tinaliestvor

books and more

Kategorie: Bibliothek (Seite 1 von 84)

Luciano De Crescenzo –
Als wäre es gestern gewesen

Luciano de Crescenzo betrachtet mit „Als wäre es gestern gewesen“ seine Vergangenheit, die Vergangenheit Italiens und natürlich hier insbesondere die von seiner Heimat Neapel.

Wir erinnern uns an die Dinge die uns früher wichtig waren und sehnen uns manchmal nach der Zeit mit unseren Großeltern zurück. Menschen, die Ruhe ausstrahlten, die mit den Jahreszeiten gelebt haben und für die es kein Handy und kein Facebook gab.

Dieses kleine Büchlein liest sich wie eine Heimkehr, die Sehnsucht nach einer lang vergangene Zeit. De Crescenzo schreibt so wunderbar über seine Heimat, sein Leben als Kind und sein Aufwachsen, dass man selbstverständlich in die eigenen Vergangenheit schwelgt und hofft, das vielleicht ein kleinwenig diese alte vergangene Zeit uns wieder einholen wird.

 

Merken

Luciano de Crescenzo –
Der Listenreiche

Wer kennt nicht die Sagen um Odysseus?

Für mich als großen Antikenfan waren die Bücher von Luciano de Crescenzo immer ein Muss. Mit viel Witz und Charme bringt de Crescenzo die griechische Götterwelt in Ordnung und erzählt ihre Geschichten mit so viel Herzblut, dass die Seiten nur so dahinfliegen und ich hier mehr gelernt habe als in so mancher Geschichststunde.

Odysseus, der wahre Held der griechischen Mythologie zeigt sich als listenreich, einfallsreich und natürlich als Beau, dem die Frauen einfach nicht widerstehen können.

De Crescenzo bricht mit der Tradition und lässt seine Hauptprotagonisten so real wirken, dass sie ebensogut in die Gegenwart passen würden.

Was bei Homer schon mal in etwas fader Manier daher kam, kommt hier einem kleinen Actionroman gleich. Auf, auf nach Ithaka!

Luciano De Crescenzo –
Zio Cardellino

Ein Vögelchen pfeift fröhlich vor sich hin! Doktor Perrella probt leise und zart den Aufstand und bringt damit eine ganz Firma in Not.

Luciano de Crescenzo hat mit Doktor Perrella eine Figur geschaffen, in die wir uns als Leser manchmal selbst gerne stecken würden. Rebellion ist das Ziel von Perrella wenn er bei seiner Arbeit tschilpt. Er stiftet Unruhe und bringt einerseits seine Kollegen gegen sich auf und andererseits steckt er sie mit seiner feinen Art, gegen das starre Bürosystem zu rebellieren an.

Mit einem lachenden und auch einem tränenden Auge liest man Seite um Seite über das Ausbrechen aus Tradition, Starrsinn und einer Welt, die endlich aufgerüttelt werden will.

Ein Meisterwerk an feinem Witz, einer Prise Sarkasmus und einem lauten Aufschrei!

 

Luciano De Crescenzo –
Also sprach Bellavista

Luciano De Crescenzos Homage an Neapel, die Liebe und die Freiheit.

Wir lernen von Bellavista alles über den Norden und den Süden Italiens. Es scheint eine große Kluft dazwischen zu liegen. Während der Leser über die großen Hindernisse der Italiener stößt, findet er sich dennoch wieder, wenn uns Epikur aufzeigt, das wir ganz schön von unserem täglichen Konsum abhängig sind und es scheinbar auch ohne ihn gehen kann, aber wie?

In Italien herrscht bekanntlich die Mafia und einige wenige reiche Politiker, was aber den wahren Italienern kein Grund gibt, nicht das eigene Leben zu genießen. Doch die Zeiten waren auch schon schlimmer und ein kleiner Rückblick auf den Kommunismus und die Zeiten des Krieges lassen dann auch den Leser dann wieder zur Besinnung kommen. Das schöne Bella Italia hat also auch seine dunklen Seiten.

Luciano De Crescenzo lässt uns also an seiner Heimat teilhaben und nimmt dabei natürlich wie immer kein Blatt vor den Mund, verpackt es allerdings ganz nett.

 

Luciano De Crescenzo –
Oi dialogoi

Wir alle kommunizieren unglaublich viel an einem Tag, aber reden wir auch wirklich miteinander?

Luciano De Crescenzo weist uns den Weg zur Kunst, miteinander zu reden.

Dieses kleine Büchlein beinhaltet alles, über das man sich wahrlich und wirklich unterhalten kann. De Crescenzo betrachtet das Ganze philosphisch. Mit Witz, einem Hauch Ironie und natürlich einem guten Schuss Sarkasmus begegnet man sich als Leser sich selbst. Ob es um die Liebe zum eigenen Auto oder um den Fußball geht, hier findet man immer ein Gespräch. Aber ist das der Sinn einer Unterhaltung?

Man liest und man lernt! Es gibt also noch mehr, über das man sich unterhalten kann. Also, nur Mut!

 

 

Luciano de Crescenzo –
Die Kunst der Unordnung

Luciano de Crescenzo hat als Meister der Philosophie die Kunst der Ordnung und der Unordnung betrachtet.

Jeder beschäftigt sich doch mal mit seiner eigenen Unordnung und mit dem Drang, diese natürlich umgehend zu beseitigen.

