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Schlagwort: Sizilien (Seite 1 von 3)

Andrea Camilleri –
Hörspiele

Das Hörspiel beinhaltet folgende Bücher:

  • Die Form des Wassers
  • Der Hund aus Terracotta
  • Der Dieb der süßen Dinge

Diese Hörspielfassung mit insgesamt 320 Minuten habe ich sehr genossen. Nach langer Camilleri-Abstinez habe ich mich auf die ersten drei Teile der in Deutschland veröffentlichten Krimiromane über Comissario Montalbanos Fälle gefreut. Mit Gerd Warmeling als die Stimme von Salvo und dem Erzähler Horst Mendoch gelingt dieses eher kurz gefasste Hörspiel dennoch, ohne das es an Spannung oder an dem typischen Camilleri-Flair fehlt.

Die Sammelbox aus dem Lübbe Audio Verlag in der Sonderedition „20 Jahre Lübbe Audio“ Verlag macht sich gut im CD-Regal und macht Lust auf die weiteren Folgen um Comissario Salvo Montalbano.

Mit seinem typisch herrischen, maskulinen Ermittlungsmethoden macht sich Montalbano auf der Wache, wie auch in seiner Umgebung nicht gerade immer nur Freunde. Doch die Gauner wissen, das er stets sein Wort hält und es auch mal mit den Gesetzen nicht so ganz genau nimmt. Wichtiger sind ihm erstklassige italienische Hausmannskost und seine große Liebe Livia und natürlich der ganze Rest der Frauenwelt. Als waschechter Sizilianer lässt er sich so schnell kein X für ein O vormachen und begibt sich und sein Ermittlerteam dabei mehrfach auf gefährliche Wege.

Eine gelungene Produktion, nicht nur für Montalbano-Kenner.

 

Bianca Palma –
Römisches Vermächtnis

Römisches Vermächtnis ist bereits mein zweiter Teil mit Commissario Casselli. Den ersten Teil, Römisches Requiem, habe ich schon vor sehr langer Zeit gelesen. Jetzt habe ich es mit Band 4 zu tun. Das die Vorgängerbände dem Leser fehlen, stellt kein Problem dar.

Commissario Casselli, bekennender Beau und Frauenliebhaber ermittelt dieses Mal im Mord an einer älteren Dame. Die vier Verdächtigen haben alle Geldsorgen und scheinbar alle kleine Geheimnisse. Da die Tote vermögend war und zu Lebzeiten der Geiz aus ihr sprach, ist das Geldmotiv natürlich vorrangig.

Mit seinem Sergente begibt sich Casselli in das Milieu von Antiquitätenhändlern, mysteriösen Kartenlegerinnen und privat auf Glatteis.

Ein Krimi über Neid, Hass und eine Menge unerwiderte und verlorene Liebe.

Mir hat ein klein wenig die Spannung gefehlt, was aber das Flair Roms, was von Bianca Parma hervorragend geschildert wird, wieder wett macht.

Andrea Camilleri –
Die Spur des Fuchses

Commissario Montalbanos zwölfter Fall führt ihn nach einem schrecklichen Traum an den Strand und dort in die bittere Realität des Lebens zurück. Dort liegt, direkt vor seiner Veranda, ein übel zugrundegerichtetes Pferd.

Nach kurzem Stopp mit seinem herbeigerufenen Team in Montalbanos Haus kommt ihnen das tote Pferd abhanden. Über Ingrid lernt Montalbano die scheinbare Besitzerin des getöteten Pferdes, Rachele, kennen, die für ein Rennen das Pferd bei einem Freund untergestellt hat.

Nach einigen Ermittlungen zeigt sich, dass zwei fast identisch aussehende Pferde gestohlen wurden und das von dem scheinbar überlebenden noch immer jede Spur fehlt, bis Montalbano nach drei Einbruchsversuchen in seinem Strandhaus und einem tödlichen Schusswechsel endlich ein entscheidender Hinweis in die Hände fällt.

Bei diesem Fall wird sich Montalbano klar, dass das Alter nicht aufzuhalten ist und das Leben für eine Liebe wohl doch zu kurz ist. Der kurze Einblick in den Pomp und den Prunk der Pferdewelt bestätigt Montalbano darin, das Essen seiner Haushälterin noch mehr zu schätzen und alte Freundschaften zu pflegen.

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