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Schlagwort: Paris (Seite 1 von 4)

Jean-Christophe Grangé –
Schwarzes Requiem

Schwarzes Requiem

Schwarzes Requiem

Das schwarze Kontinent, andere Regeln – alles ein Kampf ums reine Überleben. Grégoire Morvan reist mit seinem Sohn Erwan nach Zaire, um dort seinen illegalen Reichtum durch die Ausbeutung von Coltan-Minen zu vermehren. Erwan, Pariser Polizeikommissar interessieren die Geschäfte seines Vaters nicht, er begibt sich auf die Spur eines gnadenlos Killers, der auch in Frankreich sein Unwesen zu treiben scheint, nichtsahnend, dass er damit eine blutige Spur bei seiner eigenen Familie hinterlässt.

Der Kongo und dessen rohe Gewalt im Kampf ums Überleben, geplagt von Stammeskriegen, Aids und tiefem Hass gegen die Kolonialmächte bringt Erwan dazu, sich intensiver mit seiner Familiengeschichte, insbesondere die seines Vaters zu beschäftigen und öffnet dabei dem Killer Tür und Tor. Während Erwan mehr als einmal um sein Leben kämpft und sich oft nicht sicher ist, ob er von Freund oder Feind begleitet wird, geht seine Schwester in Paris ihren ganz eigenen Ermittlungen nach.

Schwarzes Requiem ist im gewohnten Stil von Jean-Christophe Grangé, nervenaufreibend, gewaltsam und blutig.

Den Leser erwartet eine schwarze Hölle auf Erden, von der man hofft, dass diese wirklich nur in der reinen Fiktion vorkommt, besinnt sich aber dank alltäglicher Meldungen in den Medien darauf zurück, dass der Kampf gegen Ausbeutung, Aids und unerträglichen Kriegen noch lange nicht ausgestanden ist.

Sprecher Dietmar Wunder versteht es blendend, diese brandmarkenden Themen zu vertonen!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen beziehen sich auf Produkte, die ich selbst erstanden habe und nicht von den Herstellern bzw. Verlägen oder Autoren zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe! #Werbung ohne Gegenleistung!

Melanie Levensohn –
Zwischen uns ein ganzes Leben

Beatrice arbeitet für die Weltbank in Washington und durch ein kleines Missverständnis in einem Presseartikel gerät ihr ganzes Leben aus den Fugen. Die Versetzung ins Archiv in den Keller lässt nicht lange auf sich warten und sie nimmt dankbar einen ehrenamtlichen Job als Betreuerin von Jacobina, einer alten wirschen Dame an.

Während Beatrice sich zu alledem auch noch mit ihrer derzeitigen Beziehung herumschlagen muss, bricht bei Jacobina das Eis. Sie bittet Beatrice um Hilfe, ihre im Krieg verschollene Halbschwester Judith zu finden.

Als Beatrice sich in dieses neue Abenteuer stürzt und sich auf die Suche nach Judith macht, trifft sie auf Gregoire, in den sie sich auf den ersten Blick hin sofort unsterblich verliebt.

Während Beatrice versucht, ihr Leben neu zu organisieren, begeben wir uns als Leser in die Vergangenheit und lernen Judith kennen. Die alle Hoffnung in ihren Christian setzt, denn ihr Leben als Jüdin in Frankreich scheint nicht mehr sicher. Sie hofft dem Naziregime zu entkommen und erlebt einen Schrecken nach dem anderen, bis ihr schlimmster Alptraum wahr wird.

Melanie Levensohn hat mit ihrem Roman „Zwischen uns ein ganzes Leben“ aus dem Hause Fischer Verlag ein kleines Zeitfenster in die Vergangenheit geöffnet. Sie blickt hoffnungsvoll auf die Liebe von Beatrice und Gregoire und auch auf die hoffnungslose Beziehung von Judith und Christian und macht deutlich, dass die Liebe zart und vergänglich ist. Ein großes Augenmerk legt sie auf die Arbeit vieler Institutionen, die bis heute noch versuchen, verschollene Menschen und alte Kontakte nach dem zweiten Weltkrieg wieder herzustellen und damit die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen diverser Organisationen hervorzuheben. Diese Arbeit wird vermutlich und hoffentlich niemals enden!

Vielen Dank an Jellybooks und an den Fischer Verlag für das Ebook als Rezensionsexemplar. Die Rezension sowie das Bild sind mein Eigentum und dürfen gerne genutzt werden. #Werbung

Beatriz Williams –
Die letzten Stunden des Sommers

Pepper Schuyler hat ein schwerwiegendes Problem. Schwanger von einem namhaften Washingtoner Politiker flieht sie von dessen Anwälten, die sie um ihr ungeborenes Kind berauben wollen.

Auf der Flucht wird sie von Annabelle gerettet, die ihr ihren stattlichen Oldtimer abkauft und sie somit zumindest finanziell vor dem Ruin bewahrt.

Sie lädt Pepper zu sich ein und die Geschichte um Annabelle, der amerikanischen Jüdin beginnt.

Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges verliebt sich die junge und unbescholtene Annabelle in den jungen Stefan, den sie nach einem Kugelhagel auf dessen Yacht verarztet und sich unsterblich verliebt.

Die Affäre währt nur kurz, endet mit einem gebrochenen Herzen und einer unverhofften Schwangerschaft.

Gerettet wird Annabelle von Johann von Kleist, einem deutschen Militär und Adligen, der dem Witwertum mit der begabten Annabelle entfliehen will und ihr eine unbeschwerte Zukunft und einen Vater für das uneheliche Kind verspricht.

Als in Deutschland Hitler seine Pläne umsetzt erfährt Annabelle von Stefans Vergangenheit und muss trifft eine weittragende Entscheidung.

Ein wunderbarer Roman von Beatriz Williams über zwei Frauen, die sich über eine Generation hinweg so ähnlich sind und ihresgleichen suchen und schließlich finden.

Mit Pepper erleben wir eine wagemutige junge Frau, die das Leben schon längst verstanden hat und in Annabelle eine Frau, für die Liebe und Familie einfach alles bedeutet und hinweg über die Trümmer Deutschlands, einer versagten Liebe und einem unverhofften Wiedersehen sich endlich der Vergangenheit stellen kann.

Mein Lieblingssatz aus diesem Buch stammt von Sacha Guitry: »Wenn dir ein Mann die Frau stiehlt, gibt es keine bessere Rache, als sie ihm zu überlassen.«


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