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Schlagwort: Leben (Seite 1 von 12)

Miriam Lancewood –
In der Wildnis bin ich Frei

Mein Leben in den Wäldern Neuseelands

Miriam Lancewood – In der Wildnis bin ich frei

Miriam, die junge begabte Sportlehrerin hat ihren Sinn im Leben noch nicht gefunden als sie in Indien auf ihren Peter trifft. Knapp dreißig Jahre älter und scheinbar auch weiser gelingt es Peter, Miriam von seinem Heimatland zu überzeugen.

Beide kehren nach Neuseeland zurück und planen ein fantastisches Abenteuer.

Ziel der beiden ist es, alles, aber wirklich alles der heutigen modernen Welt hinter sich zu lassen und quer durch die Wildnis von Neuseeland zu ziehen.

Die Tour geht in die Planungsphase und dank vieler netter Freunde und Helfer, gelingt es den Beiden, ihren Haushalt aufzulösen und endlich loszuziehen.

Miriam nimmt sich vor, mit Pfeil und Bogen zu jagen, was sich aber als sehr schwierig erweist. Dank der Tipps von engen Freunden und zeitweiligen Weggefährten erhält sie Schießunterricht und jagt seitdem mit der Flinte.

Mit Peter selbst, dessen Alter ihm immer mehr und mehr zu schaffen macht, ist der lange ausgiebige Wandertrip nicht einfach. Das Erlegen von Tieren macht Miriam Schwierigkeiten und oft liegt es an ihr, voran ans nächste Ziel zu kommen.

Miriam Lancewood schafft es zwar, den Leser von ihrem Abenteuer zu überzeugen, jedoch nicht, ihre Beziehung zu Peter als wahre Liebe zu besiegeln.

Die ständigen Belehrungen und das Befehlen habe mir es schwer gemacht, dem Buch den gehörigen Respekt entgegen zu bringen und es tatsächlich auch auszulesen.

Meine Hoffnung, dass ich von dem Mut der beiden Aussteiger etwas mitnehmen würde, hält sich in Grenzen.

Neuseeland scheint mir allerdings für solche Arten von Experimenten das richtige Eiland zu sein. Teilweise menschenleer, jedoch nicht so weit von der Zivilisation entfernt, dass man nicht doch wieder in sein altes Leben zurückkehren könnte.

Stellenweise finde ich es ausgesprochen ärgerlich, dass sich Miriam so demütig den begleitenden Männern unterwirft und das hinterlässt einen wirklich faden Beigeschmack bei dieser langen Wanderung durch Neuseelands reicher Naturlandschaft.

Vielen Dank an Jellybooks und an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.

Susanne Kliem – Lügenmeer

Susanne Kliem – Lügenmeer

Magnus kehrt nach langen Jahren in das kleine idyllische Strandbad zurück. Es lässt sich nicht vermeiden, dass er sogleich erkannt wird. Vor Jahren wurde er des Mordes an seiner damaligen Freundin Milla beschuldigt und eckt trotz Freispruch bei seinen alten Freunden an.

Während Annik, die nur in den Ferien zu seiner alten Clique gehörte sich über seine Rückkehr freut, begegnet ihm Svenja mit Skepsis und mit einer seltsamen Art von Neugierde.

Magnus will mit seiner Vergangenheit endlich aufräumen und neu anfangen. Er nimmt die angebotene Hilfe von Svenja dankend an und trifft sich auf deren Anraten mit Annik. Beide kommen sich schnell näher obwohl Milla auch noch Jahre nach deren tragischem Tod immer wieder einen Keil zwischen Freundschaft, Liebe und der Hoffnung auf einen Neubeginn treibt.

Annik, die sich mit der Widerspenstigkeit ihrer totkranken Tante Mechthild nur schwer abgeben kann, findet in Magnus scheinbar jemand, der ihre Gewissensbisse versteht.

Die alte Clique ist bemüht, die Freundschaft wieder aufleben zu lassen, ist sich aber auch darüber im Klaren, dass man die Vergangenheit nicht einfach so ruhen lassen kann.

Mit Susanne Kliem begeben wir uns auf Spurensuche. Magnus, der Schwiegermutterliebling kann Milla, der Pfarrerstochter einfach nicht widerstehen. Milla hingegen weiß genau, was sie will und wickelt damit nicht nur Magnus um den Finger.

Ein intrigantes Spiel beginnt und einzig Milla begreift nach und nach, wer hier eigentlich die Fäden in der Hand hat.

Aus der Sicht von Annik, Svenja und dem vermeintlichen Mörder Magnus erleben wir die damalige Mordnacht erneut, tauchen ein in ein Netz aus Lügen, Intrigen und längst totgeschwiegenen Sünden, die es dem Leser nicht leicht machen, einen wahrhaft Schuldigen zu finden.

Ständig treibt einen die Frage um, wer hat Schuld und wer ist hier das Opfer. Geschickt führt uns Susanne Kliem mit „Lügenmeer“ in eine hübsche Kleinstadt, deren Bewohner es überaus gekonnt verstehen, die Vergangenheit mit all ihrer Lügen auch dort zu lassen.

Vielen Dank an C. Bertelsmann für das Rezensionsexemplar!

Anne Cathrine Bomann –
Agathe

Anne Cathrine Bomann – Agathe

Ein Psychiater zählt seine letzten Arbeitstage bis zu seinem Ruhestand und es kommt ihm selbst nicht komisch vor?

Schon kommt man selbst ins Grübeln, kennt man doch die tollen Abreiskalender für angehende Rentner und besinnt sich selbst an eigene letzte Tage.

Geplagt von seiner Einsamkeit wird der Psychiater auf seine letzten Tage doch ein wenig mürrisch, als ihm seine Sekretärin noch eine neue Patientin auf den Diwan legt. Er beschließt zu rebellieren und zieht dennochden Kürzeren bei Madame Surrugue, die gerade mit ihrem sterbenden Ehemann genügend mit sich selbst zu tun hat und ihn dann auch noch auf seine letzten Arbeitstage sitzen lässt.

Die neue Patientin Agathe bringt ihn jedoch zum Umdenken. Ervergisst seine letzten Stunden zu zählen, beschließt es mit Sarkasmus und tiefer Ironie bei seinen restlichen Patienten. Die Wandlung in einen scheinbar normalen Menschen mit einem Bedürfnis nach Liebe gelingt ihm aber nicht ganz, ohne über seinen eigenen großen dunklen Schatten des Alltags zu springen.

Agathe treibt ihn unbewusst in seiner Wandlung voran undbringt ihn dazu, endlich einen Schritt in das Leben zu tun. Ein kleinerSchritt, der die Erkenntnis einer unverhofften Liebe und einem völlig neuen Leben aufzeigt.

Mit großem Schmunzeln fragt man sich als Leser, ob man es selbst als der ewig Geduldige überhaupt so weit geschafft hätte. Mit Agathe zwingt Anne Cathrine Bomann den Leser wieder zu erkennen, dass auch kleine Dinge Glück verheißen können und es für die alles entscheidende unbändige Liebe im Leben nie zu spät ist.

Vielen Dank an emotion und an Hanserblau für das Rezensionsexemplar und diese tolle Romanaktion! Es war mir ein Vergnügen!

Mein Lieblingszitat: „Als sie gegangen war, kam mir der Gedanke, ob in Wahrheit nicht vielleicht ich der Irre von uns beiden war.“

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