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Schlagwort: Wahrheit (Seite 1 von 7)

Pierre Jarawan –
Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan – Am Ende bleiben die Zedern

Was bleibt von uns übrig, wenn wir immer auf der Suche sind? Diese Frage muss sich Samir fast täglich selbst stellen.

Auf der Flucht aus dem Libanon verschlägt es die Familie nach Deutschland. Erst in einer Turnhalle, dann im Flüchtlingsheim und später dank des Engagements des Vaters geht es erstmals in ein eigenes Heim. Samir wächst als Kind in einer behüteten Familie auf. Deutschland hat sich als Chance für die Familie herausgestellt und auch die engen Freunde Hakim und dessen hübsche Tochter Yasmin profitieren von der Flucht.

Heimweh prägt jedoch den Vater Samirs so sehr, dass er beginnt, diesem wunderbare Geschichten aus dem fernen Libanon zu erzählen. Nichtsahnend, das Samir diese Geschichten irgendwann zu einer Flucht vor sich selbst und seinem Leben führen werden.

Eines Tages verschwindet der Vater spurlos und Samir verfällt in eine Starre, mit der er nicht wirklich umgehen kann. Die Familie löst sich auf, all die schönen Geschichten kleben an ihm und er kann sich nicht von ihnen lösen um sich selbst zu befreien.

Yasmin schlägt ihm eine Reise in den Libanon vor. Dort soll Samir nach seinem Vater zu suchen und mit seiner Vergangenheit endlich abschließen.

Dort jedoch trifft er, begleitet von einem begnadeten Taxifahrer, auf seine restliche Familie, alte Freunde seines Vaters und macht eine überraschende Entdeckung.

Mit Jarawan begeben wir uns in ein Land, was von Krieg und Machtkämpfen der Politik und dem Militär lange Jahre unterjocht und unterdrückt wurde. Viele Menschen sind spurlos verschwunden, einigen gelang die Flucht in ein scheinbar besseres Leben.

Einzig die alten Geschichten halten Samir am Leben und er lässt sich ganz nah auf den Libanon ein. Zwiegespalten bereist er die mystischen Stätten und begreift, dass die Geschichten keine Erfindungen seines Vaters wahren.

In „Am Ende bleiben die Zedern“ begibt man sich mit Samir auf eine Suche und hinein in eine Geschichte, die einen durch ein zerrüttetes Land und einen großen Zwiespalt der Kulturen führt. Man begibt sich in ein Land, welches lernen muss, seine eigene Geschichte zu bewahren.

Ulrike Dömkes –
Die Verschwundenen vom Gare d’Austerlitz

Ulrike Dömkes – Die Verschwundenen vom Gare D´Austerlitz

Eduard, der ruhige besonnene Bäcker kommt so richtig in Schwung, als er von seinen Kollegen einen Gutschein für einen Tango-Kurs zum Geburtstag erhält.

Sein Leben ändert sich Tag für Tag zum Positiven. Er sprüht vor Energie, überzeugt sogar seine Familie mit der Eröffnung eines Tanzcafes. Wäre da nicht die geheimnisvolle Frau, die Eduard in der Pariser Metro regelmäßig den Kopf verdreht.

Der Tango bringt ihm neue Freundschaften, aber auch diese gnadenlose Sehnsucht nach dieser unbekannten Frau in der Metro.

Die Unbekannte zieht ihn magisch in ihren Bann. Umspielt von klassischer Tangomusik beginnt für Eduard ein inneres Zerwürfnis.

Als Sadie, die junge Studentin, eines Abends auf dem Metrogleis ein altes Tagebuch findet, ahnt sie noch nicht, dass die Geschichte Eduards auch ihr Leben gewaltig verändern wird.

Sadie begibt sich auf die Suche nach Eduard und damit auch in die Welt des Tangos, der wahren Liebe und einem ihr so ganz unbekannten Paris.

Der Roman von Ulrike Dömkes macht einem tatsächlich Lust auf ein bisschen mehr Musik und Spontanität im Leben. In Sadies geschaffenen „Ermittlerteam“ rund um Eduard und der mysteriösen Tangotänzerin findet man sich selbst wieder und hofft natürlich auf ein logisches und klares Ende.

Dömkes jedoch verblüfft mit ständigen Wechseln und lässt den Leser dieses übermächtig erscheinende Paris von einer ganz andern Seite betrachten. Es macht mir die Pariser ein klein wenig sympathischer als sie es mir bisher waren. Ich bedanke mich herzlich bei Ulrike Dömkes für das Rezensionsexemplar. Es war mir ein Vergnügen, in die Pariser Unterwelt hinabzusteigen.

David Baldacci –
Stonecold –
Camel-Club 3

Baldacci Stonecold Camel-Club 3

Baldacci Stonecold Camel-Club 3

Der dritte Teil der Camel-Club-Reihe bringt traurige Momente mit sich. Während Annabelle sich endlich aus den Fängen des Casinobesitzers Jerry Bagger befreien will, muss Oliver Stone nunmehr mit der Tatsache leben, dass er als John Carr erneut zum Leben erwacht ist.

Alles beginnt ganz harmlos im kalten Krieg, bis zwei Spione einen Tötungsbefehl ausführen und damit auch noch Jahrzehnte später gute Karten in der Hand halten. Als Oliver von seinem alten Erzfeind Carter auf die Ermordung seiner alten Killerkommandokollegen hingewiesen wird, scheint klar, dass jemand eine Liste abarbeitet und nunmehr auch Carter und er auf der Liste stehen.

Oliver, der mit seinem restlichen Camel-Club-Team eigentlich an der Befreiung Annabells aus den Fängen Baggers beschäftigt war, ändert seinen Plan um seine Freunde aus der tödlichen Schusslinie zu halten, bis er den Jäger zum Gejagten macht.

Baldacci hat mit dem dritten Teil die Vergangenheit von Oliver Stone völlig offengelegt und dennoch fragt man sich, ist es die reine Wahrheit? In Washington D. C. nimmt es scheinbar niemand so genau mit der Wahrheit. Tote werden erneut zum Leben erweckt. Einzig für die Diebin Annabelle hingegen kommt die reine Wahrheit gerade recht.

Wer selbst schon einmal in Washington war, genießt mit Baldacci die Jagt durchs Capitol, über den Arlingtoner Friehof bis ins Old Town von Alexandria.

Der nächste Teil liegt schon bereit und ich hoffe auf ein wenig Erlösung für Oliver Stone und seinen Camel-Club.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass der Inhalt der Rezension sowie das Bildmaterial mein Eigentum sind. Das Buch wurde von mir selbst gekauft! #Werbung ohne Gegenleistung!

Die im Artikel hinterlegten Verlinkungen beziehen sich auf Produkte, die ich selbst erstanden habe und nicht von den Herstellern bzw. Verlägen oder Autoren zu Werbezwecken kostenlos erhalten habe! (gem. Urteil Landgericht Berlin vom 24.05.2018 – Az. 52 O 101/18) #Werbung ohne Gegenleistung!

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