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Kategorie: Fantasy (Seite 1 von 22)

Christine Heimannsberg
Gelobtes Land – Hoop

Christine Heimannsberg – Gelobtes Land – Hoop

„Ihr Leben hat Lives die Sprache verschlagen“, mit diesem Satz ist die Welt in Christine Heimannsbergs „Gelobtes Land“ ausgezeichnet umschrieben.

Die junge Lore trifft sich regelmäßig heimlich auf dem Markt mit dem jungen Jul. Sie sieht Hoffnung und den Weg in eine neue Zukunft als Mutter und Ehefrau. Doch als sie auf dem Weg nach Hause an den eigenen Feldern vorbeikommt wird ihr schnell klar, dass ihr bisheriges Leben gerade ein Ende gefunden hat. Ihr jüngerer Bruder hat gerade den Nachbarn getötet und das Chaos bricht los.

Drohnen schweben über das Haus und den Hof herein und eine Feuerbrunst vernichtet alles und jeden. Einzig Lore und ihr Bruder können vor dem Feind fliehen.

Hunger und Durst treibt sie schier in den Wahnsinn und von einer Gefahr in die Nächste. Die Gesetze sind streng und nur Lores Glauben an die alten Geschichten ihrer Großmutter treiben sie voran. Sie müssen ins Gelobte Land um sich endlich aus diesem Elend befreien zu können.

Während die Beiden mit ihrer Vergangenheit kämpfen und mutig gen Süden ziehen wird ihnen schnell klar, dass auch die wenigen Menschen, auf die sie treffen, kaum überleben können.

Die Umwelt ist zerstört, die Städte wie auch die Felder verseucht. Der erste Fallout lange Jahre vor der Geburt der Beiden war nur der erste Schritt in dieses elende Leben. Während in der Schule die Berechnung der Halbwertszeit wichtiger war als notwendiges Überleben im Alltag, müssen beide jetzt um ihr Überleben kämpfen.

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt und mit List, einer gehörigen Portion Überlebenswille und dem Gedanken an eine bessere Welt treibt sie voran.

Mit Lore und Jame begeben wir uns als Leser in eine völlig zerstörte Welt. Atomare Zerstörung, Unterdrückung und Ausbeutung lassen uns vielleicht auch in unserer eigene Zukunft sehen. Doch die Vergangenheit lässt Lore nicht im Stich, sie hofft und besteht einfach auf eine bessere Welt.

Am Ende der Zivilisation angekommen bin ich natürlich gespannt auf den nächsten Teil und bange gerne mit der Optimistin Lore, ihrem zur Besinnung gekommenen Bruder Jame, Jul dem hoffnungslosen Romatiker und Sim, die es einem nicht leicht macht, sie zu mögen.

Vielen Dank an Christine Heimannsberg und an Bookmundo für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Murray Blanchat –
Deep! Space! Dead!

Eingesperrt und treibend in einer Rettungskapsel treibt Reg durchs All.

Murray Blanchat – Deep! Space! Dead!

Die Luft wird knapp und das Ende naht. Sein aufregendes Leben zieht an Ref vorbei. Der junge und erfolgreiche Fußballer schafft es nur dank seines Talents aus den Slums der neuen Welt hinein in die höhere Ebene.

Dort lernt er Tanja, die Liebe seines Lebens kennen. Als seine Sportkarriere durch einen Unfall endet, stehen Ref und Tanja vor dem Nichts. Von Armut betroffen hat es Tanja, die Tochter aus reichem Haus nicht leicht, sich in Refs Welt einzufügen.

Die Geburt der Tochter Marie zwingt Ref nunmehr, andere Einkommensmöglichkeiten zu ergründen und er verfällt in alte Muster zurück. Drogenhandel, Schmuggeln und diverse andere Schwarzmarktaktivitäten bringen Geld und somit ein besseres Leben. Aber auch Refs Reichtum kennt seine Grenzen und das Geld reicht nicht, um seiner totkranken Tochter die nötige Operation zu ermöglichen. Geplagt von Selbstzweifeln und einem unbändigen Hass auf die restliche Welt begibt sich Ref auf einen gewaltsamen Weg der Rache.

Der Elternschutzvermerk auf dem Cover macht deutlich, dass sich hier pure Gewalt, inbrünstiger Hass und sexuelle Freiheit sammeln. Die Sprache ist hart, roh und man sucht in dem Hauptprotagonisten Ref bis zur letzten Seite vergeblich nach dem Guten. In dieser Story kämpft alles! Man kämpft um Reichtum, Überleben und Macht. Auf der Suche nach Absolution, muss ich gestehen, dass ich sie Ref nicht erteilen vermag.

Murray Blanchat hat mit Deep! Space! Dead! eine wirklich düstere Welt erschaffen. Die Erde als blauen und guten Planeten, dank einer gezielten Seuche von Überbevölkerung befreit, scheint nunmehr wieder das „gelobte Land“ zu sein, nach dessen alle Menschen im All streben.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Akram El-Bahay –
Bücherstadt –
Die Bibliothek der flüsternden Schatten

Samir hat sein Leben satt. Er versucht es jetzt bei der roten Garde des weißen Königs und hofft auf ein ruhiges und gut bezahltes Leben. Seine gelernten Fähigkeiten bei der Diebesgilde der Elstern macht ihm den Einstieg in die Garde viel zu leicht.

Dort wird er jedoch nicht wie erhofft in die Leibwächtergarde des Königs, sondern in die Bücherstadt zur Bewachung der dortigen Tore abkommandiert. Sam ist beeindruckt von dieser Stadt voller Bücher, die scheinbar kilometerweit und unendlich tief unter der oberen Stadt Mythia liegt.

Dort lernt er Kani, eine der Dienerinnen des Königs kennen, die er vor einem scheinbar mythischen Vogelwesen rettet. Die Rettung jedoch bringt in mitten hinein in ein Abenteuer, welches er kaum glauben kann.

Kanis Vater, ein belesener Universitätsprofessor will mit Hilfe seiner Tochter Kani die mythischen Wesen retten, doch das gelingt scheinbar nur mit der Hilfe des magischen Buches, welches die magische Wüstenhexe stets bei sich trägt.

Das erste Abenteuer in der magischen unterirdischen Bücherstadt kann also beginnen und wir treffen auf krächzende Vogelwesen, galoppierende Hufmenschen und auf eine Armee magischer Assassinen, deren Ziel Sami und Kani erst viel zu spät erahnen.

Ein gelungener und spannender Auftragt von Akram El-Bahay einer mir bisher unbekannten Trilogie. Ich mag den feinen Humor von El-Bahay, der es schafft, Samirs nicht endende Trauer und Kanis unerschütterlicher Glauben an die Macht der Bücher in eine wunderbare Geschichte zu stecken, die für mich hoffentlich noch nicht so schnell enden wird.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um meine Rezension und um mein Bildmaterial handelt. Das Buch wurde von mir selbst gekauft! #Werbung ohne Gegenleistung!

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