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Schlagwort: Sehnsucht (Seite 1 von 39)

Petra Ivanov –
Die Entführung

Petra Ivanov – Entführung

Pal Palushi liegt sein neues Mandat als Strafverteidiger schwer im Magen. Der junge Muslim soll die junge Lara Blum entführt haben und schweigt seit seiner Inhaftierung.

Während Pal versucht, sich aus den Fängen der Ermittler zu ziehen und eine Beziehung zum Wohl der Entführten zu seinem Klienten aufzubauen, kehrt seine Freundin Jasmin Meyer aus dem fernen Thailand zurück.

Ihr Versuch, die zurückliegende dreimonatige eigene Entführung zu verarbeiten gelang ihr zumindest in Thailand außergewöhnlich gut. Doch jetzt zurück in der Schweizer Realität kehren die bösen Dämonen zurück. Pal, sichtlich gerührt von dem Angebot der Unterstützung, versucht jedoch, das Schlimmste von Jasmin fernzuhalten.

Von Lara Blum hat die Polizei immer noch keine Spur und nur dank Pals Eingreifen und Jasmins Zuarbeit als ehemalige Polizistin führt endlich ein scheinbar kleiner Wink alle gemeinsam ins Herz der muslimischen Gemeinde.

Nichtsahnend hat sich Pal mit der Staatsanwältin eine neue Feindin gemacht, die auf allen Fronten gleichzeitig zu kämpfen scheint. Doch offener Krieg mit der Polizei kommt für den Exkosovaren Pal nicht in Frage.

Als Rinor, Pals Neffe und Patenkind sich immer mehr zurückzieht, hängt auch in der eigenen Familie der Haussegen schief. Doch Rinor hat nicht wieder erwarten eine Freundin gefunden, sondern ist in die Fänge einer islamistischen Splittergruppe geraten.

Pal wird von allen Seiten beschossen und Jasmin unterstützt ihn, auch mit der Hilfe ihrer alten Kollegen vom Leib und Leben wo sie nur kann.

Die Uhr für Lara Blum tickt und die Zeit wird knapp. Jasmin möchte unter keinen Umständen, dass ein Mensch ihr eigenes Schicksal erneut erleben muss.

Petra Ivanov schafft es wie immer gleich auf Anhieb, dass man ihre Hauptprotagonisten einfach mögen muss. Während ich mit Jasmin bereits in den Bänden mit Flint & Cavalli Bekanntschaft gemacht habe, zeigt sich Pal als Mensch, der sichtlich um das Wohl seiner Mandanten bemüht ist. Ob schuldig oder nicht, das spielt für Pal keine Rolle.

Der Zwiespalt der integrierten Familien zeigt sich gut in der Art und Weise, wie stark auch Pals Familie noch von den Zwängen aus der alten Heimat verfolgt wird. Es entbrennt ein oberflächlicher Krieg zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen und dieser zieht eine Spur von Hasspredigern, Extremisten und Splittergruppen mit sich, die unsere offene Kultur mit Argwohn und mit strengem Glauben und alten Verhaltensmustern entgegnen.

Ich bedanke mich bei Literaturtest sowie bei Petra Ivanov für den vierten Teil von Meyer & Palushi.

Timo Erdbrügger –
Von Dortmund bis Bremen

Timo Erdbrügger – Von Dortmund bis Bremen

Über Umwege ….

Sabrina, die junge Vollblutitalienerin verdreht Timo gehörig den Kopf.

Liebe auf den ersten Blick? Gibt es sie, gibt es sie nicht? Nach dem ersten Kennenlernen Sabrinas stellt sich diese Frage für Timo.

Timo will mit seiner Fitnessapp vorankommen und sieht in Thomas den noch fehlenden Part an der Entwicklung. Dieser lädt ihn zu einem Wochenende in Bremen ein. Dort trifft Timo dann auf Sabrina und ist es um ihn geschehen?

Eins führt zum anderen und für beide stellt sich die Frage nach diesem etwas anders geplanten Wochenende. War es das? Will ich ein Wiedersehen?

