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Kategorie: Bibliothek (Seite 2 von 357)

Gabriele Kunkel –
Mord im Piemont

Gabriele Kunkel – Mord im Piemont

Sinistra Cassotto verschlägt es auf der Suche nach dem weißen Trüffel in die Nähe des Trüffelmekkas Alba. Bei ihrem Bekannten Michael kommt sie in dessen Waldhütte unter um sich als Foodscout für einen Münchener Feinkostladen mit den neuesten Trends in Sachen Genuss, aber auch mit edelster Ware zu versorgen.

Das weiße Gold hat es Sina angetan und zieht für einen kurzen Zeitraum massenweise Käufer und Händler zur Trüffelmesse. Doch dieses Jahr ist der Markt wie leergefegt. Kein Regen, keine Trüffel.

Sina stolpert auf dem Weg zu ihrer Waldhütte über einen mürrischen Trüffelsucher samt Suchhund und tags darauf über eine Leiche.

Unverhofft steckt Sina nun ihre halbitalienische Nase zu tief in die Mordermittlungen, was zu einem weiteren Toten führt. Mit Hilfe des Hüttennachbarn Bruno, dem jetzt angereisten Michael und ein paar verrückten Hunden schafft die illustre, nach Genuss gierende Truppe, sich mit dem ortsansässigen Commissario anzulegen.

Falcone fackelt jedoch nicht allzu lange mit den halbitalienischen Detektiven. Die Zelle ruft und ein Abenteuer der Freunde jagt das nächste.

Mit Sina genießt man alles, was der Piemont zu bieten hat. Geschichten über Trüffel, selbstgemachte Schokolade und alles, was mit Liebe und viel Handarbeit geschaffen wurde. Wir lesen über den Mund in den Magen und mit Sina gleich direkt ins Herz.

Gabriele Kunkel hat mit „Mord im Piemont“ einen wahren Genusskrimi geschaffen. Kauzige Trüffeljäger, uralte Traditionen und Handarbeit, die nur wenige Regionen und nur wenige Menschen zu bieten haben.

Zwischen Sina und Falcone knistert es gewaltig. Sizilianisches Temperament trifft auf scharfe Chilischoten, halbitalienisches Blut auf einmalig von der Natur geschaffenes.

Gekonnt verführt uns Gabriele Kunkel mit Tartufo, edlen Weinen und zarten, würzigen Kräutern. Beherzt packt Sina in die Gerüchteküche und Gabriele Kunkel hinterlässt für den „Nachgeschmack“ noch ein paar leckere Rezepte.

Ich hoffe inständig, dass dies nicht das letzte „Genuss“-Abenteuer von Sina war. Der Geschmack macht definitiv Lust auf mehr!

Ich bedanke mich herzlich bei Gabriele Kunkel und beim Louisoder Verlag für das Rezensionsexemplar.

J. Courtney Sullivan –
Aller Anfang

J. Courtney Sullivan – Aller Anfang

Vier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, landen auf dem Smith College. Während Bree auf der innigen Suche nach sich selbst und einer ersten richtigen und ernsthaften Beziehung ist, schafft es Sally kaum, die Verlustängste durch den Tod ihrer Mutter zu überstehen. Celia hingegen will aus ihrem erzkatholischen Familienhaus entfliehen und April, die Tochter einer wahren Hippieübermutter kämpft mit ihrer Verbissenheit, die Welt zu verbessern.

Jede für sich genommen sind es junge mutige Frauen, die auf einem reinen Frauencollege ihren weiteren, natürlich renommierten Lebensweg bestreiten wollen. Gemeinsam hingegen können sie die Welt verändern.

Während der College Jahre begegnen die vier Freundinnen jeglichem Klischee einer Frauenuniversität und stärken ihre innige Freundschaft durch großzügige Liebe zueinander. Als Sally vor den Traualtar schreitet, zieht das erste Mal ein feiner Nebel aus Angst über die Vier. Mit dem Ende der Studienzeit und der darauf folgenden Selbstfindung begab sich jede auf ihre eigene Suche nach dem Glück, jedoch scheint nur Sally ihre wahre Bestimmung und vor allem ihren Fels in der Brandung gefunden zu haben.

