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Schlagwort: Erpressung (Seite 1 von 3)

Christian v. Ditfurth –
Schattenmänner

Der vierte Teil „Schattenmänner“ des Ermittlertrios um Kommissar de Bodt schlägt nicht nur in Berlin gewaltige Wellen. Der Mord an einer Regierungssekretärin erregt das Aufsehen von Kommissar de Bodt. Die Ermittlungen führen das Team in die engsten Regierungskreise und schnell zum Ziel. Für de Bodt steht allerdings fest, dass der eigentliche Strippenzieher in einer ganz anderen Liga spielt.

Die Hinrichtung einer jungen Programmiererin in Frankreich und eine Fahrerflucht in Düsseldorf ergeben eine skurrile Gemeinsamkeit. Alle drei Opfer waren Mitglied in einer Facebook Katzengruppe.

Als Yussuf den entscheidenden Hinweis in den Katzenbildern findet, wird das LKA in die Luft gesprengt. De Bodt ist sich daraufhin auch ohne Hegel klar, dass er einen neuen Feind hat. Auf der Flucht, im Visier mehrerer Killerkommandos, den eigenen Reihen und im Schlepptau altbekannter französischer und russischer Freunde tritt er seinen eigenen ganz persönlichen Feldzug an.

Während sein Team einem Anschlag nach dem nächsten entkommt, tragen die Franzosen wie auch die Russen Stück für Stück zur Lösung des Falles bei, bis de Bodt klar wird, das hier im Hintergrund noch jemand agiert.

Christian v. Ditfurths Thriller bereiten dem Leser mehr als eine schlaflose Nacht. Aus scheinbar unzusammenhängenden Morden, Anschlägen und allgemeinem Zeitgeschehen bastelt der Autor in Schattenmänner eine Story, die mit Zitaten berühmter Philosophen, abenteuerlichem Kameradengeplänkel und tiefgründigem Sarkasmus stets zum bitteren Ende, der letzten Seite des Buches führt. Ehe man sich als Leser versieht, steckt man in einem politischen Grabenkrieg im Zentrum der deutschen Macht, rast mit dem Ermittlerteam durch halb Europa und hat keine Scheu, den mächtigen Gegnern die Stirn zu bieten.

Die Rezensionen der Teile 2 und 3 findet ihr unter dem entsprechenden Link.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension


Petra Ivanov –
Alte Feinde –
Flint & Cavalli

Petra Ivanov - Alte Feinde

Petra Ivanov – Alte Feinde

Der achte Teil der Krimireihe um Regina Flint und Bruno Cavallo bringt den Leser in die Südstaaten der USA. Während Bruno Cavallo versucht, einen Killer, der sein Heimatreservat heimsucht und mit einem Blasrohr alte Bekannte von ihm tötet zu schnappen, versucht Regina in der Normalität klar zu kommen. Bruno scheint seit über drei Monaten vermisst.

Doch dann steht ein neuer Mord auf der Ermittlungsliste Reginas. Ausgerechnet mit einem Revolver aus dem amerikanischen Bürgerkrieg wurde das Mordopfer erschossen. Ein Zufall?

Der Tote hatte gute Kontakte in die USA und machte sich in diversen Foren unbeliebt, was Regina dazu bewegt, vor Ort in North Carolina zu ermitteln. Das alte Ermittlerteam wirkt ohne ihren Häuptling als Führer völlig verloren. Seitens der Polizei und dem FBI werden ihr Steine in den Weg gelegt. Sie beschließt,  alleine und auf eigene Faust zu Reisen. Ihr wird klar, dass sie scheinbar niemandem mehr trauen kann. Der von Cavalli vermutete Maulwurf zieht seine Strippen.

Dieser spannende achte Teil der Flint & Cavalli Reihe von Petra Ivanov zeigt deutlich die Problematik, die in den Südstaaten der USA immer noch vorherrscht. Das Bürgerkriegsdrama scheint immer noch unumwunden und Rassenhass, auch gegenüber den indigenen Völkern steht auf der Tagesordnung.

