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Schlagwort: DDR (Seite 1 von 3)

Frank Goldammer –
Roter Rabe

Frank Goldammer – Roter Rabe

Max Heller kämpft in Dresden im Jahr 1951 an mehreren Fronten. Ein scheinbarer Selbstmord von zwei Zeugen Jehovas in Polizeigewahrsam weckt Hellers Neugierde, als der frisch erholt von seinem Familienurlaub mit seiner Frau Karin und der Tochter Anni zurückkehrt.

Schnell merkt Heller, das hinter dem Tod mehr zu stecken scheint und beginnt zu ermitteln. Die Russen schieben ihm schnell einen Riegel vor, stehen die Toten doch im Verdacht, Spione gewesen zu sein.

Karin erhält die Reiseerlaubnis nach Westdeutschland und so muss Heller gleichzeitig auch noch sein Familienleben organisieren. Nachts meldet sich unverhofft ein alter russischer Weggefährte, der Heller klar macht, dass er hier in ein Wespennest aus Spionage, Attentätern und Menschen übelster Sorte gestochen hat.

Alles deutet auf einen übermächtigen Spion der Amerikaner hin, die mit ihrem „Roten Raben“ den Russen und natürlich auch der DDR den Kampf ansagen.

Als in Dresden der Schmuggel mit Uranerz auffliegt, sehen Werner und Peter, seine Assistenten einen Zusammenhang, doch beide verschwinden darauf hin spurlos.

Heller ist sich nach weiteren Toten, einem jugendlichen Schmugglerpärchen und mysteriösen Zeitungsannoncen nicht mehr sicher, wer hier der eigentliche Strippenzieher ist. Der verlorene Krieg, das spurlose Verschwinden seiner Mitarbeiter und der Auftritt mehrerer Geheimdienste machen es ihm in seinen Ermittlungen nicht leicht.

Als zuhause plötzlich alles aus den Fugen gerät und Karin im Westen verschollen bleibt, beginnt Heller, den Fall mit ganz anderen Augen zu betrachten.

Frank Goldammer hat mit Max Heller eine spannende Krimireihe rund um das Ende des zweiten Weltkrieges in Dresden geschaffen. Max Heller ist so begnadet anständig, das Konfrontationen mit ehemaligen Kriegstreibern, dem treibenden und tonangebenden KGB sowie den Menschen in seiner Umgebung nicht ausbleiben. Man befindet sich mit Max und seiner Familie stets in dem Zwiespalt der Trennung Deutschlands. Auf der einen Seite der aufblühende Westen und auf der anderen Seite das leidgeplagte von den Russen kontrollierte Volk des Ostens.

Ein würdiger vierter Teil!

Vielen Dank an den DAV-Verlag für das Hörbuch! Es war mir ein Vergnügen!

Lutz Wilhelm Kellerhoff –
Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff – Die Tote im Wannsee

Berlin im Jahr 1968. Es geht drunter und drüber. Nach dem Tod von Benno Ohnesorg herrscht Chaos in der Stadt und die Polizei ist machtlos.

Als eine junge Frau mit mehrfachen Stichwunden am Wannseeufer angeschwemmt wird, tritt Kommissar Heller auf den Plan. Gemeinsam mit seinem verhassten Kollegen Doll soll er dem Mord so schnell es geht und natürlich ohne großes Aufsehen aufklären.

Die Spur führt Heller anfangs in die radikale Studentenszene und danach direkt zum Ehemann der Toten.

Dieser spielt Katz und Maus mit mehreren Parteien und endet erhängt in Untersuchungshaft.

Der Abschiedsbrief und das Verhalten seines Kollegen Doll lässt Heller erneut zweifeln. Ihm wird schnell klar, dass er als Untergebener seiner Chefs und als Opfer mehrerer Gegenparteien zum perfekten Spielball der herrschenden Stimmung geworden ist.

Doch Heller lässt sich nicht abschrecken. Dubiose Beförderungsangebote, Mordanschläge, dunkle Familiengeheimnisse und Liebesgeständnisse bringen nur noch mehr dazu, den Fall zu lösen.

Das Autorentrio Lutz, Wilhelm und Kellerhoff lassen Kommissar Heller noch nicht mal seinen Kharman Ghia. Sein komplettes Leben wird im wahrsten Sinne des Wortes in Schutt und Asche gelegt. Die dunkle Kriegsvergangenheit des Vaters und der scheinbare Unfalltod seiner Mutter lastet schwer auf seinen Schultern. Bestechliche Kollegen kann er noch weniger ertragen wie die Lügen seiner Verhörgegner.

In Kommissar Heller findet man alles, was die Menschen damals bewegt hat. Die Hoffnung auf ein friedliches Leben, ein Ausweg aus dem politischen Machtspiel durch die Studentenrevolte und der großen Sehnsucht nach Liebe und einer Familie, um die es sich zu kämpfen lohnt!

Mit „Die Tote im Wannsee“ ist es dem Autorentrio ausgezeichnet gelungen, für die Jahrgänge danach einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Der Zwiespalt der damaligen Generation zwischen Ost und West hat bis heute noch kein Ende gefunden.

Vielen Dank an Literaturtest für das Rezensionsexemplar!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen und Rezensionen beziehen sich auf Produkte, die ich nicht selbst erstanden habe. Sie wurden mir von den Herstellern, Verlagen oder Autoren zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt! #Werbung, Rezension

 

Bernd Ohm –
Das Schattencorps

Der Krieg ist aus, die Mauer wird gebaut und einige Menschen scheinen dennoch unzufrieden zu sein. Der kalte Krieg steht vor der Tür und die klassische Spionage ist in vollem Gange.

Hans Barkhusen, ehemaliger Soldat und jetzt Berufstaucher und frisch aus Australien abgereist, gerät durch seinen Schwager und Polizisten Fritz in eine lebensgefährliche Situation.

In dessen Auftrag spioniert er alten Weggefährten nach. Dank diesem kleinen Nebenjob im Auftrag der Familie erhält er seit langem mal wieder Besuch von seinem alten Lebensretter im Dienste Ihrer Majestät. Captian Rowland beauftragt Hans ebenfalls mit dem gleichen Job und der beginnt zu ahnen, dass mehr dahinter steckt.

Er nimmt Kontakt zu alten „Freunden“ auf und der Plan steht fest. Der angebliche Goldschatz Rommels soll im adriatischen Meer geborgen werden.

Die illustre Gruppe, die aus alten Nazis, mittellosen Adligen, urigen Hamburgern, rüstigen Seefahrern und Waffenschiebern besteht schmiedet also einen scheinbar wasserdichten Plan.

In Italien angekommen, scheint sich Hans allerdings nicht mehr so sicher zu sein, auf welcher Seite ersteht und wo genau der Rest der Truppe steht.

Er lernt im Laufe der Tage die Bedeutung von Freundschaft, wahrer Liebe und den Preis der Erinnerung kennen und begibt sich damit auf einen schmalen Grat der Wahrheit.

Hans begreift, dass hier nicht nur die Altnazis und die Engländer Interesse an dem Schatz haben, sondern die Reihe weiterer Interessenten ziemlich lang ist.

Ein Spionageroman aus dem guten alten Deutschland der 60er Jahre, bepackt mit mystischen Schätzen, diversen Spionageagenten und dem kalten Krieg.

 

 

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