Mit J. Courtney Sullivan begeben wir uns auf eine Reise zu uns selbst. Erkennen Ähnlichkeiten in den vier Freundinnen, die uns mal lieb, mal weniger reizvoll erscheinen und hoffen darauf, dass eine solche Freundschaft, wie Bree, Celia, April und Sally sie führen, für immer halten möge.

Freundschaft bedeutet auch, verzeihen zu können. Respekt im Umgang miteinander und Verständnis für das Anderssein, das gibt uns Sullivan hier großzügig mit auf die eigene Reise zu sich selbst.

Mit viel Witz und Sympathie begleitet man die vier jungen Frauen auf ihrem Lebensweg. Mutig berichtet Sullivan über die großen Feministinnen, die in unserer Weltgeschichte schon lange vor unserer Zeit für unsere Freiheiten kämpften. In einer auch heute noch männerdominierten Welt liest sich „Aller Anfang“ jedoch nicht wie ein Ratgeber für Frauen in Unterdrückung, sondern macht Mut, auch mal außergewöhnliche Pfade zu betreten. Natürlich darf auch die Liebe in diesem Roman nicht fehlen, die so vielerlei schöne Geschichten zu erzählen hat.

Ich bedanke mich bei J. Courtney Sullivan, beim Deuticke Verlag sowie bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Johanna Alba und Jan Chorin –
Jubilate

Johanna Alba & Jan Chorin – Jubilate

Papst Petrus verschlägt es dank der Geburtstagsfeier seines alten Freundes Frederico nach Castel Gandolfo. Nichtsahnend erhofft er sich ein paar Tage Erholung von seiner Immaculata und von den Grabenkriegen im Vatikan.

Auf dem alten Landsitz von Frederico angekommen, erfährt er von dessen Plan. Für Frederico steht die Himmelspforte bereits weit offen und ein potentieller Erbe, der mit Weitsicht und einem guten Herzen das Vermögen übernimmt, muss her.

Dass das Erbe ausgerechnet an Guilia, Petrus Pressesprecherin gehen soll, bringt unerwartet ein paar Feinde innerhalb der riesigen Familie Santini zu Tage. Ausschlaggebend von der Bedingung, dass Guilia nur verheiratet das Vermögen samt des riesigen Landsitzes entgegen nehmen kann, schmiedet die junge Römerin ebenfalls einen Plan.

Mordanschläge und dubiose Szenerien durchkreuzen Guilias Pläne und Petrus muss mit Hilfe von Francesco, der Großtante Eugenia und Immaculata eingreifen.

Pläne und Pläne werden geschmiedet. Mehr als ein dunkles Familiengeheimnis wird ausgegraben.

Petrus ist mehr denn je bereit, zu seinen Lieben zu stehen und zieht fleißig Strippen. Heimlich kocht er, verflogt dubiose Ordensschwestern und entpuppt sich als hoffnungsloser Romantiker.

Mit Johanna Alba und Jan Chorin fliehen wir in „Jubilate“ aus dem heißen staubigen Rom ins schöne Tal vor dem Castel Gandolfo. Mit viel Witz und gewohnter Spannung begleiten wir Papst Petrus auf seinen geheimen Abenteuern. Während Schwester Immaculata versucht, ihr eigener Herr und das Oberhaupt ihres Ordens zu werden, hat Petrus bereits alle Fäden gezogen und lässt seine Schäfchen gewohnt nach seiner Pfeife tanzen.

Petrus und seine Helfer sind mir mittlerweile ganz schön ans Herz gewachsen. Neben fiesen Grabenkriegen im Vatikan muss sich der Papst gegen die Zucht und Ordnung seiner Haushälterin wehren. Nichts desto trotz hat er nie sein Herz für die Menschen verloren.

Ich bedanke mich herzlich bei Johanna Alba und Jan Chorin für den 5. Teil der Papst-Krimi-Reihe und hoffe natürlich auf weitere Abenteuer aus dem kleinen römischen Reich.

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