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Schlagwort: Amerika (Seite 1 von 5)

Beatriz Williams –
Die letzten Stunden des Sommers

Pepper Schuyler hat ein schwerwiegendes Problem. Schwanger von einem namhaften Washingtoner Politiker flieht sie von dessen Anwälten, die sie um ihr ungeborenes Kind berauben wollen.

Auf der Flucht wird sie von Annabelle gerettet, die ihr ihren stattlichen Oldtimer abkauft und sie somit zumindest finanziell vor dem Ruin bewahrt.

Sie lädt Pepper zu sich ein und die Geschichte um Annabelle, der amerikanischen Jüdin beginnt.

Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges verliebt sich die junge und unbescholtene Annabelle in den jungen Stefan, den sie nach einem Kugelhagel auf dessen Yacht verarztet und sich unsterblich verliebt.

Die Affäre währt nur kurz, endet mit einem gebrochenen Herzen und einer unverhofften Schwangerschaft.

Gerettet wird Annabelle von Johann von Kleist, einem deutschen Militär und Adligen, der dem Witwertum mit der begabten Annabelle entfliehen will und ihr eine unbeschwerte Zukunft und einen Vater für das uneheliche Kind verspricht.

Als in Deutschland Hitler seine Pläne umsetzt erfährt Annabelle von Stefans Vergangenheit und muss trifft eine weittragende Entscheidung.

Ein wunderbarer Roman von Beatriz Williams über zwei Frauen, die sich über eine Generation hinweg so ähnlich sind und ihresgleichen suchen und schließlich finden.

Mit Pepper erleben wir eine wagemutige junge Frau, die das Leben schon längst verstanden hat und in Annabelle eine Frau, für die Liebe und Familie einfach alles bedeutet und hinweg über die Trümmer Deutschlands, einer versagten Liebe und einem unverhofften Wiedersehen sich endlich der Vergangenheit stellen kann.

Mein Lieblingssatz aus diesem Buch stammt von Sacha Guitry: »Wenn dir ein Mann die Frau stiehlt, gibt es keine bessere Rache, als sie ihm zu überlassen.«


Martin Amanshauser –
Die Amerikafalle

Wir lieben sie, wir hassen sie. Nichts spaltet einen Menschen so sehr wie die USA. Ich kann mich Martin Amanshauser nur anschließen und stelle mir bei meinen Besuchen dort vor, das Barak Obama immer noch der Präsident dieser ach so großen Nation ist.

Mit „Die Amerikafalle“ hat Martin Amanshauser eine wunderbare Lektüre geschaffen, die sich nicht als Reiseführer, sondern als „Amerika-Versteher“ versteht.

Wie ticken die Amerikaner und wie gelingt es ihnen in den wirklich schwierigsten und abwegigsten Situationen immer freundlich zu bleiben? Warum herrschen dort In- und Outdoor so derart unterschiedliche Temperaturen und was um Gottes Namen will uns Trump eigentlich vormachen?

Mit einer Engelsgeduld und feiner gezielter Aufmüpfigkeit macht sich Amanshauser auf in die dunkle und unverkennbare Welt des großen Amerikas, durch Touristenmagnete, fernab von Highways und auf einen Unicampus, für den es sicherlich mehr Verhaltensregeln gibt, als unsere Gesetzbücher Paragraphen hat.

Mit viel Freude habe ich mich in diesem Buch wiedergefunden. Dank eines Trips quer durch Florida, den Rentner- und Touristenstaat Amerika haben wir uns nach Kalifornien gewagt. Auch hier quer durch den Staat lernt man die scheinbare Leichtigkeit des Lebens, wie nett und höflich andere Menschen sein können und wo man stets den besten Burger bekommt.

Zurück in Good old Germany packt einen kurz nach der Landung die Sehnsucht nach den unendlichen Weiten und dem Übermaß an Freiheit bis einen die ersten Tweets des amtierenden Präsidenten wieder in die Realität zurückholen.

Stefan Kämpfen –
Machos, Macheten & Mojitos

Eddie macht sich mit seiner Freundin Puppe auf den Weg,  Zentralamerika mit dem Rucksack zu bereisen.

Mit mehr oder weniger guten Spanisch-Kenntnissen und einem vollbepackten Trackingrucksack geht es auf in die wahre Welt.

Sechs Länder gilt es zu bereisen und als Leser wird einem schnell klar, dass die geplante Reise zwar verlockend klingen mag, aber Eddies und Puppes Reiseschilderungen einen klar machen, dass man als normaler Tourist bei dieser Reise sein Ende finden wird.

Die Rache des Montezuma, Moskitos und gefährliche Früchte bahnen den Weg der Beiden und es gilt pro Land mindestens zehn weitere Abenteuer zu bestehen.

Witzig und mit einem gehörigen Schuss Sarkasmus führt uns Stefan Kämpfen auf eine ganz „normale“ Rucksackreise, die für einige Leser sicherlich als Anreiz für den nächsten Trip dient, mir aber klar macht, das ich auf nette Bed & Breakfast Hotels und auf einen 4×4 Mietwagen nicht verzichten will.

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