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Schlagwort: Hass (Seite 1 von 41)

Thomas Harris –
Cari Mora

Thomas Harris – Cari Mora

Downtown Miami. Hier liegt das Geld bekanntlich im Boden. Noble Häuser, reiche Nachbarschaft und alles nicht ganz so legal, wie es sein sollte.

Cari Mora ist Haussitterin. Sie betreut das riesige Objekt des ermordeten Kartellbosses, nichtsahnend, das sich im verborgenen Keller unter dem Pool ein riesiger Tresor voller Gold befindet.

Hans Peter Schneider beobachtet wie auch andere Kriminelle seit Jahren diese Goldgrube, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Er mietet das Haus als Filmproduzent und zieht mit seinen bewaffneten Truppen ein. Cari wird schnell klar, dass es sich bei den neuen Mietern keineswegs um dubiose Filmproduzenten handelt.

Schneider ist hin und hergerissen. Cari verdreht ihm gehörig den Kopf und er beschließt, sie auf seine Liste zu setzten. Als ausgezeichnete Ware bietet er Cari auf dem Weltmarkt als Gewaltfantasie seinen Kunden an, die sich zahlreich überbieten.

Der Einzug von Schneider bleibt natürlich nicht unbemerkt. Die Kartellnachfolge überwacht mit getarnten Gärtnern und vorbeifahrenden Fischkuttern das Haus und auch die von Schneider beauftragte Ausgrabung.

Es kommt zum Aufstand und Schneider, wie auch das Kartell geht über Leichen. Mittendrin Cari, die endlich ihr wahres Gesicht zeigt. Die Vergangenheit als ausgebildete Kämpferin im kolumbianischen Drogenkrieg zeigt sich mehrfach nützlich.

Caris oberstes Ziel, ein ganz normales Leben zu führen, wird mehrfach durchkreuzt. Ihren nächsten Auftrag, das zahlreiche Gold zu bergen wird ein abenteuerliches Geduldsspiel, bei dem sie natürlich wieder alles auf eine Karte setzt.

Die kommende Zeit sieht für Cari rosig aus, alles läuft nach Plan. Bis eines Tages Hans Peter Schneider, der nunmehr weltweit gejagte Serienkiller, seinen nächsten Feldzug startet.

Mit Thomas Harris begibt man sich in eine Welt, die nur aus Drogen, Geld und Erbarmungslosigkeit besteht. Atemlos verfolgt man die Geschichte Caris und hofft inständig, dass diese junge Frau endlich zur Ruhe kommt und ihre eigenen Ziele verwirklichen kann.

Während Hans Peter Schneider das Übel der ganzen Menschheit ins sich trägt, verzeiht man Cari rasch ihre Vergangenheit. Man fühlt sich hingezogen zur Treue Caris und beschließt, wenn auch nur für einen kurzen Moment, dass es auf der Welt auch zwischen Dieben noch ein gesundes Maß an Ehre herrscht. Spannung pur!

Atemlos gelesen von Achim Buch, der es schafft, bis zur letzten Szene im innersten Herzen mit Cari um ein neues Leben zu kämpfen.

Vielen Dank an Thomas Harris, Random House und Lovelybooks für das kostenlose Hörbuch als Rezensionsexemplar!

Ruth Ware –
Woman in Cabin 10

Ruth Ware – Woman in Cabin 10

Lo Blackwood soll als Journalistin die Jungfernfahrt der Aurora begleiten. An Bord des Schiffes ist alles vertreten, was Rang und Namen hat und in Lord Bullmers neue Firma investieren und kräftig die Werbetrommel rühren soll. Für Lo stellt sich diese Fahrt als ganz besonders Sprungbrett in ihrer Journalistenkarriere dar, soll sie doch ihre schwangere Chefin vertreten.

Ausgerechnet eine Woche vor der Abfahrt wird Lo Opfer eines Einbruchs in ihrer Wohnung. Sie hofft diesem Angstzustand mit dieser aufregenden Schifffahrt zu entkommen. Doch gegen die Beklommenheit kommt auch das Luxusschiff nicht an. Lo merkt zu spät, dass es sich bei diesem ultramodernen Boot um nichts anderes als eine Stecknadel auf unendlicher See handelt.

