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Schlagwort: Überleben (Seite 1 von 6)

Maria von Blumencron –
Am Ende der Welt ist immer ein Anfang

Maria von Blumencron, weit gereist und viel bepreiste Journalistin, Aktivistin und Lebenshungrige,  begibt sich mit dem Hörer auf eine Reise in die eigene Vergangenheit.

Beginnend mit einer schmerzhaften Trennung zu ihrem italienischen Beau Rocco steigen wir ein in das Chaos dieser „Über“-Lebenskünstlerin.

Bepackt mit alten Geschichten, vergangenem Ballast und einer nicht gerade einfachen familiären Situation erleben wir Höhen und Tiefen, „Reichtum“ und Armut sowie ab und an auch mal eine Prise Glück im Leben Marias.

Geplagt durch Altlasten geht es von Köln nach Hamburg, Indien und final nach Frankreich ins Jura um das reine Glück zu finden.

Für mich war die Geschichte nicht immer einfach, da Maria in Ihrer Kindheit nicht nur schöne Dinge erlebte und das natürlich Marias „Erwachsenwerden“ prägte.

Mit viel Frohmut und Lebenslust liest Maria Blumencron ihre Lebensgeschichte und als Hörer ist man in einem Wechselbad der Gefühle. Man fiebert mit Maria, hofft mit ihrem Sohn, ist genervt von tantrischem Trara und schüttelt so manches Mal nur den Kopf über das Leben auf einer ganz besonderen Überholspur!

 

Erika Johansen –
The Fate of the Tearling

Das dritte Buch der Tearling-Saga führt Königin Kelsea ungeahnt in das Reich der Roten Königin.

Die Armee steht vor den Toren von New London und es gibt keinen Ausweg mehr.

Kelsea trifft eine Entscheidung und übergibt der Roten Königin ihre Saphire und fristet von nun an in den Folterkammern der Burg von Demesne ihr Dasein.

 

Einen herben Rückschlag erlebt hingegen die Rote Königin, als diese feststellen muss, dass ihr die Saphire nicht wie erhofft die so lang ersehnte Macht verleihen, sondern nur albernen Schmuck darstellen.

 

Während Kelsea sich Tag um Tag in ihren Träumen in die Vergangenheit flieht und dort die Wahrheit um William Tear zu verstehen beginnt, plant Mace, dem die Regentschaft von New London auferlegt wurde, die Befreiung Kelseas…

 

Der Abschlussband von Erika Johansen endet so abrupt und so überraschend, dass es mir schier den Atem verschlagen hat! Ein Machtwerk an Fantasie, gewürzt mit den Zutaten Magie, Liebe, Hoffnung und Leid, das man nicht einfach so aus den Händen legt!

 

Man fiebert mit Kelsea, Katie und natürlich auch mit Lily, regiert mit Mace, kämpft mit Hall, flüchtet mit Father Tyler, fürchtet sich mit Ewen, und liebt mit Pen.

 

Ein Buch mit so vielen liebgewonnenen Charakteren, das man inständig hofft, dass es doch irgendwann nochmal weitergeht und eines steht fest: eine Verfilmung muss her!

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Ilona Jerger –
Und Marx stand still in Darwins Garten

Alles beginnt ganz harmlos in Jahr 1881 in London. Der rennomierte Arzt Beckett hat zwei Patienten, aus dessen Arzt-Patienten-Beziehung so etwas wie Freundschaft entstanden ist.

Charles Darwin, mittlerweile berühmt, aber in London heimatlos, beschäftigt sich nur noch wenig mit der Erforschung von Flora und Fauna sondern fristet sein Dasein mit der Begutachtung von Regenwürmern.

Beckett versteht, dass Darwin nicht nur an körperlichen Schmerzen leidet, sondern auch die Seele still und leise erkrankt und er beschließt, dass er um der Freundschaft willen Abhilfe schaffen muss. Polly, der Terrier und seine Ehefrau Emma sind am Ende ihrer Kräfte.

Sein weiterer Patient Karl Marx befindet sich in einer ähnlichen Situation wie Marx. Der Stillstand seiner „Revolte“ bringt ihn und seinen Körper in eine Ausnahmesituation gegen die auch sein Lehnchen machtlos ist.

Per Zufall kommt es zu einem ersten Treffen der Beiden im Haus der Darwins und das von Darwins Ehefrau Emma als „Anstoß“ gedachte Essen endet in einem Disaster.

Beckett ist überrascht über das Treffen und beide begeistern sich von da an etwas mehr mit den Theorien und Forschungen des jeweils anderen.

Ilona Jerger hat mit ihrem Roman über diese beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten eine Geschichte geschaffen, in der die Streitkultur und die Diskussion über Gott und die Welt im Vordergrund steht.

Egal wie berühmt und wie streitbar der Mensch und dessen Theorien sein mögen, es ist und bleibt ein Mensch.

Das Hörbuch hat mir außergewöhlich gut gefallen, die Stimme von Peter Kaempfe trut einiges dazu bei!

 

 

Emily Diamand –
Flutland

Lilly lebt in den letzen 10 Grafschaften von England. London steht fast ganz unter Wasser und die Piraten rauben in letzter Zeit ständig ihre Dörfer aus.

Bei einem der letzten Angriffe kommt Lillys Großmutter und ihre einzige noch lebende Verwandte ums Leben. Da Lilly Fischerin ist und mit ihrer Seekatze gerade auf Fischfang war, konnte sie dieses Unglück nicht verhindern. Nun soll sie laut dem Dorfrat der Frauen möglichst schnell verheiratet werden….

Lilly ist sehr verzweifelt und weiß keinen Ausweg aus ihrer Situation. Sie hofft inständig, das ihr Leben wie bisher weiterläuft. Als tags darauf mehrere Soldaten in das Dorf einreiten, ist eins klar, der Überfall der Piraten war geplant, denn sie waren auf der Suche nach der Tochter des Premierministers und sind fündig geworden. Doch nur Lilly kann mit Hilfe ihrer Seekatze und des „Puters“ sowie dem rotznasigen Piratenjungen ihr Leben retten.

Spannend, trotzt anfänglichen Verwirrungen, geschrieben. Lilly gefällt mir!

Friedich Ani –
Der namenlose Tag

Der frisch pensionierte Ermittler Jakob Franck wird von einem alten Fall heimgesucht. Der Vater der verstorbenen Esther sucht ihn auf und bittet den bereits vor Jahren zu den Akten gelegten scheinbaren Selbstmord endlich aufzuklären.

Für Franck beginnt eine seltsame Reise durch die damalige Ermittlungsakte und durch die Geschichte der jungen Esther Winther.

Die privaten Ermittlungen führen Franck von einem „Verhör“ zum Nächsten wobei er seine ganz eigene Methode dabei anwendet, um das gewünschte Stückchen Hinweis zu erhalten.

Mit Francks Methode gelingt es dem Ermittler irgendwie auch sich selbst ein kleines Stückchen näher zu kommen.

Ein Kriminalroman der ganz anderen Art, die mir als Leser mehr abverlangt hat, als man es von einem ganz normalen Krimi gewöhnt ist.

 

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