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Schlagwort: Überleben (Seite 1 von 22)

Miriam Lancewood –
In der Wildnis bin ich Frei

Mein Leben in den Wäldern Neuseelands

Miriam Lancewood – In der Wildnis bin ich frei

Miriam, die junge begabte Sportlehrerin hat ihren Sinn im Leben noch nicht gefunden als sie in Indien auf ihren Peter trifft. Knapp dreißig Jahre älter und scheinbar auch weiser gelingt es Peter, Miriam von seinem Heimatland zu überzeugen.

Beide kehren nach Neuseeland zurück und planen ein fantastisches Abenteuer.

Ziel der beiden ist es, alles, aber wirklich alles der heutigen modernen Welt hinter sich zu lassen und quer durch die Wildnis von Neuseeland zu ziehen.

Die Tour geht in die Planungsphase und dank vieler netter Freunde und Helfer, gelingt es den Beiden, ihren Haushalt aufzulösen und endlich loszuziehen.

Miriam nimmt sich vor, mit Pfeil und Bogen zu jagen, was sich aber als sehr schwierig erweist. Dank der Tipps von engen Freunden und zeitweiligen Weggefährten erhält sie Schießunterricht und jagt seitdem mit der Flinte.

Mit Peter selbst, dessen Alter ihm immer mehr und mehr zu schaffen macht, ist der lange ausgiebige Wandertrip nicht einfach. Das Erlegen von Tieren macht Miriam Schwierigkeiten und oft liegt es an ihr, voran ans nächste Ziel zu kommen.

Miriam Lancewood schafft es zwar, den Leser von ihrem Abenteuer zu überzeugen, jedoch nicht, ihre Beziehung zu Peter als wahre Liebe zu besiegeln.

Die ständigen Belehrungen und das Befehlen habe mir es schwer gemacht, dem Buch den gehörigen Respekt entgegen zu bringen und es tatsächlich auch auszulesen.

Meine Hoffnung, dass ich von dem Mut der beiden Aussteiger etwas mitnehmen würde, hält sich in Grenzen.

Neuseeland scheint mir allerdings für solche Arten von Experimenten das richtige Eiland zu sein. Teilweise menschenleer, jedoch nicht so weit von der Zivilisation entfernt, dass man nicht doch wieder in sein altes Leben zurückkehren könnte.

Stellenweise finde ich es ausgesprochen ärgerlich, dass sich Miriam so demütig den begleitenden Männern unterwirft und das hinterlässt einen wirklich faden Beigeschmack bei dieser langen Wanderung durch Neuseelands reicher Naturlandschaft.

Vielen Dank an Jellybooks und an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.

J. P. Delaney –
The girl before

J. P. Delaney – The Girl before

„Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.“

Ein guter Einstieg für einen Thriller. Emma ist nach einem Einbruch in der gemeinsamen Wohnung auf der Suche nach einem neuen Zuhause für sich und ihren Freund Simon. Nach unendlich vielen Wohnungspleiten schlägt die Maklerin ein ganz besonders eigentümliches Mietverhältnis vor.

Dieses entpuppt sich als ein vollkommen durchgestyltes und hochmodernes freistehendes Haus. Die Nachbarn sind gut betucht und die Gegend ist ruhig und teuer. Allerdings ist der Mietvertrag an über zweihundert Bedingungen und Regeln geknüpft.

Emma lässt das Haus auf sich wirken und beschließt, dass ebenfalls etwas spezielle Bewerbungsverfahren auf sich zunehmen. Sie schindet Eindruck mit ihrem dezenten Widerwillen bei dem markanten Vermieter und Bauherren Monkford, der dem Pärchen schließlich das Haus zu seinen Bedingungen vermietet.

Jahre später begibt sich Jane, nach der Totgeburt ihrer Tochter, auf Wohnungssuche und gerät ebenfalls an Edward Monkford.

Jane findet erstmals zu sich selbst. Doch dann beginnt sie eine Affäre mit Edward, der sich als meisterhafter Liebhaber herausstellt.

Ein Strauß Lilien vor der Haustüre lässt Jane jedoch aus ihrem scheinbar unglaublich wahrgewordenen Traum aufwachen.

Diese Geste hätte Sie von Edward gar nicht erwartet. Als sie die Wahrheit über diesen Blumenstrauß herausfindet, gerät sie selbst in höchste Gefahr.