Luciano de Creszenco beginnt wie immer im Kleinen und dann plötzlich steht man vor dem Resultat und ist als Leser wirklich erstaunt, das es den Nagel auf den Kopf trifft.

Er beschäftigt sich mit der Mythologie und lässt den Leser an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben und natürlich darf sein kleiner und feiner Sarkasmus nicht fehlen, wenn er auch noch Bezug zu seiner neapolitanischen Heimat nimmt.

 

Sanna Seven Deers –
Das Geheimnis des Felskojoten

Ein mysteriöser Hochsicherheitszaun mitten im Banff Nationalpark und ein verschwundener Priester? Wie kommt es da zu einem Zusammenhang? Der Priester war vorher ein angesehener Physiker und sollte im Auftrag einer Forschungsfirma an Menschen experimentieren. Doch es gerät ausser Kontrolle und nur noch die Flucht ins Kloster kommt in Frage. Doch Fabian, der Ex-Priester verabschiedet sich von seiner Schwester Serena und bricht dann auf, um den bösen Machenschaften nun ein Ende zu bereiten.

Serena macht sich auf den Weg um ihren Bruder zu finden und nimmt Kontakt auf zu dessen alten Indianer Freund Shane. Eins führt zum anderen und Serena beginnt, die Kultur und den Glauben der Indianer dank Shane zu verstehen und erlebt dies selbst.

Der Glaube und die Macht der Geister helfen Shane und Serena auf ihrem Weg zu Fabian um das sich heraufbeschwörende Unglück noch verhindern zu können…..

Sanna Seven Deers –
Der Ruf des weißen Raben

Eine klassische Indianer-Sage in der heutigen Zeit. Fortschritt und verschwundene Stammesmitglieder führt den Stamm zusammen.

Es sollen die Toten um Rat gebeten werden. Doch Myra, die nur kurz rasten möchte, gerät unversehens in die Aufrufung der Toten und kann sich gar nicht vorstellen, was sie gerade damit ausgelöst hat. Denn von nun an liegt es an ihr, die Menscheit zu retten und die Reise in die Zukunft und in die Vergangenheit beginnt.

Spannend, ist mal was ganz anderes! Kein Kitschroman über eine Indianerliebe, sondern ein Erzählung im Einklang mit der Natur!

Zoran Drvenkar –
Sorry

Sorry war für mich eine echte Herausforderung. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Die grammatische Ausarbeitung ebenfalls. Ich sehnte mich wärend des ganzen Buches nach der normalen wörtlichen Rede, diese Bindestrichaufzählungen sind sehr gewöhnungsbedürftig, oft erkennt man nicht, wer hier spricht oder ob das überhaupt gesprochen wurde. Aber wir schreiten ja im Zeitalter voran, warum nicht also auch in der schrifltichen Ausdrucksform.

Der Autor hat eine mehr oder weniger glaubwürdige Story geschaffen, bei der die Idee einer Agentur für „Entschuldigungen“ aufkommt. Vier Freunde aus Berlin gründen nun diese Agentur und verdienen sich dumm und dämlich, da ja unsere Menschheit soweit menschlich fortgeschritten ist, das man sich selbst ja nicht mehr entschuldigt. Nein, wir beauftragen eine Agentur damit. Dienstleister sind nun mal nicht mehr wegzudenken.

Die Vier stoßen jedoch auf einen Auftrag, der ihr Leben verändern wird. Es sterben Menschen, die es vielleicht selbst nicht wehrt waren, selbst überhaupt zu leben. Das Team wird letztlich auf 2 Personen dezimiert und ein offenes Ende pakt Zoran auf noch oben drauf.

Verwirrende Dialoge und seltsame Einblicke und immer aus der Sicht der einzelnen Personen geschrieben, erfährt man ein paar Hintergründe, die vielleicht der Auslöser für das ganze Gemorde gibt….

Kindesmissbrauch, Folter, Drogenmissbrauch, Seelische Qual und das alles in unserer Hauptstadt, das ist „Sorry“ von Drvenkar.

Es war etwas anders zu lesen, als gewohnt, aber storytechnisch nicht schlecht. Es hätte etwas unspektakulärer sein können.

Sky Du Mont –
Prinz & Paparazzi

Der erste Teil des adligen Privatdetektivs Christian Graf von Landsburg.

Warum interessieren wir uns eigentlich so für die Adelshäuser und deren blaublütige Bewohner! Als „Star“-Fotograph kommt Bernd Alper den blaublütigen High-Society-Sternchen näher als diese möchten und als Resultat liegt er jetzt tot in einem Kofferraum.

Der mordverdächtige Prinz von Hamm beauftragt Graf von Landsburg dessen Unschuld zu beweisen, was sich allerdings als nicht so einfach herausstellt.

Motive gibt es ausreichend und jetzt stapeln sich quasi auch noch die Anwärter. Umgeben von Gier, Macht und Skandalen bewegt sich Graf von Landsburg auf gefährlichem Terrain.

Sky Du Monts erster Krimi mit dem Privatdetektiv Christan Graf von Landburg finde ich wirklich gut gelungen. Die eigene Neugierde wird ausreichend befriedigt, was Stars und besonders Möchtegernadlige betrifft und mit viel Witz und feinem Sarkasmus lässt man sich auf ein spannendes Leseabenteuer ein.

 

Ältere Beiträge

© 2017 tinaliestvor

Theme von Anders NorénHoch ↑