Die Reservate hingegen haben sich mit der Neuzeit abgefunden, nutzen ihre Kontakte untereinander und verstehen die Macht von Freundschaft und Vertrauen, auch über Ländergrenzen hinaus.

Interessant fand ich die Reise Reginas, die wir teilweise im Juli selbst erlebt haben. Die Smokey Mountains stellen mit ihrem dichten Wald, beeindruckenden Wäldern und der dort gelebten Tradition ein wunderbares Urlaubsziel dar. Ob das Essen im Plant, oder im klassischen Taco Bell, Petra Ivanov hat wirklich ein Händchen für die Szenerie. Die Einfahrt Cavallis in Cherokee kam mir vor wie ein Déjà-vu.

Die Spannung in diesem Krimi führt bis zum Showdown auf der letzten Seite und macht es einem nicht leicht, danach nur noch den Epilog zu lesen. Rache verblendet die Menschen und Geld regiert immer noch die Welt.

Ich habe nunmehr den ersten und den achten Teil gelesen. Die Reihen zwei bis sieben stehen schon auf meinem Wunschzettel.

Ivanovs Krimis sind ein Muss für jeden Krimifan!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Anna Tell –
Vier Tage in Kabul

Anna Tell - Vier Tage in Kabul

Anna Tell – Vier Tage in Kabul

Amanda Lund gehört zu einem schwedischen Ermittlerteam und agiert bei Geiselnahmen als Verhandlungsführerin. Derzeit ist sie in Kabul, Afghanistan stationiert und bildet dort  einheimische Truppen aus. Mehr als einmal gerät sie unter feindlichen Beschuss.

Als zwei Mitarbeiter der schwedischen Botschaft entführt werden, wird Amanda mit den Ermittlungen vor Ort beauftragt. Das erste Treffen mit dem dortigen Botschafter Sven läuft nicht gerade wie geplant. Der aalglatte Botschafter verschweigt etwas und die Uhr tickt.

In Stockholm wird kurz vor Morgengrauen eine Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der Fall landet dank eines unfähigen Polizisten auf dem Schreibtisch von Bill, Amandas Einsatzleiter. Dieser entdeckt sogleich, dass der Tote frisch aus Kabul zurück ist.

Was hat der tote Diplomat in Stockholm mit den vermissten Mitarbeitern der Botschaft in Afghanistan zu tun? Amanda greift vor Ort vor und hält ein brisantes Fax in den Händen, was so einiges erklärt. Jetzt kann die Jagd endlich beginnen, doch weder in Afghanistan, noch in Stockholm spielen alle Beteiligten mit offenen Karten.

Für die Politik steht zu viel auf dem Spiel um den Ermittlern im In- und Ausland freie Hand zu geben, doch Afghanistan ist weit weg und Amanda hat bereits Fahrt aufgenommen.

Dieser Thriller von Anna Tell ist gewagt, brisant und könnte nicht aktueller sein. Die Ermittlungen in einem Land, welches seit Jahren unter den Kriegswirren, der Religion, dem florierenden Drogenhandel und der Armut leidet, stellen alle Beteiligten vor eine schwierige Aufgabe: Wer ist Freund und wer ist hier eigentlich der Feind?

In Amanda Lund sehen wir eine moderne schwedische Frau. Gut ausgebildet in einer Männerwelt nähert sie sich konsequent ihrem Ziel und legt somit ein wenig Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan.

Der Wiederaufbau und die Stabilisierung dieses Landes können also nur gelingen, in dem alle Einsatzkräfte gemeinsam dazu beitragen und einzelne politische Interessen für lange Zeit erstmal in den Hintergrund treten.

Ich hoffe doch sehr auf einen weiteren Teil des Ermittlerteams Amanda & Bill und freue mich jetzt schon auf atemlose Spannung.

Vielen Dank an Jellybooks und an Rowohlt für das Rezensionsexemplar!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

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