glück als Verstand nach Portugal in sein finales Exil nach Amerika.

Während all dieser kunstschaffenden Jahre wird er begleitet von mutigen und großartigen Frauen, die Max erst zu dem großartigen Künstler machten, die er immer zu hoffen wagte.

Begleitet von seiner ersten Frau Lou, über eine dramatische Galapaul hinweg zu Marie-Berthe, die ihn so einiges lehrte. Mit Leonora findet er eine Gleichgesinnte und in Peggy findet er seine Rettung aus dem Exil, aber nur Dorothea hält ihn so lange am Leben.

Orths Einblick in Max Ernst so kompliziertes und künstlerisches Leben ist nicht einfach, begleitet von Flucht, Verfolgung und dem inneren Drang, Kunst zu erschaffen, gelingt es ihm aber exzellent, ein eigenes und offenes Bild von dem Menschen Max Ernst zu zeichnen.

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