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Monat: Januar 2019 (Seite 2 von 6)

Alan Bradley –
Flavia de Luce –
Mord ist kein Kinderspiel

Alan Bradley – Flavia de Luce – Mord ist kein Kinderspiel

Flavias zweiter Fall schafft Verwirrung. Ein Puppenspieler tritt beim Theaterabend auf und lässt es gewaltig krachen. Mit allerlei Tricks, Rauch und Feuer verzückt er das Publikum. Doch nach einem gewaltigen Knall gibt es eine Leiche.

Flavias Neugierde, die während der Vorführung schon kaum zu bändigen war, ist nach dem Leichenfund auf dem Höhepunkt.

Während die Polizei vergeblich ermittelt, entlarvt Flavia einen Trick des Puppenspielers nach dem anderen. Schnell wird ihr klar, dass dieser Marionettenmeister eine dunkle Vergangenheit hat und schon einmal des Mordes verdächtig war. Geht auch diese Leiche auf sein fadenscheiniges Konto?

Flavia muss mit der Hilfe ihrer nervigen älteren Schwestern und ihres nervenkranken Butlers dieses gewaltige Fadengeflecht alter Beweise und Verdächtigungen entwirren um den wahren Mörder zu schnappen.

Wer den ersten Fall Flavias bereits verschlungen hat, dem wird klar, dass Flavia hier so schnell keine Masche verlieren wird. Trotz großer Trauer und Schuld über den Tod der eigenen Mutter schafft es Flavia, das der Leser diese kleine Giftmischerin in ihrem heimeligen Geheimlabor liebzugewinnen.

Man ermittelt mit Flavia, schwebt mit dem Fahrrad Gladys über die Hügel durch den Süden Englands und kämpft mit dem Vater um jeden verdammten Penny um den Erhalt des Familiensitzes.

Mit viel Witz, fiesen kleinen Dialogen und einer großen Portion Abenteuer kann man den nächsten Fall Flavias kaum abwarten und hofft, dass die unbändige Neugierde Flavias so schnell kein Ende finden mag.

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen beziehen sich auf Produkte, die ich selbst erstanden habe und nicht von den Herstellern bzw. Verlagen oder Autoren zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe!

Paul McCartney –
Less Meat Less Heat

Paul McCartney – Less Meat Less Heat

Als „eingefleischter“ Vegetarier war ich gespannt auf Paul McCartneys „Less Meat Less Heat“ aus dem Claudius Verlag.

Mich selbst würde ich keineswegs als Beatles-Fan und schon gar nicht als Fan von Paul McCartney beschreiben. Auch die Sportkleidungskollektion seiner Tochter Stella konnte mich bisher nicht wirklich überzeugen, dennoch war ich überrascht, so wenig über das Engagement dieses Ausnahmetalentes zu lesen.

McCartney hielt diese Rede 2006 bereits vor den Vereinten Nationen um auf den extrem hohen CO2-Ausstoss der Fleischproduktion hinzuweisen und schaffte es nach und nach, einige „Meatless Mondays“ einzuführen.

Mit großem Engagement und mit klarer Sprache vermittelt er dem Leser den Vorteil des Fleischverzichts, selbst wenn es sich dabei nur um einen Tag in der Woche handelt. Radikale Ausbeutung unserer Natur nur um des guten Steaks Willen verpackt er in Zahlen, Alternativen und sogar noch in drei ausgesuchten Rezepten am Ende seines kompakten Ratgebers.

Man hat als Leser nicht den Eindruck, dass McCartney überzeugte Fleischesser zu völligem Verzicht drängen will. Sondern erhält, mit ausreichenden Fakten hinterlegt, die Möglichkeit, selbst ein wenig zur Verbesserung unseres Klimas beizutragen. Sozusagen McCartneys „Kleiner Schritt für den Menschen….“.

Als langjähriger Vegetarier hat man mit dieser kleinen Brandrede die Möglichkeit, einen kleinen Ratgeber zu verschenken, ohne dabei belehrend zu erscheinen und kann ausreichend mit Fakten und klaren Zahlen argumentieren.

Ein Blick auf seine Aktion „Meatfreemonday“ lohnt sich. Hier findet man ausreichend Hintergrundmaterial, Infos zu Herstellern und Alternativen zum Fleischkonsum.

Ich bedanke mich herzlich bei Literaturtest und dem Claudius-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Barbara Fradkin –
Die Schneetoten

Barbara Fradkin – Die Schneetoten

Über Weihnachten habe ich mich bereits mit der kanadischen Krimiszene beschäftig und bin so auch auf Barbara Fradkin gestößen.

Irreführung steht bei Barbara Fradkin ganz groß im Vordergrund. Amanda Doucette begibt sich nach einem schweren Trauma mit einer gemischten Gruppe von jugendlichen Flüchtlingen in die tiefste Schneewildnis Kanadas. Dort will sie vor allem zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen und tief verwurzelter Kriegswunden vermitteln.

Kurzfristig drängt sich ein abgelehnter Schüler. Amanda beschließt, trotz Ablehnung ihres Mitarbeiters, den jungen Kanadier Luc mit auf die Tour zu nehmen.

Als ob die Kälte nicht schon allen zu schaffen machen würde, brodelt es untereinander gewaltig, dennoch gelingt es Amanda und ihren beiden Führern die Jugendlichen in eine wahre Abenteurertruppe zu verwandeln.

Erst als Luc verschwindet, immer mehr Geheimnisse gelüftet werden und dann auch noch Yasmina allein in die Wildnis aufbricht wird Amanda klar, dass hier eigentlich ein ganz anderes Spiel gespielt wird und sie von Anfang an die Regeln nicht verstand.

Mit Hilfe von Amandas Freunden, dem Journalisten und Mitinitiator Matthew sowie dem Mountie Chris, dem Retter aus ihrer letzten brenzligen Situation gelingt es nach und nach, diesen so perfiden Plan zu durchschauen.

Wer kennt nicht Kanadas unglaubliche schneebedeckten Weiten und diese bezaubernden modernen und offenen Millionenstädte? Doch Barbara Fradkin betrachtet ihr Heimatland von einer ganz anderen Seite. Während Kanada sich als Einwandererland rühmt, scheinen doch die Immigranten auf sich gestellt und ganz besonders die nächste Generation noch mehr mit sich selbst und der Vergangenheit in Konflikt.

Das Land selbst auf eine großartige Zukunft und massenweise Tourismus eingestellt, scheitert an zwei Landessprachen und an einer Polizeiverwaltung, die ein Laie kaum zu verstehen vermag.

Fradkin macht mit „Die Schneetoten“ auf die Verletzbarkeit der Natur und dem unnatürlichen Drang der Menschen nach Freiheit aufmerksam. Generationen von Menschen auf der Flucht und dem Wunsch nach Freiheit haben sich allerdings auch in Kanada noch nicht wirklich selbst gefunden.

Ich bedanke mich herzlich beim Aufbau Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Da es sich bei „Die Schneetoten“ bereits um den 2. Teil der Amanda Doucette Reihe handelt, empfiehlt es sich, zuerst den 1. Band „Die Toten in den Klippen“ zu lesen, auch wenn die beiden Krimis sich dennoch unabhängig voneinander lesen lassen.



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