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Monat: März 2019 (Seite 1 von 5)

Emanuel Koch
Die positive Kraft des Zweifelns

Emanuel Koch – Die positive Kraft des Zweifelns

Wer kennt nicht die Zweifel, die einen im Job und im Alltag manchmal begegnen und sich so schnell nicht abwimmeln lassen? Mit Emanuel Koch betrachten wir diese Zweifel allerdings nicht als unser Feindbild, sondern lernen, sie als positiven Anreiz zu sehen.

Wer in der heutigen Arbeitswelt nichts mehr in Frage stellt, kommt einem Computer oder einem Roboter gleich. Die besten und erfolgreichsten Ideen unserer Vergangenheit beruhen auf Zweifel und auf Widerstand.

Während wir uns schon im zarten Kindesalter mit allerlei Zweifeln auferlegen, fällt uns es mit zunehmendem Alter natürlich nicht leichter, die Zweifel in eine positive Kraft umzukehren.

Mit seinen zehn großen Zweifeln macht Emanuel Koch dem Leser schnell klar, wo das eigentliche Problem liegt und gibt auch Lösungsmöglichkeiten mit an die Hand.

Besonders beeindruckt, beziehungsweise habe ich mich selbst in dem Kapitel „Sicherheit geben, Unsicherheit zulassen“ wiedergefunden. Gekonnt den eigenen Zweifel überwinden und bestehende Zweifel in einem Projektteam gekonnt offen zu formulieren, war stets ein heikles Thema. Diese Art der Offenbarung sucht man vergebens in Marketing und in Businessführungsratgebern.

Mit Leichtigkeit gelingt es Emanuel Koch, sich selbst einmal etwas genauer zu betrachten. Fündig wird man leicht. Erschreckend einfach erkennt man sich in den alten vorgegebenen Handlungsmustern, die jetzt allerdings schonungslos offen auf dem Tisch liegen.

Dieser Ratgeber macht deutlich, dass man aus Zweifeln schlichtweg und ergreifend lernen kann. Wer sich selbst und andere hinterfragt, schafft neue Ansatzpunkte und regt die Kreativität an.

Diese „Unsicherheit als Erfolgsfaktor“ grenzt uns Menschen vor allem in der immer schneller wachsenden Entwicklung in Künstlicher Intelligenz und der Leistungsfähigkeit von Computern ab. Was wäre also ein Mensch ohne Zweifel? Es beruhigt mich ungemein, dass scheinbar in jedem Menschen ein Funken „Zweifel“ steckt.

Vielen Dank an Econ und an Emanuel Koch für das Rezensionsexemplar.

Barry und Dana Stiller –
Blut

Barry und Dana Stiller – Blut

Peter verschlägt es dank seiner Bekannten Lisa diesmal nicht in entfernte und abenteuerliche Gebiete, sondern direkt in die Innenstadt von London. Dort soll er bei den Ausgrabungen auf einer Baustelle die Gebeine des ehemaligen Friedhofs begutachten.

Ungewohnt missmutig macht Peter sich an die Arbeit, als Lisa erste Ungereimtheiten entdeckt. Peters Neugierde zu wecken, gelingt Lisa nicht auf Anhieb, der mit seiner derzeitigen Situation mehr als unzufrieden ist.

Erst als die ersten Gebeine mit seltsamen Grabbeigaben auftauchen, ist auch Peters Neugierde endlich geweckt.

Die Ausgrabungen verschlagen das Team und den seltsamen Professor Small und seine Assistentin Susan etwas außerhalb des alten Grabungsortes auf einen alten ehrwürdigen Friedhof. Hier begegnen Lisa wie auch Peter mysteriösen Gestalten, blutigen Hinweisen und fragwürdigen Mumien in alten Gruften.

Eine frisch ausgeblutete Leiche bringt gehörig Schwung in die Ermittlungen und führt die beiden zu altem rumänischem Adel, dunklen Gruften und noch seltsameren Mumien.

Doch was sind das für alte Mumien und warum wird Peter von so einem unheimlichen Gefühl begleitet?

Mit Stiller und Stiller begibt man sich als Leser wieder auf abenteuerliche und historische Spuren. Man sieht London nicht mehr als chice und moderne Stadt, sondern als einen blutigen Schauplatz. Bepackt mit viel Spürsinn und mit feiner Ironie begleitet man Lisa Franks, die mutige Forscherin und Peter Conrad, dem ewigen Zweifler auf deren Ausgrabung. Beide gewohnt, das unfassbare für die Wahrheit zu halten, stehen hier vor einer ganz neuen Herausforderung. In „Blut“ gibt es so viele Verdächtige und kleine historische Nebenschauplätze, das man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Mit Lisa und Peter reise ich gerne um die Welt und erforsche gerne noch weitere Mysterien unserer Geschichte.

Vielen Dank an Barry und Dana Stiller für das weitere Conrad/Franks Abenteuer. Es war mir wie immer ein Vergnügen mit Euch zu ermitteln und Spannung pur!

Byron Weigand –
Hurensohn

Byron Weigand – Hurensohn

Bormanns Leben ist eigentlich schon vorbei, als es gerade begonnen hat. In äußert schlechten Verhältnissen aufgewachsen schafft er es dennoch zur Polizei und macht Karriere. Doch sein letzter Fall vernichtet ihn.

Einzig der Alkohol hält ihn am Leben und lässt ihn die dunklen Stunden während seinen Ermittlungen gegen einen Kinderpornoring vergessen.

Als er während seiner Arbeit einen Schritt zu weit geht, kann sein Kollege endlich einschreiten und seinen lang gehegten Plan in die Tat umsetzten. Bormann muss weg, komme was wolle und dessen letzter Einsatz und Ausraster kam ihm gerade recht.

Frisch suspendiert läuft er Stella in die Arme. Die junge rumänische Prostituierte sucht ihr vermisstes Kind und legt somit Bormann ihren Finger in die frische Wunde.

Benni ist schon seit Tagen verschwunden. Die Polizei legt diesen Fall zu den Akten. Kinder von Prostituierten und Drogensüchtigen stehen nicht gerade ganz oben auf der To-Do Liste.

Doch Stellas Trauer trifft Bormann unerwartet hart.

So beschließt er erst mal die Finger vom Alkohol zu lassen.

Er merkt zu spät, das hier einfach zu viele dubiose Gestalten die Finger mit im Spiel haben und trifft mehr als einmal auf alte Bekannte, die ihm das Leben erneut zur Hölle machen.

Mit Byron Weigand begibt man sich in die Welt der Drogen und der Prostitution. Einmal in dieser Hölle gelandet, scheint der Ausweg nur schwer. Für viele endet ihr Leben in der Drogensucht und der Lebensweg scheint schon als Kind vorgezeichnet.

Frauen sind hier nichts wert und werden als bessere Ware betrachtet. Kriminalität, Gewalt und Tod umgehen die Ermittler der Polizei und das Leben auf der Straße vom einem bis zum nächsten Schuss scheint unüberbrückbar.

Byron Weigands Ruhrpott Krimi ist nichts für zarte Gemüter. Hier geht es ums nackte Überleben und um den nächsten Schub. Die Gier der Sucht ist unüberwindbar.

Vielen Dank bei Byron Weigand für diesen ehrlichen und erschütternden Ruhrpottkrimi.

Im Anschluss an meine Rezension stand mir Byron Weigand noch für ein kleines Interview zur Verfügung.

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