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Schlagwort: Schweiz (Seite 1 von 4)

Florian Harms –
Versuchung

Florian Harms – Versuchung

Dem erfolgreichen Privatermittler steht ein lukrativer Auftrag bevor. Er soll sich auf die Suche nach dem verschollenen Koch Bernhard Lieblig machen, nichtsahnend, das er dafür um die halbe Welt reisen muss.

Bepackt mit sehr dürftigen Hinweisen aus dem führenden Lebensmittelkonzern beschließt er sich erst Mal in Deutschland auf die Suche nach August, dem Sohn des Vermissten zu machen.

Bernhard Lieblig hat sich derweil aus dem verschollenen Flugzeugwrack gerettet und flieht. Er ist sich schnell darüber im Klaren, warum sein Flugzeug im Atlasgebirge zerschellte.

Für Ihn steht seine Zukunft auf dem Spiel, sollte er doch für seine Recherche der Lebensmittelindustrie zu weiteren Milliardenumsätzen dank des ultimativen Genuss verhelfen. Doch die Suche nach dem ultimativen Geschmack hatte er sich anders vorgestellt.

In Berlin angekommen muss Calanda währenddessen feststellen, dass auch August Lieblig verschwunden ist. Die Wohnung des jungen Studenten bringt ihn auf die erste richtige Spur.

Florian Harms führt uns quer durch Afrika und über die arabischen Halbinseln. Während wir uns mit Bernhard auf die ursprüngliche Reise begeben, folgen sein Sohn August und dann auch Calanda dank seiner alten großzügig gepflegten Kontakte auf dessen Spur.

August folgt den losen Brotkrumen seines Vaters und wird begleitet von abenteuerlichen Geschichten über einen ominösen uralten Geheimbund.

Calanda, sich nun ebenfalls seiner Sache und der seiner Auftraggeber sicher, lebt mittlerweile gefährlich. Nur knapp entkommt er mehreren Anschlägen.

Während Bernhard sich seinem Ziel immer klarer wird, lernt August viel über die Familiengeschichte. Es ist auf einer Reise zu seinen Ahnen und deren Überlebenswillen bringt ihn fast um den Verstand.

Alles führt, wie Harms erst die losen Fäden großzügig verteilt, zu einem dicken gemeinsamen Ende.

Mit großzügigen Geschichten aus „Tausend und einer Nacht“ wandeln wir durch den Orient, bepackt mit dem Wissen um Olivenzweige, der Gier der Lebensmittelindustrie und der müßigen Politik, die damit betrieben wird.

Harms umgarnt den Leser mit Genuss. Orientalische Küche und deren Kultur steht ganz im Vordergrund. Alles umgibt sich mit einem Hauch von Gewürzen und jahrhundertelanger Tradition.

Ich bedanke mich bei Florian Harms, bei Literaturtest sowie beim Benevento Verlag für das Rezensionsexemplar!

Peter Beck –
Die Spur des Geldes

Peter Beck – Die Spur des Geldes

Winter, begnadeter Whiskey- und Katzenfan wird beauftragt, die Bankunterlagen eines toten Deutschen zu überprüfen.

Sein Arbeitgeber, eine Schweizer Privatbank ist natürlich über die Anfrage des BKAs nicht erfreut. Als Winter anfängt, Nachforschungen über den Steuersünder anzustellen, fliegen ihm die Kugeln um die Ohren. Das der Tote nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, liegt klar auf der Hand und als seine Geliebte von einem Scharfschützen niedergestreckt wird, ist die Jagd eröffnet.

Gemeinsam mit Annika, der besten Freundin der Geliebten macht sich Winter auf Spurensuche.

Seine Reise führt ihn über Deutschland, in die Türkei und von dort ins tiefste Russland. Dort macht er mehrfach Bekanntschaft mit einem widerlichen Mafiaboss. Dieser findet schnell Gefallen an Winter und setzt diesen ganz oben auf seine Abschlussliste.

