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Schlagwort: Rache (Seite 1 von 55)

Phoebe Locke –
Rachemädchen

Phoebe Locke – Rachemädchen

Der dunkle Mann geht um!

Miles und Sadie bekommen noch während ihres Studiums die kleine Amber. Als diese gerade mal zehn Tage alt ist, flieht Sadie Hals über Kopf und lässt Miles mit dem kleinen Säugling alleine.

Nach fast sechzehn Jahren kehrt Sadie genauso überraschend zurück. Während Miles sie mit Samthandschuhen behandelt, versucht Amber in ihr die Mutter zu sehen, die sie sich in früheren Zeiten ersehnt hat.

Während Amber ein scheinbar normales Teenagerleben lebt, fürchtet Sadie erneut um das Leben ihrer Tochter. Sie merkt zu spät, dass das unweigerliche Ende Ambers schon lange besiegelt ist.

Ambers Geschichte soll von einem Filmteam vermarktet werden. Während die Regisseurin Frederika es einzig auf die erstklassige Story abgesehen hat, beschließt die Aufnahmeleiterin Greta, hinter Ambers Kulissen zu sehen.

Phoebe Locke packt den Leser bei seinem Gewissen und zeichnet mit einem Kamerateam rund um Ambers eine Geschichte, die wir aus eigenen Kindheitstagen kennen. Jeder kennt diese kleinen gruseligen Geschichten über den „Dunklen Mann“, der die Kinder raubt.

Locke wechselt zwischen den Perspektiven. Sie beschreibt eine Mutter am Rande des Wahnsinnes aus Sorge um ihr Kind und eine Tochter, die sich ihrer eigenen Fähigkeiten durchaus bewusst ist.

Ein dunkler Psychothriller, bei dem man mehr als einmal in die Falle tappt, bis einem klar wird, wer hier das „Drehbuch“ schreibt. Denn wer kennt nicht die Mähr um den „Dunklen Mann“?

Danke an Jellybooks und an den Fischer Verlag sowie an die Autorin Phoebe Locke für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Byron Weigand –
Hurensohn

Byron Weigand – Hurensohn

Bormanns Leben ist eigentlich schon vorbei, als es gerade begonnen hat. In äußert schlechten Verhältnissen aufgewachsen schafft er es dennoch zur Polizei und macht Karriere. Doch sein letzter Fall vernichtet ihn.

Einzig der Alkohol hält ihn am Leben und lässt ihn die dunklen Stunden während seinen Ermittlungen gegen einen Kinderpornoring vergessen.

Als er während seiner Arbeit einen Schritt zu weit geht, kann sein Kollege endlich einschreiten und seinen lang gehegten Plan in die Tat umsetzten. Bormann muss weg, komme was wolle und dessen letzter Einsatz und Ausraster kam ihm gerade recht.

Frisch suspendiert läuft er Stella in die Arme. Die junge rumänische Prostituierte sucht ihr vermisstes Kind und legt somit Bormann ihren Finger in die frische Wunde.

Benni ist schon seit Tagen verschwunden. Die Polizei legt diesen Fall zu den Akten. Kinder von Prostituierten und Drogensüchtigen stehen nicht gerade ganz oben auf der To-Do Liste.

Doch Stellas Trauer trifft Bormann unerwartet hart.

So beschließt er erst mal die Finger vom Alkohol zu lassen.

Er merkt zu spät, das hier einfach zu viele dubiose Gestalten die Finger mit im Spiel haben und trifft mehr als einmal auf alte Bekannte, die ihm das Leben erneut zur Hölle machen.

Mit Byron Weigand begibt man sich in die Welt der Drogen und der Prostitution. Einmal in dieser Hölle gelandet, scheint der Ausweg nur schwer. Für viele endet ihr Leben in der Drogensucht und der Lebensweg scheint schon als Kind vorgezeichnet.

Frauen sind hier nichts wert und werden als bessere Ware betrachtet. Kriminalität, Gewalt und Tod umgehen die Ermittler der Polizei und das Leben auf der Straße vom einem bis zum nächsten Schuss scheint unüberbrückbar.

Byron Weigands Ruhrpott Krimi ist nichts für zarte Gemüter. Hier geht es ums nackte Überleben und um den nächsten Schub. Die Gier der Sucht ist unüberwindbar.

Vielen Dank bei Byron Weigand für diesen ehrlichen und erschütternden Ruhrpottkrimi.

Im Anschluss an meine Rezension stand mir Byron Weigand noch für ein kleines Interview zur Verfügung.

James Hazel –
The Mayfly

James Hazel - The Mayfly
James Hazel – The Mayfly

Erst schnell aufsteigender Cop und dann wechselt er am Höhepunkt seiner Karriere ausgerechnet zur Konkurrenz.

Priest, jetzt renommierter Anwalt, bekommt ungeplanten Besuch. Dieser endet mit einer verbrannten Hand, zwei Beulen am Kopf und jeder Menge offener Fragen nach einem USB-Stick.

Wir schwenken ab in das Jahr 1945 nach Buchenwald und lernen dort Colonel Ruck kennen, der die leidvolle Aufgabe hat, alles an Akten und Unterlagen für die britische Regierung zu sichern und den Wettlauf gegen die Amerikaner zu gewinnen.

Als ein ehemaliger Kollege in der Anwaltskanzlei von Priest auftaucht und ihm einen Mord in die Schuhe schieben will, ist Priest klar, dass es sich bei dem ungeplanten Besuch um kein Versehen handelte. Von der Familie des Toten selbst beauftrag begibt sich Priest nunmehr mit Jessica, der jüngsten Tochter, auf Spurensuche.

Nach Erhalt eines Abschiedsbriefes von seinem Patenonkel kommen Priests Ermittlungen erst richtig ins Rollen, wären da nicht sein kleines privates Problem, seine Exfrau und sein mordender Bruder.

James Hazel hat mit „The Mayfly“ einen ausgezeichneten und besonders grausamen Thriller geschaffen, der die Vergangenheit nicht ruhen lässt. Gekonnte Zeiten- und Szenenwechsel führen den Leser durch die Ermittlungen von Charlie Priest, dem sympathischen Anwalt, der auf gefährlichen Pfaden seiner Vergangenheit wandelt und einem sterbenden alten Colonel des MI5, dessen Fehltritt aus dem Jahr 1945 einen grausamen und mörderischen Komplott nach sich zieht, der einem als Leser die Haare zu Berge stehen lässt.

Ich hoffe, das die Geschichte um Charlie Priest noch lange nicht zu Ende erzählt ist!

Vielen Dank an Jellybooks und an Blanvalet für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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