Sie gräbt zu tief in der Vergangenheit.

J. P. Delaney ist mittlerweile ein Garant für Spannung. Emma und Jane verbinden einzig Edward Monkford und der gibt sich als nobler und großzügiger Liebhaber, wenn die Bedingungen stimmen.

In welche Art von Leben begeben wir uns mit Jane und Emma? Diese vollständige Kontrolle des Hauses über das eigene Leben scheint heute nicht mehr so abwegig. Es scheint beiden Frauen schwer zu fallen, in der Realität aufzuwachen und für eine ist schon viel zu spät.

Emma, gelesen von Anneke Sim Sarnau, zeigt sich als kleine Rebellin, die ganz genau weiß, was sie will. Doch ihre Zukunft ist bereits besiegelt.

Jane, hier gelesen von Petra Schmidt-Schaller, geht vollständig in dem neuen Haus und der neuen Lebenssituation auf, bis die Vergangenheit sie einholt.

Ein wirklich ausgezeichneter Thriller, bei dem man dank seiner vielen Wendungen und den parallelen Sichtweisen von Emma und Jane, die bis zur letzten Seite die Spannung halten erst nach dem letzten Ton ausatmen kann. Nichts geht über die totale Kontrolle.

Petra Johann –
Die Entführung

Petra Johann – Die Entführung

Leni Festing und Ronja Aurich sind die besten Freundinnen. Auch diesen Sommer verbringen sie gemeinsam ihre Schulferien am Chiemsee.

Es ist der Sommer, den Leni nie vergessen wird. Die Beiden werden auf der Fahrt zum Ferienhaus entführt. Drei Millionen Mark Lösegeld fordert der Entführer.

Die Polizei schleust sich in die Villa von Karl Festing, der es nicht gewohnt ist zu verlieren. Er weigert sich, die Lösegeldforderung anzunehmen und verhandelt. Panik bricht aus. Das Ermittlerteam hat alle Hände voll zu tun, die verzwickten Familienverhältnisse auf beiden Seiten zu verstehen und Festings engste Vertraute zu durchleuchten.

Während Leni ihren Tod kommen sieht, rebelliert Ronja in ihrem Verließ. Die Stimme des Entführers kommt ihr bekannt vor. Aber wie kann das sein? Bei ihren Eltern ist nichts zu holen, währenddessen Lenis Vater im Geld schwimmt.

Die Lösegeldübergabe der Entführung entpuppt sich als Farce. Ronjas Eltern werden darin verwickelt und vom Geld selbst fehlt jede Spur. Während Leni heil bei ihrem Vater ankommt, fehlt von Ronja jede Spur. Als die Mädchen ausgetauscht werden sollen, fallen Schüsse.

Jahre später trifft Leni auf einen der Entführer. Ihr wird klar, dass alle Menschen um sie herum sich in eine Wand des Schweigens hüllten. Doch Leni, erwachsen und von Wut gepackt, begibt sich auf Spurensuche. Ihre eigene Vergangenheit hat jedoch an ihr selbst Spuren hinterlassen und sie steht erneut an einem Scheideweg.

Mit Petra Johann begibt man sich auf Spurensuche in der Vergangenheit. Macht, Gier und Reichtum macht Menschen zu unkontrollierbaren Wesen.

Während Leni in ihrem Leben sich so sehr nach Liebe und Geborgenheit sehnt, lebt Ronja genau in dieser Welt, die allerdings von Geldsorgen und dunklen Familiengeheimnissen beschattet wird.

So unterschiedlich die beiden Mädchen sind, so nahe sind sie sich.

Ein gewagtes Verwirrspiel plagt die Ermittler, die selbst nach Jahren den Fall der vermissten Ronja nicht lösen konnten. Erst als es Leni wagt, gegen ihre eigene Familie aufzubegehren, tauchen neue Spuren auf.

Johann macht dem Leser klar, dass hier wirklich nichts ist, wie es scheint. Gekonnt zieht sie ihre Leser in den Bann von Reichtum, Macht und in eine Welt aus Drogen, aus der es nur selten gelingt, auszubrechen.

Vielen Dank an blanvalet und an Jellybooks für das Rezensionsexemplar!

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