tinaliestvor

books and more

Kategorie: Ebooks (Seite 2 von 33)

Melanie Levensohn –
Zwischen uns ein ganzes Leben

Beatrice arbeitet für die Weltbank in Washington und durch ein kleines Missverständnis in einem Presseartikel gerät ihr ganzes Leben aus den Fugen. Die Versetzung ins Archiv in den Keller lässt nicht lange auf sich warten und sie nimmt dankbar einen ehrenamtlichen Job als Betreuerin von Jacobina, einer alten wirschen Dame an.

Während Beatrice sich zu alledem auch noch mit ihrer derzeitigen Beziehung herumschlagen muss, bricht bei Jacobina das Eis. Sie bittet Beatrice um Hilfe, ihre im Krieg verschollene Halbschwester Judith zu finden.

Als Beatrice sich in dieses neue Abenteuer stürzt und sich auf die Suche nach Judith macht, trifft sie auf Gregoire, in den sie sich auf den ersten Blick hin sofort unsterblich verliebt.

Während Beatrice versucht, ihr Leben neu zu organisieren, begeben wir uns als Leser in die Vergangenheit und lernen Judith kennen. Die alle Hoffnung in ihren Christian setzt, denn ihr Leben als Jüdin in Frankreich scheint nicht mehr sicher. Sie hofft dem Naziregime zu entkommen und erlebt einen Schrecken nach dem anderen, bis ihr schlimmster Alptraum wahr wird.

Melanie Levensohn hat mit ihrem Roman „Zwischen uns ein ganzes Leben“ aus dem Hause Fischer Verlag ein kleines Zeitfenster in die Vergangenheit geöffnet. Sie blickt hoffnungsvoll auf die Liebe von Beatrice und Gregoire und auch auf die hoffnungslose Beziehung von Judith und Christian und macht deutlich, dass die Liebe zart und vergänglich ist. Ein großes Augenmerk legt sie auf die Arbeit vieler Institutionen, die bis heute noch versuchen, verschollene Menschen und alte Kontakte nach dem zweiten Weltkrieg wieder herzustellen und damit die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen diverser Organisationen hervorzuheben. Diese Arbeit wird vermutlich und hoffentlich niemals enden!

Vielen Dank an Jellybooks und an den Fischer Verlag für das Ebook als Rezensionsexemplar. Die Rezension sowie das Bild sind mein Eigentum und dürfen gerne genutzt werden. #Werbung

Olivia Kiernan –
Zu nah

Olivia Kiernan - Zu nah

Olivia Kiernan – Zu nah

Eleanor Costellos scheinbarer Selbstmord wird für Frankie Sheenan, gerade frisch an die Ermittlerfront zurückgekehrt zur Zerreisprobe. Die Frau, bulimisch, selbstbeherrscht und scheinbar ihren Ehemann verprügelnd, hinterlässt nicht gerade viele Spuren zu ihrem Killer. Sheenan und ihr Team stoßen erst auf Ungewöhnlichkeiten, als ein weiteres Opfer, brennend im Halloweenfeuer gefunden wird. Amy, das zweite Mordopfer hatte ein Verhältnis mit dem Ehemann des ersten Opfers, aber wo ist der Ehemann?

Peter Costello steht somit als Hauptverdächtiger auf der Liste ganz oben, doch von ihm gibt es seit einem Monat keine Spur. Sheenans Team steht kurz vor der Aufgabe, als ausgerechnet das Bankkonto des zweiten Opfers erneut zu einer Website im Darknet führen, deren Spur bereits erloschen war.

Der Killer spielt ein wahrhaft blutiges Spiel.

Mit „Zu nah“ hat Olivia Kiernan einen blutigen Thriller geschaffen, dessen verstrickte Story es dem Leser nicht gerade einfach macht, das Gute vom Bösen zu trennen.

Sheenan, mit belasteter Vergangenheit, bringt gehörig Schwung und Baz als sehr traditionellen Wingman bringt ausreichend Klassik in den Thriller. Der Faden, der sich im wahrsten Sinne als blutrot entpuppt, zieht sich stetig durch die Geschichte eines grausamen Mordkomplotts und steht mit dem Preußisch Blau Chagalls in ausgezeichnetem Kontrast.

Olivia Kiernan - Zu nah

Olivia Kiernan – Zu nah

Mir gefiel besonders diese verstrickte Story, der man teilweise nur schwer folgen konnte, bei der es dann aber immer wieder unverhofft „klick“ machte und nur um darauf gleich in die nächste Falle des Killers zu tappen.

Das Hörbuch mit seinen ingesamt 445 Minuten und der tollen Stimme von Sabina Godec erzählt anfänglich eher sanft die Geschichte der ersten zwei Morde, nimmt dann aber rasant an Stimmung auf. Sabina Godecs Stimme passte ausgezeichnet zu Freddie Sheenan.

Ich hoffe, dass es weiter Fälle mit Sheenan und Baz geben wird!

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass der Inhalt der Rezension sowie das Bildmaterial mein Eigentum sind, welche gerne verlinkt und genutzt werden dürfen. Das Ebook wurde von mir von Jellybooks zur Rezension zur Verfügung gestellt! #Werbung mit Rezension als Gegenleistung!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen beziehen sich auf Produkte, die ich selbst erstanden habe (Hörbuch) und nicht von den Herstellern bzw. Verlägen oder Autoren zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe! (gem. Urteil Landgericht Berlin vom 24.05.2018 – Az. 52 O 101/18) #Werbung ohne Gegenleistung!

 

 

Holly Bourne –
Spinster Girls –
Was ist schon normal?

Was ist schon normal? Diese Frage hat sich ja schon jeder einmal gestellt und man sollte sie sich auch ab und an noch regelmäßig stellen.

Evelyn allerdings, scheint jenseits von Normal zu sein. Frisch aus einer langanhaltenden Zwangsstörung hat sie es endlich wieder zur Schule geschafft und kämpft dort alltäglich gegen ihre Sucht.

Ihr gelingt es neue Freundschaft mit Lottie und Amber zu schließen, begibt sich trotz Bedenken ihrer Therapeutin Sarah auf Dates und endet in einem Desaster.

Aber was wäre das Leben eines Teenagers, wenn er daraus nicht lernen würde? Doch Evie vergisst den ersten Typen und steigt gleich ins nächste Abenteuer und trifft auf Oli, der ihr erschreckenderweise den Spiegel offen und ehrlich vorhält. Gedrängt von der verzweifelten Suche nach der Liebe und dem so heilenden geliebtwerden missachtet Evie alle Warnhinweise und Selbstbeobachtungen.

Einzig Lottie und Amber, die den Club der Spinster-Girls gründen und von nun an für den reinen Feminismus kämpfen, helfen Evie mehr als einmal unbekannter Weise aus dieser bitteren Falle des Selbstzweifels.

Holly Bourne hat mit „Spinster Girls“ und dem ersten Teil – Was ist schon normal – eine wunderbare Trilogie über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens geschaffen. Begleitet von Evie sieht man nunmehr Menschen mit Zwangsstörungen aus einem ganz anderen Licht und es macht einem einfach, den wahren Menschen dahinter zu erkennen.

Man fiebert mit Evie durch die Kapitel, hofft inständig, dass das nächste Date ein Volltreffer wird und denkt gerne an die eigene Zeit der Dates und schrecklichen Partys zurück. Mit ihren Freundinnen Lottie und Amber hält das Thema Feminismus endlich Einzug in unsere Jungendzimmer zurück!

Ich freue mich auf den nächsten Teil!

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2018 tinaliestvor

Theme von Anders NorénHoch ↑