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Schlagwort: Wiedersehen (Seite 2 von 6)

Beatriz Williams –
Die letzten Stunden des Sommers

Pepper Schuyler hat ein schwerwiegendes Problem. Schwanger von einem namhaften Washingtoner Politiker flieht sie von dessen Anwälten, die sie um ihr ungeborenes Kind berauben wollen.

Auf der Flucht wird sie von Annabelle gerettet, die ihr ihren stattlichen Oldtimer abkauft und sie somit zumindest finanziell vor dem Ruin bewahrt.

Sie lädt Pepper zu sich ein und die Geschichte um Annabelle, der amerikanischen Jüdin beginnt.

Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges verliebt sich die junge und unbescholtene Annabelle in den jungen Stefan, den sie nach einem Kugelhagel auf dessen Yacht verarztet und sich unsterblich verliebt.

Die Affäre währt nur kurz, endet mit einem gebrochenen Herzen und einer unverhofften Schwangerschaft.

Gerettet wird Annabelle von Johann von Kleist, einem deutschen Militär und Adligen, der dem Witwertum mit der begabten Annabelle entfliehen will und ihr eine unbeschwerte Zukunft und einen Vater für das uneheliche Kind verspricht.

Als in Deutschland Hitler seine Pläne umsetzt erfährt Annabelle von Stefans Vergangenheit und muss trifft eine weittragende Entscheidung.

Ein wunderbarer Roman von Beatriz Williams über zwei Frauen, die sich über eine Generation hinweg so ähnlich sind und ihresgleichen suchen und schließlich finden.

Mit Pepper erleben wir eine wagemutige junge Frau, die das Leben schon längst verstanden hat und in Annabelle eine Frau, für die Liebe und Familie einfach alles bedeutet und hinweg über die Trümmer Deutschlands, einer versagten Liebe und einem unverhofften Wiedersehen sich endlich der Vergangenheit stellen kann.

Mein Lieblingssatz aus diesem Buch stammt von Sacha Guitry: »Wenn dir ein Mann die Frau stiehlt, gibt es keine bessere Rache, als sie ihm zu überlassen.«


Rachel Joyce –
Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry

Was wäre das Leben ohne die Erinnerung und einen kleinen Funken Hoffnung? Queenie Hennessy verbringt ihre letzten Tage in einem kleinen beschaulichen Hospiz im Norden Englands.

Sie betrachtet ihr Leben und beschließt, ihrer einzig wahren Liebe noch einen offenen und ehrlichen Brief zu schreiben, nichtsahnend, dass der sich gleich zu Fuß von der Südspitze Englands auf die Wanderschaft zu ihr macht.

Unterwegs verschickt er Postkarten und hält somit die kleine Bewohnergruppe sowie das Hospizpersonal, welches vorwiegend aus Nonnen besteht, ganz schön auf Trapp.

In Etappen erfahren wir vom Leben Queenies, ihren scheinbaren Fehlern und unbedachten Entscheidungen, die alle in Verbindung mit ihrer einzigen Liebe zu Harold Fry bestehen.

Aus einer Bürofreundschaft zwischen Harold und Queenie entsteht eine kleine knisternde Liebschaft, die sich die beiden bis zum letzten Tag ihrer Zusammenarbeit nicht eingestehen wollen.

Doch der Tod David, Harolds Sohn verändert schlagartig alles.

Das Hörbuch aus dem Hause Argon, gelesen von Andrea Sawatzki lässt den Hörer selbst bestimmen, ob man die Entscheidungen Queenies und natürlich auch die von Harolds bis zum Schluss teilen kann und will.

Rachel Joyce hat eine wunderbare Romanze und eine bezaubernde Geschichte über zwei Liebende geschaffen, deren Hoffnung bis zum letzten Atemzug keimt.

 

 

 

 

Sebastian Fitzek –
Das Joshua-Profil

Nach der Meinung seiner Nochehefrau ist Max Rhode als Schriftsteller ein Loser. War sein Erstlingswerk noch so erfolgreich, so verlassen ihn nun die Leser. Max hadert mit sich und einzig seine Pflegetochter Jola lässt ihn darauf hoffen, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden.

Jola, das Kind eines Junkiepärchens, steckt voller Intelligenz und Überraschungen, was natürlich im Alltag auch schon mal zu Schwierigkeiten führen kann.

Als Jola mit Drogen im Blut aufgefunden wird und das Jugendamt Max das vorläufige Sorgerecht entziehen will, bricht Max mit all seinen Traditionen, die auf Gesetz und Ordnung beruhen.

Er flieht mit Jola, die ihm quasi auf der Flucht abhandenkommt und gerät somit als Entführer in das Visier der Polizei und als Killer in das eines mysteriösen Killerkommando.

Während Jola selbst um ihr Überleben kämpft, trifft Max auf seine Vergangenheit. Ausgerechnet Cosmo, der als vorbestrafter Pädophiler eigentlich in der Sicherheitsverwahrung sein sollte, hilft ihm als großer Bruder. Er scheint neben dem skurrilen Staranwalt Toffie an die Unschuld von Max zu glauben.

Ein gewagter Thriller, der einem in der Hörbuchvariante nachts ein wenig das Grausen lehrt! Spannung von der ersten bis zur letzten „Seite“ über ein scheinbar harmloses Programm zur Verbrechensvorhersage, welches zur Überzeugung seiner „Käufer“ ganz einfach selbst über Leichen geht.

Mein erster Fitzek und ich freue mich auf den nächsten Teil!

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