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Schlagwort: Glaube (Seite 1 von 19)

Anne-Gine Goemans –
Honolulu King

Anne-Gine Goemans – Honolulu King

Hardy Hardy führt in seinem niederländischen Toko ein bescheidenes Leben. Seine Enkelin und seine alten Bandmitglieder George und Cok helfen ihm aus, während er sich rührend um seine demente Frau Christina in einem Seniorenheim kümmert.

Um mit seiner dunklen, kriegsbelasteten Vergangenheit abzuschließen, gelingt es Hardy bei der ortsansässigen Freimaurerloge sein Baustück zur Aufnahme zu präsentieren. Anders als erwartet sind die Reaktion verhalten, ja sogar Angst schwebt in der Luft.

Seine Enkelin Synne, selbst in ihrer eigenen Welt auf der Sehnsucht nach wahrer Liebe gefangen, befasst sich mit alten Kassettenaufnahmen. Die Interviews auf den Kassetten befassen sich alle mit der indonesischen Kriegsvergangenheit und lassen kein gutes Haar an den Japanern und anderen Besatzern.

Hardy beschließt nach der Veröffentlichung seines Baustücks auch gegenüber seiner Familie und seiner engsten Freunde eine Wiedervereinigung seiner alten Band und gibt musikalisch alles, was er zu bieten hat.

Während dieser Geschichte befand ich mich mehrfach auf Kriegsfuß mit Hardy, mit Synne und ja, manchmal auch mit Aswani. Es ist schwer, so viel Kriegsleid auf so wenigen Seiten zu verarbeiten und dabei stets natürlich nur die eigene Vergangenheit zu betrachten.

Diese unglaubliche Trauer, die diese so multikulturelle und von Musik und Kunst umgebene Familie so in ihrem Bann hält, macht es dem Leser schwer, sich für diese offene und mutige Musik zu begeistern.

Wer von Anne-Gine Goemans erwartet, hier die Geschichte über eine hawaiianische Version des Buena-Vista-Social Clubs zu lesen, liegt völlig falsch. Mit Honolulu King begegnet man scheinbar dunklen Familiengeheimnissen, einer Welt der völligen Zerstörung und so viel Hass, dass man sich manchmal als Leser selbst aufmuntern muss. Diese Kriegsdramen gehören zwar der Vergangenheit an, aber die Welt und die Menschen ihren eigentlichen Frieden darüber hinaus noch nicht gefunden haben.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen, bzw. die Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown –
Da beißt die Maus kein Faden ab

Rita Mae Brown - Da beißt die Maus kein Faden ab

Rita Mae Brown – Da beißt die Maus kein Faden ab

Nr. 13 der Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown Krimireihe!

Die Zeiten ändern sich, auch im tiefsten Virginia. Das moderne Zeitalter kehrt ein und Harry kündigt endgültig ihren Job in der Poststelle. Um ihre wagemutige Entscheidung zu festigen, beschließt sie, dem Kloster Mt. Carmel einen Besuch abzustatten. Miss Murphy, Pewter und Tee Tucker sind natürlich mit an Bord!

Dort angekommen geschieht nahezu ein Wunder. Die Statue der Heiligen Jungfrau Maria blutet aus den Augen. Harry glaubt an keine Wunder und ihre Neugierde ist natürlich geweckt und erinnert sich an die Legende, dass diese blutende Jungfrau ein Unglück heraufbeschwören wird.

Kurz darauf stirbt ein Mönch zu den Füßen der Maria. Als Harry der Polizei keine Ruhe lässt, soll die Leiche genauer untersucht werden, doch der Sarg ist leer.

Wer Harry kennt, der weiß genau, dass die Spur bereits gelegt ist und der Killer sich vor der neugierigen ehemaligen Postbeamtin und ihren Tieren hüten sollte.

Diese Südstaaten-Krimi-Reihe ist bekannt für ihre Einblicke in Südstaatentraditionen und in das Leben der Schönen und Reichen. Rita Mae Brown zeigt aber stets mit dem Finger auf Hochmut, Selbstverherrlichung und Überheblichkeit!

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die im Artikel hinterlegten Verlinkungen sich auf Produkte beziehen, die ich selbst erstanden habe und nicht von den Herstellern zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe! #Werbung ohne Gegenleistung!

 

Monika Pfundmeier –
Löwenblut

Was wäre ein historischer Roman ohne Machtgerangel, dem Glaubenskonflikt und einer aufflammenden Liebe?

Während Konradin im zweiten Teil „Löwenblut“ damit beschäftigt ist, sein Reich zu vergrößern, bzw. überhaupt zusammenzuhalten und mit allerei Feinden zu kämpfen hat, ist sein Wille dennoch ungebrochen groß und als letzter Staufer weiß er um seine Bedeutung.

Doch Ränkespiele, Rache und tiefer Hass sind seine Gegner, die schon längst die Fäden für sein Spinnennetz gewoben haben.

Fernab des Kriegsschauplatzes kämpfen die Anhänger Konradins mit dem christlichen Glauben, versprochenen und aufgelösten Ehen sowie unbändiger Liebe, die einige Seiten neben dem Kriegsschauplatz füllen.

Natürlich muss man die richtige Mischung zwischen der rein historischen und gut recherchierten Geschichte sowie dem Erzählfaktor und dem Lesegeschmack, bzw. Lesegenuss treffen.

Mir war es teilweise zu romantisch und die Nebenstränge gingen mir zu sehr ins Detail.

Dennoch bewundere ich den Mut von Monika Pfundmeier, sich ins historische Metier zu wagen, ausgezeichnet gut zu recherchieren und einen Mehrteiler zu Buche zu bringen.

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