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Schlagwort: Feuerwehr

Petra Ivanov –
Tote Träume

Petra Ivanov – Tote Träume

Der zweite Fall von Regina Flint und Bruno Cavalli führt uns ins direkte Umland von Zürich. In einem Asylheim findet die örtliche Feuerwehr vier verkohlte Leichen. Nach der Obduktion stellt sich heraus, dass der tote Sudanese nicht dem Brand zu Opfer fiel.

Cavalli, frisch aus Wiesbaden zurück übernimmt den Fall. Regina, die die schon lange vergangene Beziehung und die ständige Untreue Cavallis noch immer nicht überwunden hat, stürzt sich Hals über Kopf in eine neue Beziehung.

Für Cavalli beginnt nun eine Zeit des Umbruchs. Sein Sohn Chris steht unmittelbar mit dem Verbrechen in Zusammenhang. Seine Beziehung zu Regina wird wieder enger und seine Exfrau gibt endgültig auf.

Regina übergibt die Ermittlungen an Pilecki und Fahrni, wohlwissend, dass Cavalli mit seiner ganz eigenen Art schon die Spur des Brandstifters und Mörders aufgenommen hat.

Mit Petra Ivanov, deren Roman bereits 2006 erschien nicht wirklich in die Vergangenheit. Das Thema Asyl begleitet uns heute mehr denn je. Die akribische Recherche machen es dem Leser leicht, die gängigen Verfahren und die herrschende Bürokratie zu verstehen. Ein Verständnis für die Fluchtursachen zu ergründen, fällt auch den meisten Menschen in der heutigen Zeit noch schwer und Angriffe auf die Schwächsten unserer Bevölkerung scheinen leicht und scheinbar auch zu einfach zu sein.

Mit „Tote Träume“ begeben wir uns auf die Suche nach einer Erklärung für diesen unhaltbaren Zustand. Wir betrachten zwiespältig die Hilfsbereitschaft des Pfarrers, das scheinbar über natürliche Menschenliebe hinauszugehen scheint und hoffen mit Chris, dass er sich seiner Ahnen klar wird.

Cavallis Herangehensweise legt nahe, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft ein Leben lang auf der Suche nach einem wahren Zuhause, einer Heimat sind nur um festzustellen, dass die Heimat eines Menschen nicht lokal bestimmt werden sondern wahrscheinlich einzig im Herzen der Menschen selbst liegt.

Die Reihe beginnt mit dem Teil „Fremde Hände„. Der nächste Teil ist schon bestellt und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Regina Flint und Bruno Cavalli.

Moni und Simon Reinsch –
Feuer über der Mosel

Liebe Moni, lieber Simon!

Vielen Dank für Euer neuestes Werk aus meiner alten Heimat. Ich hatte viel zu schmunzeln und freue mich natürlich auch, das die Luke erwähnt wird, da gab es zu meiner Trierer Zeit immer tolle Film-Noir-Abende!

Vanessa und Gunter haben es mit einer wirklich harten Nuss zu tun, die es zu knacken gilt. In Trier triffen bei einer genehmigten Demonstration die Lager der Ausländerfeinde und der „Trier ist bunt“ Aktivisten aufeinander und es fällt ein Schuss.

Der Redner der rechten Partei verstirbt im Krankenhaus an der Schusswunde und der Schütze flüchtet sich ausgerechnet ins große Flüchtlingsheim.

Ein Aufruhr geht durch die Trierer Innenstand und die Tumulte häufen sich. Als dann auch noch ein neuer Staatsanwalt, eine brennende Moschee und auch noch außgerechnet Saarbrücken gegen die Eintracht spielt, geht nichts mehr!

Ein interessanter Krimi, der zur aktuellen Geflüchtetensituation so treffen geschrieben ist und alle Seiten dieser Medaille beleuchtet werden, das nichts mehr hinzuzufügen ist.

Bepackt mit einem guten Ermittlerteam, einen Starstaatsanwalt und einem hervorragenden Dietz als „Kommandeur“ der gesamten Truppe!

Ich freue mich auf die nächste Story und danke Euch noch mal herzlich für die „Römerbrücke“.

 

 

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