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Schlagwort: NSA (Seite 1 von 4)

Julian Gough – Connect

Julian Gough – Connect

Colt findet sich in der realen Welt nur schwer zurecht. Er leidet an Autismus. Daher flüchtet er sich die meiste Zeit in seine Spielwelt, die er zum großen Teil mit erschaffen hat. In dieser Welt ist er für viele andere Gamer ein Held. Die Probleme beginnen, als er einen Aufsatz seiner Mutter Naomi für eine Konferenz einreicht. Naomi Chiang ist Wissenschaftlerin und befasst sich mit der Transformation der Raupe zum Schmetterling und versucht dies auf den Menschen anzuwenden. Als sie den Vortrag auf der Konferenz hält, sorgt sie damit für mächtig Wirbel.

Kurz danach werden alle Kopien des Vortrags von allen Servern und Geräten von der NDSA gelöscht.

Man möchte verhindern, dass der Feind an dieses Wissen gelangen könnte. Gleichzeitig möchte man Naomi davon überzeugen, für die Regierung bzw. das Militär zu arbeiten. Sie würde dann ihrem Ex-Mann Ryan unterstehen, der mittlerweile einen ziemlich hohen Rang im Militär bekleidet. Doch sie möchte das nicht. Sie möchte weiterhin für ihren Sohn da sein, der Veränderungen nur schwer ertragen kann.

Colt hingegen hat die Zeit, in der seine Mutter auf der Konferenz war, für seine eigene Veränderung genutzt. Er hat die Transformation an seinem eigenen Gehirn vorgenommen…

Die Handlung ist wie ein reißender Strom. Ich habe selten ein Buch so schnell ausgelesen wie dieses!

Julian Gough versteht es ausgezeichnet, sich eine Zukunft auszumalen, die erschreckend nah an der Gegenwart ist und gleichzeitig so überwältigend neu. Er beschreibt Techniken, die (hoffentlich) nie Wirklichkeit werden und deren Anfänge jetzt schon erkennbar sind.

Die Story um Colt, seine Krankheit und seine Familie werden grandios in den rasanten Plot eingebettet. Gleichzeitig entwickelt sind eine Liebesgeschichte und am Ende des Buches befasst man sich mit den ganz großen Themen unserer Welt: Mythen, Religionen, politische Systeme, Wirtschaftssysteme, Armut…

Was läuft da eigentlich in unserer Zeit so grundlegend verkehrt?

Julian Gough ist hier ein ganz großer Thriller gelungen, der eine dunkle Zukunft heraufbeschwört. Unbedingt lesen!

Vielen Dank an RandomHouse für das Rezensionsexemplar!

David Baldacci –
Die Wächter

David Baldacci – Die Wächter

Washington D. C. – eine bezaubernde Stadt mit ihren vielen Museen, Galerien und Denkmählern. Wirklich hinter die Kulissen blicken wir mit David Baldacci, der mit „Die Wächter“ den Auftakt zu einer Thriller-Reihe startet.

Oliver Stone ist kein Freund des Weißen Hauses. Seine Vergangenheit holt ihn dafür zu oft ein.

Als Mitglied des sogenannten Camel Club geht er Verschwörungen auf den Grund. Und dafür eignet sich Washington D. C hervorragend.

Er führt als campender Widerständler Buch über die „Sünden“ der Regierung. Nichtsahnend, das sein Buch Begehrlichkeiten weckt.

Oliver gelingt es durch seine nette und freundliche Art, spielerisch an Informationen zu gelangen und dank seiner Clubmitglieder diese umgehend auszuwerten. Als sich ein wahres Drama anbahnt, zieht Oliver Stone seinen einzigen realen Kontakt in der Außenwelt, Secret-Service Agent Alex Ford zu Rate.

Damit tritt Stone eine kleine Lawine los, die sich zu einem Erdbeben rund um Washington verwandelt.

Mit ausgefuchsten Charakteren wird dem Leser schnell klar, dass das hübsche und fast schon pittoresk anmutende Washington in der Tat das Zentrum der Macht darstellt. Nach und nach bröckeln die Fassaden diverser Geheimdienste und es wird zur Jagd geblasen.

David Baldacci gelingt es spielend, den Leser an der Nase herumzuführen. Ständig stellt man sich die Frage, wer hier die Guten und wer hier die Bösen sind. Grenzen verwischen und es stellt sich heraus, dass Verschwiegenheit mehr als nur eine gute Tugend sein sollte.

Klaus Dieter Klebsch überzeugt mit beeindruckender Stimme im Hörbuch und lässt Oliver Stone mit seiner dunklen Vergangenheit gekonnt dastehen.

Egal ob Caleb, Reuben oder Alex Ford, hier merkt man schnell, das man der Spannung, die durch Klebsch vorgetragen, als Hörer kaum entrinnen kann.

Mit insgesamt sechs CDs immer noch eine gute Länge, ohne den Faden oder den Überblick zu verlieren.

Für mich ein beeindruckender Auftakt zu einer hoffentlich langen und spannenden Thriller-Reihe mit Oliver Stone und seinem Camel-Club.

David Baldacci –
Hell´s Corner

David Baldacci - Hell´s Corner

David Baldacci – Hell´s Corner

Oliver Stone, ehemaliger erfolgreichster Auftragskiller im Namen der amerikanischen Regierung und Mitglied im privaten Ermittlerteam des Camel-Clubs, wird vollständig rehabilitiert und soll einen letzten Auftrag erfüllen. Während er sich auf den Weg macht, seine Reise vorzubereiten fallen Schüsse im Lafayette Park und kurz darauf explodiert eine Bombe.

Das vermutliche Ziel ist im britischen Premier schnell gefunden und somit ist der MI6 mit an Bord. Oliver lässt sich davon vorerst nicht ablenken. Die Ermittlungen der einzelnen Behörden behindern sich gegenseitig, bis Oliver Unterstützung von alten britischen Freunden erhält, die den Anschlag in ein ganz anderes Licht rücken.

Gemeinsam mit Agent Chapman vom MI6 ermittelt jetzt auch ungewollt der Camel Club, nichtsahnend, dass in diesem Fall der Tod auf der Prioritätenliste des Killers ganz oben steht.

Olivers Weg wird von nun an von Leichen gepflastert bis er plötzlich in dem trüben Nebel der in losen Enden verlaufenden Ermittlungen sich zu seinen Fähigkeiten aus alten Zeiten besinnt und plötzlich den leuchtenden und entscheidenden Stern am Himmel sieht.

Der fünfte und bisherige letzte Teil der Camel-Club-Reihe ist für den Leser der nervenaufreibendste. Man hofft inständig, dass Oliver dieses Mal endgültig auch mit dem Schutz des Präsidenten in Ruhe sein Leben leben kann, merkt aber schnell, dass hier noch andere Mächte im Dunklen regierten, die weit aus mächtiger sind.

Zu spät wird allen klar, dass die Regierung sich in ihren geheimen Ausbildungszentren Killermaschinen herangezogen hat, die vielleicht irgendwann im Leben eigene Entscheidungen treffen.

Eine würdige Fortsetzung der Camel-Club-Reihe, bei der man als Leser inständig hofft, dass David Baldacci hier wirklich nur reine Fiktion niedergeschrieben hat.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen beziehen sich auf Produkte, die ich selbst erstanden habe und nicht von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe!  #Werbung ohne Gegenleistung!

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