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Schlagwort: Antike (Seite 1 von 4)

Ahmet Ümit –
Die Gärten von Istanbul

Kommissar Nevzat steht vor einem großen Rätsel. Sein Team findet an der Atatürk-Statue eine Leiche mit aufgeschlitzter Kehle. Nichts weißt weiter auf den Tatort hin bis man in der Hand des Toten, der pfeilartig vor dem Denkmal ausgebreitet daliegt, eine historische Münze auftaucht.

Zeynep, die junge Assistentin Nevzats und heimliche Freundin von Ali, Nevzats brummeligen und etwas ungestümen Kollegen beginnt mit ihrer Recherche über den Toten.

Erst als ein weiteres Opfer an einer weiteren historischen Städte samt antiker Münze auftaucht, scheint es vor Verdächtigen nur so zu wimmeln.

Beide Mordopfer waren unbeliebt, waren in dunkle Bau- und Immobilienmachenschaften verwickelt und hinterlassen nicht wirklich trauernde Familien.

Hilfe erhält Nevzat von der Exfrau des ersten Toten, einer Museumsdirektorin, die sich besonders gut mit der Historik und den Herrschern von Istanbul auskennt, aber für den Kommissar und besonders für Ali extrem verdächtig bleibt.

Die Morde gehen weiter und von den Tätern bleibt weiterhin keine Spur.

Nevzat selbst, der gerade schwer mit seiner eigenen Vergangenheit und seinen familiären Verlusten zu kämpfen hat, stolpert völlig blauäugig über die entscheidende Spur.

Die Gärten von Istanbul ist für mich kein klassischer Krimi. Die 728 Seiten der Geschichte sind mit detaillierten Beschreibungen des gegenwärtigen Istanbuls bepackt, sodass man für einen Besuch definitiv keinen Reiseführer mehr benötigt.

Auch die historischen Ausflüge in die diversen Herrscherzeiten, Numismatik und hier insbesondere in die Bauzeiten, Planungen und Zerstörungen des alten Istanbuls lassen bei Historik-Fans bei diesem Krimi die Herzen höher schlagen.

Teilweise geraten die Morde in den Hintergrund, sei es durch die detaillierten Beschreibungen der Denkmäler, Gärten und Menschen sowie den wirklich schwierigen Problemen aus der Vergangenheit Nevzats sowie dessen engstem Freundeskreis.

Für mich war der Ausflug nach Istanbul weniger spannend, was aber durch die historischen Einlagen und die Bemühungen des Autors, Verständnis für eines solch durch Krisen und Machtwechsel überforderte kleine Stück Land zu erwecken, wieder in ein ganz anderes Licht gerückt wurde.

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Maria W. Peter –
Die Legion des Raben

Invita, die junge Sklavin aus dem Haus des Stadthalters gerät in Treveris mitten hinein in eine dunkle Verschwörung. Nach einem brutalen Mord wird der Sklave Hyazinthus beschuldigt, dessen Herrn ermordet zu haben. Die rachsüchtige Hausherrin Julia fordert nach altem Gesetz nunmehr die Hinrichtung des gesamten Sklavenhaushalts als Strafe und Abschreckung.

Invita ist entsetzt, als sie feststellen muss, das der Alemanne Flavus, ebenfalls im Haus des Stadthalters dienend scheinbar in diesen Mord verwickelt ist.

Die Spur ist gelegt und Invita hat Lunte gerochen. Ihre Ermittlungen führen sie in Trier in die Thermen, in die umliegenden privaten Villen und natürlich auch das ein oder andere Mal in eine Folterkammer.

Dank Flavus, der ihr vorerst mehr aus Eigennutz als aus Freundschaft zur Flucht verhilft, gelingt es ihr auch ein ganz persönliches Geheimnis zu lüften….

Mit Invita und Flavus begibt sich der Leser zurück in die alte und ehrwürdige Stadt Trier und dort auf eine spannende Spurensuche!

Es war schön, zurück in meine alte Heimat zu blicken und nebenbei auch noch etwas mehr über die damalige Römerzeit vor Ort zu lernen.

Die Legion des Raben ist der zweite Teil aus der Invita & Flavius Reihe und ich freue mich über eine Fortsetzung! In der SR-Mediathek bin ich über einen tollen Film über die alte Römerzeit und Invita fündig geworden.

Luciano De Crescenzo –
Kinder des Olymp

Die Kinder des Olymp ist ein weiterer Band aus Luciano De Crescenzos Reihe, bei der antike Sagen neu erzählt werden.

Mit viel Witz und einem guten Schuss gewohntem Sarkasmus berichtet uns De Crescenzo hier vom Leben und Lieben der alten Götter. Natürlich entstanden dabei die ein oder anderen gefährlichen Liebschaften, Kriege und Irrungen und Wirrungen.

Es gab gute und freundliche Götter und Göttinnen, aber auch gierige und rachsüchtige Eidgenossen. Die Paarbildung war von Gott mit Gott, Gott mit Mensch und ja, auch mal Gott mit Tier querbeet gemischt, typisch griechische Antike.

Mit dem Oberhaupt Zeus findet Luciano De Crescenzo natürlich ein Füllhorn an guten Geschichten, die es neu zu erzählen gibt.

Das Ende findet De Crescenzo natürlich im Jetzt und Hier, in seinem geliebten Bella Italia. Was wären wir ohne die liebenden Italiener?

Erfrischend witzig!

 

 

Luciano de Crescenzo –
Das Urteil des Paris

Luciano de Crescenzos „Das Urteil des Paris“ ist ein weiterer Teil aus dessen Reihe „Antike Mythen neu erzählt“.

Wer kennt nicht die Liebesgeschichte rund um den Trojanischen Krieg und Paris Leid, seine schöne Geliebte an einen anderen Mann zu verlieren?

Das sich bekanntlicherweise Frauen mal streiten, ist ja allseits bekannt, aber wenn es Göttinnen auf dem Olymp tun, sollte man aufpassen. Die allseits entscheidende Frage, wer denn die Schönste sei, traf dann einen Sterblichen. Paris traf das Schicksal und er hingegen traf die falsche Wahl und nahm das Angebot von Aphrodite an und löste damit den bedeutensten Krieg der Antike aus.

Alles was Rang und Namen hat, mischt in dieser Antiken-Soap mit und de Crescenzo hat ein Händchen dafür, mit viel Witz und mit einem Hauch Sarkasmus diese antike Mythenwelt in die unsere zu verwandeln.

Es macht einfach Spaß, in diese Antikenwelt einzutauchen und laut zu lachen!

Luciano de Cresenzo –
Als Männer noch Helden sein durften

Luciano de Creszenco erzählt alte antike griechische Mythen neu!

Was genau ist ein Held und könnten wir heute mal wieder so einen Kerl gebrauchen? Eröffnet sind die Geschichten um Odysseus, Herakles und Theseus und weiteren antiken Helden.

Wer denkt, dass die Frauen hier schlecht wegkommen, liegt völlig falsch und kann gespannt sein auf deren Listen und „kriminellen“ Energien gegen die mystischen Männer vorzugehen.

Die Geschichte beginnt mit den Argonauten, also einem Schiff voller starker Helden und zieht so seine Wege durch die mythologische Männerwelt.

Spannende Geschichten, die einem stets bekannt sind werden von Luciano de Crescenzo spannend und mit viel Witz erzählt, wobei ein Hauch Sarkasmus nicht fehlen darf.

Es ist mir immer wieder eine Freude, in dieses Buch hineinlesen zu dürfen.

 

 

 

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