tinaliestvor

books and more

Schlagwort: Amerika (Seite 1 von 3)

Martin Amanshauser –
Die Amerikafalle

Wir lieben sie, wir hassen sie. Nichts spaltet einen Menschen so sehr wie die USA. Ich kann mich Martin Amanshauser nur anschließen und stelle mir bei meinen Besuchen dort vor, das Barak Obama immer noch der Präsident dieser ach so großen Nation ist.

Mit „Die Amerikafalle“ hat Martin Amanshauser eine wunderbare Lektüre geschaffen, die sich nicht als Reiseführer, sondern als „Amerika-Versteher“ versteht.

Wie ticken die Amerikaner und wie gelingt es ihnen in den wirklich schwierigsten und abwegigsten Situationen immer freundlich zu bleiben? Warum herrschen dort In- und Outdoor so derart unterschiedliche Temperaturen und was um Gottes Namen will uns Trump eigentlich vormachen?

Mit einer Engelsgeduld und feiner gezielter Aufmüpfigkeit macht sich Amanshauser auf in die dunkle und unverkennbare Welt des großen Amerikas, durch Touristenmagnete, fernab von Highways und auf einen Unicampus, für den es sicherlich mehr Verhaltensregeln gibt, als unsere Gesetzbücher Paragraphen hat.

Mit viel Freude habe ich mich in diesem Buch wiedergefunden. Dank eines Trips quer durch Florida, den Rentner- und Touristenstaat Amerika haben wir uns nach Kalifornien gewagt. Auch hier quer durch den Staat lernt man die scheinbare Leichtigkeit des Lebens, wie nett und höflich andere Menschen sein können und wo man stets den besten Burger bekommt.

Zurück in Good old Germany packt einen kurz nach der Landung die Sehnsucht nach den unendlichen Weiten und dem Übermaß an Freiheit bis einen die ersten Tweets des amtierenden Präsidenten wieder in die Realität zurückholen.

Stefan Kämpfen –
Machos, Macheten & Mojitos

Eddie macht sich mit seiner Freundin Puppe auf den Weg,  Zentralamerika mit dem Rucksack zu bereisen.

Mit mehr oder weniger guten Spanisch-Kenntnissen und einem vollbepackten Trackingrucksack geht es auf in die wahre Welt.

Sechs Länder gilt es zu bereisen und als Leser wird einem schnell klar, dass die geplante Reise zwar verlockend klingen mag, aber Eddies und Puppes Reiseschilderungen einen klar machen, dass man als normaler Tourist bei dieser Reise sein Ende finden wird.

Die Rache des Montezuma, Moskitos und gefährliche Früchte bahnen den Weg der Beiden und es gilt pro Land mindestens zehn weitere Abenteuer zu bestehen.

Witzig und mit einem gehörigen Schuss Sarkasmus führt uns Stefan Kämpfen auf eine ganz „normale“ Rucksackreise, die für einige Leser sicherlich als Anreiz für den nächsten Trip dient, mir aber klar macht, das ich auf nette Bed & Breakfast Hotels und auf einen 4×4 Mietwagen nicht verzichten will.

Carol O´Connell –
Such mich!

Nr. 7 der Kathy Mallory Reihe!

Kathy Mallory ist unauffindbar. Ihr Kollege Riker findet in ihrer Wohnung eine Frauenleiche und ahnt nichts Gutes. Mallory begibt sich auf einen ganz besonderen Roadtripp auf die Route 66 und stößt gleich zu Beginn auf eine frisch abgelegte Leiche.

Eine Leiche in Chicago am Straßenrand selbst wäre nichts Besonderes, aber bei dieser wurde die linke Hand durch eine skelettierte Kinderhand ausgetauscht.

Als weitere Kinderleichen auftauchen und Mallory auf einen seltsamen Tross von Menschen stößt, wird ihr einiges klar.

Als Riker, ihr Kollege samt Charles zu Mallory aufschließen, übernimmt das FBI den Fall und die Hölle bricht los.

Ein gewohnt spannender Thriller aus der Feder von Carol O´Connell bei dem Kathy Mallory das erste Mal gehörig Federn lässt und selbst ihr Freund Charles an ihr zu zweifeln beginnt. Dieser Roadtrip auf der Suche nach ihren leiblichen Vater zeigt Seiten an Mallory, die der Leser bisher noch nicht kannte.

Die Autorin hat ein dunkles Thema der amerikanischen Geschichte aufgetan. Die unglaubliche Menge an spurlos vermisster Kinder, deren Eltern sich gemeinsam auf eine Suche ins Nirgendwo begeben und dabei kein gutes Licht auf die Ermittlungsarbeiten des FBIs werfen und aufzeigen, das dieser Konkurrenzkampf und das Machtgerangel verschiedener Polizeibehörden über Staatsgrenzen hinweg zu viel Leid beigetragen haben.

 

 

Katja Eichinger –
Amerikanisches Solo

Katja Eichinger hat sich bemüht, ihrem berühmten Namen gerecht zu werden. Allerdings scheint mir ihr Debutroman nicht so wirklich gelungen und der Druck, der natürlich auf diesem Namen lastet scheint immens.

Ein alternder Jazzmusiker entführt seine junge Nachbarin mit der Hoffnung, diese von seinem Lebenssinn zu überzeugen und sie dank seiner gehirnwäscheartigen Dialoge willig zu machen. Es geht hin und her und beide Protagonisten sind mit sich schon so selbstbeschäftigt, das ich die Story als Leser irgendwie nicht wirklich ernst nehmen konnte.

Jeder, der mal in Hollywood war, kennt natürlich die wirklich gut beschriebene Szenerie von Katja Eichinger, aber das war auch wirklich das einzige, was ich gelungen fand, man fand sich selbst wieder.

Klischees werden hier zu perfekt bedient als das sich die Charaktere richtig entwickeln könnten.

Leider hat für mich als David-Lynch Fan der Inhalt nicht wirklich auf dessen Gerne hingeführt.

Katja Kessler –
Silicon Wahnsinn

Katja Kessler bringt es auf den Punkt. img_20161107_180617Der Ehemann muss für ein Jahr beruflich nach San Francisco und Frau und vier Kinder hinterher. Doch alles kommt in Amerika natürlich anders als man denkt. Das Leben ist eines der Härtesten und Frau Kessler ist sichtlich bemüht, einigermaßen einen Alltag zu schaffen.

Witzig, mit viel Ironie und Eigenbetrachtung ein ungewollter Reiseführer in „God bless america“….

Ältere Beiträge

© 2018 tinaliestvor

Theme von Anders NorénHoch ↑