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Schlagwort: Mord (Seite 1 von 45)

Ahmet Ümit –
Die Gärten von Istanbul

Kommissar Nevzat steht vor einem großen Rätsel. Sein Team findet an der Atatürk-Statue eine Leiche mit aufgeschlitzter Kehle. Nichts weißt weiter auf den Tatort hin bis man in der Hand des Toten, der pfeilartig vor dem Denkmal ausgebreitet daliegt, eine historische Münze auftaucht.

Zeynep, die junge Assistentin Nevzats und heimliche Freundin von Ali, Nevzats brummeligen und etwas ungestümen Kollegen beginnt mit ihrer Recherche über den Toten.

Erst als ein weiteres Opfer an einer weiteren historischen Städte samt antiker Münze auftaucht, scheint es vor Verdächtigen nur so zu wimmeln.

Beide Mordopfer waren unbeliebt, waren in dunkle Bau- und Immobilienmachenschaften verwickelt und hinterlassen nicht wirklich trauernde Familien.

Hilfe erhält Nevzat von der Exfrau des ersten Toten, einer Museumsdirektorin, die sich besonders gut mit der Historik und den Herrschern von Istanbul auskennt, aber für den Kommissar und besonders für Ali extrem verdächtig bleibt.

Die Morde gehen weiter und von den Tätern bleibt weiterhin keine Spur.

Nevzat selbst, der gerade schwer mit seiner eigenen Vergangenheit und seinen familiären Verlusten zu kämpfen hat, stolpert völlig blauäugig über die entscheidende Spur.

Die Gärten von Istanbul ist für mich kein klassischer Krimi. Die 728 Seiten der Geschichte sind mit detaillierten Beschreibungen des gegenwärtigen Istanbuls bepackt, sodass man für einen Besuch definitiv keinen Reiseführer mehr benötigt.

Auch die historischen Ausflüge in die diversen Herrscherzeiten, Numismatik und hier insbesondere in die Bauzeiten, Planungen und Zerstörungen des alten Istanbuls lassen bei Historik-Fans bei diesem Krimi die Herzen höher schlagen.

Teilweise geraten die Morde in den Hintergrund, sei es durch die detaillierten Beschreibungen der Denkmäler, Gärten und Menschen sowie den wirklich schwierigen Problemen aus der Vergangenheit Nevzats sowie dessen engstem Freundeskreis.

Für mich war der Ausflug nach Istanbul weniger spannend, was aber durch die historischen Einlagen und die Bemühungen des Autors, Verständnis für eines solch durch Krisen und Machtwechsel überforderte kleine Stück Land zu erwecken, wieder in ein ganz anderes Licht gerückt wurde.

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Tim Davys –
Amberville

Nicholas Taube steht auf der Todesliste und er sieht sein bisheriges Leben quasi schonungslos an sich vorbeiziehen.

Eric Bär hat jetzt einen Auftrag. Die Todesliste muss her und das so schnell wie möglich. Willommen also in Amberville. Dem kleinen bezaubernden Städtchen, dessen Einwohner alle samt und sonders Stofftiere sind.

Während Emma Kaninchen, als Erics Freundin, den „Gefallen“ seines ehemaligen Gangsterchefs ganz und gar nicht gut findet, muss jedoch Eric alle Register ziehen um ein kleines „Ermittlerteam“ zusammenzurufen.

Klar ist, jedes Stofftier wird irgendwann einmal auf dieser Liste auftauchen und dann spurlos für immer aus Amberville verschwinden, unklar ist allerdings, wer diese Liste führt. Wer fällt also dieses „Todesurteil“ für die flauschigen Stofftiere?

Tim Davys hat mit Amberville eine wirklich skurrile Paralellwelt geschaffen, in der Tauben zu Gangsterbossen und Teddybären zu Langfingern werden und man dies als Leser mit einer erstaunlichen Normalität hinnimmt, die einen bis zur letzten Seite verblüfft.

Doch nur weil es sich um schnuffige Kaninchen und putzige Teddybären handelt, heißt das nicht, dass in Ambervill alles mit rechten Dingen zu geht!

 

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Jeffery Deaver –
Der Knochenjäger

Der Knochenjäger ist der Auftakt einer Thriller-Reihe um Lincolm Rhyme, einem an seinen Rollstuhl gefesselten Ex-Polizisten und Forensikspezialisten.

Wenn die Ermittlungen still stehen oder nicht schnell genug vorangehen, wird er mit dem Fall beauftragt.

In seinem aktuellen Fall hinterlässt der Killer am Opfer einen Hinweis auf den nächsten Mord. Lincolm hat Lunte gerochen und ahnt, dass der Killer sein Spielchen mit ihm spielt. Doch Lincolm sind bei manchen Spurensuchen die Hände gebunden und so tritt eine junge Polizistin in sein Leben, die für ihn die Tatorte von nun an untersucht. Amelia Sachs, wie Lincolm Rhyme auch sehr mit sich selbst beschäftigt, lässt sich von dessen herrischem Gehabe und seinen nicht gerade freundlichen Ton nicht in die Parrade fahren.

Beide erkennen den „Vorteil“ des jeweils anderen und kommen dem Killer Schritt für Schritt näher.

Ein guter Einstieg in eine Thriller-Reihe, in der Spannung wirklich „großgeschrieben“ wird und mit wieder Erwarten sogar die Verfilmung gut gefallen hat.

 

 

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Jeffery Deaver –
Der faule Henker

Der Faule Henker ist der 5. Teil der Lincolm Rhyme & Amelia Sachs Thriller Reihe.

Wir Leser landen in einer Welt der Magie. Doch dieser bestimmte Magier, der erst eine junge Schülerin ermordet und dann in einem fensterlosen Raum spurlos verschwindet, nutzt seine Kunst nicht, um die Zuschauer zu faszinieren.

Er benutzt seine Magie für das Töten. Lincolm Rhyme und Amelia Sachs werden hinzugerufen, da die Ermittlungen stillstehen. Wie kam der Killer aus diesem Raum und wer hat geschossen?

Rhyme und Sachs sind sich klar, das dies nicht der letzte Mord dieses magischen Killers sein wird und bereiten sich vor. Doch der Killer ist ein Meister seines Fachs und das Spiel hat begonnen.

Bei Jeffery Deaver habe ich immer das Problem, das man zu viel von dem Thriller preisgibt. Beeidruckt bin ich von der Spannung die sich konsequent durch die Story zieht. Da bleibt wenig Zeit zum Atmen.

 

 

 

 

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Friedich Ani –
Der namenlose Tag

Der frisch pensionierte Ermittler Jakob Franck wird von einem alten Fall heimgesucht. Der Vater der verstorbenen Esther sucht ihn auf und bittet den bereits vor Jahren zu den Akten gelegten scheinbaren Selbstmord endlich aufzuklären.

Für Franck beginnt eine seltsame Reise durch die damalige Ermittlungsakte und durch die Geschichte der jungen Esther Winther.

Die privaten Ermittlungen führen Franck von einem „Verhör“ zum Nächsten wobei er seine ganz eigene Methode dabei anwendet, um das gewünschte Stückchen Hinweis zu erhalten.

Mit Francks Methode gelingt es dem Ermittler irgendwie auch sich selbst ein kleines Stückchen näher zu kommen.

Der Erzähler ist bemüht, den Hörer zu fesseln, aber irgendwie fehlt mir wie auch in der Printversion die Spannung.

Ein Kriminalroman der ganz anderen Art, die mir als Hörer mehr abverlangt hat, als man es von einem ganz normalen Krimi gewöhnt ist.

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