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Schlagwort: Sehnsucht (Seite 1 von 39)

Timo Erdbrügger –
Von Dortmund bis Bremen

Timo Erdbrügger – Von Dortmund bis Bremen

Über Umwege ….

Sabrina, die junge Vollblutitalienerin verdreht Timo gehörig den Kopf.

Liebe auf den ersten Blick? Gibt es sie, gibt es sie nicht? Nach dem ersten Kennenlernen Sabrinas stellt sich diese Frage für Timo.

Timo will mit seiner Fitnessapp vorankommen und sieht in Thomas den noch fehlenden Part an der Entwicklung. Dieser lädt ihn zu einem Wochenende in Bremen ein. Dort trifft Timo dann auf Sabrina und ist es um ihn geschehen?

Eins führt zum anderen und für beide stellt sich die Frage nach diesem etwas anders geplanten Wochenende. War es das? Will ich ein Wiedersehen?

Für Timo geht es allerdings erst mal mit dem Motorrad auf einen langen Trip in den Norden. Doch Sabrina hat ihm so gehörig den Kopf verdreht, dass er die Tour ungeplant und mit vollem Kopf antritt, was er sogleich bereut.

Er hofft täglich auf eine Rückmeldung von Sabrina und besinnt sich dann aber wieder, sich mit seiner Reise zu beschäftigen. Erst als sich Sabrina langerseht zurückmeldet entscheidet Timo sich für den nächsten Schritt.

Timo Erdbrügger schafft es, die Liebe auf den ersten Blick auf den Punkt zu bringen. Seine Liebe zu Sabrina fasst er in Gedichte und erzählt detailgenau aus seinem Leben. Die Vergangenheit scheint für ihn und Sabrina stillzustehen.

Es zählt der reine einzigartige Moment. Sehr offen erzählt Timo Erdbrügger in seinen Gedichten von seiner Liebe zu seiner Sabrina.

Doch was wird die Zukunft bringen? Ein großes Abenteuer liegt vor den beiden! Ich bin mir sicher, dass beide diese ohne große Umwege bewältigen werden.

Vielen Dank an Timo Erdbrügger für das Rezensionsexemplar. Ich finde es immer sehr mutig, wenn Menschen Ihre ganz persönliche Geschichte erzählen.

Yrsa Daley-Ward –
Alles, was passiert ist

Yrsa Daley-Ward

Marcia Daley-Ward reist hochschwanger als Jugendliche endlich nach England. Ihr von ihren Eltern so gottgelobtes Land preist sich jedoch für Marica nicht gerade als neue Heimat an. Im harten Glauben der Adventisten kann Marcia, schwanger und alleinstehend, nicht gerade mit Frömmigkeit punkten.

Die Flucht nach vorn, weg von ihren Eltern bietet ihr immerhin einen Job als Krankenschwester. Dauermüde von endlosen Nachtschichten und herrischen Männern steht die nächste Schwangerschaft an. Yrsa betritt das Licht der Welt unter keinem guten Stern. Ausgesetzt bei den Großeltern scheint kein Entkommen aus dieser trostlosen Ecke Nordenglands.

Yrsa ist einfach zu schön um wahr zu sein. Verlockend lange Beine und ein hübsches Gesicht stehen in Konkurrenz zur Mutter, die innerlich darum fleht, dass ihre kleine Yrsa endlich zu verstehen mag.

Für manche Menschen ist die Schönheit ein Traum, für Yrsa ein Fluch. Sie gerät natürlich auf Abwege, beherrscht Männer mit Sex und anderen Verlockungen.

Geplagt von der Vergangenheit und gepeinigt von der kommenden Zukunft besteht Yrsa ihre härteste Probe. Ihr jüngerer Bruder, hochbegabt und unbeirrbar, braucht ihre Hilfe. Machtlos sieht sich Yrsa die Abstürze ihres „Little Roo“ gnadenlos mit an. Erst nach dem Krebstod der Mutter erkennt sie endlich eine Wendung in ihrem Leben.

Mein Fazit

Yrsa Daley-Ward macht es einem als Leser nicht leicht. Man steckt fest zwischen Lyrik, fieser Wahrheit und dem Traum nach einem Einhorn fest. Was bringt ein solches Leben, wieso erscheint kein edler Retter?

Auswirkungen der Flucht ziehen nicht enden wollende Fäden durch das Leben dieser jungen gnadenlosen Frau, die stets versucht, endlich und endgültig ihr eigenes Leben zu finden.

Der herrschenden männlichen Dominanz ergibt sich Yrsa so oft, dass man inständig als Leserin hofft, dass irgendwann das Erwachen mit einem lauten Paukenschlag kommt. Wer in diesem Buch das Glück sucht, ist verloren. Man gerät in eine Welt von der man hofft, dass diese, wie auch das Einhorn nur ein unglaublich fieser Traum war.

Ich bedanke mich herzlich bei Blumenbar und bei Yrsa Daley-Ward für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Gabriele Kunkel –
Mord im Piemont

Gabriele Kunkel – Mord im Piemont

Sinistra Cassotto verschlägt es auf der Suche nach dem weißen Trüffel in die Nähe des Trüffelmekkas Alba. Bei ihrem Bekannten Michael kommt sie in dessen Waldhütte unter um sich als Foodscout für einen Münchener Feinkostladen mit den neuesten Trends in Sachen Genuss, aber auch mit edelster Ware zu versorgen.

Das weiße Gold hat es Sina angetan und zieht für einen kurzen Zeitraum massenweise Käufer und Händler zur Trüffelmesse. Doch dieses Jahr ist der Markt wie leergefegt. Kein Regen, keine Trüffel.

Sina stolpert auf dem Weg zu ihrer Waldhütte über einen mürrischen Trüffelsucher samt Suchhund und tags darauf über eine Leiche.

Unverhofft steckt Sina nun ihre halbitalienische Nase zu tief in die Mordermittlungen, was zu einem weiteren Toten führt. Mit Hilfe des Hüttennachbarn Bruno, dem jetzt angereisten Michael und ein paar verrückten Hunden schafft die illustre, nach Genuss gierende Truppe, sich mit dem ortsansässigen Commissario anzulegen.

Falcone fackelt jedoch nicht allzu lange mit den halbitalienischen Detektiven. Die Zelle ruft und ein Abenteuer der Freunde jagt das nächste.

Mit Sina genießt man alles, was der Piemont zu bieten hat. Geschichten über Trüffel, selbstgemachte Schokolade und alles, was mit Liebe und viel Handarbeit geschaffen wurde. Wir lesen über den Mund in den Magen und mit Sina gleich direkt ins Herz.

Gabriele Kunkel hat mit „Mord im Piemont“ einen wahren Genusskrimi geschaffen. Kauzige Trüffeljäger, uralte Traditionen und Handarbeit, die nur wenige Regionen und nur wenige Menschen zu bieten haben.

Zwischen Sina und Falcone knistert es gewaltig. Sizilianisches Temperament trifft auf scharfe Chilischoten, halbitalienisches Blut auf einmalig von der Natur geschaffenes.

Gekonnt verführt uns Gabriele Kunkel mit Tartufo, edlen Weinen und zarten, würzigen Kräutern. Beherzt packt Sina in die Gerüchteküche und Gabriele Kunkel hinterlässt für den „Nachgeschmack“ noch ein paar leckere Rezepte.

Ich hoffe inständig, dass dies nicht das letzte „Genuss“-Abenteuer von Sina war. Der Geschmack macht definitiv Lust auf mehr!

Ich bedanke mich herzlich bei Gabriele Kunkel und beim Louisoder Verlag für das Rezensionsexemplar.

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