Für Timo geht es allerdings erst mal mit dem Motorrad auf einen langen Trip in den Norden. Doch Sabrina hat ihm so gehörig den Kopf verdreht, dass er die Tour ungeplant und mit vollem Kopf antritt, was er sogleich bereut.

Er hofft täglich auf eine Rückmeldung von Sabrina und besinnt sich dann aber wieder, sich mit seiner Reise zu beschäftigen. Erst als sich Sabrina langerseht zurückmeldet entscheidet Timo sich für den nächsten Schritt.

Timo Erdbrügger schafft es, die Liebe auf den ersten Blick auf den Punkt zu bringen. Seine Liebe zu Sabrina fasst er in Gedichte und erzählt detailgenau aus seinem Leben. Die Vergangenheit scheint für ihn und Sabrina stillzustehen.

Es zählt der reine einzigartige Moment. Sehr offen erzählt Timo Erdbrügger in seinen Gedichten von seiner Liebe zu seiner Sabrina.

Doch was wird die Zukunft bringen? Ein großes Abenteuer liegt vor den beiden! Ich bin mir sicher, dass beide diese ohne große Umwege bewältigen werden.

Vielen Dank an Timo Erdbrügger für das Rezensionsexemplar. Ich finde es immer sehr mutig, wenn Menschen Ihre ganz persönliche Geschichte erzählen.

Yrsa Daley-Ward –
Alles, was passiert ist

Yrsa Daley-Ward

Marcia Daley-Ward reist hochschwanger als Jugendliche endlich nach England. Ihr von ihren Eltern so gottgelobtes Land preist sich jedoch für Marica nicht gerade als neue Heimat an. Im harten Glauben der Adventisten kann Marcia, schwanger und alleinstehend, nicht gerade mit Frömmigkeit punkten.

Die Flucht nach vorn, weg von ihren Eltern bietet ihr immerhin einen Job als Krankenschwester. Dauermüde von endlosen Nachtschichten und herrischen Männern steht die nächste Schwangerschaft an. Yrsa betritt das Licht der Welt unter keinem guten Stern. Ausgesetzt bei den Großeltern scheint kein Entkommen aus dieser trostlosen Ecke Nordenglands.

Yrsa ist einfach zu schön um wahr zu sein. Verlockend lange Beine und ein hübsches Gesicht stehen in Konkurrenz zur Mutter, die innerlich darum fleht, dass ihre kleine Yrsa endlich zu verstehen mag.

Für manche Menschen ist die Schönheit ein Traum, für Yrsa ein Fluch. Sie gerät natürlich auf Abwege, beherrscht Männer mit Sex und anderen Verlockungen.

Geplagt von der Vergangenheit und gepeinigt von der kommenden Zukunft besteht Yrsa ihre härteste Probe. Ihr jüngerer Bruder, hochbegabt und unbeirrbar, braucht ihre Hilfe. Machtlos sieht sich Yrsa die Abstürze ihres „Little Roo“ gnadenlos mit an. Erst nach dem Krebstod der Mutter erkennt sie endlich eine Wendung in ihrem Leben.

Mein Fazit

Yrsa Daley-Ward macht es einem als Leser nicht leicht. Man steckt fest zwischen Lyrik, fieser Wahrheit und dem Traum nach einem Einhorn fest. Was bringt ein solches Leben, wieso erscheint kein edler Retter?

Auswirkungen der Flucht ziehen nicht enden wollende Fäden durch das Leben dieser jungen gnadenlosen Frau, die stets versucht, endlich und endgültig ihr eigenes Leben zu finden.

Der herrschenden männlichen Dominanz ergibt sich Yrsa so oft, dass man inständig als Leserin hofft, dass irgendwann das Erwachen mit einem lauten Paukenschlag kommt. Wer in diesem Buch das Glück sucht, ist verloren. Man gerät in eine Welt von der man hofft, dass diese, wie auch das Einhorn nur ein unglaublich fieser Traum war.

Ich bedanke mich herzlich bei Blumenbar und bei Yrsa Daley-Ward für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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