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Schlagwort: Verlust (Seite 1 von 3)

Nicholas Müller –
Ich bin mal eben wieder tot

Ein Buch, so offen und schonungslos!

Angst. Man erwartet Aufklärung vom Facharzt oder von einem Therapeuten. Aber Fehlanzeige, und dass ist gut so!

Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones, gesteht sich offen und ehrlich ein, das er ein Problem mit der Angst hat. Während die Band auf dem Höhepunkt ihrer Karriere steht, steht Nicholas Müller am eigenen Abgrund. Die Panikattacken häufen sich und werden immer schlimmer.

Der Druck in diesem Business ist groß, die Familiengeschichte durch Krebs, Krankheit und Tod gepflastert, beenden abrupt das Bühnenende des Sängers und die Selbsteinweisung in eine Fachklinik.

Erst hier wird ihm klar, welche Ursachen hinter diesen Angstattacken liegen und das eine medikamentöse Behandlung nicht immer die perfekte Lösung ist.

Mir gefällt die offene und ehrliche Art, wie Nicholas Müller mit seiner ganz eigenen Nemesis umgeht und es ihm gelingt, dank qualifiziertem Fachpersonal, sehr engen Freunden und der Familie auch die nächste Angstattacke zu überstehen.

Dieses oft totgeschwiegene Thema verdient diese unkomplizierte Art und Weise damit umzugehen. Dabei dürfen auch Witz, Sarkasmus und Skurrilität nicht fehlen.

Was für Nicholas Müller die Eifel, ist für mich der Hochwald und ich bin dankbar für die Idee, den Staubsauger gleich an unser Fellmonster Ella anzubinden!

Sonja Heiss –
Rimini

Eine ganz normale Familie, oder? Sohn Hans, der reiche Anwalt mit einem Wutproblem und zerrüttender Ehe und nacheifernden Kindern begibt sich wegen eines kleinen Tennisschlägervorfalles in Therapie. Anders als er erwartet, tritt seine Wut in den Hintergrund, aber sein zerrüttetes Eheleben in den Vordergrund.

Tochter Masha, ungebuchte Schauspielerin, steht kurz vor der Vierzig. Getrieben von dem Plan, vor der magischen Zahl endlich Mutter zu werden, schlägt sie sich durch einen Männerdschungel, der gewaltige Spuren hinterlässt.

Vater Alexander, eine menschliche Klette, fühlt sich von seiner Ehefrau Barbara alleingelassen. Barbara hingegen, auf Schritt und Tritt von Alexander verfolgt, flieht in ihre Depressionen und danach in eine scheinbar neue Welt.

Mit den Stimmen von Heike Makatsch, Lars Eidinger, Maren Kroymann und Ulrich Noethen erzählt Sonja Heiss aus dem Leben einer ganz normalen Familie, die von Neurosen geplagt, stets nach den falschen Zielen strebte und die vollendete Freundschaft in einem Wellensittich findet. Den bitterbösen Spiegel der Wahrheit findet jedes Familienmitglied auf die ein oder andere Art. Erschreckenderweise habe ich mich auf die ein oder andere Art selbst in diesem Roman wiedergefunden.

Für mich das Buch des Jahres 2017!

 

 

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Lucy Christopher –
Isla Schwanenmädchen

Islas Vater liegt mit einem sterbenden Herzen im Krankenhaus. Seine Tage sind gezählt, es steht sehr schlecht um ihn.

Täglich besucht Isla gemeinsam mit ihrer Mutter ihren schwerkranken geliebten Vater. Dort lernt Isla den krebskranken Harry kennen.

Er bittet Isla um einen seltsamen Gefallen. Draußen, am Krankenhaussee, soll sie den neuen Schwan beobachten. Um ihrem schlimmen und traurigen Alltag bei den Besuchen zu entfliehen, tut sie Harry den Gefallen.

Doch bei dem Schwan angekommen, muss Isla feststellen, das hier irgendetwas nicht stimmt. Der Schwan, anstatt zu flüchten, kommt auf Isla zu. Vor Schreck rennt Isla weg und der Schwan folgt ihr.

Harry, der die komische Szene von seinem Krankenhausfenster beobachtet begreift, das der Schwan wohl nicht fliegen kann….

Dieser bezaubernde Roman über Krankheit, Hoffnung und Liebe zeigt dem Leser auf feinfühlige Art, wie schwer es ist, wenn man durch ein Leiden in seinem Körper gefesselt ist und wie wichtig Hoffnung, Liebe und Unterstützung sind.

Mutig, melancholisch und mit einem kleinen Funken Hoffnung!

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Richard Paul Evans –
Die wundersame Schatulle

Die wundersame Schatulle ist für mich ein Weihnachtsbuch. Klassisch melancholisch und bezaubernd zugleich erzählt uns Evans über eine scheinbar ganz normale Familie. Der Vater, der rund um die Uhr arbeitet und seine so perfekte Familie vernachlässigt, findet auf dem Dachboden eine wundersame Schatulle….

Es hört sich an wie ein Märchen und der Leser wird feststellen, es ist ein Märchen.

Der Orignaltitel lautet ja „the christmas box“ und anhand dieses Titels ist die Einordnung der Story für den Leser ja glasklar. Ein modernes Märchen mit allem Drum und Dran!

 

Rina Frank –
Ich folge dir mit geschlossenen Augen

Rina Frank hat mit ihrem Roman „Ich folge dir mit geschlossenen Augen“ einem aufgezeigt, wie schwer doch die Liebe ist. Rina steckt in der Klemme, sie hat einen Tumor am Herzen und muss operiert werden, was jedoch in Israel nicht so einfach ist. Auf der Suche nach einem guten Chirurgen, wird sie dann auf Dr. Eres Green aufmerksam. Schon ist es um Sie geschehen und seine Liebe lässt nicht lange auf sich warten. Jedoch hat das ganze zwei Haken, den Rina ist selbst noch liiert mit Jakob, dem sie dann noch ein paar Wochen die schon bereits zu Eres bestehende Liebschaft verheimlicht. Und schließlich Eres selbst, verheiratet, mit einer Tochter, verspricht er Rina, sich von seiner Familie zu trennen.

Rina führt ihren Leidensweg durch diese beiden Beziehungen auf und muss sich schließlich entscheiden. Doch war es die richtige Wahl?

Schöner Roman über eine Dreierbeziehung, die ganz und gar nicht kitschig daher kommt, sondern einem aufzeigt, wie schwierig doch eigentlich die Liebe ist.

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