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Schlagwort: Gesellschaft (Seite 1 von 2)

Lisbeth Jarosch –
Last Haven –
Tödliche Geheimnisse

Der Kampf um eine neue Gesellschaft im Jahr 2335!

Aida arbeitet bei Techraid und ist sehr zufrieden mit ihrem Leben, auch wenn die Lebensmittel knapp sind und es außer Arbeit eigentlich nichts weiter im Leben gibt. Als sie sich ernsthaft verletzt und im Krankenhaus behandelt werden muss, steht sie völlig neben sich.

Ihre alte Arbeit bei Techraid kann sie nicht mehr ausführen und wird somit ohne Wenn und Aber zwangsversetzt. Im Inneren Ring C angekommen, schließt sie zwar Freundschaft und genießt das scheinbar viel bessere Leben, steht allerdings aufgrund ihrer mangelnden Fähigkeiten unter ständiger Beobachtung und unter Druck. Mehr und mehr beschleicht sie der Gedanke, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht.

Erst als sie sich Zugang zu einem unter Verschluss stehenden Labor verschafft, wird ihr klar, was hier eigentlich gespielt wird und die Zeit wird knapp. Aida muss eine Entscheidung treffen.

Wollen wir in einer Welt leben, in der nur noch unsere Fähigkeiten zählen und das Menschliche völlig in den Hintergrund tritt? Als Leser stellt man sich mehr als einmal die Frage, wie man selbst handeln würde.

Eine wirklich spannender Zukunftsroman, der einem klar macht, wie einzelne Menschen eine ganze Gesellschaft beeinflussen können und das wir trotz unserer dunklen Vergangenheit scheinbar nichts an Menschlichkeit dazugelernt haben.

Vielen Dank an Piper und an Lisbeth Jarosch!

Julian Fellowes –
Belgravia

Für alle Fans von Downton Abbey, jetzt als Hörbuch.

Alles fängt beschaulich kurz vor der Schlacht um Waterloo an. Der Proviantmeister James Trenchard hilft dem Duke of Wellington aus der Patsche und steht somit nunmehr hoch im Rang der Dukes und britischen High-Society. Zurück in England haben er und seine Frau Anne zwar immer noch mit ihrem Stand zu kämpfen, aber mittlerweise sind sie fast vollständig von der hohen Gesellschaft akzeptiert.

Als Anne beginnt, Freundschaften zu schließen, muss sie feststellen, das ihr streng gehütetes Familiengeheimnis und ihre Verschwiegenheit dem gegenüber arg ins Wanken gerät. Der uneheliche Sohn ihrer verstorbenen Tochter ist in London auf dem besten Weg, sich einen Namen zu machen und Anne sowie James ist klar, das sich dieses Geheimnis bald zwischen ihre Familie und die Gesellschaft von London stellen wird.

Julian Fellows hat erneut ein Meisterwerk an Intrigen, Rachsucht, Gier und Gesellschaftskritik geschaffen, dem man nicht wiederstehen kann.

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Louise Jacobs –
Gesellschaftsspiele

Leo Becker, erfolgreich gepuschter Maler, muss für seine geplante Ausstellung in der NY-Met 10 Bilder malen. img_20161124_215832Der Abliefertermin rückt immer näher, er hat Blockaden. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als seine Bilder halbfertig abzugeben. Er führt ein beschissenes Leben. Seine Frau, die sein Leben regelt, geht fremd u. das ist sein Schuld, betrog er sie doch in der Hochzeitsnacht. Sein Galerist Max plant schon die nächste Kunstreihe. Doch er will eigentlich nur eines: leben. Er erinnert sich an seine alte Liebe Ebba, sucht sie mehrmals auf. Doch auch das deutliche Gespräch zwischen Ebba u. Leo lässt Leo nicht aufwachen. Laut Ebba ist er ein hochgepuschtes Arschloch. Aber so ist die Kunstszene, heute in – morgen out. Jacobs Roman über die Kunstszene, mag es jetzt in Berlin sein oder irgendwo anders, beschreibt deutlich die Kurzlebigkeit der Dinge des Lebens u. deren Folgen. Gut gelungen.

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