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Schlagwort: Mord (Seite 1 von 52)

Alexander Oetker –
Château Mort

Alles könnte so beschaulich sein. Erstklassiger Wein, ausgezeichnete Lagen und alte ehrwürdige Gemäuer in Familienbesitz. Doch der Kampf um gut erzeugten und besonders hochklassigen Wein ist hart.

Lucs Freund Richard bekommt das am eigenen Leib zu spüren. Er muss erweitern um an bessere Lagen zu kommen, aber geht man dafür über Leichen?

In Aquitaine, geplagt von einer fast schon unmenschlichen Hitzewelle, steht er alljährliche Marathon durch die Gärten der schönsten Châteaus bevor und Luc, Pariser Kommissar auf Heimaturlaub hat es gleich mit zwei vergifteten Läufern zu tun. Während der Präfekt gerettet werden kann, stirbt sein tags zuvor neu gewonnener Freund und Verkäufer eines altehrwürdigen Châteaus.

Die Ermittlungen sind mühsam. Den Einblick hinter die Fassade der scheinbar Schönen und Reichen, der wahren Verhältnisse in den Châteaus und die vermeintliche Beziehung zu Anouk, der hübschen Kollegin macht es Luc nicht leicht.

Mit Château Mort hat Alexander Oetker einen klassischen Lokalkrimi erschaffen, der äußerst gut recherchiert dem Hörer einen guten Einblick in die heutige Welt des Weines vermittelt und dabei natürlich nicht die Landschaft, Umgebung und die feinen Eigenheiten der Menschen im Médoc auslässt.

Frank Arnold vermittelt dem Lokalkrimi mit seiner Stimme die notwendige Spannung und überzeugt gekonnt als Meister seines Fachs.

Ich bin gespannt auf den nächsten Fall!

Antonin Varenne –
Äquator

Pete Ferguson flieht mit seinem kleinen Bruder Oliver als Deserteur quer durch Amerika, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Die Flucht, sein scheinbar einzig wahrer Lebensunterhalt, gelingt ihm ein ums andere Mal.

In Nebraska verflucht er die neuen Siedler und findet Anschluss an einen Bisonjägertrupp um auch hier erneut für seine Überzeugung einstehen zu müssen. Sein erbitterter Gerechtigkeitssinn macht ihn erneut zum Mörder und treibt ihn weiter in den Süden, gejagt von den Weißen, gehasst von den Indianern, bis nach Guatemala.

Als Spielball eines Schriftstellers und dessen Versuch, dieses geschundene Land zu retten, trifft er auf eine Verbündete. Maria, die Xinca-Indio-Frau, die zu gleichen Teilen wie Pete den Hass in sich trägt, schließt sich ihm an. Mit einer verwunschenen Vorstellung treten die beiden gemeinsam Petes letzte Reise an. Dem Ziel, die Mitte von Petes Tätowierung, am Äquator angekommen, scheint die Flucht aber auch das Leben ein Ende gefunden zu haben.

Antonin Varenne hat mit Pete Ferguson einen Mann der Gerechtigkeit erschaffen, der in der heutigen Zeit nur schwer zu finden ist.

Mit unstillbarem Hass, ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer Barmherzigkeit schließt man Pete und auch Maria in sein Herz und hofft inständig, dass Beide ihre Erlösung finden werden, auch wenn man den Verlauf der „wahren“ Geschichte kennt.

Mit wunderbaren Sätzen wie „mein Herz gehört zur Hälfte ihm. Jeder zweite Schlag habe er für ihn aufgespart“ und „Es ist schwer, ihn Schönheit zu Sterben“ fliegt man mit Pete und seinem Mustang Reunion über die Prärie hinweg in die endgültige Freiheit.


Frank Goldammer –
Tausend Teufel

Max Heller ermittelt wieder. Zwei Jahre ist Dresden nun unter russischer Herrschaft und das Leid und Elend nimmt kein Ende.  Es fehlt an Lebensmitteln, Hunger und Krankheit plagt die Deutschen während die Russen scheinbar in Saus und Braus leben.

