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Kategorie: Fantasy (Seite 1 von 24)

Lisa Maxwell –
Der letzte Magier von Manhattan

Lisa Maxwell – Der letzte Magier von Manhattan

Esta ist eine Diebin, sogar eine der Besten – vielleicht sogar die Beste! Dabei hilft ihr eine ungewöhnliche Gabe. Sie kann die Zeit anhalten oder vielmehr so dehnen, dass sie ihre Aufträge innerhalb eines Wimpernschlags erfüllen kann. Das macht sie zu einem wichtigen Teil ihrer Bande, deren Anführer Professor Lachlan, sie beauftragt wichtige Artefakte zusammenzutragen.

Eins dieser Artefakte ist speziell für sie bestimmt: Ein Armreif mit einem einzigartigen Stein, Ischtars Schlüssel, der sie befähigt durch die Zeit zu reisen.

Das wichtigste Artefakt jedoch ist ein Buch, das geheimnisumwitterte Ars Arcana, von dem niemand so recht weiß, ob es denn wirklich existiert. Um dieses Buch zu holen, muss Esta in eine andere Zeit reisen, in das Jahr 1902.

Die Schwierigkeit liegt allerdings darin, dass viele Gruppierungen an diesem Buch interessiert sind. Und alle muss Esta täuschen, damit sie das Buch stehlen kann.

Ich muss zugeben, zu Beginn ist das Buch sehr verwirrend, da es in mehreren Zeitebenen spielt und einige Personen in mehreren dieser Ebenen vorkommen. Wenn man sich dann aber in die Geschichte eingelesen hat, wird man von den Ereignissen geradezu mitgerissen. Hinter den Charakteren verbergen sich ihre ganz persönlichen Geschichten, die im Laufe der Handlung nach und nach aufgedeckt werden.

Dadurch werden die persönlichen Motive der Personen deutlich, warum sie für die eine oder andere Seite kämpfen – oder auch auf beiden gleichzeitig oder vielleicht auch nur aus rein egoistischen Gründen. Dies sorgt dafür, dass die Geschichte mehrmals eine ganz neue, unvorhersehbare Wendung nimmt. Dazu trägt auch bei, dass der Leser immer wieder in die Rolle einer anderen Person schlüpft und dabei die Ereignisse aus dessen Augen wahrnimmt.

Leider – oder vielleicht auch zum Glück – ist das Ende sehr offen gehalten, so dass man am liebsten nach dem Zuschlagen des Buches gleich ein neues Kapitel der Geschichte um Esta aufschlagen möchte. Eine Fortsetzung wäre aus meiner Sicht sehr wünschenswert!

Vielen Dank an Lisa Maxwell und an Knaur für das Rezensionsexemplar!

J. K. Rowling –
Quidditch im Wandel der Zeiten

J. K. Rowling – Quidditch im Wandel der Zeiten

von Kennilworthy Whisp…

Alles beginnt mit der Ausleihkarte der Schulbibliothek von Hogwarts. Hier sind die Ausleiher vergangener Zeiten aufgelistet und wir finden neben Neville Longbottom auch Draco Malfoy sowie Ron Weasley, der doch tatsächlich für die überzogene Rückgabe von Irma Pince getadelt wurde.

Mit diesem Handbuch begeben wir uns zum Ursprung dieses fantastischen Spieles. Vom Mittelalter hinweg bis zur jetzigen Olympiade und von atemberaubenden Spielerteams bis hin zu Tipps und Tricks.

Ein Ratgeber also, der jedem Zauberer helfen soll, für sich den besten Besen, die windigsten Strategien und natürlich als Fan die beste Mannschaft zu finden.

Was wäre Hogwarts ohne Quidditch? Diese Frage hat sich sicherlich ein Harry-Potter Fan schon oft gestellt.

Witzig, einfallsreich und dank kleiner Zeichnungen kann man sich jetzt endlich mehr unter diese magische und luftakrobatische Jagd nach dem goldenen Schnatz vorstellen.

Wert legt J. K. Rowling auf ihre Stiftungen Lumos und Comic Relief. Alle Einnahmen bezüglich der Bände von „Quidditch im Wandel der Zeiten“ fließen in diese Stiftungen.

Für alle Harry Potter Fans natürlich ein Muss! Und mal ganz ehrlich, was wären wir ohne die magischen sieben Bände?

Seth Fried –
Der Metropolist

Seth Fried – Metropolis

Ein Zukunftsroman mit Gesellschaftskritik

Henry Thompson arbeitet für das Bundesamt für kommunale Infrastruktur, kurz BKI.

Er ist pflichtbewusst, fleißig und obrigkeitshörig. Freunde hat er allerdings nicht. Henry lebt für seine Arbeit, der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.

Unterstützt werden die Beamten des BKI von einer künstlichen Intelligenz, genannt OWEN, die nicht so ganz arbeitet, wie man es erwarten würde, denn OWEN hat eine eigene Persönlichkeit. OWEN befindet sich auf den Smartphones der Beamten und entspricht somit vielleicht einer etwas zu gut gelaunten Siri.

Als das Bundesamt durch einen Computervirus angegriffen wird, werden gleichzeitig in Metropolis die Dienststelle der Behörde und deren Rechenzentrum zerstört.

Henry wird von seinem Chef als Ermittler eingesetzt und OWEN, nun in Form einer Krawattennadel, soll ihm dabei helfen…

Die Kurzbeschreibung „Pulp Fiction meets Science Fiction“ trifft es in meinen Augen nicht so ganz. Es ist ein wirklich unterhaltsamer Zukunftsroman, der allerdings in der sehr nahen Zukunft spielt und die Technik daher nicht ganz so abgehoben anmutet, wie in vielen anderen Science Fiction Romanen.

Mein Fazit:

Eine gewisse anziehende Skurrilität haben besonders die Dialoge zwischen den beiden Hauptfiguren. Ich finde allerdings, dass der Roman besonders in der zweiten Hälfte, sehr gesellschaftskritisch wird. Das ist in meinen Augen sehr positiv und hebt ihn aus der Masse heraus. Die Kritik, dass vor allem die Reichen bevorteilt werden und die arme Bevölkerung oft vergessen bzw. absichtlich in den vorherrschenden Verhältnissen bleiben muss, bleibt auch Henry am Ende nicht verborgen.

Die Charaktere, besonders die beiden Protagonisten Henry und OWEN, sind sehr stimmig und liebevoll angelegt. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich.

Es war ein Genuss von der ersten Seite bis zur letzten. Dass der Roman dabei zum Nachdenken anregt, tut der Kurzweil keinen Abbruch.

Das Cover ist wirklich eine Augenweide und sehr gut gelungen!

Vielen Dank an Seth Fried und an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Es war mir eine Freude!

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