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Schlagwort: Sklaverei (Seite 1 von 2)

Maria W. Peter
Der Schatz Salomos

Invita ist fern ihrer Trierer Heimat in Metz angekommen und stolpert danach gleich über eine Leiche und über alte Bekannte. Die Geschwister aus dem Hause Cornelius Felix haben mit Invita noch ein Hühnchen zu rupfen und erkennen ihre ehemalige Sklavin gleich wieder und sehen in ihr ein Dorn im Auge. Der anstehende Kontakt und die Hoffnung auf Freundschaft mit Marcella, der Tochter des Stadthalters und Invitas Herrin, scheint nunmehr getrübt.

Als Invita per Zufall über eine ermordete Haussklavin fällt und dann auch noch ihre alten jüdischen Freunde, Isaak und dessen Sohn Salomo für diesen Mord verhaftet wurden, muss Invita handeln.

Marcella, geprägt von christlicher Nächstenliebe treibt den jungen Anwalt Crispinian auf, der die beiden Häftlinge verteidigen soll. Die Zeit wird knapp, aber Invita gibt nicht auf!

Ein gelungener weiterer historischer Kriminalroman bei dem Invita ihrer Neigung als Detektivin der Antike wieder einmal voll ausleben darf und der Leser nebenbei einen wunderbaren Einblick in das damalige Leben der Sklaven, der Schönen und auch anderer Kulturen erhält.

Yaa Gyasi –
Heimkehren

Das Hörbuch beginnt in Ghana Ende des 18. Jahrhunderts. Die Stämme an der Goldküste befinden sich im Krieg, der rege und scheinbar gut bezahlte Sklavenhandel und die anherrschende Dürre treibt die afrikanischen Stämme dazu, sich selbst und ihre Identität zu verschachern.

Mit Effia, der Schönen, treten wir in die Geschichte ein und enden als schwarze Ehefrau eines der ranghöheren britischen und weißen Soldaten, die den lukrativen Sklavenhandel vorantreiben.

Esi, Effias Schwester hingegen, trifft es bei weitem nicht so gut. Ihr Leidensweg beginnt hinter Schloss und Riegel, in einer Art Massentierhaltung unter unwürdigsten Bedingungen, ausgerechnet in der Festung, in der Effia ihr scheinbar privilegiertes Leben als Ehefrau und Mutter führt.

Die Wege der Frauen und deren Nachkommen könnten nicht unterschiedlicher sein.

Über Generationen hinweg erleben wir als Leser unglaubliche Trauer, unverhohlenen Rassenhass, blutigen und menschenunwürdigen Sklavenhandel.

Dieses Familienleid zieht sich bis in die Gegenwart und ein Großteil von Esi und auch Effia bleibt in den Köpfen der Nachkommen erhalten, die Sehnsucht nach der eigenen Geschichte, diesen dunklen Kapiteln der Menschheit, ist nicht auslöschbar.

Auf der Suche nach den eigenen Vorfahren, deren Kultur und einzigartiges Leben und für mich ganz entscheidend, die Suche nach einem kleinen Funken Glück und echter Liebe finden sich erst in der Gegenwart wieder.

Lust auf eine Hörprobe?

Maria W. Peter –
Die Legion des Raben

Invita, die junge Sklavin aus dem Haus des Stadthalters gerät in Treveris mitten hinein in eine dunkle Verschwörung. Nach einem brutalen Mord wird der Sklave Hyazinthus beschuldigt, dessen Herrn ermordet zu haben. Die rachsüchtige Hausherrin Julia fordert nach altem Gesetz nunmehr die Hinrichtung des gesamten Sklavenhaushalts als Strafe und Abschreckung.

Invita ist entsetzt, als sie feststellen muss, das der Alemanne Flavus, ebenfalls im Haus des Stadthalters dienend scheinbar in diesen Mord verwickelt ist.

Die Spur ist gelegt und Invita hat Lunte gerochen. Ihre Ermittlungen führen sie in Trier in die Thermen, in die umliegenden privaten Villen und natürlich auch das ein oder andere Mal in eine Folterkammer.

Dank Flavus, der ihr vorerst mehr aus Eigennutz als aus Freundschaft zur Flucht verhilft, gelingt es ihr auch ein ganz persönliches Geheimnis zu lüften….

Mit Invita und Flavus begibt sich der Leser zurück in die alte und ehrwürdige Stadt Trier und dort auf eine spannende Spurensuche!

Es war schön, zurück in meine alte Heimat zu blicken und nebenbei auch noch etwas mehr über die damalige Römerzeit vor Ort zu lernen.

Die Legion des Raben ist der zweite Teil aus der Invita & Flavius Reihe und ich freue mich über eine Fortsetzung! In der SR-Mediathek bin ich über einen tollen Film über die alte Römerzeit und Invita fündig geworden.

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