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Schlagwort: Roadtrip (Seite 1 von 2)

Stanley Crawford –
Gascoyne

Stanley Crawford – Gascoyne

Gascoyne – Surreal, expressionistisch und schräg! Dieser rote Sticker auf der Rückseite des Buches verspricht so einiges!

Gascoyne gerät aus reiner Neugierde und natürlich auch wirtschaftlichem Interesse mitten hinein in einen Mord. Auf dem riesigen Anwesen seines Geschäftspartners und Konkurrenten Roughah wird eine ganz große Show abgezogen. Gascoyne schleicht sich in das Innere des Haupthauses und trifft dort auf einen Unbekannten in einem Faultierkostüm, eine hocherfreute Witwe, die trauernde Geliebte und den Chauffeur Dimitri. Die großartige Vorstellung wird allerdings davon getoppt, dass der zuständige Sherriff O`Mallollolly den Mord als simplen Selbstmord gleich für erledigt erklärt.

Während Gascoyne von seinem Handy aus weiter seine mehr oder weniger offiziellen Geschäfte vorwärts treibt und diverse Ermittlungen in Bezug auf den Toten an seine rechte Hand Chester delegiert, wird er von ständig wechselnden Porschefahrern verfolgt.

Scheinbar ist ihm ein Stich ins Wespennest gelungen und er kann es kaum erwarten, dass seine Geschäfte davon profitieren. Ständig auf Achse regiert er mit harter Hand sein eigenes Imperium.

Durch seine Überheblichkeit, sein übertriebenes Selbstvertrauen und seine ganz besondere Einstellung zu Problemlösungen begreift er erst viel zu spät, dass es tatsächlich jemand gewagt hat, den Spieß umzudrehen.

Stanley Crawford hat mit Gascoyne einem Autonarren eine eigene kleine Welt geschaffen. Dieses kleine von Wohlstand, Macht und Gier geprägte Stückchen Land findet überall auf dieser Welt ein Zuhause. Er beleuchtet den „American Dream“ mit rotzigem Sarkasmus, einem guten Schuss Ironie und einer Arroganz, die seinesgleichen sucht.

Dem Leser wird nach und nach klar, wie diese kleine selbstgestrickte Welt funktioniert. Mit Gascoyne begibt man sich auf einen üblen Roadtrip in schönen alten Klassikern nur um festzustellen, dass diese ganze Fiktion leider schon zu unserer Realität geworden ist.

Wer also auf Roadmovies, skurrile Typen, amerikanische Autos und eine fiese Story steht, der ist bei Stanley Crawford genau richtig!

Danke an den Louisoder Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Carol O´Connell –
Such mich!

Nr. 7 der Kathy Mallory Reihe!

Kathy Mallory ist unauffindbar. Ihr Kollege Riker findet in ihrer Wohnung eine Frauenleiche und ahnt nichts Gutes. Mallory begibt sich auf einen ganz besonderen Roadtripp auf die Route 66 und stößt gleich zu Beginn auf eine frisch abgelegte Leiche.

Eine Leiche in Chicago am Straßenrand selbst wäre nichts Besonderes, aber bei dieser wurde die linke Hand durch eine skelettierte Kinderhand ausgetauscht.

Als weitere Kinderleichen auftauchen und Mallory auf einen seltsamen Tross von Menschen stößt, wird ihr einiges klar.

Als Riker, ihr Kollege samt Charles zu Mallory aufschließen, übernimmt das FBI den Fall und die Hölle bricht los.

Ein gewohnt spannender Thriller aus der Feder von Carol O´Connell bei dem Kathy Mallory das erste Mal gehörig Federn lässt und selbst ihr Freund Charles an ihr zu zweifeln beginnt. Dieser Roadtrip auf der Suche nach ihren leiblichen Vater zeigt Seiten an Mallory, die der Leser bisher noch nicht kannte.

Die Autorin hat ein dunkles Thema der amerikanischen Geschichte aufgetan. Die unglaubliche Menge an spurlos vermisster Kinder, deren Eltern sich gemeinsam auf eine Suche ins Nirgendwo begeben und dabei kein gutes Licht auf die Ermittlungsarbeiten des FBIs werfen und aufzeigen, das dieser Konkurrenzkampf und das Machtgerangel verschiedener Polizeibehörden über Staatsgrenzen hinweg zu viel Leid beigetragen haben.

 

 

Thorsten Nesch –
Johnny Burdon

Jana wandert mit ihrer Mutter, die einen Kanadier geheiratet hat, von Deutschland in dessen Heimat aus. Sie hinterlässt Tarik, ihren Freund, ihren Bruder und Vater sowie alles, an dem sie jemals hing.

Als ihr alles über den Kopf wächst, beschließt sie sich bis New York durchzuschlagen um von dort aus per Flugzeug Tarik in Deutschland in die Arme zu fallen.

Mit 300 kanadischen Dollar im Gepäck bricht Jana also auf und trifft während ihres abenteuerlichen Roadtrips auf Johnny Burdon, den alkoholabhängigen Tramper, der sie unter seine Fittische nimmt.

Die beiden trampen quer durch Kanada, überstehen die ein oder andere brenzlige Situation, bis beiden klar wird, das nur das Gemeinsame zählt und so etwas wie Wahrheit scheinbar überbewertet wird.

Während Johnny nach einem kleinen Unfall dem Alkohol entsagt und mit seinen Gedächtnislücken zu kämpfen hat, gesteht Jana sich endlich ihrer Lügen ein.

Ein teilweise urkomischer aber auch sehr trauriger Roadtrip, der sich für Jana, wie auch Johnny zu einem Schlüssel der inneren Wahrheit entpuppt, bei dem kein Auge trocken bleibt.

 

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