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Schlagwort: Überleben (Seite 1 von 19)

Allen Say –
Großvaters Reise

Allen Say - Großvaters Reise

Allen Say – Großvaters Reise

Allen Say war sich lange nicht darüber im Klaren, welche Geschichte in der Vergangenheit und der Sehnsucht seines Großvaters liegt.

Im traditionellen Japan geboren begibt sich der Großvater mutig mit offenen Augen und Ohren in die ferne weite Welt. Seine Reisen führen ihn in allerlei Länder. Er lernt fremde Menschen kennen und trägt dennoch eine ungeahnte Sehnsucht nach seinem Zuhause in sich.

In seinem Traumland Kalifornien angekommen verliebt er sich und wird sesshaft und gründet eine Familie. Dennoch lodert diese kleine Flamme Heimweh immer stärker bis er endgültig beschließt zurückzukehren.

Allen Says Reise endet für den Großvater mit dem Krieg und dessen abertausende von Toten. Eine Rückkehr in sein geliebtes Kalifornien scheint ihm für immer versagt.

Diese unbändige Sehnsucht packt Allen Say durch die Erzählungen seines Großvaters und er begibt sich selbst auf diese lange Reise. Doch kann er seine Sehnsucht stillen.

Dieses moderne Märchen Says zeigt uns auf, dass wir eigentlich unsere Heimat immer im Herzen mit uns tragen, egal wie weit oder nah wir auch entfernt von dieser sein mögen.

Unsere Kultur, unser Lebensziel und unsere unbändige Neugierde sollte uns regelmäßig aufrütteln zu reisen und fremde Länder und neue Menschen und deren Kultur kennenzulernen.

Eine Sehnsucht zu stillen bedeutet nicht, dass man sein Ziel endgültig erreicht hat.

Allen Says „Großvaters Reise“ in der Edition Bracklo erschienen ist ein bezaubernd ehrliche Geschichte, die die Lust auf Abenteuer und eine unbändige Neugierde weckt. Was wären wir für Menschen ohne den Drang und die Sehnsucht, die Welt zu bereisen und seinen eigenen kleinen Horizont zu erweitern?

Ich bedanke mich herzlich bei Edition Bracklo und Dr. phil. Silke Hallmann für „Großvaters Reise“. Diese wunderschön in rotes Leinen gebundene und gezeichnete Geschichte ist eine ganz besondere Lesereise wert.

Murray Blanchat –
Deep! Space! Dead!

Eingesperrt und treibend in einer Rettungskapsel treibt Reg durchs All.

Murray Blanchat – Deep! Space! Dead!

Die Luft wird knapp und das Ende naht. Sein aufregendes Leben zieht an Ref vorbei. Der junge und erfolgreiche Fußballer schafft es nur dank seines Talents aus den Slums der neuen Welt hinein in die höhere Ebene.

Dort lernt er Tanja, die Liebe seines Lebens kennen. Als seine Sportkarriere durch einen Unfall endet, stehen Ref und Tanja vor dem Nichts. Von Armut betroffen hat es Tanja, die Tochter aus reichem Haus nicht leicht, sich in Refs Welt einzufügen.

Die Geburt der Tochter Marie zwingt Ref nunmehr, andere Einkommensmöglichkeiten zu ergründen und er verfällt in alte Muster zurück. Drogenhandel, Schmuggeln und diverse andere Schwarzmarktaktivitäten bringen Geld und somit ein besseres Leben. Aber auch Refs Reichtum kennt seine Grenzen und das Geld reicht nicht, um seiner totkranken Tochter die nötige Operation zu ermöglichen. Geplagt von Selbstzweifeln und einem unbändigen Hass auf die restliche Welt begibt sich Ref auf einen gewaltsamen Weg der Rache.

Der Elternschutzvermerk auf dem Cover macht deutlich, dass sich hier pure Gewalt, inbrünstiger Hass und sexuelle Freiheit sammeln. Die Sprache ist hart, roh und man sucht in dem Hauptprotagonisten Ref bis zur letzten Seite vergeblich nach dem Guten. In dieser Story kämpft alles! Man kämpft um Reichtum, Überleben und Macht. Auf der Suche nach Absolution, muss ich gestehen, dass ich sie Ref nicht erteilen vermag.

Murray Blanchat hat mit Deep! Space! Dead! eine wirklich düstere Welt erschaffen. Die Erde als blauen und guten Planeten, dank einer gezielten Seuche von Überbevölkerung befreit, scheint nunmehr wieder das „gelobte Land“ zu sein, nach dessen alle Menschen im All streben.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Jonas Winner –
Die Party

Jonas Winner – Die Party

Nach „Die Zelle“ und dem letztjährigen „Murderpark“ gab es dieses Jahr die Einladung zu „Die Party“. Mit dem Slogan „Wer Glück hat, stirbt als Erster“ hat Jonas Winner eine  klassisch blutige Erzählstrategie gewählt.

Brandon, der sehr zurückgezogen lebende Arztsohn lädt erneut zur Halloween-Party. Dieser Party-Revival Einladung aus den achtziger Jahren folgen die damaligen zehn Freunde.

In der Einsamkeit des Waldes  läuft es jedoch gleich zu Beginn anders als erwartet. Brandon stirbt bei seiner Showeinlage. Ein Schock durchfährt die restlichen Partymitglieder. Während die wildesten Spekulationen aufkommen und sich die zehn alten Freunde gerade wieder neu kennenlernen, erscheint der tote Brandon per Video auf dem riesigen Monitor und verkündet seine Botschaft: nur wer als letztes übrigbleibt, wird dieses Haus lebend verlassen.

Für die zehn Freunde tickt die Uhr. Plötzlich stellt sich für alle die Frage, wer ist Feind und wer ist tatsächlich ein Freund.

Jonas Winner hat mit „Die Party“ einen perfiden Thriller geschaffen, bei dem man als Leser mitten hinein in eine „whodunit“ Situation gerät, bei der man Seite um Seite feststellen muss, das hier aber auch wirklich nichts so ist, wie es zu sein scheint. Wer ist Feind, wer ist Freund. Die vergangenen Jahre haben aus den ehemaligen zehn Freunden andere Menschen gemacht. Alte Geheimnisse werden gelüftet.

Ein Mörder geht um. In diesem 80er Jahre Revival kämpft man mit alten klassischen Songtexten, einem Michael Jackson Fanzimmer und diversen anderen Rückblicken sehr wohl auch mit seiner eigenen Vergangenheit und wird doch eines besseren belehrt.

Brandons Familiengeschichte lehrt einen das Gruseln und man überlegt sich sicherlich beim nächsten Cabin-Rental, ob es unbedingt eine abgeschiedene Glasvilla im Wald sein muss.

Gewohnt spannend verfolgt man als Leser, wie der Killer seine Namensliste abarbeitet und fiebert mit den übriggebliebenen ums Überleben. Das perfide Spiel des Killers zeigt, dass Neid, Rache und verschmähte Liebe Jahrzehnte überdauern. Happy Halloween!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension


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