Für das Galadinner am Abend leiht sie sich von der Dame aus der Nachbarkabine Wimperntusche und gerät dadurch nichtsahnend in einen Mordkomplott.

Lo wird durch ein dumpfes Platschen geweckt und erkennt auf ihrem Balkon nur noch einen hellen sinkenden Fleck im der Meeresbrise und einen Blutfleck an der gläsernen Reling.

Angstzustände bringen die Lo daraufhin fast um den Verstand. Um mit sich selbst endlich wieder im Reinen zu sein, begibt sie sich auf gefährliches Terrain und beschließt, diesen Mord aufzuklären.

Was für den Leser als klassischer „Whodunit“ beginnt, verstrickt sich immer mehr in einen düsteren und fiesen Psychothriller. Ruth Ware gelingt es besonders gut, die dunklen Geheimnisse der Gäste und die Gehorsamkeit des Boardpersonals mehrfach in Frage zu stellen.

Julia Nachtmann verleiht Lo eine Stimme, die den Zuhörer mehrfach schaudern lässt. Mit stets einem Funken Hoffnung wagt sich die junge Journalistin in die Abgründe von Reichtum, Spekulation und tiefen Hass.  

Ware erhöht die Spannung „Kapitel“ um „Kapitel“ mit Einspielern der verzweifelten Familie und Freunde.

Lo will man Flügel verleihen und hofft auf den Sprung von Board, aber dort wartet nur das dunkle tiefe Meer!

Ich bedanke mich herzlich bei DAV für das Rezensionsexemplar.

Byron Weigand –
Hurensohn

Byron Weigand – Hurensohn

Bormanns Leben ist eigentlich schon vorbei, als es gerade begonnen hat. In äußert schlechten Verhältnissen aufgewachsen schafft er es dennoch zur Polizei und macht Karriere. Doch sein letzter Fall vernichtet ihn.

Einzig der Alkohol hält ihn am Leben und lässt ihn die dunklen Stunden während seinen Ermittlungen gegen einen Kinderpornoring vergessen.

Als er während seiner Arbeit einen Schritt zu weit geht, kann sein Kollege endlich einschreiten und seinen lang gehegten Plan in die Tat umsetzten. Bormann muss weg, komme was wolle und dessen letzter Einsatz und Ausraster kam ihm gerade recht.

Frisch suspendiert läuft er Stella in die Arme. Die junge rumänische Prostituierte sucht ihr vermisstes Kind und legt somit Bormann ihren Finger in die frische Wunde.

Benni ist schon seit Tagen verschwunden. Die Polizei legt diesen Fall zu den Akten. Kinder von Prostituierten und Drogensüchtigen stehen nicht gerade ganz oben auf der To-Do Liste.

Doch Stellas Trauer trifft Bormann unerwartet hart.

So beschließt er erst mal die Finger vom Alkohol zu lassen.

Er merkt zu spät, das hier einfach zu viele dubiose Gestalten die Finger mit im Spiel haben und trifft mehr als einmal auf alte Bekannte, die ihm das Leben erneut zur Hölle machen.

Mit Byron Weigand begibt man sich in die Welt der Drogen und der Prostitution. Einmal in dieser Hölle gelandet, scheint der Ausweg nur schwer. Für viele endet ihr Leben in der Drogensucht und der Lebensweg scheint schon als Kind vorgezeichnet.

Frauen sind hier nichts wert und werden als bessere Ware betrachtet. Kriminalität, Gewalt und Tod umgehen die Ermittler der Polizei und das Leben auf der Straße vom einem bis zum nächsten Schuss scheint unüberbrückbar.

Byron Weigands Ruhrpott Krimi ist nichts für zarte Gemüter. Hier geht es ums nackte Überleben und um den nächsten Schub. Die Gier der Sucht ist unüberwindbar.

Vielen Dank bei Byron Weigand für diesen ehrlichen und erschütternden Ruhrpottkrimi.

Im Anschluss an meine Rezension stand mir Byron Weigand noch für ein kleines Interview zur Verfügung.

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