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Schlagwort: Bestechung (Seite 1 von 5)

Wolfgang Wirth –
…und ich will nicht gnädig sein!

Wolfgang Wirth - und ich will nicht gnädig sein

Wolfgang Wirth – und ich will nicht gnädig sein

Das Abitur ist geschafft und die lange geplante Reise per Rucksack durch die Türkei steht an. Nick trifft im tiefsten Hinterland auf die hübsche Ceren. Morgens wird er blutüberströmt von seinen Klassenkameraden mit der ermordeten Ceren aufgefunden. Der Prozess ist kurz und schmerzlos und die anschließende Haft in der Türkei der reinste Horror.

Kurz vor dem Aufgeben besinnt sich Nick und beschließt mit dem Amerikaner Joe und dem Rumänen Matteo auszubrechen. Die abenteuerliche und gefährliche Reise bis zu Nicks Ziel beginnt.

In seiner Heimat Mainz endlich angekommen, ist ihm allerdings schon Ceres älterer Bruder auf den Fersen, der Sühne und den Tod für seine Schwester fordert. Doch Nick ist zu sehr damit beschäftigt, die Mitglieder seiner alten Clique aufzutreiben und ihnen deren eigene Vergehen zur Last zu legen.

Jenny, selbst Mitglied dieser alten Clique und jetzt Polizistin kommt selbst ihren alten Schulkollegen auf die Schliche. Sie tritt somit in Konkurrenz zu Nick. Doch nach dem ersten Mord ist beiden klar, dass hier noch jemand anderes die Strippen zieht und schon alle Leichen im Keller zu kennen scheint. Dieser ist dabei weder auf Nicks Rache noch auf Jennys Gerechtigkeit aus ist und somit schweben beide ebenfalls in höchster Gefahr.

Wolfgang Wirth hat mit seinem Buch einen klassischen „Whodunit“ Thriller geschaffen. Nicks Unschuld wird vom Leser während der ganzen Geschichte in Frage gestellt. Wer ist der Feind und wer ist eigentlich der Freund, wer der eigentliche Killer? Alle Mitglieder dieser ehemaligen Clique haben durch den Mord an der jungen Ceren in ihrem weiteren Leben einen scheinbar ehrlichen Weg eingeschlagen. Dennoch prägt der jetzt vorhandene Reichtum, die Macht über andere Menschen und die eigene Gier heute deren Alltag. Man stellt sich als Leser die Frage, ob man nach so einer Erfahrung im Leben nur noch von Egoismus bestrebt ist und sich selbst immer mehr dem Wesen des wahren Killers anpasst. Hier muss ein Geheimnis nach dem anderen gelüftet werden und die Liste ist lang.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Desweiteren bedanke ich mich für ein kleines Kurzinterview bei Wolfgang Wirth über „…und ich will nicht gnädig sein!“.

 

Anna Tell –
Vier Tage in Kabul

Anna Tell - Vier Tage in Kabul

Anna Tell – Vier Tage in Kabul

Amanda Lund gehört zu einem schwedischen Ermittlerteam und agiert bei Geiselnahmen als Verhandlungsführerin. Derzeit ist sie in Kabul, Afghanistan stationiert und bildet dort  einheimische Truppen aus. Mehr als einmal gerät sie unter feindlichen Beschuss.

Als zwei Mitarbeiter der schwedischen Botschaft entführt werden, wird Amanda mit den Ermittlungen vor Ort beauftragt. Das erste Treffen mit dem dortigen Botschafter Sven läuft nicht gerade wie geplant. Der aalglatte Botschafter verschweigt etwas und die Uhr tickt.

In Stockholm wird kurz vor Morgengrauen eine Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der Fall landet dank eines unfähigen Polizisten auf dem Schreibtisch von Bill, Amandas Einsatzleiter. Dieser entdeckt sogleich, dass der Tote frisch aus Kabul zurück ist.

Was hat der tote Diplomat in Stockholm mit den vermissten Mitarbeitern der Botschaft in Afghanistan zu tun? Amanda greift vor Ort vor und hält ein brisantes Fax in den Händen, was so einiges erklärt. Jetzt kann die Jagd endlich beginnen, doch weder in Afghanistan, noch in Stockholm spielen alle Beteiligten mit offenen Karten.

Für die Politik steht zu viel auf dem Spiel um den Ermittlern im In- und Ausland freie Hand zu geben, doch Afghanistan ist weit weg und Amanda hat bereits Fahrt aufgenommen.

Dieser Thriller von Anna Tell ist gewagt, brisant und könnte nicht aktueller sein. Die Ermittlungen in einem Land, welches seit Jahren unter den Kriegswirren, der Religion, dem florierenden Drogenhandel und der Armut leidet, stellen alle Beteiligten vor eine schwierige Aufgabe: Wer ist Freund und wer ist hier eigentlich der Feind?

In Amanda Lund sehen wir eine moderne schwedische Frau. Gut ausgebildet in einer Männerwelt nähert sie sich konsequent ihrem Ziel und legt somit ein wenig Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan.

Der Wiederaufbau und die Stabilisierung dieses Landes können also nur gelingen, in dem alle Einsatzkräfte gemeinsam dazu beitragen und einzelne politische Interessen für lange Zeit erstmal in den Hintergrund treten.

Ich hoffe doch sehr auf einen weiteren Teil des Ermittlerteams Amanda & Bill und freue mich jetzt schon auf atemlose Spannung.

Vielen Dank an Jellybooks und an Rowohlt für das Rezensionsexemplar!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Stephanie Marland –
Wir sehen dich

Clementine Starke forscht für ihre Doktorarbeit über Onlineforen und deren Strukturen. Von ihrer eigenen gebrandmarkten Vergangenheit nicht loslassend begibt sie sich in True-Crime-Szene in London. Ein Killer geht in London um, die Polizei tappt im Dunkeln und das heizt natürlich das Forum mächtig an. Dort schließt sie sich einer kleinen unscheinbaren Gruppe mit dem Ziel an, den Killer vor der Polizei zu schnappen.

DI Bell ermittelt mit seinem Team ohne dem Killer auch nur in die Nähe zu kommen. Der Druck der Presse und seiner Vorgesetzten ist enorm, sein letzter Fall ist jetzt ein Fall für die Dienstaufsicht und in seinem Team gibt es ausgerechnet jetzt auch noch einen Maulwurf.

Als Clementine und Bell aufeinandertreffen, hat der Killer schon sein nächstes Opfer in seinen Händen.

Stephanie Marland hat mit „Wir sehen dich“ und Clementine einen Charakter erschaffen, deren Glaube an das Gute im Menschen so zerrüttet ist, dass Lügen und Korruption allgegenwärtig sind. Bestätigung findet sie in ihrer True-Crime-Onlinewelt und ihrer fast zwanghaften Überwachung von DI Bell. Ihr Drang, der Welt die Schlechtheit ihrer Umwelt zu zeigen bringt sie erneut in eine Situation, von der sie nunmehr hofft, dass ihre dunkle Vergangenheit endlich ans Licht kommt.

Marland gelingt es spielerisch, den Leser selbst an das Gute im Menschen zweifeln zu lassen. Niemand scheint der zu sein, der er vorgibt und das Internet ist ein Moloch, bei dem es einem schwerfällt, zwischen dem klar Ersichtlichen und der wirklichen Wahrheit zu unterscheiden.

Ich hoffe auf eine Fortsetzung mit DI Bell und bin überzeugt, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt.

Vielen Dank an Jellybooks und an den Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. Die Rezension sowie das Bild sind mein Eigentum!

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