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Schlagwort: Leben (Seite 1 von 12)

Anne Cathrine Bomann –
Agathe

Anne Cathrine Bomann – Agathe

Ein Psychiater zählt seine letzten Arbeitstage bis zu seinem Ruhestand und es kommt ihm selbst nicht komisch vor?

Schon kommt man selbst ins Grübeln, kennt man doch die tollen Abreiskalender für angehende Rentner und besinnt sich selbst an eigene letzte Tage.

Geplagt von seiner Einsamkeit wird der Psychiater auf seine letzten Tage doch ein wenig mürrisch, als ihm seine Sekretärin noch eine neue Patientin auf den Diwan legt. Er beschließt zu rebellieren und zieht dennochden Kürzeren bei Madame Surrugue, die gerade mit ihrem sterbenden Ehemann genügend mit sich selbst zu tun hat und ihn dann auch noch auf seine letzten Arbeitstage sitzen lässt.

Die neue Patientin Agathe bringt ihn jedoch zum Umdenken. Ervergisst seine letzten Stunden zu zählen, beschließt es mit Sarkasmus und tiefer Ironie bei seinen restlichen Patienten. Die Wandlung in einen scheinbar normalen Menschen mit einem Bedürfnis nach Liebe gelingt ihm aber nicht ganz, ohne über seinen eigenen großen dunklen Schatten des Alltags zu springen.

Agathe treibt ihn unbewusst in seiner Wandlung voran undbringt ihn dazu, endlich einen Schritt in das Leben zu tun. Ein kleinerSchritt, der die Erkenntnis einer unverhofften Liebe und einem völlig neuen Leben aufzeigt.

Mit großem Schmunzeln fragt man sich als Leser, ob man es selbst als der ewig Geduldige überhaupt so weit geschafft hätte. Mit Agathe zwingt Anne Cathrine Bomann den Leser wieder zu erkennen, dass auch kleine Dinge Glück verheißen können und es für die alles entscheidende unbändige Liebe im Leben nie zu spät ist.

Vielen Dank an emotion und an Hanserblau für das Rezensionsexemplar und diese tolle Romanaktion! Es war mir ein Vergnügen!

Mein Lieblingszitat: „Als sie gegangen war, kam mir der Gedanke, ob in Wahrheit nicht vielleicht ich der Irre von uns beiden war.“

Anna Funck –
Egal, ich ess das jetzt!

Anna Funcke - Egal, ich ess das jetzt!

Anna Funcke – Egal, ich ess das jetzt!

Anna Funck geht mit „Egal, ich ess das jetzt!“  im Selbsttest samt Familie den angesagten und den wiederentdeckten Ernährungstrends auf den Grund.

Wer kennt das nicht? Die Jeans passt, hauteng zwar, nur geht der Knopf nicht zu. Nach einer Portion gebratener Nudeln beim Chinesen fühlt man sich wie aufgeblasen. Bei frischer Milch denkt man immerzu an die armen Kühe.

Während ihr Mann morgens noch dem Kaffee frönt, schlürft Anna bereits ein Glas Wasser mit Apfelessig. Dabei wird natürlich auch gleich noch mental entschlackt. Der jungen Familie gelingt mit einer gehörigen Portion Mut und Witz den Strömen der Ernährungstrends zu folgen oder auch gleich nach dem ersten „Mahl“ die Segel zu streichen.

Über Glutenintoleranz, Smoothiewahnsinn und dem bösen Zucker vereint Anna Funcke in diesem Buch alle Todsünden der Ernährung. Bis zur letzten Seite fragt sie sich, was wir eigentlich so alles in uns hineinstopfen und es auch noch unumwunden für gesund und gut halten.

Der Leser erlebt mit Schleckmuscheln, Esspapier und dem guten alten Apfelessig auch die ein oder andere kleine Zeitreise.

Beim Blick in den eigenen Kühlschrank findet man nun die ein oder anderen kleinen Sünden, aber was soll´s? Man isst nur einmal!

Der Selbsttest hat seine positiven wie auch negativen Folgen. Er zeigt mit viel Ironie, gehörigem Sarkasmus vom milchtrinkenden Freund Sascha bis hin zum ehrlichen Kindermund, was wir uns heute alles so antun um nicht vorzeitig zu altern, in Jeansgrößen zu passen, die jenseits von Gut und Böse liegen und um auch noch nach einem 14 Stunden Tag selbstverständlich hinreißend aussehen.

Mit einem Augenzwinkern erzählt Anna Funck von ihrer ungewöhnlichen Reise durch die Wunderwelt der Ernährung.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezension bezieht sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

 

Emil Horowitz –
Gespräche auf einem absurden Planeten

Emil Horowitz - Gespräche auf einem absurden Planeten

Emil Horowitz – Gespräche auf einem absurden Planeten

Kurzgeschichten in verteilten Rollen? Mein Interesse war geweckt. Emil Horowitz hat mir mit seinen „Gesprächen auf einem absurden Planeten“ eine Zusammenfassung über den alltäglichen Irrsinn auf unserer Welt geliefert.

 

Was wäre, wenn wir uns nicht immer so perfekt und immer so außergewöhnlich korrekt an die Regeln halten würden? Würden wir dann genau so leben wie jetzt? Würden wir in eine Anarchie verfallen oder gar noch mehr sinnlose Kriege anzetteln?

Ob im Filmbusiness, im Marketingbereich oder einfach in der Kneipe ums Eck findet man als unauffälliger Zuhörer doch die ein oder andere Story, die einen sprachlos macht. Als Leser dieser Kurzgeschichten fragt man sich, was das Menschsein ausmacht? Ist es die Möglichkeit der Kommunikation? Jeder erkennt in den hier aufgeführten Kurzgeschichten mindestens eine Situation wieder, bei der man entweder selbst Dialogteilnehmer war oder ganz unauffällig gelauscht hat.

Vielleicht sollten wir uns manchmal vorher ernsthafte Gedanken darüber machen, was wir eigentlich aussagen wollen? Dem Alkohol sind sicherlich auch so manche Gespräche geschuldet, die man vielleicht auch noch nach Jahren gerne ungesagt machen würde, aber so sind wir Menschen!

Emil Horowitz hält uns als Leser mit seinen Kurzgeschichten den Spiegel der Gesellschaft vor und macht deutlich, dass dieser absurde Planet gar nicht so weit von uns entfernt liegen kann und das wir eventuell bei genauer Betrachtung bereits auf diesem Leben!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Das anschließende Interview mit Emil Horowitz findet ihr hier.

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