Als ein russischer Soldat ermordet aufgefunden wird, soll Heller in dem Fall ermitteln. Er stolpert sogleich über einen weiteren toten Russen. Er und sein Kollege Werner sind gewarnt. Die Beziehung zu den beiden russischen Oberkommandanten ist gefährlich angespannt, als Heller hinter den Morden einen Komplott vermutet und den Mörder den eigenen Reihen zuschreibt.

Als Heller auf eine äußerst verwahrloste Gruppe von Kindern und Jugendliche im Wald stößt und auf die Prostituierte Fanny trifft, ergeben seine Ermittlungen plötzlich alle einen Sinn.

Frank Goldammer schildert auch in seinem zweiten Kriminalroman „Tausenteufel“ um Max Heller erstklassig und mit einer gewaltigen Vorstellungskraft das Leben der Dresdener in der russischen Besatzungszone. Die Verwahrlosung der Menschen und insbesondere der Kinder und die immer noch anhaltende Meinung, dass die Kriegsschuld natürlich nur bei den Besatzungsmächten lag, lässt einen als Leser erschauern.

Ich freue mich auf einen weiteren Teil über Max Heller, der stets einzig sich selbst treu bleibt.

Witte & Wittkamp –
Taxi nach Rügen

Rügen, die wunderschöne Insel wird von einer Oldtimer-Ralley belagert. Alles was Rang und Namen in der Szene hat und über entsprechendes Kleingeld verfügt, fährt mit. Über Nacht werden die teuersten Wägen aus der Hoteltiefgarage gestohlen während Radegast und sein Ermittlerteam eigentlich mit einem Leichenfund beschäftigt sind.

Dessen Tod stellt sich als natürliche Todesursache heraus, aber wie kam die Leiche mitten in der Nacht auf die abgelegene Landstraße? Gramzow, der selbstgefällige Taxifahrer gerät ins Visier von Radegast und der lässt nicht locker.

Die Ermittlungen gehen drunter und drüber. Jeder der Rallye-Teilnehmer scheint verdächtig. Man stolpert über einen erschossenen Schweden und über einen erschossenen Blitzer, was erneut den Taxifahrer verdächtig macht.

Mit viel Erfahrung und einer gehörigen Portion Mut ermittelt Radegast in seinem ersten Fall und ich hoffe, das noch viele weitere folgen werden.

Das Autorenteam Witte & Wittkamp habe mit „Taxi nach Rügen“ eine neue Lokalkrimireihe geschaffen, die einen neugierig auf Rügen machen und mit Radegast einen liebenswerten Ermittler entstehen lassen, dem man spannend als Leser bei dessen Ermittlungen begleitet.

Mit Seetauglichkeit kann ich zwar nicht dienen, aber die Yogamatte liegt bereit für den nächsten Fall!

 

Geoff Rodkey –
Die Legenden der Blauen Meere
Dreckswetter und Morgenröte

Egbert ist der jüngste von drei Geschwistern und lebt auf der Vulkaninsel Dreckswetter.  Meist wird er gerade von seinem älteren Bruder verdroschen oder von seiner älteren Schwester gehänselt. Er hat es also einfach nicht leicht.

Eines Tages nimmt sein Vater Egbert und seine beiden Geschwister mit auf die benachbarte Insel Morgenröte um sich dort mit seinem Anwalt zu treffen. Dort treffen sie auf den reichen Pembroke, den reichsten Bürger von Morgenröte und der umgarnt sie mit einem chicen Essen und einer Einladung auf sein Anwesen.

Nichtsahnend, dass er nur Böses im Schilde führt, begibt sich Egberts Familie auf das Anwesen. Pembroke bietet der Familie eine Ballonfahrt an, die bis auf Egbert, tödlich endet.

Egbert erkennt den Fehler seines Vaters und flieht um sein Leben. Die Rache wiegt schwer in ihm, aber die Liebe zu Pembrokes Tochter lässt ihn ein ums andere Mal zweifeln und er gerät in zweifelhafte Hände. Dort trifft er auf den einhändigen Gus und schließt nach einem verheerenden Kampf Freundschaft.

Sein Ziel: Zurück nach Dreckswetter, das Geheimnis seines Vaters lüften und Millicent nicht zu vergessen….

Ein wunderbar vertontes Hörbuch von Geoff Rodkey über den Halbpiraten Egg, seinen besten Freund Gus und die naive Millicent. Auf geht´s in das piratige Abenteuer!

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