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Schlagwort: Forschung (Seite 1 von 12)

Kathy Reichs –
Die Sprache der Knochen

Kathy Reichs – Die Sprache der Knochen

Jetzt bin ich also beim achtzehnten und vorerst letzten Teil der Tempe Brennan Thriller Reihe angekommen.

Tempe steht immer noch vor einer schwierigen Entscheidung. Detective Ryan aus Montreal hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und um sich davon abzulenken, lässt sie sich von einer privaten Webschnüfflerin und deren mitgebrachter Tonbandaufnahme von einem Mord überzeugen.

Doch alles, was Tempe vorerst findet, sind eine Handvoll alte Knochen, die sie selbst bereits vor Jahren untersuchte und weder eine Todesursache, noch diese irgendeiner Vermisstenmeldung zuordnen konnte.

Doch die Schnüfflerin lässt nicht locker, sodass sich Tempe sich die Fundstelle nochmal genauer ansehen möchte. Begleitet wird sie von dem dort zuständigen Deputy Ramsey. Weitere Knochen tauchen auf und um ihre Mutter Daisy abzulenken, lässt Tempe diese im Netz recherchieren.

Neue Entwicklungen bringen Tempe auf die Spur. Die scheinbar vermisste Cora auf dem Band war wie deren Eltern und Geschwister Mitglied in einer dubiosen Kirchengemeinde.

Slidell, ihre alte Hassliebe und zuständiger Ermittler in Charlotte findet tags darauf die Leiche der Schnüfflerin übel zugerichtet in einem See. Tempe ist sich genauso wie Ramsey sicher, dass jemand gehörig in ein Hornissennest gestochen hat.

Flüge werden verschoben, Ryan mit einer nichtssagenden Antwort sitzen gelassen und einen wahrlichen Steinwurf und einem Kletterabenteuer später hat Tempe eine dunkle Vorahnung.

Für Kathy Reichs sind die Opfer in ihren Thrillern immer entscheidend in die Geschichte eingebunden. Als Leser soll man deren Leid und auch die Hintergründe und das Motiv des Mörders kennen.

Die Sprache der Knochen führt uns als Leser auf eine Reise durch das Internet. Hobbydetektive, Webschnüffler und Hacker bringen doch noch die Lösung in dem einen oder anderen Vermisstenfall. Während die Polizei teilweise Wochen, wenn nicht gar Jahre hinterherhinken, geraten diese Menschen zumindest nicht in Vergessenheit.

Der vorerst letzte Teil umgibt sich mit dubiosen Kirchengemeinden, Exorzisten und einer Krankengeschichte, die einem das Blut zu Eis gefrieren lässt.

Lisbeth Jarosch –
Last Haven –
Über alle Grenzen

Lisbeth Jarosch – Last Haven – Über alle Grenzen

Aidas Misstrauen gegenüber der Führung und ihre kleine Rebellion hat Last Haven zu einem wahren Hafen gemacht. Dennoch leidet das Volk außerhalb der Grenzen und selbst die Bewohner von Last Haven müssen sich einschränken.

Doch die Rationierungen reichen nicht aus. Die Clas außerhalb der Grenzen greifen an, sind aber der modernen Technik Last Havens völlig unterlegen. Ein Hindernis stellt dies für die verhungernden und verdurstenden Menschen nicht dar. Entgegen der Hoffnung der jetzigen Führungselite lassen sich die armen Menschen nun reihenweise erschießen um einem leidvollen Tod zu umgehen.

Auch Aida steigt unerwartet und dank Chesters Unterstützung auf. Romulus gesteht ihr endlich den Grund seiner Liebe zu ihr und das wiederum erlaubt Aida, sich etwas genauer mit sich selbst zu beschäftigen.

Unerwartet erhält sie auch außerhalb Last Havens Grenzen einen Einblick in die elende Wahrheit und lernt die Bedeutung des Wortes Familie endlich selbst kennen.

