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Schlagwort: Glaube (Seite 1 von 19)

Barbara Fradkin –
Die Schneetoten

Barbara Fradkin – Die Schneetoten

Über Weihnachten habe ich mich bereits mit der kanadischen Krimiszene beschäftig und bin so auch auf Barbara Fradkin gestößen.

Irreführung steht bei Barbara Fradkin ganz groß im Vordergrund. Amanda Doucette begibt sich nach einem schweren Trauma mit einer gemischten Gruppe von jugendlichen Flüchtlingen in die tiefste Schneewildnis Kanadas. Dort will sie vor allem zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen und tief verwurzelter Kriegswunden vermitteln.

Kurzfristig drängt sich ein abgelehnter Schüler. Amanda beschließt, trotz Ablehnung ihres Mitarbeiters, den jungen Kanadier Luc mit auf die Tour zu nehmen.

Als ob die Kälte nicht schon allen zu schaffen machen würde, brodelt es untereinander gewaltig, dennoch gelingt es Amanda und ihren beiden Führern die Jugendlichen in eine wahre Abenteurertruppe zu verwandeln.

Erst als Luc verschwindet, immer mehr Geheimnisse gelüftet werden und dann auch noch Yasmina allein in die Wildnis aufbricht wird Amanda klar, dass hier eigentlich ein ganz anderes Spiel gespielt wird und sie von Anfang an die Regeln nicht verstand.

Mit Hilfe von Amandas Freunden, dem Journalisten und Mitinitiator Matthew sowie dem Mountie Chris, dem Retter aus ihrer letzten brenzligen Situation gelingt es nach und nach, diesen so perfiden Plan zu durchschauen.

Wer kennt nicht Kanadas unglaubliche schneebedeckten Weiten und diese bezaubernden modernen und offenen Millionenstädte? Doch Barbara Fradkin betrachtet ihr Heimatland von einer ganz anderen Seite. Während Kanada sich als Einwandererland rühmt, scheinen doch die Immigranten auf sich gestellt und ganz besonders die nächste Generation noch mehr mit sich selbst und der Vergangenheit in Konflikt.

Das Land selbst auf eine großartige Zukunft und massenweise Tourismus eingestellt, scheitert an zwei Landessprachen und an einer Polizeiverwaltung, die ein Laie kaum zu verstehen vermag.

Fradkin macht mit „Die Schneetoten“ auf die Verletzbarkeit der Natur und dem unnatürlichen Drang der Menschen nach Freiheit aufmerksam. Generationen von Menschen auf der Flucht und dem Wunsch nach Freiheit haben sich allerdings auch in Kanada noch nicht wirklich selbst gefunden.

Ich bedanke mich herzlich beim Aufbau Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Da es sich bei „Die Schneetoten“ bereits um den 2. Teil der Amanda Doucette Reihe handelt, empfiehlt es sich, zuerst den 1. Band „Die Toten in den Klippen“ zu lesen, auch wenn die beiden Krimis sich dennoch unabhängig voneinander lesen lassen.



Anne-Gine Goemans –
Honolulu King

Anne-Gine Goemans – Honolulu King

Hardy Hardy führt in seinem niederländischen Toko ein bescheidenes Leben. Seine Enkelin und seine alten Bandmitglieder George und Cok helfen ihm aus, während er sich rührend um seine demente Frau Christina in einem Seniorenheim kümmert.

Um mit seiner dunklen, kriegsbelasteten Vergangenheit abzuschließen, gelingt es Hardy bei der ortsansässigen Freimaurerloge sein Baustück zur Aufnahme zu präsentieren. Anders als erwartet sind die Reaktion verhalten, ja sogar Angst schwebt in der Luft.

Seine Enkelin Synne, selbst in ihrer eigenen Welt auf der Sehnsucht nach wahrer Liebe gefangen, befasst sich mit alten Kassettenaufnahmen. Die Interviews auf den Kassetten befassen sich alle mit der indonesischen Kriegsvergangenheit und lassen kein gutes Haar an den Japanern und anderen Besatzern.

Hardy beschließt nach der Veröffentlichung seines Baustücks auch gegenüber seiner Familie und seiner engsten Freunde eine Wiedervereinigung seiner alten Band und gibt musikalisch alles, was er zu bieten hat.

Während dieser Geschichte befand ich mich mehrfach auf Kriegsfuß mit Hardy, mit Synne und ja, manchmal auch mit Aswani. Es ist schwer, so viel Kriegsleid auf so wenigen Seiten zu verarbeiten und dabei stets natürlich nur die eigene Vergangenheit zu betrachten.

Diese unglaubliche Trauer, die diese so multikulturelle und von Musik und Kunst umgebene Familie so in ihrem Bann hält, macht es dem Leser schwer, sich für diese offene und mutige Musik zu begeistern.

Wer von Anne-Gine Goemans erwartet, hier die Geschichte über eine hawaiianische Version des Buena-Vista-Social Clubs zu lesen, liegt völlig falsch. Mit Honolulu King begegnet man scheinbar dunklen Familiengeheimnissen, einer Welt der völligen Zerstörung und so viel Hass, dass man sich manchmal als Leser selbst aufmuntern muss. Diese Kriegsdramen gehören zwar der Vergangenheit an, aber die Welt und die Menschen ihren eigentlichen Frieden darüber hinaus noch nicht gefunden haben.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown –
Da beißt die Maus kein Faden ab

Rita Mae Brown - Da beißt die Maus kein Faden ab

Rita Mae Brown – Da beißt die Maus kein Faden ab

Nr. 13 der Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown Krimireihe!

Die Zeiten ändern sich, auch im tiefsten Virginia. Das moderne Zeitalter kehrt ein und Harry kündigt endgültig ihren Job in der Poststelle. Um ihre wagemutige Entscheidung zu festigen, beschließt sie, dem Kloster Mt. Carmel einen Besuch abzustatten. Miss Murphy, Pewter und Tee Tucker sind natürlich mit an Bord!

Dort angekommen geschieht nahezu ein Wunder. Die Statue der Heiligen Jungfrau Maria blutet aus den Augen. Harry glaubt an keine Wunder und ihre Neugierde ist natürlich geweckt und erinnert sich an die Legende, dass diese blutende Jungfrau ein Unglück heraufbeschwören wird.

Kurz darauf stirbt ein Mönch zu den Füßen der Maria. Als Harry der Polizei keine Ruhe lässt, soll die Leiche genauer untersucht werden, doch der Sarg ist leer.

Wer Harry kennt, der weiß genau, dass die Spur bereits gelegt ist und der Killer sich vor der neugierigen ehemaligen Postbeamtin und ihren Tieren hüten sollte.

Diese Südstaaten-Krimi-Reihe ist bekannt für ihre Einblicke in Südstaatentraditionen und in das Leben der Schönen und Reichen. Rita Mae Brown zeigt aber stets mit dem Finger auf Hochmut, Selbstverherrlichung und Überheblichkeit!

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die im Artikel hinterlegten Verlinkungen sich auf Produkte beziehen, die ich selbst erstanden habe und nicht von den Herstellern zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe! #Werbung ohne Gegenleistung!

 

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