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Monat: September 2019 (Seite 2 von 3)

Salih Jamal –
Orpheus

Salih Jamal – Orpheus

Musik, Liebe, Tod.

Alte Geschichte in neuem Gewand, untermalt mit einem abwechslungsreichen Soundtrack.

Orpheus ist nach dem Verschwinden seiner geliebten Nienke gefangen in der Suche nach ihr, in seiner Trauer und seinem Selbsthass.

Der einzige Weg, einen kurzen Moment seinen plagenden Schatten zu entfliehen, ist der Alkohol und die Musik.

Nienke war Anwältin in der Firma des mächtigen Zeus, Orpheus‘ Großvaters. Eines Tages verschwindet sie spurlos. Dabei war sie an diesem Tag auf dem Weg zur Polizei, zu ihrem ehemaligen Chef, dem sie voll und ganz vertraute.

Sie hatte Unterlagen dabei, die die Welt von Zeus mit einem Streich hätte zerstören können. Diese Unterlagen zeigten eine Verbindung des Patriarchen zu einem lange zurückliegenden Mord an einer Frau.

Orpheus hatte geahnt, dass Nienke sich in Gefahr begab, konnte aber seine eigenen Ängste ihr zu helfen nicht überwinden und jetzt ist sie fort. Von nun an ist Orpheus auf der Suche und kommt dabei den Geheimnissen seiner eigenen Familie und der grausamen Wahrheit auf die Spur.

Salih Jamal nimmt sich einer großartigen Sage der griechischen Mythologie an und verpflanzt sie in die heutige Welt.

Dabei wird sie in eine größere Familientragödie oder Kriminalgeschichte eingesponnen und mit einem Soundtrack zur Handlung untermalt.

Gleichzeitig betreibt der Autor eine Seelenschau seines Protagonisten Orpheus, die der Lektüre eine weitere Ebene verleiht. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen wird dies auf gerade einmal 260 Seiten verdichtet.

Salih Jamal schreibt in kurzen, prägnanten Sätzen, die trotzdem zu einem fließenden Rhythmus finden.

Ihm ist hier ein großartiges Werk gelungen, das man zusammen mit dem Soundtrack und einer Flasche Wein genießen sollte.

Ich bedanke mich herzlich bei Salih Jamal für das Rezensionsexemplar. Es war mir eine Freude in diese alte/neue Sage eintauchen zu dürfen.

David Baldacci –
Die Wächter

David Baldacci – Die Wächter

Washington D. C. – eine bezaubernde Stadt mit ihren vielen Museen, Galerien und Denkmählern. Wirklich hinter die Kulissen blicken wir mit David Baldacci, der mit „Die Wächter“ den Auftakt zu einer Thriller-Reihe startet.

Oliver Stone ist kein Freund des Weißen Hauses. Seine Vergangenheit holt ihn dafür zu oft ein.

Als Mitglied des sogenannten Camel Club geht er Verschwörungen auf den Grund. Und dafür eignet sich Washington D. C hervorragend.

Er führt als campender Widerständler Buch über die „Sünden“ der Regierung. Nichtsahnend, das sein Buch Begehrlichkeiten weckt.

Oliver gelingt es durch seine nette und freundliche Art, spielerisch an Informationen zu gelangen und dank seiner Clubmitglieder diese umgehend auszuwerten. Als sich ein wahres Drama anbahnt, zieht Oliver Stone seinen einzigen realen Kontakt in der Außenwelt, Secret-Service Agent Alex Ford zu Rate.

Damit tritt Stone eine kleine Lawine los, die sich zu einem Erdbeben rund um Washington verwandelt.

Mit ausgefuchsten Charakteren wird dem Leser schnell klar, dass das hübsche und fast schon pittoresk anmutende Washington in der Tat das Zentrum der Macht darstellt. Nach und nach bröckeln die Fassaden diverser Geheimdienste und es wird zur Jagd geblasen.

David Baldacci gelingt es spielend, den Leser an der Nase herumzuführen. Ständig stellt man sich die Frage, wer hier die Guten und wer hier die Bösen sind. Grenzen verwischen und es stellt sich heraus, dass Verschwiegenheit mehr als nur eine gute Tugend sein sollte.

Klaus Dieter Klebsch überzeugt mit beeindruckender Stimme im Hörbuch und lässt Oliver Stone mit seiner dunklen Vergangenheit gekonnt dastehen.

Egal ob Caleb, Reuben oder Alex Ford, hier merkt man schnell, das man der Spannung, die durch Klebsch vorgetragen, als Hörer kaum entrinnen kann.

Mit insgesamt sechs CDs immer noch eine gute Länge, ohne den Faden oder den Überblick zu verlieren.

Für mich ein beeindruckender Auftakt zu einer hoffentlich langen und spannenden Thriller-Reihe mit Oliver Stone und seinem Camel-Club.

J. K. Rowling –
Quidditch im Wandel der Zeiten

J. K. Rowling – Quidditch im Wandel der Zeiten

von Kennilworthy Whisp…

Alles beginnt mit der Ausleihkarte der Schulbibliothek von Hogwarts. Hier sind die Ausleiher vergangener Zeiten aufgelistet und wir finden neben Neville Longbottom auch Draco Malfoy sowie Ron Weasley, der doch tatsächlich für die überzogene Rückgabe von Irma Pince getadelt wurde.

Mit diesem Handbuch begeben wir uns zum Ursprung dieses fantastischen Spieles. Vom Mittelalter hinweg bis zur jetzigen Olympiade und von atemberaubenden Spielerteams bis hin zu Tipps und Tricks.

Ein Ratgeber also, der jedem Zauberer helfen soll, für sich den besten Besen, die windigsten Strategien und natürlich als Fan die beste Mannschaft zu finden.

Was wäre Hogwarts ohne Quidditch? Diese Frage hat sich sicherlich ein Harry-Potter Fan schon oft gestellt.

Witzig, einfallsreich und dank kleiner Zeichnungen kann man sich jetzt endlich mehr unter diese magische und luftakrobatische Jagd nach dem goldenen Schnatz vorstellen.

Wert legt J. K. Rowling auf ihre Stiftungen Lumos und Comic Relief. Alle Einnahmen bezüglich der Bände von „Quidditch im Wandel der Zeiten“ fließen in diese Stiftungen.

Für alle Harry Potter Fans natürlich ein Muss! Und mal ganz ehrlich, was wären wir ohne die magischen sieben Bände?

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