Doch Winter lässt sich so schnell nicht hinters Licht und um die Ecke bringen. Mit begnadeter Hilfe der Computerspezialistin Leonie, seiner neuen Liebschaft Annika und dem deutschen Polizisten Frank gelingt es ihm, den perfiden Plan dieses größenwahnsinnigen Oligarchen aufzudecken.

Gekonnt knotet man nach und nach die losen Fäden zusammen und überlegt sich nach der letzten Seite, ob man sein Wasser jetzt aus dem Hahn oder doch lieber aus der Flasche trinken will.

Es war mir wieder ein riesiges Vergnügen, mit Tom Winter böse Menschen zu jagen. Mit großem Herz und einem offenen Ohr für den einfachen Mann, macht Tom Winter, der ehemaligen Schweizer Polizist, es einem leicht, ihn zu mögen.  N

Peter Beck gelingt es spielend mit seinem Tom Winter, James Bond wie einen kleinen dummen Schuljungen dastehen zu lassen. Sein Protagonist steht für Ehrlichkeit, Direktheit und Wertschätzung. Klischees sind hier Fehlanzeige! Ich werde wie immer die kleinen feinen Spitzen, den Kater Sheriff und die guten Sprüche vermissen.

Ich bedanke mich bei Peter Beck und dem Emons-Verlag sowie bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar, welches wieder einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek erhalten wird.

Petra Ivanov – Kalte Schüsse

Petra Ivanov – Kalte Schüsse

Regina hat es endlich auf eine neue Position geschafft. Während Sie dort allerdings mit Neid, Missgunst und Unfairness kämpft, steckt Cavalli in einem neuen Fall. Ausgerechnet Reginas neue Kollegin wird Cavallis Team zugeteilt und bringt somit auch noch Eifersucht mit ins Spiel.

Die Tote, eine junge Kickboxerin, wurde mit einem Deformationsgeschoss hingestreckt und der Täter hinterließ keine erkennbaren Spuren. Erst als eine einsame alte Dame mit der gleichen Schusswunde aufgefunden wird, kommt der Fall ins Rollen.

Regina allerdings kämpft scheinbar auf verlorenem Posten. Sie ist überfordert mit der Hochzeit Pileckis und gerät auf der Suche nach einem Geschenk für deren Tochter Katja in einen Diebstahl. Marco, der junge Polizist schnappt sich den Dieb, nichtsahnend, dass er damit sein Todesurteil unterzeichnet hat.

Cavallis Team steckt fest. Weitere Leichen pflastern den Weg der Ermittler und erst als Regina dank ihrer ganz privaten Ermittlungen im Mordfall Marco endlich die Zusammenhänge versteht, geschieht das Unfassbare.

Mit Petra Ivanov begibt man sich nicht einfach so in eine polizeiliche Ermittlung in einem Mordfall.

Man begibt sich mit „Kalte Schüsse“ in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Gespickt mit unglaublicher Gier und Macht schildert Ivanov durch das Ermittlerteam Regina Flint und Bruno Cavalli, das oft viel tiefere Abgründe hinter einem Mord liegen. Drogenschmuggel und Bandenkriminalität sind auf dem Vormarsch und die Polizei kann kaum etwas dagegen aufbringen. Trotz internationaler Vernetzung gelingt es nur schwer, die führenden Köpfe langfristig hinter Gitter zu bringen. Oft scheint es hoffnungslos, überhaupt an die Banden heranzukommen.

Die Gier nach Geld und Reichtum zieht Organisationen nach sich, die für Außenstehende kaum nachvollziehbar sind und erleichtern somit das Handeln der Kriminellen in einem Ausmaß, das vielen von uns verborgen bleibt.

Regina sieht sich in diesem Fall auch mit ihrer Familie und der Beziehung zu Bruno stark konfrontiert und hat Mühe, ihren eigenen und ganz neuen Weg zu gehen. Pilecki durchlebt mit seiner neuen Ehefrau und deren Kind ganz neue Gefühle und Dramen, die ihn zu einem ganz anderen Menschen machen und Cavalli beginnt, sich mit seiner eigenen Familie endlich auseinanderzusetzten.

„Kalte Schüsse“ ist der dritte Teil der Regina Fling und Bruno Cavalli Reihe.

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