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Schlagwort: Schmuggel (Seite 1 von 3)

Andrea Camilleri –
Das kalte Lächeln des Meeres

Der siebte Teil der Commissario-Montalbano Reihe!

Wenn man morgens an nichts Böses denkt! Commissario geniesst sein Frühstück auf seiner Strandterasse und sein morgendliches Schwimmen im Meer. Doch dann prallt er beim Kraulen mit einer treibenden Leiche zusammen.

Gemeinsam mit seinem Team ermittelt Commissario Montalbano im Menschenschmuggler-Milieu.

Die Abgründe, die sich vor Montalbano auftun, sind kaum zu ertragen und bringen ihn und seine Nerven in einen wirklich unguten Zustand.

Ein düsterer Roman, bei dem der Krimi an sich ein wenig in den Hintergrund tritt, aber das Schicksal Italiens als „Rettungsinsel“ aufzeigt.

 

 

 

Purwien & Kowa –
Pommes! Porno! Popstar!

Was erwartet man bei diesem Titel? Sarkasmus, Witz und schwarzer Humor begleiten den Hörer durch die skurrile Geschichte.

Ein Schuldenberg muss getilgt werden und das schnellstmöglich. Die Hells Angels stehen schon bereit und das Finanzamt hat die Pommesbude dicht gemacht, die dem Schuldenabbau dienlich sein sollte.

Die zündende Idee, mit wirklich übler Musik auf Ibiza Geld zu verdienen gelingt nur mäßig. Widerstand leisten ausgerechnet deutsche Touristen, eine Putzfrau und der Allwissende von ganz oben!

Da irgendwie der Ernst an der Sache bei den Protagonisten fehlt, kommt die Gelddruckmaschine nicht wirklich in Gang.

Geprägt durch irre Dialoge, verquerte Vorstellungen von Erfolg und dem Reiz des musikalischen Abenteuers gelingt dem Autorenduo ein witziges Hörbuch, bei dem man sich als Hörer selbst manchmal nicht ganz ernst genommen fühlt, aber genau dieser Punkt das Hörbuch für mich ausmacht!

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Lee Child –
Make Me

Jack Reacher is back! Der 20. Teil lässt mich zum Fan werden!

Jack steigt in Mothers Rest aus dem Zug. Er erkundet das kleine Nest und trifft am Bahnhof Michelle Chang, eine Privatermittlerin, die ihren Kollegen vermisst. Da Jack Gefallen an Michelle findet und er natürlich Übel magisch anzieht, beschließt er Michelle bei ihrer Suche zu helfen.

Das Jack bereits mit seinem Rundgang durch Mothers Rest in ein Wespennest gestochen hat, spürt er im Nacken. Beide stoßen auf tiefe Abgründe in diesem kleinen und so beschaulichen Kaff, bei dem jeder nach einer gewissen Pfeiffe zu tanzen scheint und ganz genau in der Spur läuft.

Michelle wird klar, dass Jack ihr Mann der Stunde ist und verlässt sich bedingungslos auf das kleine gewaltige Abenteuer bei dem es zu gewohnt ausreichenden Schusswechseln, zynischen und sarkastischen Dialogen und Jacks unverblüffter Art, Menschen, seien es auch Mörder gegenüberzutreten.

Was sich anfangs als eine Mischung aus Vermisstenliste, Drogendealer und ukrainische Killerkommandos vorstellt, endet verblüffend in einem gut strukturierten Unternehmen, abseits von jeglicher Realität, welches mit dem Leben des Menschen gleich doppelt abkassiert.

Eine gelungene Fortsetzung!

Einziges Manko an diesem wirklich guten Thrillern ist die Verfilmung durch Tom Cruise als Jack Reacher.

 

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Ulrike Dömkes –
Chablis

Die Mafia macht auch in dem kleinen beschaulichen französischen Ort nicht Halt vor Betrug. Ein Mord bringt den Urlaub von Commissario Claudio und der Weinhändlerin Marlene, die ein paar entspannte Tage bei Freunden im Hotel verbringen wollten ganz schon aus der Ruhe. Die Ermittlungen reichen von Betrug über Schmuggel mitten hinein in das Fälschen von Parmaschinken. Bestechungsgelder und Drohungen werden ausgesprochen und als es erneut einen Toten gibt, scheint die grenzüberschreitende Ermittlung ins Stocken geraten.

Dank der Hilfe guter Freunde und einer wirklich guten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Ermittler gelingt es zwar, den Schmuggel zu verhindern, aber wer ist der Mörder?

Ein spannender Lokalkrimi mit gut gewählten Ermittlern, ausgezeichneten Persönlichkeiten und leicht eingewobenem Hintergrundwissen sowie erstklassigem Essen und hilfreichen Weintipps.

Die erwähnten Rezepte werden zum Nachkochen als Rezepte im Anhang gleich mitgeliefert!

David Gray –
Kanakenblues

Boyle, ein korrupter Bulle muss feststellen, dass jemand von seinem Schweizer Nummernkonto erfahren hat. Ausgerechnet der Polizeipräsident beauftragt ihn noch während der Ermittlungen im Mordfall dessen Sohnes, den Täter zu finden und umzulegen. Doch Boyle, der in seinem Herzen so wenig korrupt ist, wie der Polizeipräsident ehrlich, begibt sich auf die Jagd.

Unterstütz von seinem alten Freund und ehemaligen Chef Becker ermittelt er im harten Drogenmilieu von Hamburg unterstütz von seinem alten Freund Teddy muss er erfahren, das egal wie man es dreht und wendet, seine Liste über korrupte Polizisten immer länger wird und noch weitere Jugendliche sterben….

Ein harter Krimi, der dem Leser stets genügend Argumente bietet, das man auch wirklich auf der Seite von Boyle bleibt, auch wenn der mehr als einmal das hauchzarte Band gefährlich ausdehnt und bei dessen eigenem kleinen privaten Feldzug mit der Hoffnung auf seine eigene Erlösung mehr Leichen hinterlässt als ihm lieb ist.

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