Doch die Zeit drängt, die Armut wird immer größer.

Eine Lösung zur Rettung der gesamten Menschheit muss her, aber wie?

Aida sieht dank Chesters Hilfe eine Lösung im altehrwürdigen Archiv. Aber selbst dort muss sie feststellen, dass schon damals Last Haven als verloren galt.

Schonungslos offen lesen wir über Rationierungen, Verhungern und Verdursten. Wir selbst leben jedoch im Wohlstand und machen uns keinerlei Gedanken oder zumindest wenige über hungerleidende Menschen auf unserer Welt.

Während wir unseren Fortschritt leben, schaffen wir es nicht, die restliche Welt mit ausreichend Nahrungsmitteln und Trinkwasser zu versorgen.

Mit Lisbeth Jarosch begibt man sich in die Zukunft, jedoch nicht wirklich in eine utopische Welt. Aidas Last Haven ähnelt doch in vielen Zügen unserer Erde und lässt auch hier immer mehr Menschlichkeit zu.

Es ist schön zu lesen, das Aida an ihren Aufgaben wächst und sich stets selbst darum bemüht, sich ein eigenes Bild zu machen.

Ich bedanke mich herzlich bei Lisbeth Jarosch für den dritten Teil der Last Haven Saga und bei Piper für das Rezensionsexemplar sowie bei Lovelybooks für die tolle Leserunde!

Es war mir wie auch bei Teil 1 und Teil 2 eine Freude!

Barry und Dana Stiller –
Blut

Barry und Dana Stiller – Blut

Peter verschlägt es dank seiner Bekannten Lisa diesmal nicht in entfernte und abenteuerliche Gebiete, sondern direkt in die Innenstadt von London. Dort soll er bei den Ausgrabungen auf einer Baustelle die Gebeine des ehemaligen Friedhofs begutachten.

Ungewohnt missmutig macht Peter sich an die Arbeit, als Lisa erste Ungereimtheiten entdeckt. Peters Neugierde zu wecken, gelingt Lisa nicht auf Anhieb, der mit seiner derzeitigen Situation mehr als unzufrieden ist.

Erst als die ersten Gebeine mit seltsamen Grabbeigaben auftauchen, ist auch Peters Neugierde endlich geweckt.

Die Ausgrabungen verschlagen das Team und den seltsamen Professor Small und seine Assistentin Susan etwas außerhalb des alten Grabungsortes auf einen alten ehrwürdigen Friedhof. Hier begegnen Lisa wie auch Peter mysteriösen Gestalten, blutigen Hinweisen und fragwürdigen Mumien in alten Gruften.

Eine frisch ausgeblutete Leiche bringt gehörig Schwung in die Ermittlungen und führt die beiden zu altem rumänischem Adel, dunklen Gruften und noch seltsameren Mumien.

Doch was sind das für alte Mumien und warum wird Peter von so einem unheimlichen Gefühl begleitet?

Mit Stiller und Stiller begibt man sich als Leser wieder auf abenteuerliche und historische Spuren. Man sieht London nicht mehr als chice und moderne Stadt, sondern als einen blutigen Schauplatz. Bepackt mit viel Spürsinn und mit feiner Ironie begleitet man Lisa Franks, die mutige Forscherin und Peter Conrad, dem ewigen Zweifler auf deren Ausgrabung. Beide gewohnt, das unfassbare für die Wahrheit zu halten, stehen hier vor einer ganz neuen Herausforderung. In „Blut“ gibt es so viele Verdächtige und kleine historische Nebenschauplätze, das man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Mit Lisa und Peter reise ich gerne um die Welt und erforsche gerne noch weitere Mysterien unserer Geschichte.

Vielen Dank an Barry und Dana Stiller für das weitere Conrad/Franks Abenteuer. Es war mir wie immer ein Vergnügen mit Euch zu ermitteln und Spannung pur!

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